Aimovig – Verlauf ??

Schlagwörter: 

Ansicht von 30 Beiträgen - 361 bis 390 (von insgesamt 1,043)
  • Autor
    Beiträge
  • Saby
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2

    Hallo Zusammen und besonders Susisonne,

    seit 40 Jahre Migräne, davon ca. 10 Jahre chronisch, alle verfügbaren Prophylaxen ohne Erfolg…

    und jetzt Aimovig – Erfolg mit einigen Einschränkungen

    Sehr erfolgreich in Bezug auf die Triptaneinnahmetage
    bisher ca. 15 Triptaneinnahmetage pro Monat
    im 1. Monat mit Aimovig nur 3(!) Triptantage
    im 2. Monat mit 8 Triptantagen ausgekommen

    Die Einhaltung der 10-20-Regel habe ich die letzten Jahre nur kurzfristig unter längerer Cortisoneinnahme (12 – 21 Tage) geschafft. Und vor Aimovig habe ich keine(!) Schmerzmittelpause gemacht.

    Negativ habe ich festgestellt, dass das Triptan oft nicht oder schlechter als vorher wirkt.
    Auch hat sich die Anzahl der Migränetage nicht signifikant verringert, lediglich die Schmerzstärke ist an vielen Tagen leicht reduziert, sodass ich etliche Tage ohne Triptane aushalten konnte. Da ich seit 4 Jahren im Vorruhestand bin, war das für mich machbar. Einzelne Migräneattacken waren aber extrem stark. (Also bisher überwiegend Schmerzstärke 7-8, jetzt häufig 5-7, teilweise aber 9)
    Als Nebenwirkung habe ich leichte Hautprobleme, leichte Verstopfung, aber (mittel-)starke Übelkeit/ Magendruck und einen ständigen sehr intensiven unangenehmen Geschmack im Mund (salzig, bitter, eitrig). Sollte dieses Phänomen noch jemand auch festgestellt haben, wäre ich über einen entsprechenden Bericht dankbar.

    Viele Grüße,
    Saby

    Honigbiene
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7

    Liebe Saby..
    Hier im Forum *Aimovig Verlauf* kannst du schon viele Erfahrungsberichte nachlesen..positive und negative…
    Ich habe keine Triptanpause vorher gemacht ,hatte nach der 1.Spritze 6 Attacken in 4 Wochen, nur bei einer wirkte das Triptan überhaupt nicht…bei den anderen aber gut wie immer .Mein einziges großes Problem war die Übelkeit ,so schlimm das ich oft schweißgebadet war und mehrere Tage gar nicht mehr essen konnte ,auch Druck im Bauch .. völlige Appetitlosigkeit und Ekel vor Kaffee, ich habe mich nur noch durch den Alltag geschleppt .Diese Nebenwirkung konnte ich mit meinem Leben und meiner Arbeit (bin Anästhesieschwester) nicht mehr vereinbaren. Also keine 2.Spritze .. jetzt ist alles wieder weg und es geht mir wieder gut.
    LG Honigbiene ?

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28354

    Willkommen im Forum, liebe Saby. 🙂

    bisher ca. 15 Triptaneinnahmetage pro Monat
    im 1. Monat mit Aimovig nur 3(!) Triptantage
    im 2. Monat mit 8 Triptantagen ausgekommen

    Eigentlich ja doch eine gute Reduktion der Attackenanzahl. Wenn sie nun auch noch leichter verlaufen, ist das auf jeden Fall eine gute Verbesserung für Dich. Die Nebenwirkungen sind natürlich nicht so einfach zu ertragen, aber wahrscheinlich noch besser als ständig schwere Attacken.

    Wegen des unangenehmen Geschmacks im Mund solltest Du Deinen Arzt zeitnah ansprechen. Er kann feststellen, ob vielleicht eine Entzündung diesen Geschmack hervorruft.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Collien2019
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 29

    Danke für eure aufbauenden Worte. Haben mir sehr geholfen!
    Ich habe gestern beim Neurologen angerufen. Es ist gar kein Problem. Ich kann
    den Pen zu meinem nächsten Termin mitbringen. Der ist zum Glück schon nächste
    Woche.

    Es scheinen ja doch einige zu sein, bei denen Triptan unter Aimovig-Einfluss nicht so
    gut wirkt.
    Ich bin jetzt am 5. Tag ohne Nachfolgespritze. Und da ich zur Zeit absolut migränegebeutelt
    bin, kommt oft Sumatriptan zum Einsatz. Zuletzt am Mittwoch. Und es wirkt tatsächlich
    wieder besser. Das hilft mir auch psychisch – zu wissen, dass der Notfallanker auch
    zieht.

    Saby:
    Zu Beginn mit Aimovig hatte ich quasi sofort mittelstarke Verstopfung und immer wieder
    spontane Übelkeit. Fühlte sich an, wie zuviel Säure im Magen.
    Aber obwohl die Hauptwirkung nie einsetzte und mein Schmerzzustand sehr viel schlimmer
    wurde, muss ich sagen, dass die Nebenwirkungen ab der 2. Spritze besser wurden.
    Gegen die Verstopfung hab ich die Magnesiumdosis verdoppelt und n paar mehr zuckerfreie
    Bonbons gelutscht. Die Übelkeit wurde von allein besser.
    Ansonsten hatte ich keine Nebenwirkungen.
    Es gab zwar auch Tage, an denen sich Migräne ankündigte, dann aber wieder verschwand ohne
    dass ich was einwerfen musste – aber das waren zusätzliche Tage und insofern keine
    Milderung.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28354

    Ich habe gestern beim Neurologen angerufen. Es ist gar kein Problem. Ich kann
    den Pen zu meinem nächsten Termin mitbringen. Der ist zum Glück schon nächste
    Woche.

    Klasse! Nun kann der Wirkstoff doch noch für jemand anders genutzt werden und Du brauchst kein schlechtes Gewissen mehr zu haben. 🙂

    Jacky1970
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 13

    Hallo zusammen,
    ich melde mich heute auch mal wieder zu Wort, nachdem ich täglich jeden neuen Beitrag hier sehr neugierig verfolge 🙂
    Ich habe mir am 27.12. nun meine 2. Aimovig-Spritze (140 mg) verabreicht. Bis jetzt merke ich weder positive noch negative Auswirkungen auf meine Migräne. Es war eventuell ein Fehler, dass ich am nächsten Tag für eine Woche weggefahren bin und dadurch aus meinem geregelten Alltag heraus war. An Nebenwirkungen hab ich immer noch, wie auch schon bei der ersten Spritze, täglich ca. 8-10 mal ein heftiges kurzes Stechen an verschiedenen Stellen im Kopf. Von daher scheint sich irgendetwas zu tun. Doch hab` ich dies noch bei keinem anderen hier gelesen. Ansonsten hab ich die letzten Wochen vermehrt eisig kalte Hände oder Füße (was bei mir normalerweise nie vorkommt). Doch sonst vertrage ich Aimovig bis jetzt ganz gut.
    Allerdings macht mir eine andere Sache etwas Bedenken. Ich nehme auch immer noch meine bisherige letzte Prophylaxe: Topiramat 125 mg, Metoprolol 100 mg und Amitriptylin 35 mg. Nachdem ich vor 4 Wochen bei der Blutabnahme relativ schlechte Leber- und Nierenwerte (GFR nach CKD-EPl: 51,3, Kreatinin: 1,2) hatte, hab ich das Topiramat auf 50 mg reduziert. Beim heutigen Ergebnis musste ich jedoch feststellen, dass die Nierenwerte immer noch nicht besser sind.
    Geht es jemandem von Euch ähnlich? Bin mir mittlerweile nicht mehr sicher, ob die Werte vom Topiramat oder von Aimovig schlechter geworden sind.
    @susisonne: Ich hab übrigens vor der Spritze auch keine Triptanpause eingelegt, mich jedoch an die 10/20-Regel gehalten.

    Liebe Grüße
    Jacky

    Elfe
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 73

    Liebe Aimovig-Erfahrene,
    in vier Tagen wäre bei mir die nächste Aimovig Spritze fällig. Ich weiss absolut nicht, ob ich sie nochmal nehmen soll. VIelleicht könnt ihr mir ein bischen bei der Entscheidung helfen? Meine Neurologin überläßt die Entscheidung mir selbst.
    Am 8. Tag nach der Spritze habe ich eine richtig schwere Depression bekommen, die seither auch nicht weggegangen ist. Zusätzlich hatte ich seit Anwendung der Spritze trotzdem noch 11 Migräneanfälle, ca. 6 Anfälle weniger als ohne Aimovig, ABER sie sprechen nicht mehr so gut auf Triptane an. Ich bin an den 11 Tagen absolut ausgeknocked, muss im Bett bleiben.
    Zum Glück ist meine Berentung genehmigt worden und ich kann das jetzt wenigstens. Aber es drückt auf meine Stimmung und auf die Stimmung der Familie, was mir sehr zu schaffen macht.
    Es fällt mir schwer, ein Medikament, auf das ich große Hoffnungen gesetzt habe, beiseite zu lassen.
    Es ist wieder das bekannte Gefühl der Ohnmacht und Verzweiflung da, wie auch bei anderen Prophylaxen, die z.T. gut gewirkt haben, aber auch wegen zu starken Nebenwirkungen abgesetzt werden mussten.
    Wie geht es anderen Aimovig-Non-Respondern?
    Danke für eure Antworten,
    Elfe

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 682

    Hallo Elfe,

    bist du sicher, dass die Depression vom Aimovig kommt? Oder tritt sie bei dir auch ansonsten auf?

    Ich bin nun überfragt, ob Depression eine bekannte Nebenwirkung bei Aimovig ist, aber ich glaube nicht, oder? Was ja nicht heißt, dass es bei dir keine Nebenwirkung sein kann.

    Frage an Bettina:
    Wann ist denn der nächste Chat mit Prof. Göbel? Prof. Göbel könnte man sicherlich näheres zu möglichen Nebenwirkungen fragen und auch ob die schlechtere Ansprache auf Triptane – was anscheinend doch mehrere haben – nur in der Anfangszeit der Anwendung auftritt.

    Viele Grüße
    Susisonne

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28354

    Hallo Elfe,

    ich würde noch einen Versuch wagen an Deiner Stelle, denn wenn Du es jetzt abhakst, ist das Thema für Dich beendet. Vielleicht geht es Dir ja nach der nächsten Spritze insgesamt besser. Wenn die Attacken auf Triptane nicht so gut ansprechen, wäre vielleicht Novalgin eine Option. Alles Gute!

    Frage an Bettina:
    Wann ist denn der nächste Chat mit Prof. Göbel? Prof. Göbel könnte man sicherlich näheres zu möglichen Nebenwirkungen fragen und auch ob die schlechtere Ansprache auf Triptane – was anscheinend doch mehrere haben – nur in der Anfangszeit der Anwendung auftritt.

    Hallo Susisonne, schau bitte immer rechts in die Sidebar, da stehen die aktuellen Termine. Der nächste Chat ist somit am 28.01.

    Ich will nur schon mal vorausschicken, dass es noch kaum Erfahrungswerte gibt und Dir auch Prof. Göbel nicht die Antwort geben kann, die Du vielleicht erwartest.

    Ich bin nun überfragt, ob Depression eine bekannte Nebenwirkung bei Aimovig ist, aber ich glaube nicht, oder? Was ja nicht heißt, dass es bei dir keine Nebenwirkung sein kann.

    Doch, diese Nebenwirkung wird immer wieder mal gemeldet.

    Liebe Grüße
    Bettina