Aimovig – Verlauf ??

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  • heika
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    Beitragsanzahl: 5749

    In manchen Bereichen ist unser Gesundheitssystem wirklich sehr verbesserungswürdig. Was ich tatsächlich richtig tragisch finde, ist, dass z.B. in der Orthopädie konservative Behandlungsversuche definitiv zu kurz kommen. Die Orthopäden winden sich oft, notwendige Krankengymnastik- bzw. Physio-Rezepte auszustellen. Mir hat einer mal direkt ins Gesicht gesagt, dass er das nicht gerne macht, weil die Kassen ihm auf die Finger schauen. Ich musste anstrengende Überzeugunsarbeit leisten, und das ist für einen hilfsbedürftigen Patienten unzumutbar, dass man um eine adäquate Therapie förmlich betteln muss.

    Dagegen werden teure OPs ohne Probleme bezahlt. Was für ein Irrsinn!

    Nun, ich reg mich ja schon wieder ab ;-), kann´s ja nicht ändern… ?
    Aber die Ärzte tun mir in vielen Bereichen inzwischen nur noch leid, weil ihre Möglichkeiten, die beste Therapie für den einzelnen Patienten zu ermöglichen, immer stärker durch bürokratische und finanzielle Hürden eingeschränkt werden.

    Und Aimovig sollter jeder schwer betroffene Migränepatient auf eigenen Wunsch hin testen dürfen.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 8 months, 3 weeks von heika.
    Susanne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 18

    Liebe Swantje,

    wollte gerne wissen wie häufig du Vomex einnimmst?

    Mir hilft Vomex sehr gut bei einer beginnenden Migräne, die ich dann sehr gut ohne Triptan aushalten kann.
    Manchmal nehme ich Vomex drei Tage hintereinander und weiß nicht, ob es zu viel ist.

    Habe vor zwei Wochen die 5. Spritze gesetzt.

    Hatte 2. Wochen kein Triptan nehmen müssen, das ist ein riesiger Erfolg für mich.

    Ganz liebe Grüße, Susanne

    Swantje
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 14

    Hallo Susanne,

    ich nehme Vomex (meistens Rathiopharm Reisetabletten – gleicher Wirkstoff nur günstiger)
    wenn ich merke, dass eine Migräne kommen könnte. Dann gönne ich mir eine Stunde auf der Couch und meistens ist es dann vorbei. Zumindest mit Aimovig.

    Das mache ich ja nicht dauernd aber 1-2 Mal die Woche. Nichts gegen Schmerztabletten.

    Heute morgen zum Beispiel hat es geklappt. Bin dann zwar ziemlich müde und schlapp, aber hilft manchmal. Habe auch schon abends Vomex Zäpfchen genommen bevor ich ins Bett bin. Wunderbar!

    Es kann nicht schlimmer sein als ein Triptan zu nehmen. Will garnicht aufzählen, was ich vor Aimovig alles genommen habe. Meine Freundin sagte mal: Du wirst später nicht beerdigt, sondern entsorgt.
    Sehr spezieller Humor, ich weiß 😉

    Alles Gute, Swantje

    Swantje
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 14

    Hallo Babsi,

    das tat sehr gut zu lesen, dass auch du solche Gefühle kennst.
    Zur Zeit geht es bei mir wieder. Ja, positiv lebt es sich besser.

    Zu den Fähigkeiten zähle ich meine Malerei. Ich kann dadurch am besten
    kompensieren. Auch kann die Migräne die Kreativität beeinflussen.
    Es hört sich vielleicht seltsam an, aber vor einer Migräne habe ich die
    kreativsten Ideen und male meist daraufhin bessere Bilder.

    Somit sollten wir alle ab und zu mal auf die kleinen Besonderheiten bei
    uns schauen.

    Auf das wir immer stark bleiben, Claudia

    Swantje
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 14

    Liebe Simone,

    da hast du recht, immer geht das nicht. Aber ich bemühe mich. Toll, dass es dir
    so gut hilft.

    Nebenbei auch noch 1000 Dank für den EMLA-Tipp. Ich hatte echt Angst vor der 2. Spritze.
    Hab die Salbe benutzt und den Bauch genommen. War super in Ordnung. Kein ziehen nichts.

    Meine Krankenkasse (privat allerdeings) möchte nach drei Monaten ein Schreiben vom Arzt.
    Wenn es sich signifikant verbessert hat, kann ich weitermachen. Ich bin da hoffnungsvoll.

    Und die letzten Schreiben hier hören sich ja auch gut an.

    Ich drücke dir die Daumen. Schönes Wochenende, Swantje

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 640

    Liebe Swantje, liebe Babsi, liebe Simone,

    was für ein Erfolg!!! Ich freue mich so sehr für euch, dass Aimovig euch eine solche Reduktion der Schmerztage beschert hat! Ihr habt sicher ein ganz neues Lebensgefühl!

    Liebe Swantje,

    Was sich nicht geändert hat ist dieses ewige in sich hineinhorchen.

    In 35 Jahren – so lange bin ich auch schon dabei – haben wir dieses „Hineinhorchen“ zu lange „geübt“, als dass es sich jetzt einfach von heute auf morgen ablegen ließe. Sei geduldig mit dir selbst und gib dir Zeit, um es loszulassen. Vielleicht findest du eine „Technik“, die dir helfen kann, das Horchen zu lassen, wenn du dich wieder einmal dabei „ertappst“.

    Habe einmal zu spät etwas eingenommen und eine Hammer-Migräne
    bekommen. Trotzdem hat mein Triptan super geholfen und ich brauchte nur eins.

    Das kann aus den unterschiedlichsten Gründen schon mal passieren. Die Hauptsache – und darauf würde ich blicken – ist, DASS es geholfen hat!

    Die üblichen Begleiter wie kalte Fingerspitzen, Verspannungen bleiben trotz Aimovig und auch ein Druck am Kopf aber keine Schmerzen.

    Auch wenn diese Begleiterscheinungen unangenehm sind, sind sie im Vergleich zu den Schmerzen sicher deutlich leichter tolerierbar, oder? Vielleicht kannst du mit Wärme „arbeiten“ und dir gut tun. Ich habe immer eine Wärmflasche an den Füßen und wärmende Armstulpen aus Alpaka-Wolle an den Händen, da werden die Finger ruckzuck warm.

    Zu den Nebenwirkungen:
    Klar, die Verstopfung. Da nehme ich 900 Magnesium und trinke viel. Auch habe ich mir bei DM Zirkulin Früchtewürfel gekauft.

    Super, wenn du mit diesen Maßnahmen gut zurecht kommst! Ansonsten gäbe es noch die Möglichkeiten, Flohsamenschalen in Flüssigkeit eingerührt zu trinken (flutscht wie geschmiert ?) oder eingeweichte Backpflaumen (oder Feigen) zu essen. Da könntest du den den Früchtewürfeln zugesetzten Zucker sparen.

    Ich nehme nur noch Vomex und Ortoton gegen die Nackenverspannungen.

    Ich dachte, Ortoton wirkt vor allem gegen Verspannungen im unteren Rücken. Wie gut hilft es dir bei den Nackenverspannungen?

    Doch jetzt, mit dieser Besserung holt mich das alles ein. Es kommen Wellen von Emotionen hoch. Ich fange plötzlich an zu weinen, bin ganz „durch“. Dieser ganz „Horror“ wird mir bewusst. Ich erlaube mir darüber nachzudenken und das zu werten. Die vielen Ausfälle, die Stunden in denen ich nicht bei meinen Kindern und meinem Mann sein konnte, die unerfüllten Wünsche, das Leben mit Handbremse.

    Ich könnte mir vorstellen, dass sich jetzt, wo es dir besser geht, die jahrelang mit der Migräne verbundene Anspannung Stück für Stück löst und sich das bei dir in der geschilderten Form äußert. Sicher kennen viele von uns genau dieses Gefühl auch aus anderen Situationen, als fiele etwas von einem ab. Es kann sehr erleichternd und entlastend sein, all das rauszulassen. Ich glaube, dem sollte man auch einen gewissen Raum geben.

    Ich sehe es aber ebenso wie du, liebe Babsi, dass die Vergangenheit nicht zu ändern ist. Wenn das Nachdenken darüber zu Erkenntnissen und mehr Bewusstsein führt, um Veränderungen anzustoßen, kann es sehr effektiv sein. Professionelle Hilfe kann dabei unterstützen. Ausschließlich zu grübeln wird wahrscheinlich nichts bringen.

    Das Werten sehe ich – ehrlich gesagt – etwas kritisch. Meistens beinhaltet die Wertung „gut“ oder „schlecht“. Was genau wertest du? Und wie fühlst du dich dabei?
    Wenn ich mich auf deine beschriebenen Punkte beziehe, wirst du die vielen Ausfälle nicht nachholen können. Auch nicht die nicht verbrachten Stunden mit deinen Kindern und deinem Mann. Du wirst so und in dem Maße für sie da gewesen sein, wie es für dich ging! Vielleicht lassen sich einige deiner unerfüllten Wünsche jetzt erfüllen, andere nicht. Und – um bei deinem Bild zu bleiben – eine „Fahrt durch das Leben“ mit angezogener Handbremse hat neben den Nachteilen sicher auch einige Vorteile: wir brauchen zwar eine längere Fahrzeit, aber vielleicht sehen, spüren und genießen wir dadurch auch mehr und intensiver die kleinen Dinge und Momente, die unser Leben bereichern. Du, liebe Babsi, beschreibst es als Dankbarkeit und Glück!

    Meine Schmerzpsychotherapeutin beschrieb es einmal mit folgendem Bild: die Verluste, Verletzungen, Schmerzen und/oder – wie ihr es nennt – Traumata usw. stecken wie Dornen im Fleisch. Manche lassen sich herausziehen (be- und verarbeiten) und die Wunde kann verheilen. Andere sind fest unter der Haut eingewachsen und lassen sich nicht entfernen oder das Risiko wäre viel zu hoch. Sie gehören zu einem und es lässt sich lernen, mit ihnen zu leben. Ab und zu werden genau diese Stellen – durch was auch immer – angestoßen, wir spüren den Schmerz wieder. Dann kann man die Stelle ein bisschen „streicheln“ und sich darum „kümmern“. Aber es hat keinen Sinn, immer wieder darauf herumzuhauen oder es zu bedauern, dass der Dorn da ist (darunter verstehe ich das Grübeln).

    Wenn dann alle Wirkung „platzt“ …. ich weiß nicht, wie ich das dann hinbekommen soll.

    Was passier, wenn mir meine Krankenkasse die Spritze nicht mehr bezahlt? Ich bekam sie nur für 3 Monate gutgeschrieben…und die sind jetzt um. Ich warte auf den weiteren Bescheid. Was passiert, wenn sie nicht mehr wirkt?

    Die Freude ist riesig, aber was ist, wenn ich jetzt kein Folgerezept bekomme? Ich mag es mir nicht ausmalen . . .

    Ich glaube, liebe Swantje, liebe Babsi und liebe Simone, dass diese „Wenn-Spielchen“ zu nichts weiter als zu Druck = Stress führen. Warum sollten euere Ärzte bzw. Krankenkassen euch bei der super Wirkung Aimovig nicht weiter verschreiben bzw. die Kosten dafür übernehmen? Die Angst vor einer nachlassenden Wirkung ist verständlich aber nicht hilfreich und löst vielleicht Stress aus, der vermeidbar wäre.

    Ich wünsche euch von Herzen alles Gute und pure Lebensfreude!
    Liebe Grüße
    Katrin

    Viva la Vida! ?

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 686

    Hallo zusammen,

    mein Neurologe hat mir das Rezept über Aimovig geschickt. Er wohnt relativ weit weg und kurzfristig hätte ich nicht hinfahren können (haben nur ein Auto etc.).

    Eigentlich dachte ich: „Ist ja kein Problem mit der Spritze.“ Im Rahmen einer Hormonbehandlung habe ich vor Jahren ja auch Spritzen selbst in die Bauchfalte gesetzt und den Imigran-Pen habe ich auch schon einmalig genutzt.

    Ich könnte nun morgen früh die Spritze in der Apotheke abholen, werde aber ca. 1 Stunde später schon von Freunden abgeholt und bin dann bis Sonntag unterwegs.

    —-

    Meine Frage: Hat jemand „beim ersten Mal“:) die Spritze allein gesetzt? Ich überlege, bis Montag zu warten und zu meiner Hausärztin im Ort zu gehen. Sie ist mit meiner Migräne-Situation vertraut und hat mich seinerzeit (vor einigen Jahren) auch nach Kiel zum zweiwöchigen Aufenthalt überwiesen.
    Irgendwie bin ich jetzt doch etwas aufgeregt, weil es ja „ein teures Gut“ ist.

    Viele Grüße
    Susisonne

    soulsurfer
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