Aimovig – Verlauf ??

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  • Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 512

    Hallo Janosch,

    kein Problem. Es rechnet ja auch nicht jeder nach (muss man ja auch nicht).
    Außer uns hier wird ja auch kaum einer wissen, dass es diesen Preissprung gibt.

    Aber wie Matthias schon sagt, dass unser Gesundheitssystem da in die Knie geht, wundert mich nicht.

    LG Anna

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28362

    Hallo Matthias,

    schön zu hören, dass es Dir mit Aimovig doch um einiges besser geht. Es laufen weitere Studien, auch mit höherer Dosierung.

    Hier gibts übrigens ein Forum zu den CGRP-Antagonisten: https://www.cgrpforum.org

    Weiter alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 139

    Liebe Heika,
    Vielen Dank für deine sensiblen Worte und deine Betrachtung von uns Migränemamas?
    Ich mache mir zum Glück viel weniger Vorwürfe und Gedanken um meine Kinder als noch vor 1 oder 2 Jahren. Das hat bestimmt auch mit mehr Akzeptanz der Erkrankung zu tun. Ich kämpfe nicht mehr so viel gegen die Migräne, sondern akzeptiere sie mehr als Teil von mir, mit dem ich leben muss. Wir haben ja schließlich auch keine Wahl.
    Und das merken auch meine Kinder, es wird eben immer normaler, das Leben mit einer Mama, die chronische Migräne hat.
    Und ich kann auch die positiven Dinge sehen, vor allem auch jetzt während der Krankschreibung…ich habe mehr Zeit für meine Kinder, wir essen jeden Tag zusammen, wenn es Fragen bei den Hausaufgaben gibt bin ich da….und ich bin insgesamt einfach viel zu Hause und quasi immer für Sie da, selbst wenn ich im dunklen Zimmer liege. Und das ist ein gutes Gefühl!
    Wenn dann aber wichtige Termine wie eine Geburtstagsfeier, ein Auftritt in der Musikschule oder beim Ballett kommen und ich wegen Migräne nicht dabei sein kann, dann blutet mein Herz und ich fühle mich richtig schlecht. Aber im HandyZeitalter gibt es dann mal einen Kurzfilm, den der Papa gefilmt hat, dann war ich wenigstens ein wenig dabei und es ist für die Kinder und für mich leichter.

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 139

    Jetzt habe ich 2 Monate unter 140 mg Aimovig herum und möchte meine Zwischenbilanz zeigen….
    Matthias macht das immer so schön, fast wie ein Studienbericht ?

    Vor Aimovig…
    hatte ich zwischen 9 und 14 schweren Migränetagen im Monat, die ich an bis zu 8 Tagen mit Triptan plus Naproxen behandelt habe, den Rest habe ich mit viel Erbrechen und sehr starken Schmerzen liegend im dunklen Zimmer verbracht, also meist so 3—5 Tage im Monat.
    Dazu kommen noch 10-15 leichte Migränetage, die bei Schmerzstärke 7 aufhören und die ich meist ohne Triptan durchhalte.
    Insgesamt also 20-26 Migränetage, davon 8 Triptantage.

    Mit Aimovig 140mg….
    Im September 6schwere Migränetage und 13 leichte.
    Im Oktober 7 Tage schwere Migräne und 11 leichte.
    Im dunklen Zimmer gelegen habe ich seit der ersten Injektion gar nicht mehr, da ich mit den Triptantagen auskomme und eine unbehandelte Migräne ohne Erbrechen und weniger starken Schmerzen verlief.

    Auf jeden Fall ist die schwere Migräne halbiert, das ist ja schonmal ein Anfang! Und ich weiß nicht so genau, ob die leichte Migräne nicht manchmal doch nur ein SK ist….
    Insgesamt habe ich einfach noch soviel Angst im Nacken und auch ständig Nacken- und Rückenschmerzen, so dass ich glaube ich erstmal wieder etwas mutiger werden muss und auf die Wirkung des Antikörpers vertrauen darf. Dann erhoffe ich mir, dass die Migränetage insgesamt noch weiter sinken werden.

    Bin gespannt, wie es bei euch anderen weitergeht!
    Viel Erfolg !!!

    Anna

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 512

    Das klingt doch nach Verbesserung. *Daumen hoch*

    LG Anna

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 512

    Hm, bis jetzt konnte ich nur was zu den 70ml in Deutschland finden.
    Vielleicht wird es die 140ml nicht oder zumindest vorläufig nicht geben?!

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 380

    Heißt das, dass Aimovig nun vom Facharzt verordnet und gleich in der Apotheke geholt werden kann oder muss man die Kostenübernahme erst beantragen?
    LG Jasmin

    Nina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 18

    Hallo Zusammen,

    ich bin neu hier, zumindest als „Aktive“ denn lesend bin ich schon ganz lange dabei.
    Ich hab auf diesen Seiten viel Trost und Hilfe gefunden, besonders in den ganz schlechten Zeiten. Vielen Dank Euch Allen und ganz besonders Bettina, du bist wirklich eine Heldin!

    Ich war selber vor 12 Jahren in der Klinik in Kiel und habe mich, mit dem was ich dort gelernt habe, noch eine ganze Weile in der Arbeitswelt über Wasser gehalten. Bei mir hat Ausdauer-Sport, Entspannungstraining, geregelter Tagesablauf und so weiter lange ausgereicht als Maßnahme. Doch irgendwann hat sich meine Migräne immer mehr verkompliziert, bis ich irgendwann eine Statusmigräne hatte. Mittlerweile bin ich seit Anfang 2016 krank geschrieben.

    Seit ich nicht mehr arbeite geht es mir viel besser, ich bin von zwei bis drei Attacken pro Woche runter auf maximal eine pro Woche, eher weniger. Dabei geholfen (aber nur zu einem kleinen Teil so kommt es mir vor) hat auch die medikamentöse Prophylaxe, ich nehme jetzt schon seit zwei Jahren Imipramin. Das war das dritte Antidepressivum, das ich ausprobiert habe. Mit Betablockern und Anti-Epileptika habe ich noch keine Erfahrung. Also eigentlich geht es mir gut, nur jeder Test wieder mit dem Arbeiten anzufangen, hat nicht so gut funktioniert. Zumindest in meinen alten Job wieder einzusteigen, ist nicht drin. Aber ich bin trotzdem frohen Mutes, denn es geht mir jetzt viel besser, als in meinen schlechtesten Zeiten.
    Das nur „kurz“ zu meinem Hintergrund.

    Ich melde mich heute zu Wort, weil ich paar Infos über Aimovig habe, die anscheinend nicht so bekannt sind, wenn noch nicht mal hier jemand genaues dazu weiß.
    Ich war beim letzten Symposium der MigräneLiga in Regensburg. Dort hat Dr. Heinze (mein Ritter in schimmernder Rüstung aus meiner Zeit in Kiel) einen ganz tollen Vortrag über das Medikament gehalten. Da waren einige Infos zum Thema Kostenerstattung durch die Krankenkassen drin, die mich ziemlich umgehauen haben. Aber irgendwie scheint die Einführung von Aimovig auch ein bisschen ungewöhnlich abzulaufen. Also hab ich mich direkt an Novartis (den Hersteller) gewandt und einfach mal gefragt, weil ich gerne für meinen Migräne Blog einen Artikel darüber schreiben wollte. Ich setze hier keinen Link hin (das ist bestimmt nicht gewünscht), ich erwähne das nur, damit klar ist, dass ich eine Privatperson bin und mit nicht irgendwie mit dem Hersteller verbandelt, ich schwöre 🙂

    Also:
    Welcher Arzt?
    Die Fachinformation sagt „Die Behandlung sollte von Ärzten initiiert werden, die mit der Diagnose und Behandlung von Migräne Erfahrung haben.“ Das könnte theoretisch auch der Hausarzt sein. Ich habe auf jeden Fall meine Hausärztin um ein Rezept gebeten, weil die mich schon seit Jahren mit meiner Migräne betreut, und die prüft gerade, ob sie das Medikament verschreiben darf. Kann ich gern nochmal Rückmeldung dazu geben.

    70 mg oder 140 mg Dosis verfügbar?
    Bis jetzt gibt es nur den 70 mg Stift, der mit der doppelten Dosis ist aber in Arbeit.

    Kostenerstattung durch die Krankenkassen
    Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten die Kosten für Aimoig in den ersten sechs Monaten nachdem es „im Handel“ ist (also von November 2018 bis Mai 2019) voll für jeden, der mindestens vier Migränetage pro Monat hat.
    Für danach gibt es die Empfehlung, dass das Medikament nur für Patienten, die schon fünf erfolglose Prophylaxen hinter sich haben, erstattet wird. Erfolglos heisst: war nicht wirksam, wurde nicht vertragen oder war kontraindiziert). Darunter müssen die folgenden Medikamente sein: 1. Metoprolol oder Propranolol, 2. Topimarat, 3. Amitriptylin, 4. Flunarizin und 5. Valproinsäure (wird noch diskutiert) und bei chronischer Migräne 6. Botox.
    Die Entscheidung über diese Bedingungen wird im Mai getroffen.
    Das mit den Bedingungen hat Dr. Heinze vorgetragen. Das hatte mich sehr erschreckt, weil das viele auch durchaus schwer Betroffene von der Kostenerstattung ausschließen würde, nur weil sie nicht genau diese Medikamente schon hinter sich haben.
    Deswegen habe ich bei Novartis nachgefragt und die haben mir diese Aussage bestätigt und das von den ersten sechs Monaten hinzugefügt.

    Dr. Heinze sagte noch, Aimovig würde nur bei den Patienten helfen, bei denen auch Triptane wirksam sind. Das hatte ich auch noch nirgendwo bis dahin gelesen.

    Soviel erstmal zu meinen Hintergrundinfos. Ich hoffe, das hilft euch weiter und ist im Sinne der Forumsregeln o.k. so, Bettina?

    Liebe Grüße! Nina

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28362

    Willkommen als schreibendes Mitglied, liebe Nina. 🙂

    Danke für die Auflistung der zur Zeit bekannten Details. Ich hatte mich extra damit noch zurückgehalten, da es im Grunde noch keine einheitlichen Infos dazu gibt. Viel ist ja noch nicht bekannt und was heute als Info geteilt wird, kann morgen schon wieder ganz anders aussehen.

    Der Start ist etwas holprig und schleppend, auch ist das Medikament deutlich teurer als noch vor einigen Wochen spekuliert wurde.

    Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten die Kosten für Aimoig in den ersten sechs Monaten nachdem es „im Handel“ ist (also von November 2018 bis Mai 2019) voll für jeden, der mindestens vier Migränetage pro Monat hat.

    Das wird wahrscheinlich nicht haltbar sein, da man mit vier Migränetagen im Monat noch gar nicht in die Gruppe d