Aimovig – Verlauf ??

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  • Nate
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 9

    Hallo,

    gestern habe ich mir zum 6.x Aimovig 140 mg gespritzt. Nachdem ich heute Morgen das Gefühl hatte, ich laufe gedoped durch die Gegend, habe ich eben mal meinen Blutdruck gemessen. 162/104 mmHg. Für mich, die eher zu niedrigen Blutdruck hat, sehr hoch finde ich. Bei der vorletzten Spritze hatte ich das auch schon, dazu ein Engegefühl in der Brust. Das ließ ich ja beim Kardiologen abklären. Da war alles ok.
    Das Engegefühl ist nun auch wieder leicht da, dazu der erhöhte Blutdruck. Hat noch jemand diese Erfahrung gemacht? Kann das auch eine Nebenwirkung von Aimovig sein? Im Moment habe ich etwas Angst.
    Gegen die Migräne hilft es nach wie vor super. Im letzten Monat musste ich nur 2x ein Triptan nehmen, gegen zuvor meist 10 Tabletten.

    Liebe Grüße
    Nate

    Maresa
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 49

    Liebe Nate,

    wie geht es Dir inzwischen?
    Was den Blutdruck angeht, kann ich nichts sagen, den habe ich nie gemessen. Doch das Gefühl von Brustenge hatte ich fast durchgehend, als ich Aimovig gespritzt habe. Mit jeder Spritze wurde es ein wenig mehr, fand ich. Doch es war für mich aushaltbar. Angst hatte ich deswegen keine.

    Inzwischen habe ich das Aimovig auch aus anderen Gründen abgesetzt und das Engegefühl ist komplett weg. Es ist natürlich immer schwer, genau zu beurteilen, was eine Nebenwirkung ist. Doch diese Enge habe ich noch nie gefühlt und fühle sie auch jetzt nicht mehr. Darum würde ich das für mich als NW einordnen.

    Alles Gute für Dich,
    Maresa

    Janosch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 63

    Hallo.
    Ohne jetzt hier groß auf mich einzugehen, das kann man in meinem persönlichen Schmerzverlauf nachlesen, möchte ich meine aktuellen Sorgen darstellen:

    Ich bekomme Botox seit Oktober 2018, meine Migränehäufigkeit sieht damit wie folgt aus:

    Juni 9
    Juli 11
    August 4
    Sept 7
    Oktober 9
    aktuell 2 Tendenz steigend

    Zuvor, ohne Botox 12-15 Migräneanfälle pro Monat.

    Meine Migräne scheint sich zu verändern, mir wird nun plötzlich vor und während der Akutphase übel.
    Das kannte ich so noch nicht.

    Seit April habe ich eine neue Arbeitsstelle.
    Diese ist widererwarten sehr „migränefreundlich“ und ich packe es tatsächlich wieder.
    Zuvor 1,5 Jahre krank zu Huase, ohne Job dank Migräne. 🙂

    Da ich aktuell befürchte, wieder in „schlechtere Phasen“ zu rutschen, war ich bei meiner Schmerztherapeutin.
    Hier haben wir überlegt, Aimovig zu probieren.

    Jetzt habe ich den 70ml Pen hier bei mir liegen aber traue mich nicht ihn zu benutzen.
    Zu groß ist meine Angst, aufgrund von der hier so oft beschriebenen Müdigkeit, dem Schwindel und der Wirklosigkeit
    von Triptanen sowie der heftigen Attacken meinen an sich gut funktionierenden Job zu gefährden.
    Ich habe aktuell einen Jahresvertrag bis Ende März.

    Ich bin echt unsicher…

    Gruß Janosch

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5774

    Hallo Janosch,

    ich freue mich für dich, dass dir die Botox-Injektionen so gut geholfen haben und helfen!

    Aus einer reinen Befürchtung vor einer Verschlechterung heraus nun Aimovig zu versuchen, ist ein wenig seltsam. Die Zahlen der letzten Monate, die du an Migränetagen aufführst, sehen doch prima aus! Unter 10 Migränetage pro Monat machen nicht einmal eine „normale“ medikamentöse Prophylaxe nötig, weshalb dann gleich zu Aimovig greifen?

    An welchen Kriterien machst du die Aussage „Tendenz steigend“ fest?

    Lieber Gruß
    Heika

    Meike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 26

    Hi, ich finde du hast durch Botox eine enorme Verbesserung. Genieße und schätze es. Aimovig wird dir im Normalfall auch nicht die Migräne komplett nehmen. Auch Aimovig ist “nur“eine Prophylaxe. Bei mir war es unter der Einnahme von aimovig tatsächlich so, dass die Triptane nicht so wie vorher gewirkt haben. Und im nachhinein muss ich sagen bei mir war trotzdem keine optimale Verbesserung gegeben. Im Vergleich dazu wirkt Amytriptylin eigentlich im gleichen Umfang. Ich würde mit rumprobieren von Prophylaxen warten bis du ab April den unbefristeten Vertrag hast Das geht ja auch nicht mehr lange und Versuchen die Verbesserung der Migräne zu genießen und lieber die Übelkeit mit mcp tropfen behandeln. Dies als Tip aus meinen Erfahrungen. Lg

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7677

    Hallo Janosch.

    Never change a running team!!!

    Im Moment läuft es doch offensichtlich nicht schlecht mit dem Botox. Warum da schon wieder die Angst? Könntest du nicht versuchen, erstmal etwas gegen die Ängste zu tun? Aimovig läuft dir doch nicht weg, und ob es besser wirken würde, ist ja auch nicht sicher.

    Alles Gute für dich und den Job,
    Julia

    Janosch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 63

    Schwierig wird es bei mir leider immer dann, wenn die Abstände zwischen den Migränetagen zu kurz werden.
    Die Migräne mit Aura ist da leider sehr anstrengend.
    Meine Kopfschmerzintensität ist weniger das Problem, die Schmerzen kann ich gut händeln bis jetzt.

    Leider nimmt eben die o.g. Frequenz wieder sehr zu, oft auch nur die Aura – aber eben das macht es so sehr anstrengend.

    Ich habe nun überlegt, das Amiovig mal im Weihnachtsurlaub zu testen.
    Selbt wenn dann unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, hat das keinen Einfluss auf meine Arbeitssitustion – zumindest mal für 2 Wochen nicht.

    Ich werde berichten aber alles in allem denke ich auch,
    warum sollte ich etwas was an sich gut funktioniert, verändern?

    Viele Grüße

    Meike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 26

    Ich würde es nicht tun. Um aimovig richtig einschätzen zu können brauchst du schon 3 monate. Und sollen bei dir auch triptane nicht mehr wirken dann wird es richtig anstrengend dann kannst du dich jedes mal krank schreiben lassen. Warum wartest du denn nicht bis du den unbefristeten Vertrag hast? Man denkt aimovig ist ein wundermittel. Das ist es nicht. Die haben echt ne super pr gemacht. Ich lege dir es ans Herz. Warte mit Prophylaxenumstellungen bis du den unbefristeten Vertrag hast. Mal kurz was testen für 2 Wochen geht nicht. Das braucht Zeit. Eine Spritze wirkt eh 4 Wochen. Ich wünsche dir alles Liebe.

    uerseli
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 8

    Hallo Janosch,
    nachdem ich nun schon seit 2001 unter Migräne mit Aura leide und so ziemlich jede andere Medikation probiert habe, bekam ich seit 2017 parallel zu Trimipramin auch noch Botox und auch bei mir haben sich nach und nach wieder mehr Migränetage eingeschlichen – der geringe Erfolg von Botox hat die Nebenwirkungen (Nackenschmerzen, Verspannungen, depressive Verstimmungen durch eine veränderte Mimik) nicht gerechtfertigt. Jan. 2019 hat mir mein Neurologe das erste mal Aimovig (70mg) verabreicht und kein Botox mehr gespritzt. Es hat sich eine leichte Verbesserung eingestellt, Nebenwirkungen hatte ich keine einzige. Seit 3 Monaten nun bekomme ich 140mg und habe seitdem mein Leben wieder. Pro Monat habe ich noch 1-2 Migräne“tage“ (eher -stunden). Die wenigen Anfälle lassen sich mit Sumatriptan 50 super kupieren.
    Hast Du bereits eine Schmerzpsychotherapie begonnen? Wenn nicht, kann ich Dir dazu nur wirklich raten. Migräne wird als multikausale Erkrankung angesehen. Gerade Ängste und Sorgen beeinflussen den Verlauf und können durch verhaltenstherapeutische Ansätze gut aufgearbeitet werden.
    Und zu Deiner Ausgangsfrage: hier berichten Viele von Nebenwirkungen unter Aimovig. Wir sind hier aber keine kontrollierte Studiengruppe und das Bild, welches man durch das Forum bekommt, ist ein verzerrtes. Patienten tendieren dazu, sich eher bei Problemen zu melden, als beim Fehlen selbiger. Für mich ist Aimovig die Lösung eines fast 20 Jahre andauernden Problems gewesen. Ob das so bleibt, werde ich sehen, aber ich bin schon jetzt dankbar für 3 Monate normalen Lebens. Wie der Wirkstoff bei Dir wirkt, weiß niemand hier von uns. Was ich weiß, ist dass das Medikament sich im Körper erst einmal anreichern muss. Da reichen keine 2 Wochen Urlaub. Zudem war es bei mir so, dass ich als einzige Nebenwirkung eine leichte Verstopfung an den Tagen direkt nach der Spritze verspürt habe, diese aber nach 2 Monaten komplett verschwunden war. Nebenwirkungen sind also auch nicht immer stabil. Sie können sich verschlimmern, aber auch komplett verschwinden. Dein Arzt wird schon wissen, weshalb er Dir Aimovig verschrieben hat, zumal er das gegenüber der Krankenkasse ja auch plausibel begründen muss. Bei mir war seinerzeit ein recht kompliziertes Antragsverfahren und der Nachweis der „Austherapiertheit“ notwendig.

    Babsi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 15

    Guten Morgen
    Ich möchte mich dem Beitrag von Uerseli anschliessen.
    Und zu mir:
    Ich bekomme Aimovig seit Dezember 2018 und ab Juli 2019 mit 140mg. Seither hat sich die Frequenz auf 4 Schmerztage im Monat eingependelt mit ein paar wenigen sehr leichten Migränchen dazwischen, die ich aber nicht wirklich zähle. Ich habe keinerlei Nebenwirkungen. Von Anfang an nichts. Verstopfung kenne ich nur in Verbindung mit einer schweren Migräne. Die Triptane haben bei mir in den ersten 2-3 Monaten auch manchmal schlecht oder erst nach langer Zeit erst gewirkt. Dies hat sich dann aber wieder eingependelt und jetzt ist alles normal und gut.
    Mit Aimovig habe ich ein „fast“ normales Leben. Natürlich ist es auch da weiterhin wichtig, dass