Aimovig – Verlauf ??

Ansicht von 30 Beiträgen - 541 bis 570 (von insgesamt 1,040)
  • Autor
    Beiträge
  • Jutta
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3

    Hallo Zusammen
    Also ich habe ja erst zum 1. Mal die Spritze bekommen muss aber jetzt schon sagen hatte nur 3 mal Migräne gegenüber sonst fast 15x die Verstopfung bekommt man wahrscheinlich auch in den Griff nehme jetzt jeden Tag einen Esslöffel Rapsöl hinterher gleich was trinken kann man runter bekommen. Hoffe das es damit besser wird. Auf jeden Fall kann ich schon sagen war es bisher der beste Monat seit langem.

    Bee
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 11

    Hallo,
    Vielen Dank für euere Antworten.??
    Magnesium nehme ich schon, allerdings noch keine 600 mg. Ich denke, dass ich wirklich nochmal einen Termin mit dem Arzt vereinbare um die Sache abschließend zu besprechen. Leider hat man für einen Termin immer längere Wartezeiten, aber da kommt es jetzt wirklich nicht mehr darauf an.
    Wie Bettina schreibt, einen Versuch ist es sicherlich wert. Wenn es gar nicht geht, lässt die Wirkung und somit auch eine eventuelle Nebenwirkung ja nach, wenn man nicht nachspritzen würde.
    Ich glaube, es ist bei mir auch zusätzlich ein bisschen die Angst vor einem erneuten Abbruch mit dabei, so dass dann nicht mehr viel an Möglichkeiten übrig bleiben würde.?
    Aber aus diesem Grund zu warten ist natürlich kompletter Unsinn.
    Ich mache den Termin und wenn möglich, werde ich es probieren. ?

    LG

    Ilona
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Liebe Bettina, liebe Forum Mitglieder!

    Nun wollte ich auch meine Aimovig Erfahrungen mit Euch teilen.

    Bei mir läuft es allerdings nicht so gut.

    Ich war im Oktober zum dritten Mal stationär in Kiel. Es war sehr schön, Dich, Bettina, dort persönlich kennen zu lernen.

    Auch diesmal wurde ich herzlich aufgenommen, das Klinikteam und alle Ärzte waren wieder einfühlsam, hilfsbereit und sehr, sehr freundlich. Ich fühlte mich rund um wohl und gut betreut.
    Heika hat ja den gesamten Klinikablauf so wunderbar beschrieben!!!

    Im Verlauf meines Aufenthaltes, versuchte man noch einmal Imigran – injekt, jedoch ohne Wirkung.
    Alle anderen Triptane (auch das Imigran-injekt) probierte ich in den vergangenen Jahren immer mal wieder aus.
    Die Ärzte in Kiel erklärten mir, dass ich zu den ca. 10% der Patienten gehöre, bei denen leider keine Triptane wirken und ich ja bereits alle bekannten Prophylaxen versucht hätte.

    Zurzeit nehme ich Bisoprolol 2,5mg und Amitryptilin 75mg.

    Mir hilft auch keines der bekannten Schmerzmittel. Seit vielen Monaten habe ich ca. 20 Schmerztage mit oft kaum erträglicher Intensität. Mir bleiben nur mein Stirnband mit Kälteakkus darunter und mein abgedunkeltes Schlafzimmer. Im Notfall, nehme ich Diazepam, „kurz vorm Durchdrehen.“

    Von Kiel bekam ich die Empfehlung, das Aimovig auszuprobieren. Mitte Dezember begann ich mit 70mg.

    1. Zu Beginn, teilweise heftige Anfälle, Übelkeit, in der Folge bei beidem Verbesserung
    2. Massive Verstopfung (Magnesium, Flosamen, Leinsamen, etc.)
    3. Massiver Stimmungsabfall mit Angstzuständen (Angst schwächt sich mit nachlassender Wirkung ab)
    4. Nach der ersten Impfung, zwei Schmerztage weniger als im Vormonat.
    5. Nach der zweiten Impfung, Reduzierung von 5 Schmerztagen
    6. Nach den ersten beiden Impfungen, wurden die zusammenhängenden Schmerztage schneller unterbrochen
    7. Seit der dritten Impfung keine Wirkung mehr, es ist wie vor der Impfung
    8. An den schmerzfreien Tagen habe ich oft das Gefühl, die Migräne beginnt wieder, kommt aber dann doch nicht durch

    An meiner „Verhaltensschraube“ gibt es nichts mehr zu drehen. Bin zu Hause und außer kleinen Spaziergängen ist kaum mehr etwas möglich.

    Ich bin einfach so verzweifelt und habe keine Kraft mehr. Soll ich noch 140mg probieren, habe halt die große Befürchtung, dass die Nebenwirkung (depressive Verstimmung) sich dadurch noch verstärkt. Mein Schmerztherapeut hier, meinte, eine höhere Dosis bringe laut Statistik kaum mehr Wirkung. Ich weiß mir ehrlich gesagt keinen Rat!!
    Was meint Ihr dazu??

    Freue mich von ganzem Herzen für Jeden, der mit Aimovig Erfolg hat!!!

    Ich wünsche Euch allen noch einen schönen und hoffentlich schmerzarmen Sonntag!

    Liebe Grüße an Alle!

    Flummi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 229

    Hallo Ilona

    Tut mir leid das du mit dem Aimovig keinen deutlichen Erfolg hattest. Aber zumindest war Anfangs eine Reaktion vorhanden. Immerhin ja besser als bei den Triptanen.

    Nach Erenumab (Aimovig®) am 1. November 2018 wird der zweite Antikörper Galcanezumab (Emgality®) zur Migräneprophylaxe zum 1. April 2019 auch in Deutschland verfügbar sein.

    Diese Information mit einem Beitrag hatte Bettina vor ein paar Tagen reingestellt und vielleicht wäre das für dich eine neue Option.

    Ich wünsche dir, auch wenn es dir im Augenblick schwer fällt, die Kraft und Zuversicht die noch kommenden Schritte anzugehen.

    Gruß Flummi

    MiRi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 302

    Liebe Ilona,

    ich kann nur von meinen Erfahrungen berichten – jeder reagiert ja etwas anders auf Aimovig – und bei mir ist es so, dass der Umstieg auf 140 mg die Wirkung nochmal deutlich verbessert hat.

    Bevor du dich ewig fragst, ob du es doch nicht hättest auspropieren sollen, würde ich dir raten, die 140 mg ruhig mal zu testen. Die unterschiedlich guten Effekte von Aimovig lassen sich durch die Durchschnittswerte von Statistiken doch nur etwas unzureichend beschreiben, also probiere ruhig, wie es bei dir läuft.

    Wegen deiner Sorge nach verstärkten Nebenwirkungen gibt es noch diesen schönen Kompromiss, nicht 140 mg alle 4 Wochen, sondern lieber 70 mg alle 2 Wochen zu spritzen. So kommt es nicht zu höheren „Anflutungen“ des Wirkstoffes, sondern einer eher gleichmäßigeren Versorgung. Dies könnte auch den Nebenwirkungen einiges an „Spitzen“ nehmen.

    Der Umstieg von 70 auf 140 mg bringt auch nicht zwangsläufig eine Verdoppelung der Nebenwirkungsintensität, denn die häufigsten Nebenwirkungen waren in dieser Reihenfolge laut Studienergebnissen von 2016 (1.) bei Placebo, 2.) mit 70 mg, 3.) mit 140 mg):

    – Schmerzen an der Injektionsstelle (1,1 Prozent, 3,7 Prozent, 3,7 Prozent),
    – Infektion der oberen Atemwege (1,4 Prozent, 2,6 Prozent, 3,2 Prozent) und
    – Übelkeit (2,5 Prozent, 2,1 Prozent, 3,2 Prozent).

    Und dann denke ich, wie gesagt, dass das Umverteilen von 140 mg auf einmal hin zu 70 mg alle 2 Wochen zusätzlich positiv wirken kann (mir ging es so).

    Liebe Grüße
    MiRi

    Matis
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 57

    Liebe Mitleidende/n ?
    irgendwie beobachte ich im Forum eine Tendenz, die ich nicht so ganz nachvollziehen kann.

    Bis man mit Aimovig auf die Zielsättigung im Körper kommt braucht es min. 5 Monate. Wie kann man denn da schon nach 2-3 Monaten die Flinte ins Korn werfen? Es gibt auch einige, die von 140mg profitieren, auch das dauert wieder 5 Monate bis man auf die endgültigen Sättigung kommt. Da kann ich doch erst ca. 2-3 Monate danach, also nach 7-8 Monaten sagen, ob es tatsächlich nicht hilft und welche Nebenwirkungen bleiben. Die meisten schreiben davon, dass viele Nebenwirkungen auch besser werden.
    Nach jahrelangen Tortouren an Schmerzen und keiner Lebensqualität nehme ich jeden Strohalm und halte auch mal min. 6 Monate durch um zu sehen, was wirklich dabei rauskommt. Na schlimmer kann’s doch fast nicht kommen, als jeden zweiten Tag die Decke über den Kopf ziehen zu müssen.

    Auch zu den Nebenwirkungen, ja Verstopfung, Brennen an der Einstichstelle,…. Verstopfung hab ich auch massiv während der Migräne, denn da bleibt man Darm regelrecht „stehen“ und macht gar nix mehr. Dagegen musste ich auch seither schon was tun. Und ansonsten werden so viele verschiedene Auswirkungen beschrieben, die können auch alle der individuellen Situation oder sonstigen Effekten geschuldet sein.

    Was wirklich eine böse Nebenwirkung wäre, wären Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf System und seine Reaktionsfähigkeit oder Osteoporose, aber auch das ist alles nicht gesichert.

    Ich will ein Lanze dafür brechen es auszuprobieren und zwar nicht mal 2-3 Monate, das ist doch einfach nicht aussagekräftig. Traut Euch und bitte, hier wird ganz schön viel gejammert und spekuliert. Über meine Migräne kann ich schimpfen, die ist leider NUR noch 50% so schlimm wie vorher und das ist spitze. Und nach nun 9 Monaten werde ich auch überlegen mal Ajovy oder Emgality auszuprobieren, ob es damit noch besser wird.
    Aber auch da wird es bei Ajovy 6 Monate brauchen, um auf Zieldosis zu kommen. Und erst danach werde ich wissen, was es wirklich bringt.

    Ich bin froh, dass es das Zeug gibt und ich nicht mehr im völligen Triptan-Übergebrauch stecke und bei jeder Tablette überlegen muss, dass die eigentlich nicht mehr geht. Ich bin auch froh den Matschkopf von den Triptanen nicht mehr so oft zu haben, da ist an mentaler Leistungsfähigkeit ja nicht mehr zu denken und das macht kein Spass.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 8 months, 2 weeks von Matis.
    Nina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 18

    Liebe Ilona,

    ich bin grad ganz betroffen von deinem Beitrag. Das ist sicher schwer auszuhalten für dich und tut mir total leid!
    Wenn ich das richtig verstanden habe, hast du, obwohl du schon dreimal in Kiel warst, noch keine wirksame Akut-Medikation gefunden? Das ist ja bitter.

    Eigentlich liegt ja hier der Fokus auf Aimovig, aber ich möchte es trotzdem kurz erwähnen: bei mir wirken Triptane zwar gut, sind aber trotzdem nicht unproblematisch (bin sehr schnell im MÜK usw.). Deswegen versuche ich neben der medikamentösen Prophylaxe noch alles mitzunehmen, was so geht, um den Triptangebrauch niedrig zu halten.
    Meine Alternativ-Versuche zum Triptan:
    1. Ich kann mir manchmal mit dem Cefaly Gerät bei einem beginnenden Anfall helfen. Klappt nicht immer, aber manchmal eben doch. Manchmal überlagert es den Migräne-Schmerz mit einem anderen Schmerz, der leichter auszuhalten ist. Nicht ideal, aber in der Not…
    2. Ich mache Vasokonstriktionstraining. Das ist eine Methode vom Neurofeedback, bei der man lernen soll, die Gefäße willentlich zusammenzuziehen (das ist das, was ein Triptan unter anderem macht) oder zu weiten (als Vorbeugung). Da bin ich noch im Versuchsstadium (hatte grad die 6.Sitzung, zahlt die Krankenkasse als Ergo-Therapie, hat mir meine Schmerztherapeutin verschrieben), das dauert eine Weile bis man das kann. Aber ich hatte schon so tolle Ergebnisse mit dem Biofeedback für die Entspannung, das ich mir gut vorstellen könnte, dass das funktioniert.

    Irgendwie bin ich mir unsicher, solche Ratschläge hier hin zu schreiben. Ist ja manchmal doof, wenn Leute mit dem zwanzigsten ungebetenen Ratschlag um die Ecke kommen. Man hat ja selber schon so viele bekommen, weil die Leute immer gern helfen möchten und das Bedürfnis haben irgendwas zu sagen und irgendwie ist das nicht immer so hilfreich.
    Ich hab es jetzt aber trotzdem hingeschrieben, weil einen vielleicht doch ein Impuls in eine richtige Richtung bringen kann.
    Wenn nicht, hoffe ich, du kannst es einfach als tröstend gemeinte Nachricht von einer Leidensgenossin betrachten 🙂 Ich finde Dich sehr tapfer und ich bin mir sicher, du wirst irgendwann was für dich finden.

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5726