Aimovig – Verlauf ??

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  • Siena
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    Beitragsanzahl: 41

    Liebe Aimovig-Tester-Community 😉

    Ich wollte fragen, ob jemand von euch zufälligerweise auch Multiple Sklerose hat neben der Migräne, so wie ich, und wenn ja, wie das mit Aimovig gelaufen ist. Ich habe nun das Rezept für Aimovig erhalten und habe mich plötzlich gefragt, ob sich die Spritze in irgendeiner Weise negativ auf die MS auswirken könnte (Schub auslösen oder so). Im Internet habe ich dazu nichts gefunden, und ich nehme an, dass das ohnehin schwer zu beanworten ist, zumal man sowieso höchstens teilweise weiss, was MS-Schübe auslöst… Leider bin ich biochemisch auch zu wenig bewandert, um zu verstehen, ob der CGRP-Angriffspunkt nicht auch mit dem Immunsystem zu tun hat. Ich bin also froh um jeden Hinweis!

    Liebe Grüsse
    Siena

    Tamalina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 22

    Hallo Siena,
    Auch ich habe MS als Grunderkrankung. Mein Neurologe meinte ich muss da nichts befürchten bzgl. Schub…aber ich habe mir erst vor einer Woche meine erste Spritze gesetzt und bis auf Nackenschmerzen- wobei ich nicht sagen kann ob das mit Aimovig zusammen hängt- habe ich keine Probleme. Welche Basismedikation hast du für die MS? Ich nehme Tecfidera seit Jahren. Liebe schmerzfreie Grüße
    Tamalina

    Siena
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 41

    Hallo Tamalina
    Vielen Dank für deine Antwort! Das klingt doch schon mal ermutigend. 🙂 Ich habe vor einiger Zeit Copaxone abgesetzt, und jetzt sind wir am Überlegen, ob wir mit Ocrevus oder eben Tecfidera weiterfahren. Ich nehme an, dass du Tecfidera gut verträgst, weil du schreibst, dass du es schon seit Jahren nimmst? Könntest du das empfehlen? Und hat deine Migräne in dieser ersten Woche schon auf Aimovig reagiert?
    Herzliche, auch schmerzfreie Grüsse
    Siena

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7430

    Hallo Siena,
    wir haben doch am 1.4. Chat mit Prof. Göbel! Vielleicht magst du dann deine Frage mal einstellen?
    Liebe Grüße,
    Julia

    Siena
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 41

    Hallo Julia

    Danke für den Hinweis, das ist natürlich eine sehr gute Idee! Mal sehen, ob ich mein inneres Pferd zügeln kann, das natürlich jetzt im Stall scharrt und mit dem Rezept zur Apotheke galoppieren will … 😉

    Liebe Grüsse
    Siena

    Tamalina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 22

    Hallo Siena,
    Ja ich vertrage das Tecfidera sehr gut, ich habe keine spürbaren Nebenwirkungen! Ich habe auch Copaxone lange gespritzt aber ich bekam dann viele Dellen und meine Haut reagierte auch mit Flecken…also stieg ich auf Tecfidera um. Also bzgl Aimovig kann ich noch nicht viel sagen…das Spritzen fand ich nicht schlimm- brannte bei Copaxone wesentlich mehr und Migräne hatte ich seitdem noch keine. Also ich kann dir von Tecfidera nur positives berichten. Wie gesagt die Nackenschmerzen die ich hatte waren schon in zeitlichem Zusammenhang mit Aimovig, aber es könnte auch durch Wind verursacht worden sein. Zur Zeit habe ich meine Menstruation und da ist die Migräne immer am schlimmsten…bis jetzt schaut’s gut aus!! LG tamalina

    Siena
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 41

    Hallo Tamalina
    Das wäre ja wunderbar, wenn Aimovig sogar mit den Mens-Migränen fertig würde. Das sind bei mir nämlich auch die schlimmsten Anfälle. Ich drücke dir ganz fest die Daumen!! Danke auch für die Infos zum Tecfidera! Mit dem Copaxone hatte ich ähnliche Probleme wie du…
    Herzlich
    Siena

    Tamalina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 22

    Bitte gerne Siena! Wäre nett wenn wir uns austauschen können!! Ich kenne nämlich niemanden der Aimovig nimmt und zusätzlich Tecfidera nimmt oder überhaupt MS hat!! Wünsche dir das beste sowohl für Aimovig als auch vielleicht Tecfidera!! Ich werde dir weiter berichten und hoffe du auch!!
    LG Tamalina

    Siena
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 41

    Klar, liebe Tamalina, sehr gerne! Ich kenne sonst auch niemanden mit der Kombi. Ich werde wieder schreiben und bin gespannt auf deinen weiteren Bericht. Danke!!
    Liebe Grüsse
    Siena

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 674

    Hallo soulsurfer, hallo biko und alle anderen Mitlesenden,

    gestern habe ich die Spritze in der Apotheke abgeholt.

    Ich hatte mir schon im Internet die Gebrauchsanweisung durchgelesen und beschlossen, mir die erste Spritze doch selbst zu setzen. (Meine Hausärztin hätte ja selbst erst mal die Gebrauchsanweisung lesen müssen, montags ist die Praxis immer sehr voll etc.)

    Dennoch waren eure Hinweise sehr hilfreich, sodass ich besonders sensibilisiert war, nach dem Klicken den Finger von dem lila Knopf zu nehmen und gleichzeitig den Pen mind. 15 Sekunden weiterhin fest auf den Bauch gedrückt zu halten etc.

    Ich war ganz schön aufgeregt, wegen der „wertvollen Spritzenladung“.

    Ich habe mir die Spritze in eine Bauchfalte gesetzt (zusammengedrückt und nicht die Variante „auseinanderziehen“).

    Gebrannt hat es nicht, aber ein Tropfen Blut gab es nach dem Rausziehen und die Einstichstelle habe ich noch einige Zeit wirklich minimal gemerkt, also quasi nicht erwähnenswert.

    Ich bin happy, die erste Spritze nun gesetzt zu haben. Ehrlich gesagt, durch die ganze Aufregung hatte ich das Gefühl, es bahnt sich Migräne an. Ich habe dann 2 Vomex genommen und bislang ist alles O.K.

    Ich werde weiter berichten.

    Sonnige Grüße & einen schönen Tag!
    Susisonne

    biko
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 189

    Liebe Susisonne!

    Super das es so gut geklappt hat.
    Das mit dem Blutstropfen ist tatsächlich nur dann ,wenn du ein Miniblutgefäß ,getroffen hast. Das ist bei mir auch manchmal so ,aber lustigerweise nicht immer.
    Nun wünsche ich dir von Herzen, dass du eine gute Wirkung, bei nicht existenten Nebenwirkungen, hast.
    Allen anderen Mitleserinnen (und Mitlesern natürlich), einen schmerzfreien Tag
    Eure Biko

    Jacky1970
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Hallo Susisonne, hallo Biko, hallo alle anderen Mitglieder!

    @ Susisonne: Ich kann Deine Aufregung bezüglich der ersten selbstgesetzten Spritze vollkommen nachvollziehen. Mir erging es damals ähnlich. Hatte zwar im November die erste Spritze im Beisein der Arzthelferin gesetzt aber die nächsten beiden Spritzen (140 mg) im Dezember mir dann selbst verabreicht. Und ich war ebenso aufgeregt wegen der „wertvollen Spritzenladung“ 🙂 Hat aber dann auch super geklappt.

    @ Biko: Bin froh, dass Du das mit dem Nachbluten erwähnst. Letztes Mal hab ich bei der einen Spritze am Oberschenkel keinen Blutstropfen gesehen, so dass man dann tatsächlich überlegt, ob der Impfstoff im Körper ist. So hab ich mich einfach auf die gelbe Anzeige und das Klicken des Pens verlassen. 🙂

    @ Alle: Ich spritze mir diese Woche zum 5. Mal Aimovig, doch hält sich der Erfolg bei mir in Grenzen.
    Beim letzten Termin hab ich dann meinen Neurologen drauf angesprochen, ob ich eventuell vom nächsten Impfstoff Galcanezumab (Emgality) mehr profitieren könne. Er meinte jedoch, bei Leuten bei denen Aimovig nicht anspricht, macht es auch wenig Sinn, einen weiteren Impfstoff zu probieren, da alle auf die gleiche Art und Weise wirken und auf die CGRP-Rezeptoren zugreifen.
    Kann mir da jemand Auskunft geben ob das tatsächlich so ist?

    Liebe Grüße und einen sonnigen Tag wünscht Euch
    Jacky

    Nina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 18

    Hallo Jacky,

    Aimovig blockiert den Rezeptor für den CGRP Botenstoff, damit der nicht „andocken“ kann. Die anderen drei Mittel die noch kommen, so auch Emgality, wirken direkt auf den Botenstoff CGRP.
    Damit werden all diese Medikamente (es sind übrigens keine Impfstoffe :-), der Begriff „Impfung“ wurde benutzt um die neuartige Wirkweise zu illustrieren) nur bei Patienten wirken, bei denen der Botenstoff CGRP bei der Entstehung der Migräne eine Rolle spielt.

    Wenn man also unter Aimovig gar keine Wirkung hat, ist es recht unwahrscheinlich, dass sich dann bei den anderen Medis aus der Richtung was tut. Wenn man unter Aimovig aber nur eine geringe Wirkung hat, kann das, glaube ich, keiner vorhersagen, ob dann zum Beispiel Emgality nicht noch ein Tickchen besser funktioniert.
    Die Nebenwirkungsprofile der Medikamente lesen sich bis jetzt auch ähnlich… aber nichts genaues weiß man nicht.

    Von der Logik her hat der Neurologe schon recht, aber es wäre auch nicht das erste Mal, dass sich in der Praxis doch noch eine neue Erkenntnis ergibt.
    Die Hoffnung stirbt zuletzt. 🙂

    Jacky1970
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Hallo Nina,
    herzlichen Dank für Deine detaillierte Erklärung. Jetzt bin ich schlauer 🙂
    So genau war mir der Unterschied der Wirkungsweise nicht bekannt.
    Also, dass Aimovig keine Wirkung bei mir hat, kann ich ja nicht sagen. Meine Schmerzen sind an manchen Tagen wesentlich geringer und ich brauche auch nicht mehr so oft Triptane. Von daher ist schon eine minimale Wirkung zu verzeichnen.
    Aber Du hast Recht. Man muss erst mal abwarten wie das ganze in der Praxis aussieht. Und noch ist es ja nicht soweit 🙂

    Liebe Grüße
    Jacky

    Anne-Mone
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 13

    Hallo an alle,

    ich komme gerade von meinem Lungenfacharzt. Meine zweite Baustelle ist nämlich ein Asthma bronchiale. Das hat sich in den letzten Monaten ziemlich verschlechtert und das ganz unerwartet und ohne erkennbaren Auslöser. Mein Lungenfacharzt ist ratlos. Derzeit kann ich nur versuchen, die Symptome zu behandeln.

    Hat einer von Euch Aimovig-Verwendern vielleicht ebenfalls Asthma? Was für Erfahrungen habt Ihr gemacht? Kann es einen Zusammenhang mit der Verwendung von Aimovig geben?

    Liebe Grüße
    Anne-Mone

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7430

    Liebe Anne-Mone,

    nach meinem Wissensstand sind die CGRP-Präparate bisher nur an Gesunden getestet worden, und überhaupt noch zu neu, um deine Frage schon sicher verneinen zu können. Auch dir würde ich unbedingt raten, die Frage im Chat mit Prof. Göbel am 1.4. zu stellen.

    Alles Gute und weniger Asthma,
    Julia

    soulsurfer
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 146

    Hallo liebe Anne-Mone,

    ich habe auch Asthma bronchiale und werde morgen das 2.Mal Aimovig spritzen. Bisher habe ich keine Verschlimmerung oder andere Auswirkungen verzeichnen können.

    Liebe Grüße

    soulsurfer

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Der bisherige Wissensstand ist, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine Kontraindikationen bekannt sind. Der verschreibende Arzt kennt ja seine Patienten und wird die Behandlung nach guter Überlegung empfehlen.

    Sonst wie schon empfohlen, die Frage beim Chat stellen.

    Biene Maja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 11

    Hallo zusammen

    Ich weiss nicht, ob ich jetzt an der richtigen Stelle schreibe, ich hoffe es.

    Gerne möchte ich euch über meine Erfahrung mit Aimovig berichten. Ich schreibe aus der Schweiz und bekam die KoGu für 3 Spritzen. Die 1. Spritze habe ich am 27.2.19 gesetzt. Meine Erwartungen hielten sich in Grenzen. Dachte, ich werde vielleicht 5 Tage weniger haben oder so, wenn ich Glück habe mehr. Ich lass es einfach auf mich zukommen.
    Nun ist aber eine Situation eingetroffen, mit der glaube niemand gerechnet hat. Die 8 Tage waren ok 1x schwach Migräne. Seit dem 9. Tag also seit fast 2 Wochen leide ich ununterbrochen an starker Mirgäne Skala 7-10. Nur 2 Tage konnte ich kurz mit einer 4 etwas durchatmen. Zusätzlich leide ich an schweren Nacken und Kieferschmerzen, was mir beim Essen Mühe bereitet. Deswegen schlafe ich massiv schlecht. Zomig, Imigran Pen etc. auch kombiniert mit Schmerzmitteln nützten nur ganz wenig. Vor der Spritze hatte ich damit jeweils meine Anfälle im Griff. Zusätzlich habe ich mit 100mg Kortison begonnen, was bis jetzt aber auch nicht richtig geholfen hat. Gestern Abend ist die Situation komplett entgleist. Ich wollte eigentlich für eine Infusion ins Spital, wusste aber nicht wohin. Vor einigen Jahren haben die mir einfach eine Dafalgan Infusion angehängt, super oder. Das ist nicht der richtige Weg. Hab mir dann gestern den Imigran Pen gesetzt, hielt 3 Stunden aber der Schmerz war nie weg nur im Hintergrund. Auf die Nacht nahm ich Valium 10. Immerhin konnte ich schlafen. Heute habe ich nach wie vor einen Druck auf der linken Seite, wenn ich Pech habe, entsteht dann wieder die Migräne daraus. Der Nacken und Kiefer ist etwas entspannter aber gut ist viel anders. Nächste Woche wäre die 2. Spritze fällig. Heute habe ich mich entschieden, dass ich den Versuch abrechen werde. Zur Zeit bin ich Zuhause. Aber ich kann es mir nicht leisten, länger krank zu sein, sonst verliere ich meinen Job. Ich habe eben immer wieder Fehltage, welche mehr oder weniger toleriert werden. Wir kriegen in der Schweiz keine Rente für Migräne. Mein Neurologe erzählte nur von Verstopfung als NW, findet Aimovig ganz super und hat angeblich nur positive Resultate. In der Schweiz einen guten, kompetenten Kopfwehspezialist zu finden ist schwer, die sind extrem rar. Mein langjähriger Neurologe, ging leider letztes Jahr in Pension. Deshalb kann ich nicht einfach wechseln. Ich musste mich überwinden, meine leider negativen Erfahrung hier zu schreiben, weil a) alle in meinem Umfeld von dieser „Superwunderspritze“ soviel erwarten und b) es vielleicht einige von euch abschrecken könnte, es auszuprobieren. Was ich persönlich sehr schade finden würde, den es könnte ja sein, dass es bei jemand anderem wirkt. Ich denke auch vielleicht werde ich zu einem viel späteren Zeitpunkt andere AK probieren aber diese sind momentan in der Schweiz noch kein Thema.
    Beste Grüsse
    Biene Maja

    Siena
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 41

    Hallo Biene Maja

    Es tut mir sehr leid, dass der Versuch mit Aimovig für dich so nach hinten losgegangen ist. 2 Wochen Schmerzstärke 7 bis 10 finde ich schon sehr heftig, und ich hoffe von Herzen, dass du es jetzt überstanden hast!!

    Ich danke dir herzlich, dass du geschrieben hast. Ich bin immer noch daran, zu entscheiden, ob ich die Spritze nehmen will oder nicht, und Berichte wie deine helfen mir auch. Das geht wahrscheinlich nicht nur mir so.

    Herzlich gute Besserung und liebe Grüsse
    Siena

    Anne-Mone
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 13

    Hallo Julia, Soulsurfer und Bettina . . . ganz herzlichen Dank für Eure Antworten. Da werde ich wohl wirklich mal beim Live-Chat nachfragen.

    Ich habe mir bisher 5x Aimovig gespritzt und heute ein Rezept für weitere drei Pens erhalten. Sollte sich in den nächsten Monaten das Asthma nicht bessern, will mir mein Arzt den Antikörper verschreiben, der ab April verfügbar sein soll.

    Liebe Grüße
    Anne-Mone

    Tamalina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 22

    Hallo an alle,
    Ich hatte gestern einen mega Migräneanfall was mich ziemlich zurückgeworfen hat…das Triptan half auch überhaupt nichts, was bei mir eher selten ist…vor cirka 2 Wochen spritzte ich mir Aimovig das erste mal. Bis jetzt war nichts bis auf gestern…hab aber auch die mens wo meine Migräne immer am stärksten ist…ich hoffe das nicht wirken der Triptane war eine Ausnahme. Bin neugierig wie sich das alles weiter entwickelt bei mir. Hatte große Hoffnungen und hoffe dass es von Monat zu Monat mehr wirkt!! Wie lange muss man Aimovig Zeit geben um sicher zu sein dass es hilft oder nicht?
    LG Tamalina

    Matthias
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 51

    Hallo,
    wenn man hier über längere Zeit mitliest, gibt es doch einige die die gleichen Anfangsphänomene beschreiben:
    verstärkte Migräne, vermehrt Verspannungen, Verstopfung, abgeschwächte Wirkung von Triptanen.

    Das kann ich alles bestätigen und so wie einige andere auch die hier berichten: das hat nach spätestens 3-4 Monaten auch wieder nachgelassen, die Wirkung aber bleibt.

    Bei mir hat am Anfang sogar die Spritze Migräne ausgelöst, jetzt nicht mehr.
    Die Verstopfung ist noch da, aber mit 800mg Magnesium gut im Griff.
    Und an manchen Tagen habe ich das Gefühl Migräne ohne Schmerzen zu haben (Mixer im Kopf).

    Inzwischen ist Aimovig seit 4 Monaten auf dem Markt und einige haben es sich schon vorher besorgt.
    Leider liest man von denen sehr wenig. Weil’s funktioniert oder aufgegeben?

    Ich bin jetzt im 9 Monat Aimovig und von >14 Triptantagen auf im Schnitt 4-5. Ich würde mich sehr ärgern, hätte ich in den ersten drei Monaten wegen der ersten Verschlechterungen aufgegeben.

    Trotzdem werde ich im Mai versuchen umzusteigen, um herauszufinden ob der Ansatz am Peptid statt am Rezeptor nicht noch besser funktioniert.
    Außerdem wird Emgality die Hälfte kosten, den doppelten Preis von Novartis für 140mg Aimovig nur in Deutschland finde ich völlig unakzeptabel, das möchte ich nicht unterstützen (nur als kleiner Nebeneffekt).

    Leider spinnt seit Nov. meine Schilddrüse. Ob es einen Zusammenhang gibt, werde ich beim Endokrinologen abklären. Ich hoffe nicht.

    LG,
    Matthias

    lili
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 229

    Hallo Matthias, liebe alle,

    ich bekomme jetzt im fünften Monat Aimovig 140mg und für mich ist es wirklich sehr gut so.
    Ich habe keine nennenswerten Nebenwirkungen und große Verbesserungen.
    Was total gut ist, ist gerade die erste Zeit nach der Spritze, bei der ich dann wirklich das Gefühl habe sicher sein zu können, dass erstmal keine Migräne kommt. Dieses Gefühl von „es geht mir gut und es wird mir gut gehen, darauf kann ich mich verlassen“ ist super. Ich bin noch nicht so sehr experimentierfreudig und habe das Gefühl die „Regeln“ mit Pausen, genug Schlaf und regelmäßig essen gelten für mich weiter und ich habe auch mitunter das Gefühl, dass etwas im Hintergrund rumort und nicht durchkommt. Auch müde bin ich dann häufiger, aber lieber müde ohne Migräne als mit!!! Gegen Ende der vier Wochen und bei meiner Mens kommt dann doch mal der ein oder andere Anfall durch.
    Dann merke ich immer auch emotionale Reaktionen und ich merke, dass ich dann Angst bekomme wieder in den alten Zustand zurück zu müssen.

    Insofern super Bilanz bei mir und auch eher bessere Wirkung jetzt als im ersten Monat. Auch habe ich mich einfach mehr entspannt, weil ich die Wirkung und meine Reaktionen unter Aimovig besser kenne. Ich habe zum Beispiel entweder gleich morgens Migräne oder der Tag ist „safe“ auch ein super Gefühl, ich verlasse das Haus inzwischen ohne Schmerzmittel … (ok, nicht wenn es weit weg geht …).

    Soweit eine Bilanz von mir, liebe Grüße an alle
    lili

    Babsi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 13

    Hallo ihr Lieben
    Ich möchte euch gerne über meinen weiteren Verlauf berichten und Mut machen, dabei zu bleiben! 🙂
    Ich habe mir letzten Samstag die 4. Aimovig Spritze injiziert. Angefangen habe ich grad vor Weihnachten mit der ersten Spritze. Im Dezember hatte ich noch bis vor Weihnachten 15 Schmerztage und 10 Triptantage. Im Januar 3 Schmerztage und 3 Triptantage. Im Februar 3 Schmerztage und 2 Triptantage. Und bis jetzt im März 1 Schmerztag und 0 Triptantage! Es wird immer besser!:-) Bei der ersten Spritze bekam ich unmittelbar danach einen grossen, schlimmen Migräneanfall und die Triptane halfen nicht richtig. Im Januar war der Miräneanfall nach der Spritze zwar auch noch, aber ziemlich harmlos. Und bei den letzten beiden Spritzen bekam ich keinen Anfall mehr. Auch wirken die Triptane wieder sehr zuverlässig. Ich spüre nach wie vor keine Nebenwirkungen.
    Ich möchte all jenen Mut machen, die noch ganz am Anfang stehen, oder vor der ersten Spritze den „Bammel“ haben. Bleibt ein paar Monate dabei. Es wird besser!
    Vieles was du, Lili, schreibst, beobachte ich auch. Auch ich halte mich immer noch an die „Regeln“ von viel Regelmässigkeit im Alltag, Pausen machen, Ernährung etc. Manchmal hau ich aber über die Stränge und…es passiert nicht:-) Auch merke ich immer wieder, dass da im Hintergrund was rumort oder drückt, bin müde, gereizt oder es wird mir plötzlich alles zu viel. Dann habe ich wahrscheinlich eine Migräne, aber ohne Schmerzen. Das ist wunderbar und so lässt es sich leben und auch unterrichten (Musik und Bewegung)kann ich damit auch. Diese schmerzlosen Migräneanfälle werden aber immer seltener. Anfangs waren diese Anfälle noch sehr oft, täglich manchmal mehrmals. Jetzt nur noch etwa 3-6x im Monat. Ich habe durch Aimovig sehr viel Lebensqualität gewonnen und geniesse es in vollen Zügen. Ich schätze es sehr, Zeit für Verabredungen zu haben (und diese nicht ständig absagen zu müssen) Ich habe keine Fehltage mehr bei der Arbeit und ich habe plötzlich unglaublich vie Zeit für meine Familie, meine Hobbys und den Haushalt.
    Auch ich wohne in der Schweiz und auch ich habe Aimovig nur für 3 Monate von der Krankenkasse gutgeschrieben bekommen. Diese 3 Monate laufen JETZT ab….ich hoffe soooooo fest, dass sie es verlängern. Bitte drückt mir den Daumen! Ich weiss nicht, was ich machen soll, wenn meine KK auf Stur schaltet und nicht einsieht, dass es mir wirklich hilft. Ich finde ja auch, dass diese Spritze viel zu teuer ist:-( aber vielleicht gehen die Kosten ja runter, wenn jetzt bald die anderen AK auf den Markt kommen?
    Gibt es hier im Forum noch mehr Schweizer, die ihre Erfahrungen betr. der Kostenübernahme von Aimovig berichten könnten? Wie lief es bei euch?
    Wünsche euch einen ganz schönen, sonnigen und schmerzfreien Frühlingsanfang:-)
    Babsi

    Birgit
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 9

    Schönen gesunden Sonntag an euch alle !
    Ist bei mir heute seit längerem wieder ein Kopfschmerztag- schon so aufgewacht
    Bin auch in der letzten der 4 Aimovigwochen ( 70 mg ).
    Da ist es immer heikel.
    Weiß aber gar nicht, um welche Art von Kopfschmerzen es sich heute handelt, denn es ist nicht einseitig pochend, sondern am ganzen Kopf, nicht beengend drückend wie ein Spannungskopfschmerz, sondern mehr als würde er von innen heraus zerspringen .
    Jetzt wieder im Bett liegend nach Novalgin und Wasser trinken etwas besser
    lg Birgit

    Swantje
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 13

    Hallo ihr alle!

    Ich brauche einen Rat. Bin heute mit der dritten Aimovig 70er dran. Wie bei vielen von euch schwächelt die Wirkung in der letzten Woche. So habe ich gestern Nachmittag ein Triptan genommen. Heute Morgen habe ich das Gefühl, dass es schon etwas nachlässt, was bei mir dafür spricht, dass das Zweite bald fällig wird.
    Nun meine Frage: Wie ist das mit der Spritze, wenn man gerade Migräne hat oder Triptane genommen hat. Gibt es irgendeine Auswirkung auf die Wirkung von Aimovig in dieser Zeit? Sollte man mit dem Spritzen bis zum Ende der Migräne warten? Oder ist das ganz egal? Ich kann nirgendwo etwas darüber finden.

    Bei meiner ersten Spritze hatte ich morgens ein Triptan genommen und Mittags Aimovig bekommen. Die ersten vier Tage habe ich keine Wirkung gemerkt. Diese Migäne wurde ein Status und ich bekam Infusionen. Danach wirkte es super. Bin vom 12-14 Tagen auf 4 im März.

    Euch einen sonnigen Kopf, Swantje

    lili
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 229

    Liebe Swantje,
    ich kann dir nur sagen, dass ich immer trotz Migräne gespritzt habe. Ohne unangenehme Folgen…
    Und ohne Gewähr ?
    Viele Grüße
    Lili

    Anonym
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo,

    ich möchte auch von meiner Aimovig Erfahrung berichten.

    Meine Migräne ist chronisch, zuletzt hatte im Schnitt 10 – 15 Tage im Monat.

    An Prophylaxe habe ich alles ausprobiert. Betablocker, Topamax, Botox, Sibellium, Amitritilin und alles andere.
    Eine wirkliche Verbesserung hatte keines der mittel. Meine Akutmedikation ist Summatriptan, das wirkt gut und zuverlässig. Triptanentzüge habe ich mehrere gemacht, mit Hilfe von Cortison.

    Aimovig nehme ich seit dem 14.12.2018.

    Folgende Anzahl an Migränetagen hatte ich seitdem:

    Dezember 18 : 3 davon 2 mit Triptan
    Januar 19 : 1 mit Triptan und 2 Tage hatte ich eine Art „Vorkopfschmerz“, der durch
    Kaffetrinken verschwand
    Februar 19: 2 Tage mit Triptan, 1 Tag eine Art Minimigränegefühl, das durch Kaffeetrinken
    verschwand
    März 19: keinen Tag

    Mein letzter Migräneanfall ist heute 5 Wochen her. Am meisten genieße ich es, dass mein gesamtes System von den vielen Triptanen erholt.
    Als ich das letzte Mal ein Triptan nahm, merkte ich erstmal wie „dulle“, müde und schwerfällig die mich machen. Plus natürlich die Migräne, die mich müde und schlaff und frustriert macht.

    Als Nebenwirkung merke ich Verstopfung und die ist schon nicht zu unterschätzen. Aber mit täglich Leinsam trinken und mindestens 600 mg Magnesium komme ich klar.
    Ich selbst fühle mich leicht reizbar, bißchen aggressiv. Mein Freund sagt aber, dass alles im grünen Bereich ist ;o)
    Ich hatte 2 Mal Magenschmerzen, leicht mit Krampf. Ob das eine Nebenwirkung ist, weiss ich nicht. Habe Ingwer getrunken und Leinsamen genommen und dann ging es wieder weg, nach ca. 2 Stunden. Ist für mich ungewöhnlich, dass ich Magenschmerzen habe. Denn mein Magen ist echt sehr stabil und garnicht zickig.

    Mein Neurologe sagt, dass ich die Patientin bin, bei der es am Besten hilft. Bei den anderen Patienten gibt eine Verbesserung von ca. 1/3.

    Viele liebe Grüße

    Anna

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 469

    Liebe Anna,

    das klingt toll.
    Ich drücke dir die Daumen, dass es so bleibt.

    LG Anna

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