Aimovig – Verlauf ??

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  • Anna
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    Beitragsanzahl: 469

    Hallo Janosch,

    kein Problem. Es rechnet ja auch nicht jeder nach (muss man ja auch nicht).
    Außer uns hier wird ja auch kaum einer wissen, dass es diesen Preissprung gibt.

    Aber wie Matthias schon sagt, dass unser Gesundheitssystem da in die Knie geht, wundert mich nicht.

    LG Anna

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Hallo Matthias,

    schön zu hören, dass es Dir mit Aimovig doch um einiges besser geht. Es laufen weitere Studien, auch mit höherer Dosierung.

    Hier gibts übrigens ein Forum zu den CGRP-Antagonisten: https://www.cgrpforum.org

    Weiter alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 139

    Liebe Heika,
    Vielen Dank für deine sensiblen Worte und deine Betrachtung von uns Migränemamas?
    Ich mache mir zum Glück viel weniger Vorwürfe und Gedanken um meine Kinder als noch vor 1 oder 2 Jahren. Das hat bestimmt auch mit mehr Akzeptanz der Erkrankung zu tun. Ich kämpfe nicht mehr so viel gegen die Migräne, sondern akzeptiere sie mehr als Teil von mir, mit dem ich leben muss. Wir haben ja schließlich auch keine Wahl.
    Und das merken auch meine Kinder, es wird eben immer normaler, das Leben mit einer Mama, die chronische Migräne hat.
    Und ich kann auch die positiven Dinge sehen, vor allem auch jetzt während der Krankschreibung…ich habe mehr Zeit für meine Kinder, wir essen jeden Tag zusammen, wenn es Fragen bei den Hausaufgaben gibt bin ich da….und ich bin insgesamt einfach viel zu Hause und quasi immer für Sie da, selbst wenn ich im dunklen Zimmer liege. Und das ist ein gutes Gefühl!
    Wenn dann aber wichtige Termine wie eine Geburtstagsfeier, ein Auftritt in der Musikschule oder beim Ballett kommen und ich wegen Migräne nicht dabei sein kann, dann blutet mein Herz und ich fühle mich richtig schlecht. Aber im HandyZeitalter gibt es dann mal einen Kurzfilm, den der Papa gefilmt hat, dann war ich wenigstens ein wenig dabei und es ist für die Kinder und für mich leichter.

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 139

    Jetzt habe ich 2 Monate unter 140 mg Aimovig herum und möchte meine Zwischenbilanz zeigen….
    Matthias macht das immer so schön, fast wie ein Studienbericht ?

    Vor Aimovig…
    hatte ich zwischen 9 und 14 schweren Migränetagen im Monat, die ich an bis zu 8 Tagen mit Triptan plus Naproxen behandelt habe, den Rest habe ich mit viel Erbrechen und sehr starken Schmerzen liegend im dunklen Zimmer verbracht, also meist so 3—5 Tage im Monat.
    Dazu kommen noch 10-15 leichte Migränetage, die bei Schmerzstärke 7 aufhören und die ich meist ohne Triptan durchhalte.
    Insgesamt also 20-26 Migränetage, davon 8 Triptantage.

    Mit Aimovig 140mg….
    Im September 6schwere Migränetage und 13 leichte.
    Im Oktober 7 Tage schwere Migräne und 11 leichte.
    Im dunklen Zimmer gelegen habe ich seit der ersten Injektion gar nicht mehr, da ich mit den Triptantagen auskomme und eine unbehandelte Migräne ohne Erbrechen und weniger starken Schmerzen verlief.

    Auf jeden Fall ist die schwere Migräne halbiert, das ist ja schonmal ein Anfang! Und ich weiß nicht so genau, ob die leichte Migräne nicht manchmal doch nur ein SK ist….
    Insgesamt habe ich einfach noch soviel Angst im Nacken und auch ständig Nacken- und Rückenschmerzen, so dass ich glaube ich erstmal wieder etwas mutiger werden muss und auf die Wirkung des Antikörpers vertrauen darf. Dann erhoffe ich mir, dass die Migränetage insgesamt noch weiter sinken werden.

    Bin gespannt, wie es bei euch anderen weitergeht!
    Viel Erfolg !!!

    Anna

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 469

    Das klingt doch nach Verbesserung. *Daumen hoch*

    LG Anna

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 469

    Hm, bis jetzt konnte ich nur was zu den 70ml in Deutschland finden.
    Vielleicht wird es die 140ml nicht oder zumindest vorläufig nicht geben?!

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 376

    Heißt das, dass Aimovig nun vom Facharzt verordnet und gleich in der Apotheke geholt werden kann oder muss man die Kostenübernahme erst beantragen?
    LG Jasmin

    Nina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 18

    Hallo Zusammen,

    ich bin neu hier, zumindest als „Aktive“ denn lesend bin ich schon ganz lange dabei.
    Ich hab auf diesen Seiten viel Trost und Hilfe gefunden, besonders in den ganz schlechten Zeiten. Vielen Dank Euch Allen und ganz besonders Bettina, du bist wirklich eine Heldin!

    Ich war selber vor 12 Jahren in der Klinik in Kiel und habe mich, mit dem was ich dort gelernt habe, noch eine ganze Weile in der Arbeitswelt über Wasser gehalten. Bei mir hat Ausdauer-Sport, Entspannungstraining, geregelter Tagesablauf und so weiter lange ausgereicht als Maßnahme. Doch irgendwann hat sich meine Migräne immer mehr verkompliziert, bis ich irgendwann eine Statusmigräne hatte. Mittlerweile bin ich seit Anfang 2016 krank geschrieben.

    Seit ich nicht mehr arbeite geht es mir viel besser, ich bin von zwei bis drei Attacken pro Woche runter auf maximal eine pro Woche, eher weniger. Dabei geholfen (aber nur zu einem kleinen Teil so kommt es mir vor) hat auch die medikamentöse Prophylaxe, ich nehme jetzt schon seit zwei Jahren Imipramin. Das war das dritte Antidepressivum, das ich ausprobiert habe. Mit Betablockern und Anti-Epileptika habe ich noch keine Erfahrung. Also eigentlich geht es mir gut, nur jeder Test wieder mit dem Arbeiten anzufangen, hat nicht so gut funktioniert. Zumindest in meinen alten Job wieder einzusteigen, ist nicht drin. Aber ich bin trotzdem frohen Mutes, denn es geht mir jetzt viel besser, als in meinen schlechtesten Zeiten.
    Das nur „kurz“ zu meinem Hintergrund.

    Ich melde mich heute zu Wort, weil ich paar Infos über Aimovig habe, die anscheinend nicht so bekannt sind, wenn noch nicht mal hier jemand genaues dazu weiß.
    Ich war beim letzten Symposium der MigräneLiga in Regensburg. Dort hat Dr. Heinze (mein Ritter in schimmernder Rüstung aus meiner Zeit in Kiel) einen ganz tollen Vortrag über das Medikament gehalten. Da waren einige Infos zum Thema Kostenerstattung durch die Krankenkassen drin, die mich ziemlich umgehauen haben. Aber irgendwie scheint die Einführung von Aimovig auch ein bisschen ungewöhnlich abzulaufen. Also hab ich mich direkt an Novartis (den Hersteller) gewandt und einfach mal gefragt, weil ich gerne für meinen Migräne Blog einen Artikel darüber schreiben wollte. Ich setze hier keinen Link hin (das ist bestimmt nicht gewünscht), ich erwähne das nur, damit klar ist, dass ich eine Privatperson bin und mit nicht irgendwie mit dem Hersteller verbandelt, ich schwöre 🙂

    Also:
    Welcher Arzt?
    Die Fachinformation sagt „Die Behandlung sollte von Ärzten initiiert werden, die mit der Diagnose und Behandlung von Migräne Erfahrung haben.“ Das könnte theoretisch auch der Hausarzt sein. Ich habe auf jeden Fall meine Hausärztin um ein Rezept gebeten, weil die mich schon seit Jahren mit meiner Migräne betreut, und die prüft gerade, ob sie das Medikament verschreiben darf. Kann ich gern nochmal Rückmeldung dazu geben.

    70 mg oder 140 mg Dosis verfügbar?
    Bis jetzt gibt es nur den 70 mg Stift, der mit der doppelten Dosis ist aber in Arbeit.

    Kostenerstattung durch die Krankenkassen
    Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten die Kosten für Aimoig in den ersten sechs Monaten nachdem es „im Handel“ ist (also von November 2018 bis Mai 2019) voll für jeden, der mindestens vier Migränetage pro Monat hat.
    Für danach gibt es die Empfehlung, dass das Medikament nur für Patienten, die schon fünf erfolglose Prophylaxen hinter sich haben, erstattet wird. Erfolglos heisst: war nicht wirksam, wurde nicht vertragen oder war kontraindiziert). Darunter müssen die folgenden Medikamente sein: 1. Metoprolol oder Propranolol, 2. Topimarat, 3. Amitriptylin, 4. Flunarizin und 5. Valproinsäure (wird noch diskutiert) und bei chronischer Migräne 6. Botox.
    Die Entscheidung über diese Bedingungen wird im Mai getroffen.
    Das mit den Bedingungen hat Dr. Heinze vorgetragen. Das hatte mich sehr erschreckt, weil das viele auch durchaus schwer Betroffene von der Kostenerstattung ausschließen würde, nur weil sie nicht genau diese Medikamente schon hinter sich haben.
    Deswegen habe ich bei Novartis nachgefragt und die haben mir diese Aussage bestätigt und das von den ersten sechs Monaten hinzugefügt.

    Dr. Heinze sagte noch, Aimovig würde nur bei den Patienten helfen, bei denen auch Triptane wirksam sind. Das hatte ich auch noch nirgendwo bis dahin gelesen.

    Soviel erstmal zu meinen Hintergrundinfos. Ich hoffe, das hilft euch weiter und ist im Sinne der Forumsregeln o.k. so, Bettina?

    Liebe Grüße! Nina

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Willkommen als schreibendes Mitglied, liebe Nina. 🙂

    Danke für die Auflistung der zur Zeit bekannten Details. Ich hatte mich extra damit noch zurückgehalten, da es im Grunde noch keine einheitlichen Infos dazu gibt. Viel ist ja noch nicht bekannt und was heute als Info geteilt wird, kann morgen schon wieder ganz anders aussehen.

    Der Start ist etwas holprig und schleppend, auch ist das Medikament deutlich teurer als noch vor einigen Wochen spekuliert wurde.

    Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten die Kosten für Aimoig in den ersten sechs Monaten nachdem es „im Handel“ ist (also von November 2018 bis Mai 2019) voll für jeden, der mindestens vier Migränetage pro Monat hat.

    Das wird wahrscheinlich nicht haltbar sein, da man mit vier Migränetagen im Monat noch gar nicht in die Gruppe derjenigen kommt, die für das Medikament in Frage kommen. Auch hat man mit dieser eher „leichten“ Betroffenheit sicher noch nicht die geforderten Prophylaxen durch.

    Es bleibt weiter spannend, in einigen Wochen und Monaten wissen wir wieder mehr. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 469

    Hallo Nina,

    herzlich Willkommen und danke für die umfassende Info.

    Ist aber schon ein bisschen komisch das ganze.
    Das würde ja bedeutend, dann könnte es jeder in den ersten 6 Monaten ausprobieren und wenn dann jemand dabei wäre, bei dem die Migräne dann ganz weg wäre, der aber diese 5 anderen Medikamente noch nicht ausprobiert hätte, dem würde man dann sagen:
    Tja gute Frau/ guter Mann, das Medikament hilft dir zwar super, aber du bekommst es jetzt erst einmal nicht mehr, bis du die anderen Big Five erst einmal erfolglos ausprobiert hast!

    Wer bitte hat sich denn das ausgedacht?

    Weißt du eigentlich zufälligerweise auch, wie es bei den privaten Kassen aussieht?

    LG Anna

    • Diese Antwort wurde geändert vor 7 Monate, 3 Wochen von  Anna.
    Nina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 18

    Danke fürs Willkommenheissen 🙂

    Also man (Novartis) hat es mir so erklärt: die Studien, die für die Zulassung des Medikaments erforderlich sind, sind natürlich schon durch, damit die Nebenwirkungen und Wirksamkeit belegt ist.
    Aber die Studien, die den Zusatz-Nutzen von Aimovig gegenüber den schon bekannten Prophylaxe Medikamenten belegt, sind noch nicht alle abgeschlossen. Die Daten von diesen Studien werden aber ausschlaggebend für die Richtlinien zur Kostenerstattung sein der Krankenkassen sein. Logisch, denn Aimovig ist wesentlich teurer als Antidepressiva und Co., das wird nur übernommen, wenn es auch deutliche Vorteile hat.

    Die Einführung das Medikaments ist deswegen tatsächlich unüblich, denn normalerweise würden diese Studien auch noch abgewartet werden (das wäre dann 2020 soweit) und dann gäbe es auch kein Hin und Her. Nun hat man sich entschieden, das Medikament aufgrund des hohen Leidensdrucks der Betroffenen (ja, da kann man sich darüber Gedanken machen, ob das die erste Motivation des Unternehmens ist oder ob nicht doch eher finanzielle Interessen eine Rolle spielen) jetzt schon herauszubringen und daher dieses krude Modell.

    Novartis hat die Empfehlung zur Kostenerstattung, mit den fünf erfolglosen Prophylaxen als Bedingung, gegeben (das müssen die so hoch ansetzen, weil sie sonst den Preis für ihr Medikament niedriger machen müssten, deswegen ist auch Botox in der Liste) und verhandelt darüber mit dem GBA (Gemeinsamer Bundesausschuss), die Entscheidung steht für Mai 2019 an.
    Bis dahin soll tatsächlich gelten, dass man mit mindestens vier Migräne-Tagen die Kosten erstattet bekommt, sofern nur der Arzt bereit ist, das Medikament zu verschreiben. Ab Mai wird es dann die Bedingungen geben.
    Ich habe extra mehrfach schriftlich nachgefragt, ob ich das auch richtig verstanden habe und eine nette Dame bei Novartis hat sich die Zeit genommen, mir das zu erklären – weil ich den Artikel darüber schreiben wollte.

    Wie du sehr richtig sagst, Anna, ist das Ganze nämlich ziemlich ungeheuerlich. Du hast es genau erkannt.
    Ich sehr es für mich so, dass ich jetzt sechs Monate habe, um herauszufinden, ob Aimovig überhaupt bei mir wirkt. Das ist ja nicht sicher. Und dann kann ich mir im Erfolgsfall überlegen, ob ich irgendwie trotzdem die Bedingungen erfüllen kann. Wenn nicht, kann ich auf 2020 hoffen, da wird dann neu verhandelt.
    Hört sich alles absurd an, ich weiß. Von dem was ich jetzt über den ganzen Prozess gelernt habe, folgt es schon einer gewissen Logik, aber für den Patienten ist das schwer nachvollziehbar.

    Ich habe heute auch mal in der Apotheke nachgefragt und die haben mir auch gesagt, dass meine gesetzliche Krankenkasse Aimovig bezahlt, Zuzahlung für den Patienten 10 Euro.

    Bei Privatversicherungen habe ich die Info bekommen, dass generell keine Erstattungseinschränkung vorgesehen ist.

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 674

    Hallo Nina,

    vielen herzlichen Dank für die Infos. Das ist noch mal eine gute komprimierte Darstellung hilft wahrscheinlich Vielen.

    Dass der Stift in doppelter Dosis in Arbeit ist, bestätigt die Erfahrung von Matthias und passt ja auch zu dem, dass man mir am Studienort mitteilte, dass die Langzeitstudien mit 140 mg durchgeführt werden. Das ist dann ja auch noch mal Hoffnung für die bisherigen Aimovig-Anwender, die zwar auf den Antikörper ansprechen, aber noch nicht in zufriedenstellender Weise. Es tut sich also was bzw. eigentlich ja allerhand:), wie ich finde.

    Und das Ganze wird sicherlich dadurch beschleunigt, das andere Antikörper-Hersteller schon in der Warteschlange stehen, bis ihr Produkt auf den Markt kommt;).

    Nina, wurde auch etwas zu den anderen drei Antikörpern gesagt?

    Viele Grüße & ein schönes Wochenende!
    Susisonne

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 674

    Hallo Nina,

    da warst Du beim Absenden schneller als ich:).

    Die jetzige Regelung find ich von daher blöd, dass selbst wenn Aimovig bei Betroffenen gut wirkt, sie aber noch nicht alle Prophylaxen „vorweisen“ können, sie im Grunde nach der 6 monatigen Aimovig-Einnahme noch mal andere Prophylaxen testen müssen (wahrscheinlich jede Prophylaxe mind. 3 Monate, es sei denn es treten nicht vertretbare Nebenwirkungen vor Ablauf der 3 Monate auf (?)), um dann im Anschluss Aimovig zu erhalten.

    Aber es wird sicherlich gute Ärzte/Neurologen geben, die das kompetent im Sinne der schwer betroffenen Patienten „umgehen“ können („umgehen“ hört sich negativ an, ist aber nicht so gemeint).

    Auf jeden Fall erscheint es mir sinnvoll, dass man vor der 6-monatigen Zeit eine Triptan-/Medikamentenpause einlegt, um den höchstmöglichen Nutzen zu erzielen und damit ein gutes Argument für die Forsetzung der Aimovig-Gabe zu haben.

    Viele Grüße
    Susisonne

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 469

    Ach was ist das alles ein Blödsinn.
    Wie gut dass man mit Verzweifelten so leicht Geld verdienen kann.

    Nun könnte ich ja sagen: Glücklicherweise bin ich privat versichert, aber blöd finde ich das trotzdem.
    Ich habe ja gerade eine ziemlich gut (sehr gut würde ich auch nicht sagen) laufende Prophylaxe mit Topiramat.
    Die werde ich jetzt auch nicht Hals über Kopf hinschmeißen für etwas von dem ich ja auch noch nicht weiß, ob es gerade mir etwas bringt.
    Also erst mal abwarten, wie sich alles entwickelt.

    LG Anna

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 674

    Hallo Bettina,

    herzlichen Dank für den Link zum Forum zu den CGRP-Antagonisten!

    Viele Grüße & bei der Gelegenheit auch verspätete Glückwünsche zum Bundesverdienstkreuz!
    Susisonne

    Nina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 18

    Ja, das hoffe ich, dass die Info weiterhilft und so diejenigen, für die es gut in die aktuelle Situation passt, das Medikament bekommen können.

    Wie Bettina schon richtig sagt, mit vorschnellen Infos muss man aufpassen und ich möchte hier auf keinen Fall für Verwirrung sorgen.
    Ich habe nur auch irgendwie die Hoffnung, dass wenn es eine Diskussion gibt, diese „drohenden“ Bedingungen vielleicht etwas sinnvoller ausfallen. Im GBA sitzen ja auch Ärzte und Patientenvertreter.

    Anna, das find ich aber nett von dir, dass Du Dir solidarisch mit uns Gedanken machst, wo es Dich gar nicht betrifft.:-)
    Wenn ich eine besser funktionierende Prophylaxe hätte, würde ich auch nicht so schnell wechseln. Das macht man ja nicht mal eben so nebenbei. Und wer weiß, wie gut das dann mit Aimovig wird. Aber für die Privatversicherten wird sich ja ohnehin nichts ändern, Du hast also keine Eile.

    Und susisonne, so habe ich es mir auch gedacht/erhofft: wenn Aimovig gut wirken sollte, könnte ein verständnisvoller Arzt vielleicht doch dabei helfen, dass man die Bedingungen erfüllt.
    Das mit der Medikamentenpause ist eine gute Idee.

    Über die anderen Medikamente habe ich leider keine Infos. Nur über die Wirkweise, also dass sie gegen den Botenstoff CGRP selber angehen und nicht die Rezeptoren dafür blockieren wie Aimovig, und ähnliche Sicherheitsprofile haben. Aber das wisst ihr wahrscheinlich schon alle. Ich hab nur mit Novartis bisher gesprochen, die Hersteller für die anderen Medikamente habe ich nicht kontaktiert.

    Marlene
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 6

    Hallo ihr Lieben,

    ich bekomme nun auch 140mg Aimovig zum testen. Allerdings musste ich ganz schön darum kämpfen.
    Da 70mg bei mir keinen durchschlaggebenden Erfolg hatte, war mein Arzt der Ansicht, dass auch 140mg nicht mehr erzielen würde. Von meinen ganzen Argumenten wollte er nichts hören.

    Nach dem post von Nina
    gestern (vielen vielen Dank für die ganze zusammenfassende Erklärung), frage ich mich nun, warum alle Ärzte dieser großen Schmerzptaxis von meinem Arzt die Anweisung bekommen, dass nach 1 erfolglosen Gabe von 70mg Aimovig Schluss ist. Wenn ich das gestern richtig verstanden habe, dürfte es doch von Seiten der Krankenkassen in den ersten 6 Monaten kein Problem geben. Ich frage mich, warum es von ihm diese Anweisung gibt???

    Ich finde es ja richtig, dass ein teures Medikament nicht unnötiger Weise verschrieben werden soll, aber wir mit chronischer Migräne können doch nach 1 Monat noch gar nichts richtig beurteilen. Wie Bettina mal so schön sagte: Auch unter der am besten wirkenden Profilaxe, kann es mal ganz schlechte Phasen geben.

    Wie ist das mit dem Budget, das die Ärzte für Medikamente zur Verfügung haben, könnte es daran liegen, dass sie es nicht öfter als 1x verschreiben wollen??
    Allerdings ist es eine sehr große Praxis für Schmerzmedizin.
    Was meint ihr??

    Ich wünsche Euch allen einen ganz schönen Sonntag!!

    Marlene

    Matthias
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 51

    Wenn es tatsächlich so ist, dass unsere Apotheken nicht nur an den Preis gebunden sind den der Pharma-Konzern vorgibt, sondern auch noch reglementiert werden und international nicht einkaufen dürfen, dann ist das eine vollständige Aushebelung der Marktwirtschaft zu Lasten der Allgemeinheit.
    Und das in einem Rechtsstaat. Maßlose Bereicherung der Pharmakonzerne auf Kosten der KV-Beiträge der Allgemeinheit, staatlich unterstützt.
    Natürlich muss sich Forschung lohnen.
    Es kann aber nicht sein, dass wir in D fast 100% mehr bezahlen als z.B. in USA. Manchmal glaube ich fast dass in D Korruption und Vetternwirtschaft nur einfach ersetzt wurde durch Lobbyismus.
    Am Ende darf es dann den Patienten nicht verschrieben werden, die es dringend brauchen, weil es zu teuer ist.
    Statt einfach mehr zu verkaufen zu einem günstigeren Preis.
    Das ist geradezu grotesk und beschämend!

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Genau deshalb halte ich mich noch sehr zurück mit Meldungen zu Aimovig, da es eben noch kaum verlässliche Informationen gibt. 😉 Und bevor nun die Empörung und Entrüstung über ungelegte (!) Eier noch größer wird – bitte die Ruhe bewahren, Geduld haben und abwarten. Danke!

    Wir halten hier immer auf dem Laufenden, aber wir möchten nicht einfach nur spekulieren und zur weiteren Verunsicherung beitragen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Matthias
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 51

    … damit hast Du ja grundsätzlich absolut Recht.
    Nur leider sind die genannten Preise keine Spekulation sondern Fakt.
    Wer seit 1.11. in die Apotheke geht, muss genau diese Preise auch bezahlen.
    Es wäre ja schön, wenn sich daran noch was ändert.

    LG,
    Matthias

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 674

    Hallo Marlene,

    wirst Du dann direkt 140 mg Aimovig bekommen oder 2 x 70 mg im Abstand von 14 Tagen?

    Ich drücke Dir die Daumen, dass Du mit der höheren Dosis ein besseres Ergebnis erzielst!

    Viele Grüße
    Susisonne

    Ruth
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 63

    Hallo Matthias,

    ich könnte nicht mal den vorherigen Preis bezahlen,-
    und so geht es sicher vielen hier.
    Deshalb ist für mich die Frage wichtiger, ob meine Kasse mir dieses Medikament bald bezahlen wird.

    Viele Grüße Ruth

    Matthias
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 51

    Hallo Ruth,

    ich kann und will das auch nicht. Zum Glück habe ich (noch) eine Kostenzusage meiner PKV.
    Doch wie wahrscheinlich ist es, dass diese Zicken machen, wenn nun aus 9000.-/Jahr plötzlich 16500.-/Jahr werden?
    Ich finde dies auch einfach für unser Gesundheitssystem nicht richtig.
    Egal ob PKV oder GKV und auch was die Auswirkungen für Verschreibungs-Vorraussetzungen anbelangt.
    Genau deshalb wird sich auch Deine Kasse ganz genau überlegen, wann und in welchem Fall sie bezahlen will.
    Und das wird sicher nicht großzügiger, wenn der Preis höher wird.

    Inzwischen habe ich herausgefunden, warum der Unterschied so groß ist.
    In USA kostet die Monatsration ca. 600.-$. Egal ob 70mg oder 140mg.
    D.h. die Doppelpackung (140mg) kostet auch nur soviel wie die 70mg Packung.
    In D gibt es aber nur eine 70mg Packung oder eine 3er Packung, die das Dreifache kostet!
    Die Doppelpackung (140mg) hat man offensichtlich einfach weggelassen.
    D.h. wer in D 140mg braucht zahlt also doppelt im Vergleich zu z.B. USA. So einfach ist das.

    Ich bin grade auf der Suche nach einer Quelle, die noch international importiert.
    Wenn jemand eine kennt, bitte melden.

    LG,
    Matthias

    • Diese Antwort wurde geändert vor 7 Monate, 3 Wochen von  Matthias.
    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Inzwischen habe ich herausgefunden, warum der Unterschied so groß ist.
    In USA kostet die Monatsration ca. 600.-$. Egal ob 70mg oder 140mg.
    D.h. die Doppelpackung (140mg) kostet auch nur soviel wie die 70mg Packung.
    In D gibt es aber nur eine 70mg Packung oder eine 3er Packung, die das Dreifache kostet!
    Die Doppelpackung (140mg) hat man offensichtlich einfach weggelassen.
    D.h. wer in D 140mg braucht zahlt also doppelt im Vergleich zu z.B. USA. So einfach ist das.

    Man kann nur hoffen, dass dies auch noch angeglichen wird und sich andere Länder außerhalb Amerika dies nicht bieten lassen.

    Habe leider keine Quelle. Aber nutze doch mal das CGRP-Forum zum Austausch, das ich bereits eingestellt hatte.

    Sunny
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2

    Hallo in die Runde,
    ich bin auch neu hier was das Schreiben angeht, gelesen habe ich schon sehr viel und vieles hat mir auch geholfen – manchmal auch nur, weil man hier sieht, dass es leider vielen mit ihrer Migräne so schlecht geht. Ich schlage mich selbst seit 30 Jahren mit Migräne rum, seit ca. 4 Jahren konstant 12-14 Tage im Monat, eigentlich auch immer mit Triptan. Auch ich hoffe sehr, dass ich bald Aimovig testen kann.

    Aber kurz zur Sachlage in den Apotheken (bin selber Apothekerin)
    Die hier genannten Preise sind leider richtig, 1x70mg für €688,36 und 3x70mg für €2027,36. Deutsche Apotheken sind an diese Preise gebunden, sie werden von der Firma Novartis so vorgegeben. Und nein, die Apotheke verdient sich daran keine goldene Nase, denn der Aufschlag für verschreibungspflichtige Arzneimittel beträgt 3% (+ Fixzuschlag von €6,74). 😉
    Sobald ein Arzneistoff in Deutschland offiziell erhältlich ist, dürfen deutsche Apotheken die Ware nicht mehr importieren. Über sog. Einzelimporte nach §73 muss streng Buch geführt werden, so dass das sehr wahrscheinlich keine Apotheke riskieren wird. Schon gar nicht bei gesetzlichen Krankenkassen, die dann diesen Einzelimport nämlich einfach nicht mehr erstatten.
    Ob es irgendwo über ausländische Apotheken ein Schlupfloch gibt, kann ich leider nicht sagen.

    Wenn man in der Apotheke das Aimovig als Kassenrezept eingibt, wird es ohne Probleme übernommen – das heißt aber nur, dass in der Apotheke keine Prüfpflicht bzgl. der Genehmigung besteht. Verordnet der Arzt das Arzneimittel also „unberechtigt“, so kann die Krankenkasse dem Arzt gegenüber Regressansprüche stellen.
    Die Zuzahlung beträgt für beide Packungsgrößen gleichermaßen €10,00.

    Am Ende liegt es also allein in der Verantwortung des Arztes, ob er Aimovig schon verordnen möchte oder nicht. Aus Angst vor Regressen werden die meisten dies wohl nicht gern tun, bis Klarheit herrscht.

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5603

    Das ist ja super nett, liebe Sunny, dass du uns den aktuellen Apotheken-Stand aus deiner fachlich kompetenten Quelle mitteilst. Danke!

    Dann hoffen wir mal, dass möglichst bald alle Ärzte Bescheid wissen, ab wann der Einsatz von Aimovig berechtigt ist und die Kosten somit ohne Probleme von den Kassen übernommen werden – und wann eben nicht. Und bis dahin warten wir einfach geduldig ab.

    Lieber Gruß
    Heika

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Willkommen als schreibendes Mitglied, liebe Sunny. 🙂 Und danke für die Infos aus erster Hand.

    Auch ein herzliches Willkommen an Juniper und danke auch an Dich für die Infos zur Bestellung von Aimovig.

    Matthias
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 51

    … mit Social Medwork hatte ich bereits regen email Austausch. Deren Antwort war, dass sie in Länder in denen ein regulärer Bezug möglich ist nicht verkaufen dürfen. Dazu zählt seit 1.11. auch Deutschland.

    lili
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 229

    Liebe alle,
    bei mir startet jetzt auch der Aimovig Versuch. Direkt mit 140mg – war etwas überrascht.

    Bin sehr(!) aufgeregt. Da bislang noch keine Prophylaxe gewirkt hat aber auch etwas gedämpft. Daumen drücken!

    Jetzt erstmal schleppe ich mich aber mit Migränekopf durch den Tag …

    Viele Grüße
    lili

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7429

    Gerne! Wird gemacht ✊✊✊✊✊✊✊✊✊✊✊✊✊ ?
    Viel Erfolg,
    Julia

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