Aimovig – Verlauf ??

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  • Babsi
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    Beitragsanzahl: 14

    Liebe Lili

    Ich bin grad ganz gerührt und habe wässrige Augen…das ist sooo stimmig, richtig und ich kann alles genau so unterschreiben, wie du es beschreibst und was du anmerkst. Danke! Besser hätte ich es nicht schreiben können! Genau so ist es doch!

    Liebe „Aimovig-Leute“ probiert es aus, mutig, positiv denkend und vorwärts schauend! Was gibt es schlimmeres als diese schreckliche Migräne, diese endlosen, grausamen Schmerzen? Was ist da schon hie und da ein Zwicken irgendwo und etwas weniger Schlaf? Also eine Migräne „zwickt“ mehr und mit Migräne schlafe ich praktisch nicht… Auch ich neige zu Depressionen und Schlafprobleme habe ich schon seit Kindheit. Nichts davon ist jetzt mit Aimovig aufgetreten. Ich bin glücklich, habe Energie und mein neues Leben macht Spass!

    Ihr habt nichts zu verlieren:-) sonnige Grüsse, Babsi

    Tamalina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 22

    Liebe Babsi,
    auch von dir tolle aufbauende und aufmunternde Worte! Vielen Dank. Ich habe zur Zeit meine mens und bin zusätzlich zur Migräne noch etwas angeschlagen von meinem Infekt…aber am Wochenende geht’s los bei mir!! Meine erste Aimovig Spritze werde ich mir setzen. Ich bin voller positiver Erwartungen!
    Schöne stressfreie und migränefreie Tage euch allen!
    LG Tamalina

    Claudia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 33

    @lili: danke dass du dir die zeit genommen hast, uns zu ermutigen! Ich wünsche dir viel Freude beim Rumhüpfen und Singen mit deinen Kids!

    Ich würde gerne noch etwas zum Thema: Aimovig plus weitere Prophylaxe ergänzen.

    Ich bin bisher auch davon ausgegangen, dass man NUR Aimovig nehmen darf. So zumindest habe ich es immer in Kiel verstanden. Ob das mit Kostenübernahme der Kasse oder den fehlenden Studien zu tun hat, war mir nicht ganz klar.

    Nun habe ich gestern mal einen neuen Neurologen in meiner Wohnortnähe getestet (er kooperiert mit der Schmerzklinik, fühlte sich trotzdem etwas wie fremdgehen an;). Er sieht kein Problem darin, eine Prophylaxe z.B. Candesartan, die etwas, aber nicht ausreichend hilft, mit Aimovig zu kombinieren. Er würde sogar Botox und Aimovig zusammengeben, wenn es jemanden Schmerzfreiheit bringt.

    Hier scheint es also verschiedene ärztliche Meinungen zu geben.

    Ich drücke uns jetzt erstmal allen die Daumen, dass uns Aimovig hilft und wir das Leben (und den fröhlichen Lärm unserer Kinder) wiedr geniessen können.

    LG Claudia

    Tamalina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 22

    @claudia: mein Neurologe hat sogar gesagt dass ich mit dem Saroten jetzt nicht aufhören Soll!! Es gäbe sogar Hinweise dass es vorteilhaft ist Aimovig mit einer anderen Prophylaxe zu kombinieren…seine Worte. Und ich denke jetzt muss ich erst mal schauen ob mir das Aimovig überhaupt etwas bringt…und dann kann ich immer noch überlegen, Saroten abzusetzen oder nicht!
    LG Tamalina

    MiRi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 302

    @claudia: Ja, meine Neurologin sieht das auch so. Zum einen, dass es noch Restwirkungen der noch laufenden Prophylaxen geben kann (auch wenn sie insgesamt keine ausreichende Wirkung mehr entfalten). Diese Restwirkungen sollte man nicht abwürgen. Zum anderen auch, dass es besser ist, zeitgleich mit der Einführung von Aimovig nicht weitere Änderungen an der medikamentösen Einstellung vorzunehmen. Wenn sich dann nämlich Veränderungen im Migränegeschehen ergeben, kann man nicht auseinander halten, welche davon dem Aimovig und welche anderen Maßnahmen (wie etwa dem Absetzen oder Ausschleichen einer Prophylaxe) zuzurechnen sind.

    Also: Der Neurologe muss nur zu der Überzeugung gekommen sein, dass die relevanten Prophylaxen genügend erprobt wurden und dass sie nicht mehr ausreichend wirken. Das heißt nicht, dass man das, was man von ihnen noch nimmt, nicht auch parallel mit Aimovig weiter nehmen darf.

    Mich würden auch weitere Erfahrungsberichte interessieren, wie lange es so dauert, bis Aimovig-Nebenwirkungen nachlassen. Mein Infekt flammt ja immer nach Aimovig-Spritzen wieder auf. Da denke ich trotz des vielen Gehustes und Geschniefes um mich herum doch, dass es einen Zusammenhang zwischen Aimovig und erhöhter Infektanfälligkeit gibt.

    Liebe Grüße
    MiRi

    Sam
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2

    Hallo an alle,
    ich bin ganz neu hier, aber kämpfe auch schon mehr als 25 Jahre mit der Migräne und galt, abgesehen von der Akutbehandlung mit Triptanen (10-15 Tage/Monat), als austherapiert. Mein Neurologe hat mir Aimovig empfohlen und glücklicherweise trägt meine KK die Kosten. Gestern habe ich die zweite Spritze gesetzt.
    Meine erste war etwas unglücklich, weil ich an dem Tag noch fliegen musste. Innerhalb einer Stunde nach Gabe war ich total platt. Das hat ungefähr zwei Tage angehalten. Aber davon abgesehen war alles gut. Nur war ich dann vier Tage später total krank. Ich kann natürlich nicht klar sagen, dass die Spritze mein Immunsystem lahmgelegt hat, zumal, wie ja auch andere schon schrieben, gerade alle mit der Pest rumlaufen, aber ich hatte mehr als ein Jahr nie mehr als ein bisschen Kratzen im Hals und plötzlich schafft mein Körper die Abwehr eben nicht. Ich habe dann in den Studien gefunden, dass das Protein eng mit dem respiratorischen System verknüpft ist. Ganz abwegig ist der Zusammenhang daher nicht. Ich bin die Erkältung auch bisher nicht mehr wirklich losgeworden. Es ist harmlos im Vergleich zur Migräne, weshalb ich dranbleibe, aber meine Stimme ist immer noch kratzig und die Nase leicht gereizt und ich habe schon etwas Bammel, dass ich zum Wochenende wieder flachliege. Die Erschlagenheit und leichten Schwindel habe ich seit gestern auf jeden Fall wieder.
    Die gute Nachricht ist aber, dass der letzte Monat mit 5 Triptantagen wirklich gut war. Es ist nicht so, dass ich nie gute Monate habe, aber mein bauchgefühl sagt mir, dass es wirkt. Die Zeit wird es zeigen.
    Ich habe auch beobachtet, dass die Wirsamkeit der Triptane irgendwie anders ist, weniger und kürzere Wirkung. Dafür waren zwei Migränetage so mild, dass es ohne ging.

    Ich hoffe, dass sich meine Abwehrkräfte normalisieren. Ich versuche mit Echinacea, Vitamin C und Zink zu unterstützen. Ständige Infektionen wären eine schlechte Alternative. Aber noch bin ich optimistisch, dass es sich positiv entwickelt. Für die Lebensqualität wären 5 Tage/Monat ein echter Gewinn. Aber da muss ich hier ja niemandem was erzählen. Ich möchte in jedem Fall allen Mut machen, es zu probieren.

    Viele Grüße und viel Erfolg allen!
    Sam

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28221

    Hallo Sam, herzlich willkommen und danke für Deinen Bericht. 🙂

    Sonst möchte ich mich auch bei Dir bedanken, liebe Lili. 🙂 Du machst vielen Mut mit Deinem Beitrag und ich sehe es auch so, dass jeder Aimovig versuchen sollte, der es verschrieben bekommt und auch testen möchte. Sonst weiß man ja wirklich nicht, ob es wirkt. Manche haben tatsächlich ein neues Leben und dafür ist so ein Versuch doch wert.

    Die genannten Nebenwirkungen gleichen sich hier und in der Migräne Community. Langzeitwirkungen sind natürlich wieder ein anderes Thema, aber diese Nebenwirkungen, die direkt nach der Spritze auftauchen und sich eben gleichen, sind wohl real. Bei Antikörpern dieser Art merkt man sowohl Wirkung als auch Nebenwirkungen sofort, bzw. innerhalb des ersten Monats. Negative oder positive Erwartungshaltung tragen natürlich auch noch einiges mit bei, das ist ja klar.

    Am besten ist es, man sieht Aimovig als eine weitere mögliche Chance. Nicht als die allerletzte Chance, denn das macht unguten Druck, aber auch nicht angstbehaftet, weil hier einige über Nebenwirkungen berichten. Es sind ja keine schlimmen Nebenwirkungen, die wirklich Angst machen könnten, sondern eher leichte. Zudem kann man nach einem Versuch auch wieder stoppen, wenn es nicht passt.

    Alles Gute allen Testenden und denjenigen, die es bereits über längere Zeit erhalten. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Anne-Mone
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 13

    Hallo Tamaline, Babsi und alle, die durch unsere Erfahrungsberichte verunsichert wurden und nun Bedenken haben, Aimovig zu testen . . .

    Wir chronisch Migränegeplagten haben die Therapien, die keine/kaum Nebenwirkungen haben leider schon längst hinter uns gelassen. Natürlich haben die gängigen Prophylaxe-Medikamente auch unerwünschte Wirkungen, aber bitte denkt daran, die KÖNNEN, müssen aber nicht auftreten. Und schaut nur mal, wie vielfältig die Erfahrungsberichte in diesem Forum ausfallen.

    Ich werde mir demnächst das fünfte Mal Aimovig spritzen. Nach den ersten beiden Anwendungen war ich sehr ernüchtert weil ich bei mir feststellte, daß es von der Anfall-Reduzierung nicht der große Wurf ist und ich hatte ganz schön an den Nebenwirkungen zu knabbern. Allerdings habe ich mir vorgenommen, das Medikament ein halbes Jahr zu testen und ich muss sagen, sowohl die Anfälle sind mittlerweile deutlich zurück gegangen (bisher 4 im Februar), mein Darm scheint sich an Aimovig zu gewöhnen und die Triptane helfen auch wieder zuverlässig.

    Auch ich möchte Euch ermutigen. Probiert es aus und haltet eine Weile durch. Es wäre doch schade um die verpasste Chance, oder?

    Liebe Grüße
    Anne-Mone

    soleil
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 20

    Hallo ihr Lieben,

    ich habe Ende Januar überraschend ein Rezept für Aimovig 70 mg erhalten. Ich war auch erst etwas unsicher, zumal mir meine Ärztin ausführlich erläutert hat, dass es keine Langzeitstudien, insbesondere zur Wirkung auf Herz und Gefäße, gäbe. Auch meinte sie, dass ich nicht zu viel erwarten soll.

    Meine ganze Familie war vollkommen aus dem Häuschen und hat sich gefreut, dass ich es probieren kann. Ich bin mit gesunder Skepsis rangegangen, aber ich habe ja nichts zu verlieren. Laut meiner Ärztin haben wir ja alles ausprobiert, was mit meinen restlichen Medis geht.

    Also habe ich mir einen Tag später die Spritze gesetzt. Ich habe mich bereits aus anderen Gründen selbst gespritzt und so war es wirklich einfach, weil es sich um einen Fertigpen handelt. Man sieht die Nadel nicht, muss keine Amulle aufziehen. Das fand ich schon mal klasse.
    Ich habe in den Oberschenkel gespritzt. Es tat schon ganz schön weh, ist aber auszuhalten. Man muss einfach warten, bis sich der Pen komplett entleert hat. Das hat gut funktionniert.
    Die Einstichstelle tat drei Tage lang sehr weh, aber kein Vergleich zu Migräne;-)
    Ich war auch die ersten drei Tage sehr erschöpft, was sich aber verbessert hat.

    Ich habe ein wenig mit Schwindel und Verstopfungen zu kämpfen. Sonst geht es mir eigentlich recht gut. Ich dachte erst, Verstopfungen, das ist doch ein Klacks als Nebenwirkung, aber das war dann doch recht doll. Aber mit viel Naturjoghurt geht es auszuhalten.
    Ich bin allerdings noch etwas verhalten, da ich das Medikament erst mal drei Monate testen will, bevor ich dem Mittel endgültig vertraue.
    Ich versuche meine Verhaltensweise beizubehalten. Achte auf Pausen, regelmäßige Mahlzeiten etc…
    Ich kann nicht sagen, dass es mich anfälliger für Infekte macht. Ich bin seit meiner Krebstherapie eigentlich sehr anfällig, kann aber keine Verstärkung bemerken. Im Gegenteil, eine Erkältung in den letzten Tagen, habe ich sehr schnell wieder in den Griff bekommen.

    Die Migräne ist nicht verschwunden,aber gänzlich anderes. Meine verhassten Auren treten zur Zeit nicht auf. Daher überrascht mich die Migräne manchmal sehr, mit plötzlicher Übelkeit und Kopfschmerzen, die aus dem Nichts zu kommen scheinen. Aber sie verschwinden viel schneller wieder. Manchmal bleiben sie nur wenige Minuten, dann wieder nur ein paar Stunden. Derzeit habe ich keinen Status, was wundervoll befreiend ist. Die Attacken lassen mich auch nicht so schwer erschöpft zurück wie vorher.

    Auch mein Gedankenkarussell dreht sich nicht ständig. Ich kann mich belasten, ohne Angst vor der nächsten Attacke. Es ist anders, aber sicher noch zu früh, um eine endgültige Aussage zu treffen.
    Es fühlt sich jedoch wirklich gut an. Nur muss ich die Reaktion meines Körpers erst mal vollkommen neu kennenlernen.

    Meine Ärzte haben mich auch gewarnt es nicht zu übertreiben. Meine Migräne reagiert stark auf Überlastung (momentan nicht). Ich habe ein Erschöpfungssyndrom, welches mit der Migräne agiert. Die Migräne war für mich oftmals die Bremse, wenn ich mich überlastet habe. Jetzt muss ich natürlich aufpassen, dass ich es mit der neu gewonnenen Energie und Lebensfreude nicht übertreibe. Die Ärzte denken, dass mich mein Körper sonst vielleicht auf andere Art und Weise bremst.
    Also versuche ich artig zu sein. Aber es ist schon ein tolles Gefühl.

    Ich kann auch nicht feststellen, dass mich das Mittel depressiv macht. Dabei sollten wir auch vorsichtig sein. Besonders bei chronischer Migräne neigt man sowieso zu depressiven Phasen. Nicht jeder, aber viele. Wer will es einem auch verübeln, wenn man sich tagein, tagaus mit Migräne quält.

    Ich bin immer noch skeptisch und eine leise warnende Stimme sitzt auch in meinem Kopf. Aber ich werde es einfach testen.

    Das ist erst mal meine erste Einschätzung.
    Wenn ihr bisher alles versucht habt, dann testet es aus! Die meisten von uns können nur gewinnen, nix verlieren.

    Ich drück euch die Daumen, dass ihr alle möglichst schmerzfrei den Frühling genießen könnte.

    LG soleil

    • Diese Antwort wurde geändert vor 7 Monate, 3 Wochen von  soleil.
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