Aimovig – Verlauf ??

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  • Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 28315

    Kein Problem, ich lösche diese Natascha gleich mal. 😉

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 139

    Hallo ihr Lieben,

    Nun sind ein paar Wochen rum mit Aimovig in meinem Körper und ich wollte mal ein wenig berichten….
    Die ersten 8 Tage nach der ersten Injektion von 140 mg ging es mir so gut wie lange nicht. Ich hatte ja schon kurz erzählt, dass ich morgens mit klarerem Kopf und weniger Schmerzen aufgestanden bin und 5 Tage keine Migräne und 3 Tage mit nur leichter Migräne hatte. Ein Triptan habe ich nicht gebraucht, Vomex und Ruhe haben gereicht und abends war die Migräne wieder weg. Das kenne ich so gar nicht, 3 Tage am Stück sind eigentlich bei mir Minimum. Mit vorsichtigem Optimismus habe ich schon davon geträumt, bald wieder zu arbeiten und endlich wieder mehr Lebensqualität zu haben.
    Leider ging es danach rapide abwärts, hatte 2 Wochen Dauermigräne, die Triptane wirken schlechter und ich merkte, wie die Stimmung wieder abzurutschen drohte. Die Hoffnung auf eine Reduktion der Migränetage mit dieser neuen Therapieoption ist so groß, wenn alle anderen Prophylaxen nicht wirken. Sollte auch Aimovig nicht wirken, heißt es weiter hoffen und warten auf den nächsten CGRP-Antikörper.
    Mir ist, wie sicher allen anderen auch, klar, dass es nur bei ca 50% der Patienten hilft und dass auch kein Schalter umgelegt wird, sondern man auf eine Reduktion der Migränetage hoffen kann wie bei anderen Prophylaxen auch…. aber nach den ersten 8 Tagen deutlicher Besserung habe ich nicht verstanden, warum danach 2 Wochen wieder gar nichts mehr ging.
    Ihr habt ja schon so herrlich über den Placebo-Effekt diskutiert hier…sollte der am Anfang so groß gewesen sein bei mir? Bisher habe ich das noch nie erlebt….
    Inzwischen habe ich die zweite Injektion hinter mir und kann nach fast 7 Wochen sagen, dass es mir insgesamt besser geht, die Migräne nicht so an Fahrt aufnimmt und auch mal mit Vomex zu ertragen ist und ich weniger Triptane brauche. Die Schmerzen sind allerdings nach wie vor jeden Tag da und machen keine Pause, so dass ich mir inzwischen auch nicht mehr sicher bin, wie hoch der Anteil Spannungskopfschmerz ist und wie der Anteil Migräne.
    Ob es am Ende eine Reduktion um 50% zu vorher ist, entscheidet darüber, ob ich die Therapie weiter bekomme. Nach 3 Monaten werde ich mit meinem Arzt den Schmerzkalender auswerten, dann sehen wir weiter.

    Wie ist es euch anderen denn ergangen?
    Marlene und Lili, habt ihr das Aimovig inzwischen bekommen?
    Würde mich freuen, von hoffentlich positiver Wirkung zu hören .

    Euch allen ein schönes Wochenende!
    Anna

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 682

    Hallo Anna,

    danke, dass Du von Deinen Erfahrungen berichtest. Du klingst etwas ernüchtert;). Das tut mir leid.

    Mir geht es ein Stück weit ebenso.

    Ich möchte Dich gerne fragen, wie viele Triptane im Monat Du genommen hast, bevor Du mit Aimovig gestartet bist?

    Ich hatte unter Fremanezu­mab auch einmal 8 Tage „migränefrei“, was ich von anderen Prophylaxen auch nicht kannte. Aber selbst wenn es nur ein Placebo-Effekt war, hoffe ich doch, dass die Forschung irgendwann mal den Placebo-Effekt nutzen kann – aber wahrscheinlich ist das nicht lukrativ …

    Viele Grüße
    Susisonne

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4640

    Liebe Anna,
    ganz herzlichen Dank für deinen Beitrag. Wir alle freuen uns über das Statement eines Betroffenen. Noch ist man zu weit weg von solch hautnahen Erlebnissen. Sicher wird sich das mit der Zeit ändern. Deine Erfahrungen helfen uns das Medikament richtig einzustufen.

    Das es bei dir nicht Das Ergebnis gebracht hat ist traurig. Allerdings schreibst du , dass es dir doch besser geht. Daran kann man ja vielleicht anknüpfen. Also zuversichtlich bleiben, aber keine Erwartungen aufbauen. Ich freue mich sehr über deinen Bericht und dass es dir etwas besser geht.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28315

    Hallo Anna,

    es gibt den sog. Prophylaxe-Honeymoon, der unterschiedlich stark ausfallen kann. Je stärker die positive Erwartungshaltung ist (und diese ist allgemein extrem stark die Antikörper betreffend), desto stärker und länger kann der Placeboeffekt anhalten. Das nur mal allgemein festgehalten, muss bei Dir ja nicht zutreffen.

    Die Antikörper sind sicher kein Wundermittel, sie sind aber eine große neue Chance. Besonders für Menschen, bei denen die Entstehung der Attacken stark an CGRP gekoppelt ist. Das weiß man vorher natürlich nicht, daher sollte man es auf jeden Fall versuchen. Schließlich gibt es auch Menschen, die komplett schmerzfrei sind durch die Behandlung.

    Im Grunde ist es so, dass man sehr schnell merkt, ob es wirkt oder nicht. Man kann zwar durchaus einige Monate testen, aber die Tendenz zeigt sich bereits nach der ersten Behandlung.

    Ich wünsche Dir alles Gute und drücke jetzt einfach mal die Daumen. Kann ja nicht schaden.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Marlene
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 6

    Hallo Anna,

    dank Deiner Hilfe habe ich das Aimovig problemlos aus Amerika bekommen (es hat allerdings fast 3 Wochen gedauert).

    Ich habe gerade das 2. mal 70mg gespritzt. In den ersten Tagen nach der 1.Injektion ging es mir auch rel. gut. Die schlimmste und am schlechtesten behandelbare Migräne habe ich immer während meiner „Regel“ und die war nach der 1. Injektion nicht besser sondern ungewöhnlich stark und lange?. Das hat mich ganz schön frustriert und traurig gemacht.

    Meine Schmerzärtzin hatte mir aber schon im Vorfeld gesagt, dass ich nicht enttäuscht sein soll, wenn sich nicht gleich etwas ändert. Zwar soll Aimovig rel. schnell seine Wirkung zeigen, aber ich habe eine ziemlich komplexe Schmerzerkrankung.

    Ich habe neben chronischer Migräne und Spannungskopfschmerz eine sehr schmerzende Arthrose im Kieferngelenk und eine Art „Nervenschmerz“ in den Augen. Diese triggern sich alle gegenseitig und ich spreche extrem schlecht auf Schmerzmedikamente an (kein MÜK).

    Sie erhofft sich eine
    minimale Verbesserung, sodass ich dadurch die Möglichkeit bekomme, an anderen „Stellschrauben“ wie z.B. Bewegung zu drehen.

    Nächste Woche habe ich einen Termin bei ihr und hoffe, dass sie mich das nächste mal 140mg ausprobieren lässt.
    Ich kann dann gerne nochmal berichten was sie gesagt hat. Denn seit der 1.Spritze hatten wir nur kurzen e-Mail Kontakt.

    Ich würde mich auch freuen, von den andern, die schon Aimovig testen zu hören und zu erfahren wie es ihnen mittlerweile geht!!

    Ganz liebe Grüße

    Marlene

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr von  Marlene.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr von  Marlene.
    Anonym
    Beitragsanzahl: 15

    Liebe Marlene

    Ich hatte jetzt 2 Monate 70 mg. Damit hatte ich statt ca. 23 Migränetage noch ca. 18. Für mich und auch für meine Ärztin unbefriedigend. So habe ich jetzt vorgestern auf ihren Rat hin 140 mg gespritzt.
    Ich frage mich immer, wie macht ihr alle das mit dem Arbeiten? Ich arbeite schon jeden Tag nur 50%. Trotzdem bin ich seit Jahren physisch und psychisch immer am Anschlag. Wie schafft ihr das? Ich schaffe das nicht noch 20 Jahre lang!

    LG Conny

    Ruth
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 72

    Liebe Conny,
    alle schaffen das ja auch nicht- ich zB bekomme seit fünf Jahren Erwerbsminderungsrente,- bin jetzt 60.
    Zwei Jahre davor war ich schon krankgeschrieben,auf Reha,neuer Arbeitsversuch etc.
    Mit so vielen Migränetagen wie du hast hätte ich das auch früher nicht durchgehalten.
    Ich wünsche dir alles Gute!
    LG Ruth

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 682

    Hallo Conny,

    Du betonst „nur“ 50 %. Ich find, das ist schon eine enorme Leistung.

    Halbzeit könnte ich mir auch noch vorstellen, aber mehr echt nicht. Ich hab wirklich Hochachtung vor allen, die bei einer starken Betroffenheit noch im Angestelltendasein arbeiten und vielleicht sogar noch kleine Kinder haben. Mir ist auch ein Rätsel, wie das machbar ist.

    Viele Grüße & einen schönen Sonntag!
    Susisonne

    lili
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 229