Aimovig – Verlauf ??

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  • Elfe
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    Hallo ihr Lieben,
    nachdem mich meine Neurologin diese Woche mit der manifesten Depression gesehen hat, ist der Aimovig Versuch jetzt nach der 1. Spritze erstmal auf Eis gelegt. Weder sie noch ich haben den Mut weiterzumachen, zumal der Erfolg jetzt nicht durchschlagend ist.
    In der 3. Woche unter Aimovig habe ich mal gewagt etwas intensiveren Hausputz zu machen und lag daraufhin drei Tage lang wie gewohnt mit Migräne flach.
    Jetzt ist guter Rat teuer. Welche Prophylaxe fällt euch denn noch ein, wenn man so stark zu Depressionen neigt?
    Unwirksam waren bisher Versuche (jeweils mindestens drei Monate) mit: Amitriptylin 75 mg, Trimipramin 75 mg, Remergil 30mg, Venlafaxin 75 mg(sogar Kopfschmerz anderer Art erzeugend), Valproat hat auch Kopfschmerzen erzeugt, Carbamazepin und Doxepin ebenfalls.
    Das einzige AD, das ich gegen die Depris gut vertrage ist Escitalopram, aber das hat keinen Einfluss auf die Migräne.
    Auf Topamax und alle Arten von Blutdrucksenkern übelste Schlafstörungen und auch Depressionen.
    Kennt ihr das denn auch, dass Medis, die eigentlich der Prophylaxe dienen sollen, eine andere Art Kopfschmerz, dumpf-drückend, erzeugen, der auch durch Eingewöhnung nicht weg geht?
    Werden denn die neuen Antikörper weniger Einfluss auf die Stimmung haben?
    Sorry, wurde etwas lang und vielleicht auch ein bischen vom Thema abschweifend.
    Liebe Grüße von Elfe

    Anna
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    Beitragsanzahl: 139

    Liebe Melli,
    Ich habe zuerst 3 Monate 140 mg Aimovig gespritzt. In den ersten beiden Monaten wurde es nur wenig besser, im 3. Monat dann aber deutlich. Erstmals seit 4 Jahren hatte ich wieder mehrere Stunden am Stück keine Kopfschmerzen.
    Zwar hatte ich direkt zu Beginn der Behandlung auch gleich eine sehr gute Woche, danach wurde es dann aber wieder schlechter und ich habe schon bezweifelt, ob Aimovig bei mir anschlägt.
    Danach musste ich dann 2 Monate mit 70 mg probieren, da der Kostendruck einfach so hoch ist. Es wurde gleich wieder deutlich schlechter, was ich nicht erwartet habe, zumal Aimovig ja so eine lange HWZ hat. Aber mein Arzt konnte mir bestätigen, dass er mehrere Patienten mit chronischer Migräne hat, bei denen 70 mg nicht ausreichen.
    Ich will dir damit nur sagen, dass du unbedingt die 140 mg versuchen solltest, jetzt bist du ja mit Aimovig in Behandlung. Wenn du es jetzt nicht versuchst, überlegst du vielleicht immer wieder, ob es nicht doch angeschlagen hätte….
    Die Schlafstörungen sind natürlich eine starke Belastung! Das verstehe ich gut, man bekommt regelrecht Panik, da ja Schlafmangel auch Migräne triggern kann.
    Ich hatte über 2 Jahre sehr damit zu kämpfen, es ging nichts mehr. Allerdings war das auch Teil einer Depression mit Burnout, die jahrelange, hochfrequente Migräne hat mich viel Kraft gekostet.
    Nach verschiedenen Antidepressiva habe ich dann mit Doxepin plus Bupropion auch die Schlafstörungen in den Griff bekommen.
    Aber bei Belastungen schlafe ich sofort wieder schlecht.
    Die Therapie mit Aimovig hat darauf aber denke ich keinen Einfluß, es sind mehr die Gedanken um die Therapie und die Sorge, wie es weitergeht, wenn es nicht wirksam ist, die mich schlecht schlafen lassen.
    Vielleicht ist es bei dir ähnlich?
    Bekommst du aktuell ein sedierendes Antidepressivum?

    Eine gute Nacht wünsche ich Dir!!
    Anna

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 139

    Hallo Andreaclaudia,
    Bei mir ging es auch auf und ab. Hatte eine Sinusitis Anfang Dezember, das triggert bei mir immer die Migräne. Daran konnte auch Aimovig nichts ändern. Jedoch war die Migräne nicht ganz so heftig, wie ich es sonst kenne.
    Also nicht beunruhigen lassen?

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 139

    Liebe Elfe,
    wenn dich die Depression jetzt zu belastet, steht ja eine antidepressive Wirkung mit im Vordergrund. Manchmal wird ja auch die Migräne besser, wenn eine Depression erfolgreich therapiert wird.
    Es ist leider oft so, dass Patienten mehrere Antidepressiva durch haben, bis das richtige oder die richtige Kombination anschlägt. Das läßt sich schwer Voraussagen.
    Bei mir war es nach 2 Jahren Behandlung mit verschiedenen Antidepressiva dann die Konination aus Doxepin, zwischendurch hoch bis auf 150mg wegen der starken Schlafstörungen, plus Bupropion.
    Was ist denn mit Botox, hast du das schon versucht?
    Habe nicht alles gelesen hier, sorry.

    Lieben Gruß!
    Anna

    Collien2019
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    Beitragsanzahl: 29

    Guten Morgen,

    Liebe Elfe: Kommt Sertralin vllt. für dich in Frage? Mir hat es gut geholfen, als Venlafaxin versagte und ich wochenlang von Angst und Panik durchgeschüttelt wurde. Ist aber keine Kopfschmerz-/Migräneprophylaxe. Aber wie schon geschrieben, wird der Kopf ja oft besser, wenn die Psyche sich bessert.

    Ich habe übrigens auch das Gefühl, dass manche Medis einen zusätzlichen oder veränderten Kopfschmerz mitbringen. Insgesamt kommt es aber immer drauf an, ob man unterm Strich davon profitiert oder nicht.
    Bei mir ist es Metoprolol, das ich gegen leichte Hypertonie nehme. Ohne hab ich einen Blutdruck von
    im Schnitt 140/95. Mit 120/70. Ohne fühl ich mich besser. Aber ich will nach meiner Aimovig-Pleite und meinem derzeitigen Zustand nicht an zu vielen Schräubchen drehen.

    Bei den Aimovig-Pens hatte ich übrigens auch starke Einstichschmerzen. Eigentlich genauso wie bei
    Imigran-Inject. Wäre mir bei erfolgreicher Behandlung aber egal gewesen.

    Nun ein Update zu mir:
    Hatte gestern Termin beim Neurologen. Erzählte ihm, dass Aimovig bei mir nicht funktioniert und fragte nach den Meinungen seiner anderen Patienten. Er antwortete: „Die sind durchweg gut. Sie sind die erste, die was anderes sagt.“
    Ich mein, ich freu mich natürlich für alle, bei denen es wirkt – aber so eine Ausnahme möchte man nicht sein.
    Und dann fragte er mich noch, wie wir jetzt weitermachen . . . Ich weiß noch, wie vor vielen Jahren ein Patientenvorschlag bei einem Arzt schon fast zum Praxisverweis geführt hätte. Insofern freu ich mich zwar, dass meine Ideen gerne angenommen werden, aber die ärztliche Ratlosigkeit ist verunsichernd.
    Nicht falsch verstehen. Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meinem Neurologen und auch ein Arzt ist zwangsläufig irgendwann mit seinem Repertoire am Ende.
    Jedenfalls versuche ich jetzt Flunarizin. Viel schlimmer kann es zur Zeit nicht werden. Von daher bin ich verhalten optimistisch.

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5651

    Liebe Collien,

    ich wünsche dir sehr, dass dir das Flunarizin eine Erleichterung bringt.

    Ein Neurologe muss von den Krankheitsbildern her ein breites Spektrum abdecken, da kann es schon sein, dass er die allerkleinsten Feinheiten in der Migränebehandlung nicht immer kennt. Und gerade bei Migränepatienten ist vieles derart individuell verschieden, dass die Suche nach der optimalen Behandlung für jeden einzelnen Patienten ein komplizierter Weg sein kann.

    Ich verstehe dich gut, dass du dir sämtliche Vorschläge von ärztlicher Seite aus wünschst: sozusagen die geballte Fachkompetenz von Arztseite, das Aussuchen der Behandlung dann im offenen Gespräch miteinander, bei dem der Patient ernst genommen und angehört wird.
    Sollte das Einbeziehen des Patienten nur deshalb erfolgen, weil ein Arzt nicht mehr weiter weiß, ist das natürlich keine angenehme Situation für den Patienten.

    Oh ja, eine negative Ausnahme bei ansonsten nur positiven Behandlungserfolgen möchte keiner sein! Umgekehrt, dass nur du Erfolg hättest und alle anderen nicht, würde man als Patient ja noch gelten lassen… ?

    Alles Gute weiterhin!

    Lieber Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 7 Monate von  heika.
    Collien2019
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 29

    Danke!
    Ich fahr gleich los und hol mein „neues“ Medi aus der Apotheke 🙂

    Auf die Nebenwirkung Müdigkeit freu ich mich schon – seit dem Absetzen von Trimipramin (vor 11 Wochen) kann ich sehr schlecht ein- und durchschlafen.

    Mein Neurologe wirkt auf mich schon sehr kompetent – vor allem im Vergleich zu seinen Vorgängern.
    Er hat auch gleich gesagt, dass es ja noch andere Wirkstoffe (Antikörper) nach Aimovig als Medikamente geben wird. Und die würden wir sofort nach Verfügbarkeit versuchen, wenn mein Zustand es erfordert – also wenn Flunarizin u.a. nicht ausreichend helfen.

    Dann erzählte er noch, dass seine anderen Patienten auf Flunarizin eher nicht ansprechen – aber die sprechen ja auch auf Aimovig an und ich nicht 😉
    Und in Kollegenkreisen bekommt er oft zu hören, wie super Flunarizin wirkt.

    Es bleibt halt wie es ist. Ausprobieren – sich freuen, wenn`s wirkt – und jeden schmerzfreien und schmerzarmen Tag aufsaugen und genießen.

    Elfe
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 66

    Liebe Collien, liebe Anna,
    danke für euere Rückmeldungen,besonders auch, dass du Collien die Erfahrung gemacht hast, dass antidepressive oder migräneprophylaktische Medikamente Kopfschmerzen erzeugen können. Dazu würde ich gerne noch mehr Erfahrungswerte von euch sammeln wollen. Ich komme mir damit nämlich wie ein „Weichei“ vor. Zum Glück habe ich eine Neurologin, die selbst Migränikerin ist und vieles nicht verträgt!
    Das war bei mir leider auch bei Sertralin und Citalopram der Fall, dass ich Dauerkopfschmerzen hatte. Botox habe ich auch mehrmals ohne Erfolg bekommen.
    Aber ihr habt schon recht, in erster Linie gehört die Depression behandelt, dann bessert sich vielleicht auch die Migräne wieder. Ich fürchte nur, das wird noch dauern bis wieder Sommer ist. Sonne und Schwimmen sind meine besten Antidepressiva. Eigentlich müsste ich mich jetzt in einen Flieger setzen Richtung Süden. Aber wegen der Migräne traue ich mich schon gar nicht mehr Fliegen. Jeden Flug bezahle ich mit mindestens zwei Tagen Migräne.
    Liebe Grüße von einer ziemlich niedergeschlagenen Elfe

    • Diese Antwort wurde geändert vor 7 Monate von  Elfe.
    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 488

    Hallo Elfe,

    das ist sehr schade. Ich genieße die Wärme und Sonne auch immer sehr.
    Außerdem verreise ich nur noch mit Zug oder Flugzeug. Mit dem Auto höchstens wenn die Entfernung sehr kurz ist.

    Was stresst dich denn am Fliegen so? Kannst du das nicht etwas stressfreier gestalten.
    Bei diesen Entfernungen spiele ich mir entspannende Musik aufs Handy und dann döse ich vor mich hin. Und ehe ich mich versehe bin ich schon da, quasi im Schlaf. Kann es noch stressfreier gehen?!

    LG Anna

    Pepita
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 54

    Liebe Elfe

    Hast Du die Möglichkeit zeitnah auf einen Berg zu steigen, im Wald zu spazieren, in einem Park auf und ab zu gehen?
    Ich habe für mich gemerkt, dass es nicht immer gleich der Süden sein und das Grosse Programm mit wegfliegen und so sein muss.. Im Winter brauche ich frische Luft und Tageslicht vor Ort so viel wie es geht. Ganz Dick einpacken, gute Schuhe anschnallen und mehrmals am Tag eine Runde drehen. Vielleicht sogar grad nach dem Aufstehen vor dem Frühstück. Ich mach im Winter alles was geht zu Fuss, ins Büro spazieren, Einkäufe alles. Einfach als Selbstüberlistung für genug Tageslicht.

    Schwimmen tut auch im Hallenbad gut, dem Körper ein Aufenthalt im Hammam oder in der Sauna…

    Wünsche Dir Gutes, der Sommer kommt wieder.
    Pepita

    Nina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 18

    Hallo Alle,

    Ich hab auch auf jedem Flug ne Migräne, selbst wenn ich mich ganz entspannt fühle. Meine Vermutung ist, dass es was mit dem Luftdruck zu tun hat…? Und dann kommen natürlich noch die Klimaanlagen in den Flughäfen und im Flugzeug selber dazu.
    Ich hab schon viele Tricks beim Reisen ausprobiert, aber ich hab auf jedem Weg ne Migräne.

    Pepita
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 54

    Ja das geht mir auch so. Ich fliege nur, wenn ich dann anschliessend 3 Wochen wo bleib.

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 488

    O.k. das verstehe ich. So geht es mir mit dem Auto fahren.
    Mich stresst fliegen nur, wenn ich dazu sehr früh aufstehen muss, es mich also aus meinem Rhythmus reißt.
    Ich verreise aber ohnehin auch nur noch für mindestens eine Woche und glücklicherweise habe ich dann oft im Urlaub selbst keine Migräne, so dass ich eine von der Anreise in Kauf nehme.

    LG Anna

    franci
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 22

    Hallo Matthias,

    Es freut mich zu hören, dass nach einem etwas Unsicheren start das Aimovig doch langsam zu wirken scheint 🙂

    Vielleicht würde ich hier kurz meine Erfahrung soweit teilen, da ja noch nicht so viele Aimovig verschrieben bekommen haben.

    Ich hab am 3. Januar meine erste Aimovig Spritze (70mg) bekommen.

    Es war ein kleiner Kampf an das Medikament zu kommen

    Antidepressiva und Betablocker haben bei mir nicht gewirkt und haben zu starker Müdigkeit und anderen Nebenwirkungen geführt. Als dann Aimovig rauskaum hatte ich neue Hoffnung. Leider meinte meine Neurologin, dass vorher ALLES ausprobiert werden muss, worauf ich Topiramat bekam. Das Hat natürlich auch viele Nebenwirkungen, die ich im Rahmen meines anspruchsvollen Studiums überhaupt nicht gebrauchen kann. Außerdem schränkt es die Wirksamkeit der Pille ein, was ich eher ungern riskieren wollte und war sowieso bei meinem Untergewicht nicht das ideale Medikament. Flunarizin konnten wir umgehen aufgrund meiner depressiven Verstimmungen die Phasenweise kommen.

    Ausserdem wollte sich meine Neurologin noch genauer Erkundigen wie das neue Medikament über die Kasse verschreibenwerden kann.
    Nach einigen Wochen bekam ich dann schließlich doch Aimovig auf ganz normalem Kassenrezept bekommen.

    Meine Neurologin hatte mir auch schon einen Bericht vorbereitet den ich der Kasse geben kann, falls sie nachfragen wieso ich das bekommen habe. Bisher hatte ich aber noch keine beschwerde von der Kasse gehört (Bin bei der Techniker Krankenkasse).

    Jetzt zu dem Aimovig: Bin bisher sehr zufrieden. Habe am ersten Tag ein wenig kribbeln im rechten Bein gehabt (Injektion am Rechten Oberschenkel) was am nächsten Tag aber völlig verschwunden war. Musste dann für das Studium wieder zurück nach Mailand und hatte direkt Klausurphase, daher ist dieser Monat besonders Stressig. Ich hatte ab und zu das Gefühl dass eine Attacke anfing, doch dies verschwand von alleine nach einiger Zeit. Habe sogut wie keine Nebenwirkungen und vor Allem nicht mehr diese Antriebslosigkeit und Mpüdigkeit.

    Ich hatte diesen Monat nach einer Klausur eine Mittelstarke Attacke und zwei leichte Attacken, die bisher alle gut in den Griff zu bekommen waren mit Triptanen.
    Gestern hatte ich eine sehr leichte Migräne die lange anhielt aber mit etwas Ibuprofen und Kaffee mir trotzdem das lernen ermöglicht hat und nach dem Schlafen weg war, was unglaublich ist.

    Habe im Schnitt 7-8 Migränetage im Monat. Aber in einem Monat wie diesem rechne ich normalerweise mit ca 10-15 Attacken.

    Ich habe auch bereits das Folgerezept bekommen nachdem ich eine kurze Rückmeldung zur verträglichkeit bekommen hatte.
    Meine Eltern bringen mir dann die Spritzen mit im Februar.

    Hatte von Novartis auf anfrage Kostenlos eine Kühltasche bekommen, da ich aufgrund des Studiums im Ausland bin, was zum Transport sehr hilfreich ist.

    Mein Fazit daher: Bin soweit unglaublich zufrieden, vor allem da ich endlich keine Müdigkeit mehr habe und auch sonst praktisch keine Nebenwirkungen und sogar eine Besserung Merke. Ich bin gespannt wie es nach den nächsten Injektionen wird, es soll ja schließlich auch nach und nach besser werden.

    Ich hoffe, dass immer mehr auch dieses Medikament ausprobieren können und dass es vielen Hilft.

    Lg und ein schönes (hoffentlich Migränefreies) Wochenende an alle 🙂
    Francesca

    franci
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 22

    Noch eine kurze Frage:
    Weiß jemand wo man die Spritzen entsorgen kann.
    Hatte gelesen, dass man die ja nicht in den Hausmüll werfen soll, obwohl ja eigentlich auch eine Schutzkappe dadrauf ist.
    Hatte noch nie Spritzen.

    lg Francesca

    • Diese Antwort wurde geändert vor 7 Monate von  franci.
    Ruth
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 64

    Hallo Francesca,

    vielen Dank für deinen Bericht!
    Ich habe am 11 Januar zum ersten Mal 70mg Aimovig bekommen,- merke bisher nur eine minimale Besserung.
    Wie viel mg hast du denn gespritzt?
    Hoffentlich bekomme ich evtl die Möglichkeit, auch noch 140mg auszuprobieren.

    LG Ruth

    Elfe
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 66

    Liebe Anna,
    danke, dass du dir um meine Reisefähigkeit Gedanken machst! Es ist nicht so, dass ich mich beim Fliegen überaus gestresst fühle oder ängstlich bin. Migräne kommt bei mir bei jeder Art von Fortbewegung oder auch durch die Höhenadaptation. Immerhin wird beim Fliegen ein Luftdruck von 2000 Metern Höhe simuliert. Ein Neurologe hat bei mir auch schon mal eine Mastzellinstabilität vermutet. Das klingt sehr plausibel. Bei Seekrankheit, bzw. Reiskrankheit wird von den Mastzellen massiv viel Histamin ausgeschüttet. Und frage mich nicht, wie ich mich auf einem Schiff gefühlt habe: kotzelend und Dauermigräne.
    Liebe Grüße,
    Elfe

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7468

    Hallo Franci, ab in den Hausmüll damit. Es gibt keinen Grund, die Spritzen gesondert zu entsorgen, die sind ja nicht infektiös.
    Lieber Gruß, Julia

    Nina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 18

    Ja, Pepita, so mache ich es auch. Wenn wir in den Urlaub fliegen, dann immer nur mit drei Wochen Aufenthalt.

    Und an Elfe:
    Mastzelleninstabilität, das klingt ja sehr interessant. Das muss ich gleich mal nachschlagen. Mir geht es nämlich auch auf jedem Transportweg so schlecht. Komme mir da auch immer wie ein Weichei vor, besonders wenn ich gute Freunde in anderen Städten so gut wie nie für ein Wochenende besuchen kann. Bei der Begründung komme ich mir immer komisch vor, auch wenn alle Verständnis haben.
    Hast Du denn dagegen schonmal was Hilfreiches gegen Reisekrankheitsmigräne gefunden?

    Oder ist das doof, wenn wir hier thematisch so abbiegen? Soll ja eigentlich um Aimovig gehen…

    Melli
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3

    Hallo Anna,

    Ich danke dir sehr für deinen Beitrag. Es muntert mich auf, wenn ich lese, dass du erst ab der 3. Injektion profitiert hast und eben auch durch die 140mg. Wahrscheinlich hast du recht und ich muss es probieren!
    Und da ich tatsächlich noch nichts dazu gelesen habe, dass jemand unter Aimovig Schlafstörungen hat, sollte ich mich da etwas entspannen ?‍♀️
    Mit Antidepressiva habe ich nur negative Erfahrungen gemacht und habe mir vorgenommen, nie wieder welche zu probieren. Hatte sie immer zur Migräneprophylaxe. Bei Amitriptilin kam ich über 25 mg nicht hinaus, war nur noch müde und fix und fertig. Mirtazapin war dann der Gipfel, da ging es mir extrem schlecht, so dass ich sie nach 12 Wochen langsam absetzte. Und dann begann der Alptraum, ich war auf Entzug und konnte gar nicht mehr schlafen. Ich habe dann extrem langsam ausgeschlichen, sogar zum Schluss geachtelt. Und diese Erfahrung hat sich so bei mir festgesetzt, da habe ich meine Schlafstörungen her.
    Ich bin nöchste Woche in der Neurologie und werde mal alles besprechen. Ich denke, dass ich die 140 mg sicherlich bekommen werde. Bin mal gespannt zu hören, wie die Erfahrungen in dem Zentrum so sind.

    Lg und an alle ein migränefreies Wochenende ☀️

    franci
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 22

    Liebe Ruth,

    habe 70mg bekommen. Wie gut die Besserung sein wird, wird sich ende des Monats letztendlich Zeigen und dann in den kommenden Monaten. Ich bin vorallem erstmal froh Nebenwirkungsfrei zu sein und ein wenig Besserung zu haben. Hatte schließlich mit allem was ich vorher ausprobiert hatte keine Besserung und unglaublich mit den Nebenwirkungen zu kämpfen was halt auch meine akademischen Leistungen beeinträchtigt hat im ersten Semester 🙁

    Hatte die Betablocker auch einen Monat abgesetzt und gemerkt dass die Migräne gleich oft da war ich dafür aber wacher und Leistungsfähiger wurde. Mein Blutdruck war damit schließlich komplett im Keller und hatte manchmal das Gefühl umzukippen.

    Daher bin ich unglaublich froh dass ich das Aimovig so gut vertrage und endlich ein Gefühl der Besserung habe, auch wenn sie zunächst vielleicht noch leicht ist. Wir werden dann die kommenden Monate sehen.

    Ich hoffe ich schaffe das alleine mit dem Spritzen, da beim ersten Mal mir meine Hausärztin geholfen hatte.
    Ich hatte aber auch von Novartis diese webseite empfohlen bekommen: http://www.migraene-wissen.de/therapiebegleitung/

    Wenn man sich bei der Therapiebegleitung anmeldet mit der EU Nummer die auf der Packung steht hat man zugriff auf die Injektionsanleitung im Videoformat wo alles nochmal detailreich erklärt wird was glaub ich sehr hilfreich sein kann wenn man dann das erste mal alleine Spritzt.

    Man will es ja richtig machen, vor Allem weil das Medikament ja so teuer ist möchte ich auf garkeinenfall Fehler machen 🙂

    Lg
    Francesca

    Matis
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 56

    Hallo Ihr Lieben,

    dass Aimovig seine Zeit braucht liegt doch auf der Hand. Schaut Euch das Diagramm einige Seiten vorher an. Um wirklich auf die konstant höchste Dosis zu kommen braucht es bis zu 5 Monaten. Bis dahin ist alles möglich.

    Die Diskussion um den Luftdruck finde ich sehr spannend.
    Luftdruck war der Auslöser bei mir seit ich denken kann und die Häufigkeit noch sehr wesentlich geringer war. Es war immer der stärkste Trigger überhaupt. Ein Überseeflug ist ein Garant für einen schweren Migräneanfall. Der Luftdruck sinkt dabei also ob man 2000m in den Berge aufsteigt und anschließend wieder ins Tal geht. Damit ist jeder heftige Wetterwechsel genau das gleiche.
    2000m entspricht ganz grob 200mbar. Meist ändert sich das Wetter nach Vollmond oder bei Neumond. Damit ist auch das jedesmal eine kritische Phase. Für mich ist der Luftdruck-Anstieg schlechter als der Abfall. Wenn es schnell gutes Wetter wird, habe ich ein hohes Potential auf Migräne.
    Es wäre spannend zu erfahren ob das Thema Luftdruck im Zusammenhang mit Migräne schon mal wissenschaftlich untersucht wurde?

    franci
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 22

    Danke Julia,

    Vielleicht schau ich noch on ich die irgendwie so einpacken kann, dass keiner sich verletzt falls doch die Nadel rauskommt. Aber an sich müsste das nicht passieren da ja automatisch wieder eine Schutzkappe draufkommt und man die Nadel überhapt nicht sieht.

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5651

    Zu Pepitas Beitrag heute Vormittag möchte ich kurz ergänzen, dass die Empfehlung, direkt nach dem Aufstehen und noch vor dem Frühstück draußen eine Runde zu drehen, für Migräneköpfe mit Vorsicht zu betrachten ist. Über Nacht kommen unsere Gehirne durch die stundenlange Nahrungspause in ein Energiedefizit, das wir durch ein möglichst zeitnahes Frühstück nach dem Aufstehen ausgleichen sollen.

    Bewegen wir uns statt dessen zuerst noch, verstärken wir das Energiedefizit bis zum Frühstück erst recht und können damit eine Migräneattacke triggern.

    Deshalb wird auch bei Migränepatienten, die empfindlich auf die lange Essenspause während der Nachtruhe reagieren, empfohlen, kurz vor dem Schlafengehen (und natürlich Zähneputzen!) noch eine kohlenhydrathaltige Kleinigkeit zu sich zu nehmen, um den Zeitraum abzukürzen.

    Der Seele tun die von Pepita empfohlenen Runden auf jeden Fall gut! Und nach dem Frühstück auch unseren Köpfen, sofern uns der Schmerz nicht gerade zur Ruhe zwingt. ?

    • Diese Antwort wurde geändert vor 7 Monate von  heika.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 7 Monate von  heika.
    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 488

    Hallo Nina und Pepita,

    ja, wir sind jetzt hier off topic unterwegs. Ist ein bisschen blöd.
    Ein eigener Thread wäre gut, denn spannend ist das Thema schon.
    Vor allem sieht man wieder, wie unterschiedlich wir sind.
    Ich z.B. liebe Schiffe und würde am liebsten nur auf ihnen Urlaub machen und ich liebe fliegen und das obwohl ich durchaus auch auf wetterbedingte Luftdruckänderungen reagiere, zumindest bilde ich es mir ein.

    @matthias Ich habe noch einen Migränekalender in Zusammenarbeit mt der Migräneklinik Königstein und anderen, der im Internet geführt wird und bei dem man seine Attacken sozusagen meldet. Da sollen solchen Zusammenhänge durchaus erforscht werden.

    Vielleicht könnte Bettina einen neuen Thread aufmachen und unsere Beiträge dorthin kopieren?

    LG Anna

    • Diese Antwort wurde geändert vor 7 Monate von  Anna.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 7 Monate von  Anna.
    scholzina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 10

    Hallo Melli,
    ich will gerne was zum Thema Schlafstörungen beitragen. Nach dem schrittweisen Absetzen von Amitriptylin, das ich in der Schmerzklinik Kiel bekommen hatte, habe ich massive Schlafstörungen bekommen. Mein Maximum waren 5 Tage ohne Schlaf… Darauf hatte mich kein begleitender Arzt hingewiesen! In Kiel nicht und auch nicht daheim. Die Lösung damals war, wieder mit dem A. etwas hoch zu gehen und damm mikrogrammweise jede Woche etwas weniger zu nehmen. Das hat dann geklappt.
    Geblieben ist mir seither ein sehr anfälliger Schlaf, der sich sehr leicht durch alles Mögliche stören lässt. Und auch ich glaube zu merken, dass ich durch Aimovig wieder schlechter schlafe. Ich habe sowohl Einschlafstörungen, als auch sehr frühes Wachwerden (zwischen 4 und 5 Uhr) oder Schlafunterbrechungen mitten in der NAcht. Ab und zu nehme ich eine halbe Schlaftablette (Zolpiklon 5 mg), was für mich völlig ausreichend ist und mir super hilft.
    Ich habe aber noch einen anderen ´Geheimtipp´:
    Fenistil-Tropfen!
    Das ist ein Antihistaminikum der ersten Generation. Die hatten noch als unerwünschte NW Müdigkeit. Das ist tagsüber auch hinderlich aber nachts will man ja genau das. Ich habe diese Wirkung einmal zufällig entdeckt, als ich wegen einem Hornissenstich die max. Dosis von 40 ml abends ganommen hatte und schnell und super geschlafen hatte. Am nächsten Morgen hab ich die gleiche Dosis vorsorglich auch noch mal genommen und bin vor lauter Müdigkeit nicht auf die Beine gekommen, ich lag wie erschlagen den ganzen Tag auf dem Sofa rum.
    Wenn ich jetzt diese Dosis am Abend vor dem ins Bett gehen nehme, dann spüre ich am nächsten Tag keinen Überhang. Wenn ich es aber mitten in der Nacht nehme, dann schon.
    Vielleicht magst du das mal probieren?

    Dazu kommt noch, dass ich eine leichte Histaminunverträglichkeit habe und mir darum dieses Mittel ehre hilft als schaden kann 🙂

    Dir und allen ´Geplagten´ eine möglichst gute Zeit,
    schlozina

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5651

    Liebe Anna,

    bitte nicht wundern, wenn Bettina auf deine Frage wegen des neuen Thread erst einmal nicht reagiert: Sie ist gerade unterwegs und kommt erst wieder hierher, wenn sie wieder zuhause ist.

    Ich finde das Thema auch sehr interessant und viele von uns sind von Wetter- und Luftdruckänderungen betroffen. Wettereinflüsse auf die Migräne werden von ärztlicher Seite aus oft verneint, doch die persönlichen Erfahrungen bei uns Patienten stehen dem eindeutig entgegen.

    Lieber Gruß
    Heika

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 488

    Kein Problem.
    Ich persönlich bin immer wieder erstaunt, dass mich hier zu Hause jeder Wetterwechsel und jeder Rhythmuswechsel in die Migräne führt aber wenn ich in der Urlaub fliege macht mir unter Umständen nicht einmal die Zeitumstellung was aus. Ist doch komisch.

    LG Anna

    Pepita
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 54

    Hallo Zusammen

    Bitte entschuldigt noch die folgende Off-Topic Kommentare, möchte Sie aber doch gerne noch posten:

    @anna
    Das ist eine gute Idee mit dem neuen Thread, dann behalte ich meinen Beitrag dazu noch zurück.

    @heika
    Da hast Du natürlich recht! Danke für Deine Alarmglocke.
    Meine Ideen bezogen sich ausschliesslich auf die Depression und ich habe vergessen dies zu präzisieren. Den morgendlichen Spaziergang im Winter vor dem Frühstück habe ich in der Rehaklinik gelernt und beibehalten: Etwas brüsk die Melatoninausschüttung stoppen und frische Luft in die Lungen pumpen damit man besser in die Gänge kommt. Ich esse jeweils eine Banane davor.

    @elfe und Nina
    Zur Mastzelleninstabilität kommt mir der äusserts lesenswerte und beeindruckende Blog „Frau E. notiert“ in den Sinn. Sie ist selber davon betroffen und auch von chronischer Migräne. Vielleicht könnt Ihr dort wertvolle Informationen finden.

    Liebe Grüsse
    Pepita

    Licki
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7

    Hallo Ihr Lieben, liebe Bettina,
    Möchte euch über meinen Aimovig-Verlauf berichten:
    Ich habe jetzt den zweiten Monat mit Aimovig und stehe kurz vor der 3. Injektion (wieder nach 28 Tagen). Die Wirkung ist für mich weiterhin phänomenal – nur circa einen Anfall pro Woche (anstatt 4-5 wie vorher) und eine absolute Verbesserung der Lebensqualität.
    Auch kann ich berichten, dass meine kognitive Leistungsfähigkeit, die ich unter Topiramat stark eingebüßt habe und die unter Triptan(Dauer-)Behandlung auch nicht optimal war, wieder in vollem Maße zurück ist. Das ist auch ein wirklich schönes Erlebnis.
    Migränetrigger, wie Nachtdienst oder lange Autofahrten / Flüge (ich habe da eine Art Kinetose in Verdacht, nicht das Histamin) haben ihren Schrecken verloren unter Aimovig.
    Allerdings hat alles auch seinen Preis: im zweiten Monat reagiere ich jetzt deutlich mit Störungen im Magen-Darm-Bereich, einer Art Gastritis und wellenweise Übelkeit.
    Was mir aber am meisten Sorge macht ist die neue cardiale Komponente:
    Ich habe stundenweise heftige Palpitationen (das Herz schlägt „laut“ bis zum Hals) und habe dazu eine nervöse Herzunruhe. Der Blutdruck ist dabei normal, die Pulsfrequenz leicht erhöht.
    Muss ich jetzt allerdings noch ein Triptan dazunehmen, weil sich eine Migräne aufbaut, dann steigern sich die Symptome bis zu einer Art „Angina pectoris“. Das Herz schmerzt, der Schmerz strahlt in die linke Seite aus, bis in den Arm, eine große Beklemmung macht sich breit.
    Daher meine Frage an die Experten: kann die Kombination Aimovig/Triptane pectanginöse Beschwerden hervorrufen? Durch die Blockade des Rezeptors kann ja CGRP nicht mehr erweiternd andocken und dann noch der 5-HT-Rezeptoragonist Triptan dazu. Muss ich mit dieser Symptomatik einen Herzinfarkt befürchten (bisher bin ich herzgesund)? Kann ich es wagen, die nächsten Tage meine dritte Injektion Aimovig zu applizieren?
    Herzlichen Dank im voraus, eure Licki

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