Aimovig – Verlauf ??

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  • Noelle
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 25

    Liebe Soulsurfer,

    ich kann deinen Frust sehr gut verstehen und auch, dass du dich damit nicht so einfach abfinden kannst. Es ist nun mal auch
    sehr schwer zu ertragen, wenn man dauernd Schmerzen hat und das Leben nur so halb leben kann. Insofern, denke ich, ist es auch gut, solange man für sich kämpft. Würde mir vermutlich auch so gehen… und Geduld ist auch nicht meine große Stärke. Allerdings ist mir aufgefallen, dass allzu geduldige Menschen manchmal auch zu keinem Ziel kommen oder gar so geduldig sind, bist es zu spät ist. Ein Mittelweg wäre prima und würde nicht so viel Ressourcen aufbrauchen (die dann wieder zu Migräne führen).

    Ganz toll finde ich auch den Zuspruch von Julia, sie bringt die Sache auf den Punkt.

    Und jetzt scheint es sich ja auch zu klären… 🙂

    LG Noelle

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7674

    Wenn ich bedenke, wie viele neue Möglichkeiten der Behandlung (oder Versuche) ich in meiner fast 70jährigen Migränegeschichte immer wieder bekam, dann kann ich dir ganz sicher sagen, dass gerade in der jetzigen Zeit der Vorrat nicht so schnell ausgehen wird. Seit es 1992 die ersten Triptane gab beschleunigen sich die neuen Erkenntnisse immer mehr. Leider wirkt ja lange nicht alles bei Jedem, aber die Chancen auf Unterstützung durch Medikamente und neue Erkenntnisse werden kontinuierlich steigen. Verlass dich drauf, auch wenn es uns allen sicher nicht leicht fällt. Die ganz große Geduld ist bestimmt nicht unsere hervorstechendste Eigenschaft ?!

    Für’s Erste versuch mal ein bisschen, dich fallen zu lassen, auch wenn’s schwer fällt! ? Es wird dir guttun.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 7 months von Julia.
    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 641

    Liebe Soulsurfer,

    wow, eine Reduktion der Attackenhäufigkeit um fast 50% – das ist toll!!!

    Ich denke, dass einem Patienten eine wirksame und evidenzbasierte Medizin aus Kostengründen nicht verwehrt werden darf. Inzwischen hat sich das nun schon teils geklärt ?!

    Wie du, liebe Julia, schon geschrieben hast, entspricht das Vorgehen des Chefarztes dem Plan deiner Schmerztherapeutin.

    Vielleicht passt das Folgende nicht wirklich in dieses Forum. Aber du hast ein Thema angeschrieben, welches ich für sehr wichtig halte: eine gelungene Kommunikation zwischen Arzt und Patient (und umgekehrt)!

    Eine nachweislich wirksame Therapie mit der – kurzen und deshalb möglicherweise bequemen – Begründung „zu“ hoher Kosten nicht durchführen zu wollen, zeugt meiner Meinung nach nicht von viel Feingefühl und wenig Wissen um die „Wirkung“ von Worten. Das kann unter Umständen dazu führen, dass der Patient Motivation und Selbstvertrauen verliert, weil er es ja nicht wert sei, ein derart kostspieliges Medikament zu erhalten. Aber gerade diese Punkte sind doch mit entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung! Diese erfordert nämlich beides: einen motivierten engagierten Patienten UND einen motivierten engagierten Arzt/medizinisches Fachpersonal!

    Es ist durchaus sinnvoll, kurze und angenehme Wege zu wählen. Genauso sinnvoll ist es aber auch, sich und dem Patienten etwas mehr Zeit zu geben, um solche Dinge zu besprechen. Ich weiß, dass genau das in unserem „Gesundheitssystem“ nicht honoriert wird. Und dennoch gibt es Ärzte (und Schwestern), die genau das praktizieren und ihre Patienten nicht „abbügeln“.

    Vielleicht „lohnt“ es sich für dich und andere Patienten, wenn du der Schwester einfach sagst, wie du dich mit ihren Worten gefühlt hast und was sie mit dir machen.

    Zum Thema Geduld: ich bin sehr geduldig geworden, sicher nicht zuletzt durch die Migräne – einer ausgezeichnete Lehrmeisterin!
    Geduldig zu sein, bedeutet nicht, seine Ziele nicht zu verfolgen oder nicht für sich einzustehen und zu kämpfen. Das sind zwei Paar verschiedene Schuhe!
    Geduld hilft aber sicher gerade in solchen Situationen, die „überschäumenden“ Gefühle und Gedanken in geordnetere Bahnen zu lenken, um dann erfolgreich die für sich wichtigen Dinge auf gutem Wege klären und regeln zu können.

    Alles Gute und weiterhin viel Erfolg mit Aimovig!
    Katrin

    Viva la Vida! ?

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7674

    Liebe Soulsurfer,

    du hattest noch gefragt, ob du nicht ein Recht auf die 140mg Spritze hättest. So ein Recht einem Arzt gegenüber gibt es in Deutschland nicht.
    Jeder Arzt hat das Recht, selber zu entscheiden, was er welchem Patienten rät und verordnet. Ärzte sind da vollkommen frei in ihrer Entscheidung. Was einerseits ja im besten Fall total richtig ist, weil die Ärzte die entsprechende Ausbildung und das nötige Wissen haben, die Patienten ja meistens nicht, und auch öfter mal völlig unsinnige Vorstellungen und Wünsche vorbringen.
    Andererseits gibt es natürlich auch das Problem, dass die Patienten von einem speziellen Arzt dann nicht adäquat, oder sogar ganz falsch, behandelt werden könnten. Sollten Gespräche in so einem Fall nicht helfen, ist man als Patient gezwungen, den Arzt zu wechseln, oder zumindest erstmal eine Zweitmeinung einzuholen, was ja rechtlich möglich ist.

    Auch, wenn wir hier immer wieder, besonders oft in Bezug auf die Clusterbehandlung, schreiben, du hast ein Recht auf die und die Behandlung, so einfach ist das nicht. Im Ernstfall ginge das dann wohl nur auf dem Rechtsweg und mit Gutachter usw..

    Ich schreibe das jetzt nicht nur für dich, sondern für alle, die sich darüber schon mal ihre Gedanken, die ja berechtigt erscheinen und immer wieder mal auftauchen, gemacht haben.

    Dir wünsche ich eine gute und einvernehmliche Behandlung,
    Julia

    • Diese Antwort wurde geändert vor 7 months von Julia.
    Swantje
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 14

    Liebe Soulsurfer!

    Ich verstehe das Problem gerade nicht. Vor Kurzem wurde doch hier geschrieben, dass es ab 1. Juni den Aimovig 140ger Pen für das gleiche Geld gibt wie den 70er?

    Lies mal nach 😉

    Noch einen schönen Tag ihr alle,
    Swantje

    soulsurfer
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 165

    Danke für euren Zuspruch, ihr baut mich heute echt auf!!☺?

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7674

    ☺? Bei Bedarf gerne wieder ! ?☺

    Indie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 170

    Liebe Soulsurfer,

    Es ist nur so, dass ich schon so sehr viel ausprobiert habe, was Medikamente, Verhalten usw. angeht, dass gar nicht mehr viele Optionen offen bleiben. Das wurde mir auch hier schon so mitgeteilt. Klar, man lernt immer dazu, kann hier und da auch immer noch neue Impulse mitnehmen, aber das „Grundgerüst“ steht.

    ich habe im letzten halben Jahr jeden Tag in irgendeiner Form Migräne oder Kopfschmerzen gehabt und auch echt alles ausprobiert und am Verhalten geschraubt und nichts tat sich. Jetzt hatte ich von heute auf morgen ganze 3 Tage am Stück keine Schmerzen im Kopf, bis auf gelegentlich ein leichtes ziehen. Ich weiss nicht wo das plötzlich herkam (meine Prophylaxe kann es nicht sein) und ob das einfach Zufall war, aber ich glaube jetzt definitiv wieder, dass bei Migräne ALLES möglich ist.
    Also lass dir bitte auch nicht einreden, du wärst austherapiert und ein hoffnungsloser Fall, nur weil du dem Anschein nach schon alles durch hast.

    Und ab Mitte Juni kommt der Pen mit 140 mg Aimovig zum gleichen Preis. Also kannst du in 4 Wochen die höhere Dosis spritzen. Abgesehen davon hast du ja Wirkung und wenn dein Nervensysthem sich die nächsten Wochen dadurch weiter beruhigt kann auch die Migräne von alleine noch weniger werden 🙂

    Lilli 13
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 170

    Hallo an alle 🙂
    könnt Ihr mir raten, ob etwas dagegen spricht, Aimovig während einer laufenden Migräneattacke zu spritzen? Und,falls nötig, dann noch ein Triptan kurze Zeit darauf?

    Ole bekommt Aimovig mit 70mg seit einigen Monaten und soll diesmal aber 140mg spritzen. Die Spritze löst bei ihm Migräne aus, deshalb hat er die Spritze bisher immer gesetzt, wenn es eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit gab, dass er ohnehin im Lauf der nächsten Stunden Migräne bekam. Wir haben Beide Bedenken, quasi in die Migräne zu spritzen, es wäre aber zeitlich ganz sinnvoll, Aimovig jetzt zu nehmen. Habt Ihr Erfahrungen damit? Ich habe beim Querlesen leider nichts gefunden.

    Es interessiert einige sicherlich wie unsere Erfahrungen sind:
    Ole gehört nicht zu den Superrespondern, aber Aimovig ermöglicht ihm bisher die Oberstufe zu bewältigen 😀 Leicht gemacht haben wir uns die Entscheidung nicht, aber glücklicherweise hatte er bisher außer anfänglicher Verstopfung keine Nebenwirkungen, toi,toi,toi.

    Liebe Grüße
    Lilli 13