Aimovig – Verlauf ??

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    Beiträge
  • Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28225

    Überschnitten Jasmin. 🙂

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 380

    Ja, danke, Bettina 😉
    Liebe Grüße

    Nina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 18

    Hallo Bettina,

    unser Beiträge haben sich auch überschnitten ?
    Ich hatte mich auf die Antwort von SteffiN an Jasmin bezogen und nicht auf Deine Antwort. Deswegen sah das komisch aus.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 8 Monate, 2 Wochen von  Nina.
    Ruth
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 70

    Hallo Nina,
    ich kann auch sehr gut verstehen, daß das ein angstbesetztes Thema ist.
    Wenn man mit Ämtern und Gutachtern zu tun haben soll, kommt sicher selten Freude auf,wenn man das schon mal erlebt hat.
    Ich würde das nicht nochmal durchmachen wollen.
    Warum hab ich den Eindruck, daß hier etwas mitschwingt wie: du darfst dem Staat nur auf der Tasche liegen, wenn du halbtot bist ?

    LG Ruth

    Nina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 18

    Danke Ruth 🙂
    Ich bin vielleicht etwas empfindlich, was das Thema angeht.

    Ich bin selber nicht berentet, war aber mal längere Zeit krank geschrieben und bin dadurch mit den Thema Reha, Rente, Gutachtern und so weiter sehr nah in Berührung gekommen und auch mit vielen anderen Leidensgenossen, die diese Themen beschäftigen. Die hatten alle so viele Sorgen und Ängste, da fand ich das immer schlimm, wenn jemand in die Richtung argumentiert hat, man würde vielleicht absichtlich nicht arbeiten wollen.
    Aber ich weiß, dass das hier im Forum keiner jemals machen würde, das wollte ich damit natürlich nicht sagen.
    Es geht eher darum, dass es nicht heißt, dass man nicht arbeiten möchte, nur weil man sich vor den Behörden gruselt 🙂 Wenn man damit schlechte Erfahrungen gemacht hat, bleibt das leider hängen.

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 380

    Ihr lieben,
    Ich wollte nicht noch Stress verbreiten 😉
    Meine Erfahrungen mit den Amtsärzten sind leider wirklich nicht so toll, hatte mehrere Gelegenheiten in den letzten Jahren. Da hoffe ich nun auf wasserdichte Atteste der Ärzte, die mich seit Jahren kennen und mich für bekloppt hielten, weil ich so gern wieder arbeiten wollte.
    Nun ist es einfach so, dass ich morgens viel längerer Anlaufzeiten habe, auch an Tagen mit wenig oder ohne Schmerzen öfter Schwindel habe o.ä.
    Soll heißen, Aimovig krempelt nun nicht alles total um, macht es mir momentan aber wesentlich erträglicher. Es gab zuvor viele Zeiten, in denen ich mehr Angst vor dem Leben (mit den dollen Schmerzen und Übelkeit) hatte als vor dem Sterben.
    Insofern bin ich vllt eines der realistischen Beispiele für Grund zur Hoffnung auf ein besseres Leben.
    Herzliche Grüße
    Jasmin

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28225

    Warum hab ich den Eindruck, daß hier etwas mitschwingt wie: du darfst dem Staat nur auf der Tasche liegen, wenn du halbtot bist ?

    Warum wird es wirklich schwer Betroffenen so schwer gemacht, die Rente zu erhalten? Weil nicht wenige Menschen sich Rente erschleichen. Es gibt auf FB Gruppen, in welchen man Anleitung gibt, wie man sich beim Gutachter zu verhalten hat. Das sind oft junge Menschen gerade mal 20 Jahre alt und haben einfach keinen Bock auf Arbeit. Seit man auch für Migräne Rente erhalten kann, wird das auch teilweise ausgenützt auf eine Art und Weise, dass es einem die Haare aufstellt. Ich bin halt sensibilisiert auch in die andere Richtung, da ich es fast täglich erlebe. Übrigens nicht nur bei jungen Leuten, sondern auch dann, wenn man eh schon kurz vor der Rente ist und einfach nicht mehr will. ?

    Gäbe es diesen Missbrauch nicht, müssten sich Menschen, die die Rente wirklich verdienen, nicht demütigen und „quälen“ lassen – denn nichts anderes ist es manchmal.

    Wenn das Thema in unserer FB-Gruppe aufkommt, versuche ich den jungen Leuten immer zu erklären, dass der vermeintliche Vorteil sie ins Aus schießen kann. Wenn sie nach der Ausbildung nicht schnell Fuß fassen können im Arbeitsleben, kann es für manche schlecht ausgehen und sie sind nicht mehr Teil einer Gemeinschaft, zu der im Grunde jeder gehören will. Manche brechen auch die Ausbildung ab und legen ihre gesamte Energie in den Kampf für die Rente.

    Das bekommen die meisten nicht mit, die sich nicht mit Selbsthilfe und Aufklärung beschäftigen.

    Liebe Jasmin, Dir wünsche ich, dass es so läuft, wie es für Dich persönlich das Beste ist. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 508

    Und dann gibt es so Dumme wie mich, die freiwillig Teilzeit arbeiten, damit sie das Arbeitspensum mit ihrer Migräne schaffen und dem Staat (bzw. Land) nicht auf der Tasche liegen und dann gesagt bekommen, sie müssten Vollzeit arbeiten.

    LG Anna

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4626

    Das finde ich ganz und gar nicht dumm, liebe Anna.

    Bei allem was hier auch zu recht geschrieben wurde, sollten wir nicht vergessen, dass es in diesem sozialen System auch Einzahler gibt.

    Alleine um auch denen gerecht zu werden, um das System aufrecht zu halten, sollte aus meiner Sicht 1. alles getan werden um wieder arbeitsfähig zu werden, und 2. die Möglichkeit einer adäquaten Überprüfung, gewährt werden.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 508

    Hallo Sternchen,

    das Verrückte dabei ist doch, dass ich mir jetzt vom Arzt bescheinigen lassen soll, dass ich krank bin und deshalb Teilzeit arbeiten möchte, weil mich mein Arbeitgeber eigentlich dazu zwingen will, Vollzeit zu arbeiten.

    Und ich bin deshalb dumm, weil ich mir wie ein Schmarotzer vorkomme, weil ich meinen Arzt nun darum bitten muss, obwohl ja eigentlich genau andersrum ein Schuh daraus wird.

    Ich könnte ja auch einfach Vollzeit arbeiten, dadurch deutlich besser verdienen und halt einfach immer fehlen, wenn es eben nicht geht.

    LG Anna

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4626

    Na klar Anna, verstehe ich! Das ist ja eine ganz besondere Situation.

    Aber ich wollte dich eigentlich ermutigen. Nein, du bist nicht dumm. Man muss sich irgendwann entscheiden, bin ich eigenverantwortlich und stehe für unser tolles soziales System mit ein, oder

    bin ich dumm, und schaffe durch Schmarotzen dieses System mit ab.

    Ersteres findet meine Hochachtung.

    SteffiN
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 48

    Ich sehe das zwiegespalten. Es ist gut, dass es die Möglichkeit der Verrentung gibt, das ist klar. Ich bestreite auch nicht, dass das in einigen Fällen der einzig gangbare Weg ist. Mir fällt allerdings auf, und das bestätigen einige Meinungen hier sehr gut, dass eine Art Empörung vorherrscht, wenn dann nach einigen Jahren die Idee bei anderen aufkommt, dass man doch vielleicht irgendwann wieder arbeiten könne. 12 Jahre verrentet sein ist eine lange Zeit. Die entsprechende Finanzierung wird von der Gemeinschaft getragen. Natürlich ist es da legitim, das regelmäßig zu hinterfragen. Anders wäre es, wenn jemand als Privatier das nötige Geld selbst aufbringen würde. Ich leide auch unter Kopfschmerzen, teilweise sehr schwer. Ich gehe dennoch arbeiten. Und somit bin ich der Meinung, hier mitreden zu dürfen, denn wo manche sagen, ich setze aus, gehe ich hin. Nun ist jeder unterschiedlich belastbar und hat auch unterschiedliche Belastungen im Job und unterschiedliche Schmerzbilder – ganz klar. Aber mir will nicht ganz in den Kopf, wie man es nach 12 (!) Jahren ohne Arbeit als überraschend und stressend empfinden kann, wenn die Arbeitsunfähigkeit überprüft werden soll. Bei einer solch langen Zeit der Arbeitsunfähigkeit hätte man doch auch eine Umschulung zu einem weniger fordernden Job machen können, sich einen Nebenererwerb suchen können, da gibt es doch viele Möglichkeiten, die dann stundenreduziert möglich sind. Und wenn es die Mitarbeit in einem Blumenladen ist, den man 5 Stunden die Woche aushilft. Ich glaube nämlich, dass es auch nicht gesund ist, nur zuhause zu sitzen und alles dem Schmerzbild unterzuordnen. Wo bleibt da die Ablenkung, die Struktur, die Normalität? Manchmal hilft es auch, in ein anderes Umfeld zu kommen, gezwungen zu sein, stundenweise mal an etwas anderes zu denken. Ich spreche hiermit aber vor allem diejenigen an, die sich darüber empören, wie man es wagen kann, überhaupt anzumerken, dass das Ziel irgendwann wohl doch die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit sei und nicht die unbegrenzte Rente auf Staatskosten.

    Jasmin
    Teilnehmer
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