Aimovig – gehäufte Atemwegsinfekte?

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  • Elvira A.
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    Beitragsanzahl: 3

    Seit November letzten Jahres spritze ich 70mg Aimovig alle 4 Wochen. Die Migränetage sind seither weniger geworden, ich habe aber seit Beginn der Injektionen heftige und im Abstand von nur wenigen Wochen immer wieder kehrende Infektionen der oberen Atemwege (ca. alle 14 Tage einen neuen Infekt, mal mehr und mal weniger schlimm)und habe eine totale Immunschwäche entwickelt (Influenza trotz Impfung, Clostridien vom Antibiotika, neues Antibiotika gegen die Clostridien etc.). Lt. Aussage der Firma Novartis stehen die Infektionen in keinem Zusammenhang mit dem Wirkstoff. Trotzdem bin ich seither fast dauerkrank. Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit Aimovig gemacht?

    • Dieses Thema wurde geändert vor 2 Monate, 2 Wochen von  Elvira A..
    Vicky P. Dia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 25

    Hallo grüß Dich,
    ich bekomme auch seit November 2018 Aimovig. Zuerst 140mg,was ich gut vertrug und meine Migränehäufigkeit und Heftigkeit drastisch reduzierte.
    Aus Kostengründen und auch um zu sehen, ob auch die geringere Dosis ausreicht, habe ich dann bis Juni mit 70mg weitergemacht wodurch sich das Migränegeschehen bei etwa 6 Triptantagen / Monat einpendelte.
    In dieser Zeit war ich nicht ein einziges Mal erkältet. Immer mal Anflüge von verstopfter Nase / Kratzen im Hals, was aber immer innerhalb von Stunden verschwand.
    Im Juni erhöhte sich meine Migränefrequenz wieder auf 10 Triptantage und ich bekam wieder Aimovig 140 mg verordnet.
    Seitdem hatte ich erst 2 Triptantage, was super ist – bin aber leider auch seit dem 01.07. dauererkältet.
    Da meine Hausärztin im Urlaub ist, war ich nun bei der Vertretung, dem ich meine Bedenken bezüglich Aimovig schilderte.
    Er sieht da keinen Zusammenhang, es habe dieses Jahr viele solche Fälle wie meinen gegeben.
    Ich weiß ehrlich gesagt, nicht so wirklich, was ich davon halten soll…
    Aimovig hilft mir ganz offensichtlich extrem gut und ich möchte keinesfalls die Migräne zurück.
    Das Dauergehuste macht mir aber auch sehr zu schaffen und ich hoffe einfach mal, dass jetzt durch das Breitbandantibiotikum, das ich bekommen habe, wieder Ruhe einkehrt und es sich wirklich nur um eine unglücklich verlaufene/verschleppte Sommergrippe gehandelt hat.
    Bei mir sind es auch eher die unteren Atemwege, die problematisch sind.
    Ich hoffe, ich konnte ein bisschen helfen und drücke Dir die Daumen, dass sich das bei Dir auch wieder legt mit den Infekten.

    Elvira A.
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3

    Hallo Vickiy,
    vielen Dank für Deine Schilderung. Ich habe auch lieber starke Erkältungen als Migräne. Blöd ist nur, dass ich dann oft durch die Nasenneben-/Kiefernhöhlen-Entzündungen Migräne bekomme…also ein echt blöder Kreislauf. Vielleicht ist es wirklich nur Zufall. Ich denke, dass wir durch die vielen Medikamente und Schmerzen sowieso anfälliger sind…..Ich bin mit 70mg Aimovig im Moment bei ca. 4-6 Triptantagen im Monat. Mein Neurologe wollte evtl. auch die höhere Dosis ausprobieren, habe Mitte August einen Termin. Allerdings habe ich auch festgestellt, dass die Triptane oft viel länger brauchen, um zu wirken und die Migräne echt heftig ist. Dir weiterhin viel Erfolg mit der höheren Dosierung.

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 508

    Hallo ihr beiden,

    manchmal ist es schwierig, zu beurteilen, ob zwei Ereignisse zusammenhängen. Dazu müsste man ein paar mal absetzen und wieder beginnen.

    Eine Kollegin hatte vor kurzem auch eine Dauererkältung, die sie einfach nicht los bekam und die hat mit Migräne gar nichts am Hut.
    Hätte sie aber gleichzeitig mit Aimovig begonnen, hätte sie sicher auch einen Zusammenhang vermutet.

    Wobei ich damit nicht sagen will, dass ein Zusammenhang ausgeschlossen ist.

    Was die Triptanwirkung angeht, so könnte es doch auch möglich sein, dass nur noch die starken Attacken durchkommen, die eben schon etwas hartnäckiger sind.
    Ich beobachte das auch bei mir, seit ich den Betablocker bekomme.
    Die Attacken sind seltener, aber oft wirkt es so, als bleibt eine im Hintergrund hängen.
    Aber die, die dann durchkommen, die sind dann auch stärker und manchmal schwer behandelbar.

    LG Anna

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate, 2 Wochen von  Anna.
    Vicky P. Dia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 25

    Hallo zusammen,

    wollte nur nochmal kurz Rückmeldung geben – also bei mir handelte es sich tatsächlich um Keuchhusten !!!
    Der Arzt meinte nun, dass es sich hierbei tatsächlich um eine Wechselwirkung mit dem Antikörper handeln kann, da ich den Keuchhusten schon als Kind hatte und eigentlich immun sein sollte. Inzwischen geht es mir aber wieder richtig gut und ich hatte außer Kopfschmerzen durch das Dauerhusten nichts, das nach einem Akutmedikament verlangt hätte.
    Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass sich mein Immunsystem noch in der „Anpassung“ befindet.
    Ansonsten habe ich keinerlei Nebenwirkungen mehr von Aimovig zu beklagen. Meine Migräne ist nahezu weg ( 2 Triptantage in 60 Tagen !!!)
    Ich werde definitiv bei Aimovig bleiben und hoffe, dass mir nicht allzuschnell ein Auslassversuch nahegelegt wird.
    Im Augenblick wache ich morgens ohne Kopfschmerzen auf und fange allmählich wieder an, das als „normal“ zu empfinden.
    Und was soll ich sagen – ICH LIEBE ES !!!!
    Ich wünsche Allen hier auch so einen Erfolg, wie ich ihn gerade erleben darf, egal mit welcher Prophylaxe.

    Marisa
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 15

    Hallo ihr Lieben,
    ich gehöre auch zu den Aimovig-Anwendern.
    Ich bin aber noch ein Frischling. Meine erste Spritze war vor einem Monat.
    Montag gibt es, hoffentlich, die nächste.
    Ich habe 19!!! freie Schmerztage am Stück gehabt. Vorher zwischen 15 und 20 Migräne-Tage.
    Gestern dann Migräne. Mein Triptan hat ewig gebraucht zu wirken und die Übelkeit…pfui.
    Die hatte ich übrigens nach meiner Spritze permanent für 1 Woche und immer unterschwellig das Gefühl die Migräne kommt. Ist aber nicht durchgekommen.
    Nebenwirkungen habe ich bisher: ständiges nießen, Nase läuft. Das ist ein Gefühl, wie wenn ich meinen Heuschnupfen habe. Meine Luft ist beim Radfahren etwas knapp. Mein Nacken knirscht… Aber alles im Rahmen. Wenn ich bedenke, was mir andere Prophylaxen an Nebenwirkungen beschert haben.
    Ich habe mir vorgenommen, wenn meine Neurologin zustimmt, dem Aimo erstmal 6 Monate eine Chance zu geben. Wenn es dann scheitert, bleibt mir nur noch die Schmerzklinik.
    Ich würde gern noch mehr über das Aimovig berichten, auch über meine zusätzliche positive Nebenwirkung, ich weiß aber nicht, ob das hier der richtige Thread ist. Da ich noch einen gefunden habe.
    Ich hoffe, dass es bei mir wie bei Vicky P. Dia wirkt. Dein Beitrag macht echt Mut! Danke 🙂

    Elvira A.
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3

    Hallo zusammen,

    hatte letzte Woche wieder einen heftigen Virusinfekt. Mein Neurologe meint, dass Sich das GCRP an allen Zellen im Körper andockt und die Zellen deshalb vielleicht „durchlässiger“ für Viren sind??? Und ein Virusinfekt ist auch immer ein starker Trigger für Migräne. Im Oktober (nach meinem Urlaub, damit wir einen realistischen Wert bekommen) werde ich Amovig 140mg spritzen. Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Wirkstoff und der Infektanfälligkeit, müsste sich das dann ja deutlich zeigen. Ich hatte bis dato einmal SIEBEN WOCHEN Migränepause!!!! In dieser Zeit war ich auch nicht krank. Ansonsten haben sich die Migränetage um ca. 2 Tage/Monat reduziert, allerdings wirken bei mir die Triptane dann auch meistens erst nach Stunden und nur sehr schlecht. Ich bleibe aber auf jeden Fall erstmal bei Aimovig und hoffe jetzt auf eine bessere Wirkung bei der erhöhten Dosis.
    Ich drücke Euch allen die Daumen, dass wir mit Aimovig die Chance auf ein (fast) normales Leben haben!
    Liebe Grüße

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 583

    Hallo Elvira,

    wow, sieben Wochen migränefrei klingt prima!

    Eine leicht erhöhte Infektanfälligkeit (Husten, Schnupfen, Heiserkeit) ist als eine der Nebenwirkungen von Aimovig bekannt.

    Wenn du bisher ohne einen Infekt unter Aimovig warst, würde ich das, was du schilderst, wahrscheinlich unter „Passiert“ einordnen (vielleicht als „Geschenk“ eines anderen Menschen oder Folge von Temperaturschwankungen, Klimaanlage…)

    Weiterhin alles Gute!
    Katrin

    Viva la Vida! 🍀

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