Aimovig – Verlauf ??

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  • Saby
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1

    Hallo Zusammen und besonders Susisonne,

    seit 40 Jahre Migräne, davon ca. 10 Jahre chronisch, alle verfügbaren Prophylaxen ohne Erfolg…

    und jetzt Aimovig – Erfolg mit einigen Einschränkungen

    Sehr erfolgreich in Bezug auf die Triptaneinnahmetage
    bisher ca. 15 Triptaneinnahmetage pro Monat
    im 1. Monat mit Aimovig nur 3(!) Triptantage
    im 2. Monat mit 8 Triptantagen ausgekommen

    Die Einhaltung der 10-20-Regel habe ich die letzten Jahre nur kurzfristig unter längerer Cortisoneinnahme (12 – 21 Tage) geschafft. Und vor Aimovig habe ich keine(!) Schmerzmittelpause gemacht.

    Negativ habe ich festgestellt, dass das Triptan oft nicht oder schlechter als vorher wirkt.
    Auch hat sich die Anzahl der Migränetage nicht signifikant verringert, lediglich die Schmerzstärke ist an vielen Tagen leicht reduziert, sodass ich etliche Tage ohne Triptane aushalten konnte. Da ich seit 4 Jahren im Vorruhestand bin, war das für mich machbar. Einzelne Migräneattacken waren aber extrem stark. (Also bisher überwiegend Schmerzstärke 7-8, jetzt häufig 5-7, teilweise aber 9)
    Als Nebenwirkung habe ich leichte Hautprobleme, leichte Verstopfung, aber (mittel-)starke Übelkeit/ Magendruck und einen ständigen sehr intensiven unangenehmen Geschmack im Mund (salzig, bitter, eitrig). Sollte dieses Phänomen noch jemand auch festgestellt haben, wäre ich über einen entsprechenden Bericht dankbar.

    Viele Grüße,
    Saby

    Honigbiene
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 6

    Liebe Saby..
    Hier im Forum *Aimovig Verlauf* kannst du schon viele Erfahrungsberichte nachlesen..positive und negative…
    Ich habe keine Triptanpause vorher gemacht ,hatte nach der 1.Spritze 6 Attacken in 4 Wochen, nur bei einer wirkte das Triptan überhaupt nicht…bei den anderen aber gut wie immer .Mein einziges großes Problem war die Übelkeit ,so schlimm das ich oft schweißgebadet war und mehrere Tage gar nicht mehr essen konnte ,auch Druck im Bauch .. völlige Appetitlosigkeit und Ekel vor Kaffee, ich habe mich nur noch durch den Alltag geschleppt .Diese Nebenwirkung konnte ich mit meinem Leben und meiner Arbeit (bin Anästhesieschwester) nicht mehr vereinbaren. Also keine 2.Spritze .. jetzt ist alles wieder weg und es geht mir wieder gut.
    LG Honigbiene ?

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Willkommen im Forum, liebe Saby. 🙂

    bisher ca. 15 Triptaneinnahmetage pro Monat
    im 1. Monat mit Aimovig nur 3(!) Triptantage
    im 2. Monat mit 8 Triptantagen ausgekommen

    Eigentlich ja doch eine gute Reduktion der Attackenanzahl. Wenn sie nun auch noch leichter verlaufen, ist das auf jeden Fall eine gute Verbesserung für Dich. Die Nebenwirkungen sind natürlich nicht so einfach zu ertragen, aber wahrscheinlich noch besser als ständig schwere Attacken.

    Wegen des unangenehmen Geschmacks im Mund solltest Du Deinen Arzt zeitnah ansprechen. Er kann feststellen, ob vielleicht eine Entzündung diesen Geschmack hervorruft.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Collien2019
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 29

    Danke für eure aufbauenden Worte. Haben mir sehr geholfen!
    Ich habe gestern beim Neurologen angerufen. Es ist gar kein Problem. Ich kann
    den Pen zu meinem nächsten Termin mitbringen. Der ist zum Glück schon nächste
    Woche.

    Es scheinen ja doch einige zu sein, bei denen Triptan unter Aimovig-Einfluss nicht so
    gut wirkt.
    Ich bin jetzt am 5. Tag ohne Nachfolgespritze. Und da ich zur Zeit absolut migränegebeutelt
    bin, kommt oft Sumatriptan zum Einsatz. Zuletzt am Mittwoch. Und es wirkt tatsächlich
    wieder besser. Das hilft mir auch psychisch – zu wissen, dass der Notfallanker auch
    zieht.

    Saby:
    Zu Beginn mit Aimovig hatte ich quasi sofort mittelstarke Verstopfung und immer wieder
    spontane Übelkeit. Fühlte sich an, wie zuviel Säure im Magen.
    Aber obwohl die Hauptwirkung nie einsetzte und mein Schmerzzustand sehr viel schlimmer
    wurde, muss ich sagen, dass die Nebenwirkungen ab der 2. Spritze besser wurden.
    Gegen die Verstopfung hab ich die Magnesiumdosis verdoppelt und n paar mehr zuckerfreie
    Bonbons gelutscht. Die Übelkeit wurde von allein besser.
    Ansonsten hatte ich keine Nebenwirkungen.
    Es gab zwar auch Tage, an denen sich Migräne ankündigte, dann aber wieder verschwand ohne
    dass ich was einwerfen musste – aber das waren zusätzliche Tage und insofern keine
    Milderung.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Ich habe gestern beim Neurologen angerufen. Es ist gar kein Problem. Ich kann
    den Pen zu meinem nächsten Termin mitbringen. Der ist zum Glück schon nächste
    Woche.

    Klasse! Nun kann der Wirkstoff doch noch für jemand anders genutzt werden und Du brauchst kein schlechtes Gewissen mehr zu haben. 🙂

    Jacky1970
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Hallo zusammen,
    ich melde mich heute auch mal wieder zu Wort, nachdem ich täglich jeden neuen Beitrag hier sehr neugierig verfolge 🙂
    Ich habe mir am 27.12. nun meine 2. Aimovig-Spritze (140 mg) verabreicht. Bis jetzt merke ich weder positive noch negative Auswirkungen auf meine Migräne. Es war eventuell ein Fehler, dass ich am nächsten Tag für eine Woche weggefahren bin und dadurch aus meinem geregelten Alltag heraus war. An Nebenwirkungen hab ich immer noch, wie auch schon bei der ersten Spritze, täglich ca. 8-10 mal ein heftiges kurzes Stechen an verschiedenen Stellen im Kopf. Von daher scheint sich irgendetwas zu tun. Doch hab` ich dies noch bei keinem anderen hier gelesen. Ansonsten hab ich die letzten Wochen vermehrt eisig kalte Hände oder Füße (was bei mir normalerweise nie vorkommt). Doch sonst vertrage ich Aimovig bis jetzt ganz gut.
    Allerdings macht mir eine andere Sache etwas Bedenken. Ich nehme auch immer noch meine bisherige letzte Prophylaxe: Topiramat 125 mg, Metoprolol 100 mg und Amitriptylin 35 mg. Nachdem ich vor 4 Wochen bei der Blutabnahme relativ schlechte Leber- und Nierenwerte (GFR nach CKD-EPl: 51,3, Kreatinin: 1,2) hatte, hab ich das Topiramat auf 50 mg reduziert. Beim heutigen Ergebnis musste ich jedoch feststellen, dass die Nierenwerte immer noch nicht besser sind.
    Geht es jemandem von Euch ähnlich? Bin mir mittlerweile nicht mehr sicher, ob die Werte vom Topiramat oder von Aimovig schlechter geworden sind.
    @susisonne: Ich hab übrigens vor der Spritze auch keine Triptanpause eingelegt, mich jedoch an die 10/20-Regel gehalten.

    Liebe Grüße
    Jacky

    Elfe
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 66

    Liebe Aimovig-Erfahrene,
    in vier Tagen wäre bei mir die nächste Aimovig Spritze fällig. Ich weiss absolut nicht, ob ich sie nochmal nehmen soll. VIelleicht könnt ihr mir ein bischen bei der Entscheidung helfen? Meine Neurologin überläßt die Entscheidung mir selbst.
    Am 8. Tag nach der Spritze habe ich eine richtig schwere Depression bekommen, die seither auch nicht weggegangen ist. Zusätzlich hatte ich seit Anwendung der Spritze trotzdem noch 11 Migräneanfälle, ca. 6 Anfälle weniger als ohne Aimovig, ABER sie sprechen nicht mehr so gut auf Triptane an. Ich bin an den 11 Tagen absolut ausgeknocked, muss im Bett bleiben.
    Zum Glück ist meine Berentung genehmigt worden und ich kann das jetzt wenigstens. Aber es drückt auf meine Stimmung und auf die Stimmung der Familie, was mir sehr zu schaffen macht.
    Es fällt mir schwer, ein Medikament, auf das ich große Hoffnungen gesetzt habe, beiseite zu lassen.
    Es ist wieder das bekannte Gefühl der Ohnmacht und Verzweiflung da, wie auch bei anderen Prophylaxen, die z.T. gut gewirkt haben, aber auch wegen zu starken Nebenwirkungen abgesetzt werden mussten.
    Wie geht es anderen Aimovig-Non-Respondern?
    Danke für eure Antworten,
    Elfe

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 677

    Hallo Elfe,

    bist du sicher, dass die Depression vom Aimovig kommt? Oder tritt sie bei dir auch ansonsten auf?

    Ich bin nun überfragt, ob Depression eine bekannte Nebenwirkung bei Aimovig ist, aber ich glaube nicht, oder? Was ja nicht heißt, dass es bei dir keine Nebenwirkung sein kann.

    Frage an Bettina:
    Wann ist denn der nächste Chat mit Prof. Göbel? Prof. Göbel könnte man sicherlich näheres zu möglichen Nebenwirkungen fragen und auch ob die schlechtere Ansprache auf Triptane – was anscheinend doch mehrere haben – nur in der Anfangszeit der Anwendung auftritt.

    Viele Grüße
    Susisonne

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Hallo Elfe,

    ich würde noch einen Versuch wagen an Deiner Stelle, denn wenn Du es jetzt abhakst, ist das Thema für Dich beendet. Vielleicht geht es Dir ja nach der nächsten Spritze insgesamt besser. Wenn die Attacken auf Triptane nicht so gut ansprechen, wäre vielleicht Novalgin eine Option. Alles Gute!

    Frage an Bettina:
    Wann ist denn der nächste Chat mit Prof. Göbel? Prof. Göbel könnte man sicherlich näheres zu möglichen Nebenwirkungen fragen und auch ob die schlechtere Ansprache auf Triptane – was anscheinend doch mehrere haben – nur in der Anfangszeit der Anwendung auftritt.

    Hallo Susisonne, schau bitte immer rechts in die Sidebar, da stehen die aktuellen Termine. Der nächste Chat ist somit am 28.01.

    Ich will nur schon mal vorausschicken, dass es noch kaum Erfahrungswerte gibt und Dir auch Prof. Göbel nicht die Antwort geben kann, die Du vielleicht erwartest.

    Ich bin nun überfragt, ob Depression eine bekannte Nebenwirkung bei Aimovig ist, aber ich glaube nicht, oder? Was ja nicht heißt, dass es bei dir keine Nebenwirkung sein kann.

    Doch, diese Nebenwirkung wird immer wieder mal gemeldet.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Pepita
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 54

    Liebe Elfe

    Ich habe etwas ähnliches erlebt.
    Ich bin in der 3.Woche seit der Esten Spritze.
    Die Ersten Tage war ich sehr müde, aber sonst ok.
    Nach 6 Tagen in der Nacht bin ich aufgewacht und hatte von null auf Nichts das Gefühl einer Depression mit Schlafstörung, Druck und Engegefühl in der Brust und eine unerklärliche Weinerlichkeit. Das dauerte etwa eine Woche.
    Nun bin ich was die Depression betrifft soweit wieder ok.
    An Nebenwirkungen merke ich sonst immer wieder einen entzündeten Rachen und Zunge und Müdigkeit und fühl mich allgemein nicht super gesund. Das ist aber machbar.
    Wirkung kann ich im Moment keine Signifikante feststellen.

    Ich habe auch sonst eine Anfälligkeit für Depressionen und Medikamente die den Ruf haben eine Depression auslösen zu können, (Topiramat u Betablocker) tun das dann bei mir auch mit grosser Zuverlässigkeit.

    Zu Deiner Frage:
    Allenfalls könntest Du das Medikament Absetzen und warten ob die Depression verschwindet wenn das Mittel abgebaut ist (da weiss ich aber nicht, wie lange das dauert). Tut sie das, ist Aimovig allenfalls eine schlechte Wahl für Dich.
    Im Moment wissen wir ja glaube ich noch nicht, ob, die Nebenwirkungen mit der Dauer der Einnahme verschwindet.
    Tut sie es nicht und die Depression ist z.B Winterbedingt, könntest Du ja in ein paar Monaten einen neuen Versuch starten wenn man auch schon etwas mehr darüber Bescheid weiss. Ob ein solches Verschieben in Deutschland Krankenkassentechnisch Möglich ist, weiss ich nicht.

    Alles Liebe
    Pepita

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 677

    Hallo zusammen,

    danke, Bettina, für den Hinweis. Hätte ich auch selbst sehen können, sorry – aber so ist das Thema (neuer Chat) zumindest angesprochen …:)

    und Dir auch Prof. Göbel nicht die Antwort geben kann, die Du vielleicht erwartest.
    Erwarten tue ich das nicht, denke nur, dass er ja „den direkten Draht“ hat und vermute deshalb, dass er mehr dazu sagen kann/wird, wie Aimovig in Deutschland und anderen Ländern bei den Patienten wirkt bzw. welche Nebenwirkungen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit bislang aufgetreten sind.

    Allen ein schönes Wochenende!
    Viele Grüße
    Susisonne

    Matis
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 56

    Hallo Zusammen,

    ich denke man muss vorsichtig sein Aimovig nicht alles unterzuschieben, was einem widerfährt.
    Ich kann nur von meiner Erfahrung berichten. In den ersten drei Monaten hatte ich auch das Gefühl, dass die Neben-Symptome wie Schwindle, Abgeschlagenheit, Depri, … noch das sind und eben nur der Schmerz fehlt oder geringer ist. Ich hatte auch in den ersten zwei Monaten Migräne-Anfälle, die absolut heftig waren, aber eben nicht mehr so viele.
    Das ganze hat sich erst nach drei Monaten stabilisiert und auch die anderen Symptome sind besser geworden oder verschwunden.
    Was sich über Jahrzehnte manifestiert hat braucht auch einen Prozess und Zeit sich zu ändern.

    Ich würde auf gar keinen Fall aus den ersten 2-3 Monate Schlüsse ziehen, die kein zurück mehr ermöglichen.
    Im Schnitt bin ich seit dem bei 1/3 der Triptan-Tage. Triptan wirkt inzwischen wieder so wie früher auch wenn ich zwischenzeitlich bei den heftigen Anfällen mal die doppelte Dosis nehmen musste.

    Ich bin gut entfernt von der 10/20 Schwelle und muss mir darum nicht ständig einen Kopf machen.
    Davor hatte ich 14 Triptantage.
    Ich hatte einen ganz schlechten Dezember, wieder hoch auf 8.
    Ich glaube aber auch, dass es auch mit Aimovig ein „Fass-voll“ Thema ist. Wenn erhebliche Wetteränderungen, bei mir Mond und vor allem unmöglicher und unmenschlicher Stress die Energie sowieso schon auffressen, hat es die Migräne auch mit Aimovig leichter. Ich denke jeder weiß was die eigenen Trigger sind.

    Im Januar bin nun schon seit 8 Tagen wieder völlig schmerzfrei.
    Ich bin aber auch von Monatsberechnung auf 28 Tage umgestiegen. Dies hat das Level im Körper seit zwei Wochen nochmals erhöht und ich bin davon überzeugt, dass es -zumindest bei mir- ein höheres Level braucht und ein möglichst gleichmäßiges Level.

    Ich werde vor 12 Monaten auf keinen Fall ein abschließendes Resümee ziehen. Alleine das Ergebnis von heute, wie es nach 8 Monaten ist, ist trotz aller Zwischentiefs und Anfangsschwierigkeiten um Meilen besser an Lebensqualität als alles davor oder jedes andere Prophylaktika, das mehr Nebenwirkungen als Wirkung hatte.
    Aimovig ist das erste Medikament mit Primärziel Migräne, die Chance sollte man nicht so schnell aufgeben.

    Ich denke nach der 1-3 Spritze oder innerhalb der ersten drei Monate sollte man nicht aufgeben. Vielleicht sind einige der aufgeführten Nebenwirkungen auch anderer Genese.

    Ich drücke uns allen weiter die Daumen für gute Besserung.

    LG, Matthias

    AndreaClaudia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 119

    Hallo Matthias, danke für deine differenzierten Betrachtungen.Ich glaube auch, dass wir zu sehr in unseren Körper hinein horchen und gern die Schuld auf Aimovig schieben.
    Mir geht es wie dir, ich profitiere sehr und warte aber mit einem endgültigem Fazit noch ein paar Monate. Sicher kann man aber sagen, dass wir gute Responder sind, aber eben nicht geheilt und weiter sensibel . So ist aber das Leben viel lebenswerter und man sollte dem Mittel eine Chance geben.
    LG AndreaClaudia

    Pepita
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 54

    Lieber Matthias

    Danke für Deinen Bericht! Ich bin z.B sehr froh zu lesen, dass bei Dir die Nebenwirkungen mit der Dauer nachgelassen haben. Ich sehe es genauso wie Du, dass man nicht alles Aimovig in die Schuhe schieben sollte und kann. Auch braucht jede Prophylaxe seine Zeit, weshalb ich bisher noch nicht berichtet hatte, da ich am Abwarten bin.

    Elfes Aufruf hat mich aber an mein Erleben erinnert.
    Interessant fand ich es mit der plötzlich auftauchenden und wieder verschwindenden Depression eben schon. Auch würde mich interessieren, ob dies vermehrt passiert und ob wenn ja, das Menschen sind die auch sonst eine Anfälligkeit für Depressionen zeigen.

    Meine Anregung war so gemeint, dass man es sich auch überlegen darf, wenn man nur erst die Erste Spritze bekommen hat und wenn es krankenkassentechnisch überhaupt möglich ist, den Versuch zu verschieben auf dann, wenn man gerade nicht in einer fetten Depression steckt (mit einer solchen hat man ja genug am Hals). Das heisst aber nicht das Medikament nach einem Monat abzuschreiben sondern einfach die Eingewöhnungsphase zu verschieben auf einen besseren Moment.

    Viele Grüsse
    Pepita

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Ich denke, man sollte Aimovig so wie jede andere Prophylaxe auch sehen. Wir raten immer, einer Prophylaxe Zeit zu geben und nicht vorschnell zu urteilen und gleich aufzugeben. Die Nebenwirkungen müssen halt tolerierbar sein, das versteht sich von selbst.

    Meine Anregung war so gemeint, dass man es sich auch überlegen darf, wenn man nur erst die Erste Spritze bekommen hat und wenn es krankenkassentechnisch überhaupt möglich ist, den Versuch zu verschieben auf dann, wenn man gerade nicht in einer fetten Depression steckt (mit einer solchen hat man ja genug am Hals). Das heisst aber nicht das Medikament nach einem Monat abzuschreiben sondern einfach die Eingewöhnungsphase zu verschieben auf einen besseren Moment.

    Hallo Pepita, ich denke, das ist auch verständlich rübergekommen und der Vorschlag ist gut. Bevor man ganz aussteigt, ist es besser, eine Behandlungspause einzulegen und abzuwarten, ob sich die Depression nach Absetzen wieder verbessert.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Matis
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 56

    Wenn man Migräne-Betroffene irgendwie in eine Schublade schieben will, dann gehört da sicherlich ein gewisser Perfektionismus und mehr Empathie als Durchschnitt dazu. Damit auch einhergehend eine gesteigerte Empfindsamkeit. Das ist alles eine gute Grundlage auch mal Depri zu sein. Ich glaube das kennen ganz viele von uns.

    Was ich mit meinem letzten Post auch sagen wollte: Wir kennen uns doch besser als jeder andere und haben über die Jahre ein sehr gutes Gespür für uns selber entwickelt. Dann sollte es auch absolut ok sein, nach 2-3 Monaten auch darauf zu reagieren was unser Körper uns sagt und zu experimentieren. Man muss ja nicht stur bei 28 Tagen bleiben, man kann die Zeit zwischen den Spritzen ja auch mal verlängern oder verkürzen. Ich glaube man merkt ganz schnell, was einem gut tut. Es passt nicht alles auf jeden und so muss jeder seine Kombi und seine beste Dosierung finden. Habt Mut dazu.

    Pepita
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 54

    Lieber Mattias

    Die Schublade mit der gesteigerten Empfindsamkeit die zum Overload führt wird für viele von uns wahrscheinlich gut passen.
    Zeiten mit vermindertem Antrieb und verstimmten Gemüt sehe ich auch einfach als natürliche Vorgänge und einen Teil des Lebens den man so stehen lassen kann.

    Für mein Erleben ist eine Depression jedoch ein physisch-psychischer Zustand der den Leidensdruck meiner Migräne klar übertrifft und mit einer Verstimmung oder einem Tief nur noch wenig bis gar nichts mehr zu tun hat.

    Reagiere ich auf ein Medikament mit einer Depression (wie z.B bei Topiramat) fühle mich innerlich Tod, habe körperliche Schmerzen, kann nicht mehr schlafen und essen, komme nicht mehr aus dem Bett, bin nicht mehr sozialkompetent und möchte sterben. Diesen Preis zu bezahlen wäre ich auch dann nicht bereit, wenn ich von einem Medikament ganz und gar keine und null Kopfschmerzen mehr hätte.

    Wenn Elfe von einer richtig schweren Depression nach der Einnahme von Aimovig erzählt die bestehen bleibt und das Mass von “einfach mal Depri sein” übersteigt, finde ich, dass es sich lohnt eine solche Einnahme gut zu überdenken auch wenn die Hoffnung auf das neue Medikament sehr gross war. Ich denke die Schublade für Depressionsbetroffene könnte nämlich sein, sich tendentiell von Allem eher zu viel aufzuladen, von sich zu erwarten dass man alles kann und packt und dabei nicht daran zu denken, dass man auch mal eine Rückzieher machen oder abwarten darf, bis die Bedingungen besser sind.

    Liebe Grüsse
    Pepita

    Elfe
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 66

    Liebe Pepita, Susisonne, Bettina und Matthias …,
    danke, ihr seid ja super, dass ihr auf meine dringende Frage so schnell geantwortet habt!
    Ihr habt natürlich recht, dass man nicht jede Befindlichkeitsstörung auf das Aimovig schieben darf und ich doch noch die nächste Spritze abwarten sollte.
    Ihr macht mir Mut, dass diese mögliche Nebenwirkung, wie auch bei dir, Pepita, wieder nachlassen kann. Wenn man halt plötzlich so unerwartet tief im Loch steckt, trotz Antidepressiva Einnahme, ist das schon eine Überwindung.
    Danke auch für den Tipp mit Novalgin liebe Bettina. Da mir sonst immer nur Triptane geholfen haben und Novalgin „für den Hasen war“, hatte ich es gar nicht mehr auf dem Schirm.
    Gut, dass ich euch für den Austausch zu diesen Themen gefunden habe!
    Einen schönen Sonntag wünscht euch,
    Elfe

    Anne-Mone
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 13

    Hallo Zusammen,
    auf der Suche nach Erfahrungsberichten mit Aimovig bin ich zufällig auf das „Headbook“ gestoßen und verfolge seither sehr interessiert Eure Erfahrungen.
    Mittlerweile habe ich mir zwei Injektionen mit Aimovig gesetzt und mich würde folgendes interessieren: Empfindet Ihr die Injektion ebenfalls als extrem schmerzhaft? Ich bin nicht empfindlich, was Spritzen betrifft, aber bei Aimovig habe ich das Gefühl, mir würde ein Nagel ins Fleisch geschossen.
    Ansonsten habe ich das Gefühl, dass die Anfälle nicht mehr so extrem ausfallen und auch etwas weniger geworden sind. Ich bin verhalten optimistisch, denn bisher konnte mir leider noch keine Prophylaxe dauerhaft helfen.
    An Nebenwirkungen stelle ich bei mir auch phasenweise leichte Übelkeit und Appetitlosigkeit fest und ich muss Euch sagen, das bekommt mir gut. Hört sich jetzt bestimmt schräg an, aber meine letzte Prophylaxe (Doxepin) hat mir in wenigen Monaten 12kg mehr beschert und aktuell hilft mir diese Nebenwirkung beim Abnehmen. Ansonsten leide ich seit der Einnahme unter mittelschwerer Verstopfung und bekämpfe diese zur Zeit mit Flohsamen.
    Jetzt muss man einfach beobachten, ob sich diese Nebenwirkungen geben oder ob das ein Dauerzustand wird. Auf alle Fälle überwiegen bei mir derzeit die positiven Wirkungen und ich drücke allen Betroffenen die Daumen, dass sie ebenfalls von Aimovig oder einem der zukünftigen Antikörper profitieren.

    Liebe Grüße
    Anne-Mone
    (Migräne seit 37 Jahren, seit 8 Jahren chronisch)

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Liebe Elfe,

    Danke auch für den Tipp mit Novalgin liebe Bettina. Da mir sonst immer nur Triptane geholfen haben und Novalgin „für den Hasen war“, hatte ich es gar nicht mehr auf dem Schirm.

    Novalgin ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Mir hilft es komischerweise alleine nicht, aber meist recht gut, wenn das Triptan versagt.

    Willkommen, liebe Anne-Mone. 🙂

    Auf alle Fälle überwiegen bei mir derzeit die positiven Wirkungen

    Das ist schön, denn darauf kommt es an.

    Empfindet Ihr die Injektion ebenfalls als extrem schmerzhaft? Ich bin nicht empfindlich, was Spritzen betrifft, aber bei Aimovig habe ich das Gefühl, mir würde ein Nagel ins Fleisch geschossen.

    Davon habe ich bis jetzt noch nicht gehört oder gelesen. Aber es melden sich sicher noch andere zu dem Thema.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Hier ein aktueller Artikel der Schmerzklinik zu Erenumab (Aimovig).

    NICE: Erenumab zur Vorbeugung der Migräne ist nicht kosteneffektiv sagt Leitlinien-Entwurf

    London, 10. Januar 2019. Das nationale Institut für Gesundheit und Versorgungsexzellenz (National Institute for Health and Care Excellence, NICE) bewertet für das Gesundheitsministerium des Vereinigten Königreiches Leitlinien für Gesundheitstechnologien, die klinische Versorgungspraxis und Prävention. Die Leitlinien basieren primär auf der Analyse der Wirksamkeit und der Kosteneffektivität. NICE bewertet, ob neue Behandlungsmethoden einen Mehrwert im Vergleich zu anderen Behandlungen zur Verfügung stellen, die nicht zum Zuge kommen, wenn die neue Therapieform eingesetzt wird.

    In einem Entwurf zur Bewertung von Erenumab zur Vorbeugung der Migräne formuliert NICE, dass Erenumab (Aimovig) nicht kosteneffektiv sei. Die Leitlinie analysierte Erenumab zur Vorbeugung der chronischen und episodischen Migräne bei Erwachsenen, welche vier oder mehr Migräneepisoden pro Monat oder mehr aufweisen und bei denen mindestens drei andere vorbeugende Behandlungen nicht wirksam waren.

    Die vorliegenden Studien würden nach Auffassung von NICE belegen, dass Erenumab eine klinisch effektive Behandlung sei. Jedoch schlussfolgerte das Komitee, dass die vorliegenden Studien nicht das Patientenspektrum widerspiegeln würden, welches im Gesundheitswesen behandelt werde. Zudem würden die Studien nicht die erforderlichen Vergleichsdaten zu den bisherigen Medikamenten zur Verfügung stellen. Aus diesem Grunde würden strengere Maßstäbe an die Bewertung der Kosteneffektivität angelegt als üblicherweise, wenn Unsicherheiten bezüglich der Wirksamkeitsbelege bestehen würden.

    Artikel weiterlesen: http://www.schmerzklinik.de/2019/01/13/nice-erenumab-zur-vorbeugung-der-migraene-ist-nicht-kosteneffektiv-sagt-leitlinien-entwurf/

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 379

    Liebe Bettina,
    kann dieser Artikel bedeuten, dass die KK aimovig nicht übernehmen auf Dauer wegen ungünstiger Kosten-Nutzen-Rechnung?

    @alle: ich möchte noch zu Nebenwirkungen von Aimovig beitragen, dass sich mein Körper offensichtlich dran gewöhnt hat. Im ersten Zyklus hatte ich häufiger Schwindel, Übelkeit, Schmerzen in den Beinen von Krampfadern (hatte ich seit zig Jahren nicht) und – wie bereits berichtet – in der zweiten und dritten Woche weniger Migräne als üblich. Immunweiten Zyklus nun nur drei (!!) Schmerztage mit nur 1mal triptanbedarf (übliche Wirkung) und die Nebenwirkungen verachwunden. Morgen folgt die dritte Spritze. Ganz ehrlich: für mich ein völlig neues Lebensgefühl, ich konnte alle Termine diesen Monat einhalten wie geplant, mein Kopf ist klarer und oft habe ich schon Bedenken, alles sei nur ein wunderschöner Traum….
    Vorher seit 35 Jahren Migräne, seit ca.15 Jahren 10-25 Tage/Monat.

    Somit würde ich das mit den Nebenwirkungen abwarten, wenn nicht die Migräne selbst tatsächlich schlimmer als vorher ist.

    Liebe Grüße
    Jasmin

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28031

    Liebe Jasmin,

    kann dieser Artikel bedeuten, dass die KK aimovig nicht übernehmen auf Dauer wegen ungünstiger Kosten-Nutzen-Rechnung?

    keine Ahnung, wie sich alles noch weiter entwickeln wird. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass nach der Zusage später mal wieder eine Zurücknahme dieser zu erwarten ist. Das Medikament müsste halt in Europa auch mal billiger werden.

    Schön, dass es Dir so gut geht!

    Liebe Grüße
    Bettina

    Anne-Mone
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 13

    Hallo Jasmin,

    als ich das erste Mal wegen Migräne im Krankenhaus war, gab es gerade die ersten Tests für Triptane. Kurz danach kamen sie auf den Markt. Sie waren sündhaft teuer und es gab sie nur zu Packungen mit 3 und 6 Stück. Kaum zu glauben, oder? Und bei weitem nicht jeder Arzt war bereit, sie zu verschreiben.

    Irgendwie erinnert mich das an die Einführung von Aimovig. Ich denke ebenfalls, dass die Verschreibungsmöglichkeit nicht mehr zurück genommen wird und dass das Medikament mittelfristig günstiger wird.

    Hoffen wir also mal das Beste.

    Liebe Grüße
    Anne-Mone

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 677

    Hallo Anne-Mone,

    Kurz danach kamen sie auf den Markt. Sie waren sündhaft teuer und es gab sie nur zu Packungen mit 3 und 6 Stück. Kaum zu glauben, oder? Und bei weitem nicht jeder Arzt war bereit, sie zu verschreiben.

    Interessanter Hinweis bzw. ich erinnere mich auch:
    Als mir meine Hausärztin an meinem damaligen Studienort in Bonn (auf dem Land waren Triptane vielleicht erst später „bekannt“?) 1998/1999 erstmalig Triptane verschrieb, erhielt ich auch drei Stück mit dem Hinweis, dass die Tabletten sehr teuer wären und sie mir sie nicht so oft verschreiben könne …

    Von daher bin ich zuversichtlich, dass Aimovig und Co. auch günstiger werden – aber erst mal genießen sie ja noch Patentschutz. 10 Jahre, vermute ich? Aber vielleicht werden sie durch die gegenseitige Konkurrenz günstiger. Wird sich sicherlich noch so einiges tun.

    Viele Grüße & einen schönen Abend!
    Susisonne

    chr9ma
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo,
    vor genau 4 Wochen habe ich mit meiner ersten aimovig Behandlung angefangen.
    Ich durfte direkt mit 140mg anfangen.
    Leider konnte ich bei mir überhaupt keine Besserung feststellen, mein Problem ist, dass ich fast täglich schon ab morgens mit Kopfschmerzen aufwache. Wenn ich Glück habe verschwinden die Kopfschmerzen nach ein paar Stunden, jedoch werden die in der Regel laufe des Tages immer stärker.
    Vor aimovig habe ich botox bekommen, und währenddessen habe ich 1 1/2 Monate überhaupt keine Schmerzmittel genommen, aber meine Kopfschmerzen haben sich da durch auch nicht reduziert.
    Mein Neurologe hat bei mir chronische Migräne diagnostiziert, der Dr. aus der Schmerzpraxis denkt eher das ich chronische Spannungskopfschmerzen habe… die sich gut mit amitryptilin behandeln lassen. Die habe ich jedoch auch schon hinter mir und monate ausprobiert , ohne Erfolg.
    Also ich weiß auch nicht weiter und bin schon verzweifelt, dass bei mir einfach überhaupt nichts wirkt und der eine sagt Migräne, der andere spannungskopfschmerzen.
    Trotzdem habe ich morgen früh den nächsten Termin und soll wieder ein Rezept für 140mg bekommen, da man hofft das es doch noch irgendwie wirkt…
    Aber wenn ich nach 4 Wochen mit 140mg überhaupt keine Besserung verspüre, bezweifel ich das es bei den nächsten 140mg besser wirkt.

    Als Nebenwirkung hatte ich starke Verstopfung. Die konnte ich jedoch reduzieren mit Einnahme von flohsamenschalen.

    Allen viel Glück .

    Melli
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3

    Hallo ihr lieben,

    Ich habe schon seit längerem eure Diskussionen verfolgt und bin sehr dankbar dafür, so viele Informationen und Erfahrungsberichte zu bekommen.
    Heute bin ich nun beigetreten und möchte euch kurz meinen Verlauf schildern.

    Migräne habe ich seit Ober 20 Jahren, an Prophylaxen alles erfolglos probiert, über 10 Anfälle im Monat, die fast immer mit Triptan therapiert werden müssen. Anfang Dezember habe ich die 2. Aimoviginjektion bekommen! Ich habe so viel Hoffnung in die Therapie gesetzt, ich wollte es unbedingt, aber ich glaube, dass ich nicht auf die Therapie anspreche. Die 2. Injektion war Anfang Januar, aber die Frequenz ist eigentlich unverändert. Mit ganz viel Phantasie könnte man reininterpretieren, dass die Anfälle minimal schwächer sind, aber vielleicht ist das auch nur mein Wunschgedanke.
    Nun die große Frage, sollte man die 3. Injektion mit 140mg wagen?
    Nun kommt allerdings seit einiger Zeit ein weiteres Problem dazu, Schlafstörungen. Erst nur ein wenig und dann schaukelt sich das Ganze hoch. Kann das vom Aimovig kommen? In den NW ist sowas ja nicht erwähnt. Hat jemand ähnliches erlebt?
    Vielleicht ist es auch nur, weil ich mich so verrückt mache, weil ich so viel Hoffnung in Aimovig gesetzt habe und nun so enttäuscht bin und nicht weiß, was ich machen soll. Bin langsam am verzweifeln ?
    Ich freue mich auf eure Antworten.

    Lg Melli

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4588

    Hallo Melli,

    sei ganz herzlich willkommen hier im Forum. Schön, dass du dich angemeldet hat. Wenn du hier in der Gruppe schon gelesen hast, weißt du wie unterschiedlich die Erfahrungen sind. Deine große Enttäuschung kann ich sehr gut verstehen. Migräne ist so schwerwiegend da ist die Hoffnung und Erwartung enorm.

    Überlege doch mal, ob die Schlafstörungen nicht wirklich der Erwartungshaltung und Enttäuschung zuzuschreiben sind. Auch wenn man dem Almovig die Schlafstörungen nicht zuschreibt wirst du keine 100% ige Antwort auf diese Frage bekommen.

    Wenn die Schlafstörungen sehr belasten, versuche einmal mit Lasea / Lavendelöl gegenzusteuern. Manchmal hat man solche Phasen. Ist man aus dem Sumpf heraus, geht es auch wieder ohne. Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht und kann es weiter empfehlen.

    Nun, wo du schon 2 Almovig Behandlungen hinter dir hast, würde ich pers. auch die 3. Impfe ausprobieren. Damit weißt du dann ob es für dich wirklich nicht in Frage kommt.

    Vielleicht wartest du erst einmal ab. Der Gedankenkreisel ist ein großer Trigger. Macht Sinn hier nochmal zu schaun, ob er ein bißchen mehr gebremst werden kann.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Melli
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3

    Lieben Dank für deine Antwort Sternchen und die vielen Tipps.
    Ich nehme gelegentlich immer mal Lasea und/oder Baldrian, weil ich immer mal Phasen habe und schlecht einschlafe.
    Aber momentan ist es extrem ?
    Ich sehe auch gerade, dass im ersten Text Tippfehler sind, also die 1. Injektion war Anfang Dezember und die 2. Angang Januar, jeweils 70 mg.
    Ich habe eben nur Angst, falls doch Aimovig was dazu beiträgt, dass es durch den Versuch mit 140 mg komplett eskaliert.
    Aber wenn niemand weiter die Erfahrung gemacht hat, das wäre mir am Liebsten, dann weiß ich, dass es durch meine hohe Erwartungshaltung und die Enttäuschung sein kann.

    LG Melli

    AndreaClaudia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 119

    Hallo, ein kurzes Update. Ich habe vor zwei Wochen die 3. Spritze bekommen. Verlauf war bisher sehr positiv, diese Woche ist allerdings der Wurm drin. Dienstag fiebrigen Infekt, Migröne kam durch, Mittwoch wieder Kopf ohne Fueber, Triptan wenig geholfen, heute erst so lala und dann mit wollet Wucht Migröne. Also 3. Tag Teiotan diese Woche. Ich hatte so einen super Eindruck von Aimovig, bzw. so wenig Triptantage wie noch nie und nun wieder so viel. Ich bin frustriert und habe Angst, dass der Erfolg doch nur Zufall war. Oder ist es nur eine schlechte Woche? Werde ich nächste Woche wissen ! Wie geht es denjenigen, die Aimovig schon im 3. Minat nehmen und zufrieden waren ? Immer alles gleich gut oder auch mal schlechter ? Seufz, will meinen klaren Kopf wieder.Es war zu schön um wahr zu sein…AndreaClaudia

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