Aimovig – Verlauf ??

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  • susisonne
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    Beitragsanzahl: 674

    Hallo Paulina,

    danke, dass Du und auch andere von Euren Erfahrungen berichtet!!

    Paulina, Du schreibst: „Ich habe im Schnitt 14-mal Migräne im Monat.“
    Behandelst Du alle Attacken, also wenn Du von „14-mal“ schreibst, hast Du 14 Triptan-Tage?

    —-

    An die anderen „Tester“ möchte ich gerne folgende Frage richten und würde mich über eine Antwort freuen:
    Habt ihr vorher eine Schmerzmittelpause eingelegt oder seid ihr Chroniker mit – trotz Schmerzmittelpause – mehr als 10 Triptantagen im Monat?

    Viele Grüße und weiterhin toi, toi, toi:).
    Susisonne

    lili
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 229

    Liebe alle,
    ich will auch mal berichten, meine Bilanz ist ähnlich wie bei Pauline: Ich habe vor 2 1/2 Wochen Aimovig 140ml gespritzt. Hatte an dem Tag ohnehin schon ein Triptan genommen, also quasi gleichzeitig mit der Spritze noch eine Naratriptan. Dann war erstmal Ruhe. Ich hatte seitdem einen 2 Tage Anfall, den ich behandelt habe und dann immer mal wieder so Anzeichen von beginnender Migräne und an 2 Tagen auch so, dass ich es Migräne nennen würde aber mit kaum Schmerzen und ohne Medikamenteneinnahme. Dieses komische Gefühl von dazwischen hängen und sich fragen geht es los oder nicht finde ich sehr anstrengend, aber ich habe das Gefühl, dass ich jetzt auch neu lernen muss, wie sich das anfühlt wenn Migräne kommt und was noch ok ist. Wie geht das den anderen mit Aimovig?

    Das ist natürlich bislang eine Wahnsinnsbilanz, ich merke, dass ich mehr Energie habe, werde wach und wundere mich, dass gar nichts weh tut. Das ist sehr sehr schön. Ich fange schon wieder an über Hobbys und Verabredungen nachzudenken, die ich zunehmend zurückgefahren habe, weil die Energie nicht reichte.

    Ich bin natürlich sehr gespannt, wie es weitergeht. Bleibt das so gut? Zufall schließe ich aus, so gut war es seit Jahren nicht mehr, ich hatte ja um die 20 Migränetage. Placebo hatte ich bei keiner Prophylaxe und schon gar nicht so, aber ich bange dennoch, ob es wirklich sein kann, dass es so gut bleibt. (Und ob und wie lange ich weiter Aimovig verschrieben bekomme trotz der Kosten …)

    Zu deiner Frage susisonne, ich habe keine Pause gemacht, aber auch nicht an mehr als 10 Tagen Akutmittel genommen, aber eben öfter mal zwei Triptane an einem Medikemententag und dann eben auch mit lang wirkendem Triptan, um über den nächsten Tag ohne Einnahme zu kommen. Ein total entlastendes Gefühl gerade nicht mehr die Tage zählen zu müssen!!!

    Ich wünsche allen gute Wirkung bei ihren Versuchen
    Liebe Grüße
    lili

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 379

    Hallo Susisonne u.a.
    ich habe am 19.11. – also vor genau 1 Woche – Aimovig gespritzt und nun (trotzdem?) seit 2 Wochen alle 2 Tage Migräne, die ich mit Allegro behandelt habe. Seit gestern wirkt das Triptan nicht mehr so recht und heute bin ich mit heftiger Migräne aufgewacht, die sich komischerweise nach dem Frühstück verzog. Für mich fühlt sich das aber (nach jahrelanger Erfahrung) wie kurz vor dem MÜK an und ich möchte die Häufung , auch von Triptanen, mit einer Medipause durchbrechen. Sonst hänge ich womöglich Weihnachten in den Seilen und nichts wirkt mehr.
    Außerdem weiß ich sonst nicht, ob das Aimovig bei mir grundsätzlich nicht wirkt oder durch die häufige Behandlung nicht recht durchkommt. Da bin ich also lieber vorsichtig.
    Vorher hatte ich seit dem Frühjahr mal mehr, mal weniger als 15 Migränetage, nie mehr als 8-9 Triptane/Monat, reagiere aber leider auch sehr empfindlich auf die häufige Behandlung.
    In der letzten Woche habe ich auch häufiger Schwindel, nicht so schlimm, aber ungewöhnlich. Ob das durch Aimovig kommt?
    Ich freue mich wirklich für jeden, bei dem das Aimovig gut wirkt!!
    Liebe Grüße an alle
    Jasmin

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 674

    Hallo Jasmin,

    ich habe etwas den Überblick verloren, hast Du 70 oder 140 mg gespritzt?

    Ziehst Du die Pause alleine durch? Ich habe auch schon alles parat liegen (Vomex und Tavor). Aber durch Vomex (früh eingenommen) geht die Migräne meist ganz weg und so klappt die Pause nicht so richtig … (ein anderes Thema;)).

    Ich drücke Dir fest die Daumen. Matthias hat doch weiter oben geschrieben, dass bei einigen die Wirkung erst nach mehreren Spritzen einsetzt. Also, versuch weiterhin guten Mutes zu sein!

    —-

    Hallo lili,

    ich freue mich sehr über Deinen Erfolg/die tolle Wirkung von aimovig. Da wird sicherlich auch Dein Neurologe, bei dem ich ja auch einmal war, sehr begeistert sein!

    Womöglich hast Du es schon mal geschrieben, aber ich frag noch mal: Welches langsam wirkende Triptan nimmst Du? Relpax? Ich nehme ab und an Relpax, muss dann aber meist nachlegen (40 mg und dann noch mal 40), um eine ausreichende Wirkung zu merken.

    Viele Grüße in die Runde!
    Susisonne

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 379

    Hallo susisonne,
    ich habe 70mg gespritzt, die Anweisung meiner Neurologin war drei Monate je 70 mg und die Wirkung abwarten.
    Die Medipause mache ich -wie schon mehrmals – ambulant, bei Bedarf – an schlimmeren Tagen – nehme ich nach Absprache mit Ärztin Kortison, wenn ich wegen unstillbarem Erbrechen schlapp mache, kann ich eine Infusion beim Hausarzt oder alternativ Notdienst bekommen. Vomex wirkt bei mir kaum, auch 150mg macht mich kaum mehr müde, obwohl ich nie viel davon genommen habe.
    Wenn es bei dir so gut wirkt, kannst du doch super damit eine Pause durchziehen, oder?
    Liebe Grüße
    Jasmin

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 674

    Hallo Jasmin,

    dass ist doch „gut“, dass Du derzeit erst 70 mg spritzt. So hast Du ja noch die Option auf 140 mg, die dann vielleicht einen größeren Erfolg zeigt.

    Mit Vomex ist das bei mir so eine Sache. Wenn ich es ganz früh bei einer Attacke nehme in ausreichend hoher Dosis (mind. 100 mg) werde ich nach einer halben Stunde sehr müde und muss mich hinlegen. Dann schlafe ich mind. 2 Stunden, manchmal auch länger. Wenn ich es abends nehme (ca. 18-20 Uhr) schlafe ich dann meist bis morgens durch.

    Wenn ich es früh einnehme, wirkt es meist quasi wie ein Triptan, heißt, in den meisten Fällen wache ich ohne Migräne auf. So kann ich schon mal einen Triptantag sparen. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich das Ganze zwar an einigen Tagen wiederholen kann, dann aber quasi nicht die Migräne abgewettert ist, als wie wenn ich eine Attacke ausliege. Ich hoffe, ich kann es verständlich rüberbringen.

    Wenn ich jedoch mit der Einnahme länger warte, also quasi ein bestimmter Migräne-Schmerz erreicht ist, dann kann ich damit die Migräne ausliegen. Ich schlafe dann zwischendurch, aber wenn ich aufwache, habe ich trotzdem recht starke Schmerzen. Es ist dann ein gewisser Eiertanz. Ich darf Vomex dann nicht zu früh nehmen, aber auch nicht zu spät, sonst komme ich ein „endloses Erbrechen“.

    Viele Grüße
    Susisonne

    Paulina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 14

    Hallo ihr Lieben. Zu der Frage nach der medikationshäufigkeit – ich muss gestehen dass ich immer alle Anfälle behandle. Ich bin mit 45h Woche voll berufstätig und jede 2te Woche alleinerziehend mit 2 Kindern – ich kobbte mir einfach keine migräne leisten. Medikamentenübergebrauch habe ich immer befürchtet. Aber mein Körper war immer so unberechenbar dass nach 20 Tagen Migräne mir wenig Unterbrechung plötzlich 5 Tage ohne migräne am Stück kamen – eindach aus dem nichts. So habe ich mich nie im medikamenteninduzierten kopfschmerz gesehen.
    Eine interessante Sache wollte ich noch erwähnen. Also eng betrachtet Migräne habe ich nach wie vor – alle paar Tage! Nur- ich habe nicht die normalerweise dazugehörigen Schmerzen. Das klingt komisch – ist aber tatsächlich so. Migräne sind ja auch x verschiedene Begleiterscheinungen. Ich habe also nach wie vor meine Begleiterscheinungen dabei, z.b. miese Laune und gereizt sein, Temperaturschwankungen aus dem nichts heraus, Rückenschmerzen unter einem schulterblatt (die nach Migräne Anfall und triptan immer sofort weg sind), verstopfte Nase, Usw. Aber halt keine Kopfschmerzen!! Interessant. Ich muss auch Lili beipflichten – man lernt seinen Körper wieder neu kennen und muss ihn erstmal verstehen was gerade passiert. Ich bin gespannt auf jeden weiteren Tag? liebe Grüsse paulina

    Anonym
    Beitragsanzahl: 15

    Liebe alle

    Hier nun die Zusammenfassung und «Abschlussbericht» zu meiner Aimovig-Erfahrung.

    Ich habe 2 Monate lang 70 mg bekommen, und dann wegen ungenügender Wirkung noch 1x 140 mg. Ich hatte unter Aimovig eine leichte Verbesserung, aber die ist nicht so toll. Meine Ärztin hat heute gesagt, das hat wenig Sinn, wir brechen ab.

    Ich gehöre zu denjenigen, die von Aimovig nur sehr gering profitieren. Wenn ich also statt 20-25 Migränetage im Monat nur 18 habe, dann ist das für mich nicht wirklich ein Unterschied. Und bei uns in der Schweiz ist es jetzt scheinbar so, dass es die KK ab 1.12.18 bezahlt, aber nur mal für 6 Monate, und danach zahlt sie nur weiter, wenn sich die Migränetage unter Aimovig mindestens halbieren. Also würde es nach 6 Monaten eh nicht mehr bezahlt.

    Ich hab’s versucht. Ich hatte gehofft. Hatte kein Glück. Für mich ist Aimovig erledigt. Ich starte nochmals einen Versuch ab heute mit Sibelium.

    Ich hoffe und wünsche für euch alle, dass es euch besser hilft als mir.

    Liebe Grüsse
    Conny

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27918

    Liebe Conny,

    ich möchte nun keineswegs in die Lobeshymnen von Juniper mit einstimmen (ich habe da so ein Dé·jà-vu), aber ich wundere mich auch, dass Du jetzt schon abbrichst.

    Wenn ich also statt 20-25 Migränetage im Monat nur 18 habe, dann ist das für mich nicht wirklich ein Unterschied.

    Oh ja, das macht definitiv einen Unterschied! Das sind zwei bis sieben Schmerztage weniger im Monat und das ist ein grandioses Ergebnis. Zumal ja die Hoffnung besteht, dass die nächsten Monate noch besser werden. Denke noch mal drüber nach.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 139

    Liebe Conny,

    Ich möchte dir auch nochmal Mut machen, es noch weiter mit Aimovig zu versuchen.
    Wenn du bei über 20-25 Migränetagen warst und jetzt bei 18, dann tut sich doch auf jeden Fall etwas….ich weiß nicht wie schlimm deine Attacken sind, aber jeder Migränetag weniger ist doch ein Gewinn!
    Ich habe oben schon berichtet, war bei über 25 Migränetagen im Monat und habe mehrere Tage nur im dunklen Zimmer gelegen, höllische Schmerzen mit Erbrechen ausgehalten und nur immer jongliert, wann ich ein Triptan nehme und wann ich aushalte, da ich sehr schnell in den MüK komme. Und das über Jahre. So anstrengend und keine Lebensqualität mehr.
    Natürlich habe ich große Hoffnung in Aimovig gehabt. Im ersten Monat ging es mir erst richtig gut, dann wieder richtig schlecht, da hatte ich schon befürchtet, der Anfang war nur ein Honeymoon. Aber Bettina und viele andere haben die Daumen gedrückt…auch dafür ist dieses Forum wunderbar ?…und es wurde immer besser.
    Im September und Oktober war ich bei ca 18 Migränetagen, wovon 7 starke Migräne waren, die anderen waren schwächer und ich habe es ohne Triptan ausgehalten. Jetzt im November bin ich bei insgesamt 13 Migränetagen, das ist jetzt eine Halbierung. Ich bin so froh darüber und kann nur bestätigen, dass der Körper eine Weile braucht, auch wenn aus pharmakologischer Sicht das Erenumab sofort wirkt.
    Bei mir ist es auch so, dass ich durch die vielen Schmerzen völlig verspannt bin, mein Nacken und Rücken zu einer eigenen Baustelle geworden sind und auch da erstmal wieder langsam Entspannung eintreten muss. Und das ist ja sicher auch ein Trigger für die Migräne, quasi ein Kreislauf, der durchbrochen werden muss. Meine Physiotherapeutin meint auch, dass da noch Besserung zu erwarten ist und ich Geduld brauche.
    Insgesamt ist Aimovig für mich ein Erfolg und läßt mich wieder mehr am Leben teilnehmen. Ich plane gerade meine Wiedereingliederung…juhu?

    @lili,
    Bei dir scheint es ja richtig gut zu laufen, wie schön !!!

    Liebe Grüße!
    Anna

    • Diese Antwort wurde geändert vor 7 Monate, 3 Wochen von  Anna.
    lili
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 229

    Liebe Conny,
    ich verstehe das auch nicht ganz: der Unterschied zwischen 18 und 25 Tagen ist doch riesig, zumal wenn man bedenkt wie wir mit den Schmerzmitteltagen jonglieren müssen. Natürlich erhofft man sich mehr und lohnt es sich vielleicht später einen anderen Antikörper zu testen, aber das ist nicht „keine Wirkung“! Und wenn ja die Hoffnung besteht, dass es noch mehr wird!

    Nur meine Meinung …

    Viele Grüße

    lili

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 674

    Hallo Conny,

    ich glaub, ich würde an Deiner Stelle Aimovig auch noch ein paar Monate weiter testen. Zumal Du ja wahrscheinlich schon verschiedenste Prophylaxen erfolglos probiert hast?

    Es wurde ja schon von anderen hier in diesem Forumsverlauf berichtet, dass es bei den chronisch Betroffenen teilweise etwas länger dauert, bis sich die (volle) Wirkung zeigt.

    Ich will Deiner Neurologin nichts unterstellen, aber vielleicht kratzt der hohe Betrag auch etwas an ihrem Budget.

    Ich selbst würde für mich „18 statt 29-25“ auch nicht als sooo… positiv sehen, würde dem Antikörper aber dennoch ein paar weitere Monate Zeit geben.
    Siehst Du denn einen positiven Trend?

    Auch sagte man mir in Hamburg, dass selbst bei denjenigen, wo der Antikörper gute Ergebnisse erzielte (ich weiß nun leider nicht sicher, ob es bei der Aussage um Erenumab/Aimovig oder Fremanezumab ging), die Migräne in den heißen Sommermonaten wieder stärker auftrat. Vielleicht gab es ja gerade bei Dir in den drei Testmonaten irgendwelche Trigger, die das Ergebnis mitbeeinflusst haben.

    Viele Grüße
    Susisonne

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 139

    ….mir fällt gerade noch ein…..

    Mein behandelnder Arzt hat mir 2 Patienten aus der laufenden Studie vorgestellt, die unter Erenumab fast gar keine Migräne mehr hatten. Damals habe ich schon gesagt, dass ich das gar nicht hören will, dann ist die Enttäuschung hinterher umso größer. Und ich glaube viele von uns haben heimlich gehofft, auch zu dieser kleinen Gruppe von Respondern zu gehören, bei denen die Migräne ganz ausgeschaltet ist.
    Aber Insgesamt gilt ja, auch bei den bisherigen Prophylaxen, eine Therapie als erfolgreich, wenn die Anfälle halbiert werden. Und bei so hochfrequenter Migräne, wie es hier einige haben, ist auch weniger schon ein Erfolg.
    Wir müssen halt schauen, wo wir herkommen.
    Ich habe im letzten Jahr gelernt, mich auch über kleinere Schritte zu freuen….und dann sind die großen umso erfreulicher !

    Anonym
    Beitragsanzahl: 15

    Vielen Dank für eure Ermutigungen zum Weitermachen.
    Ja, ich muss nochmal mit meiner Ärztin reden. Sie hat halt auch noch keine Erfahrung mit dem Medi und hat scheinbar keine Kenntnis davon, dass es mehr Zeit braucht.
    Es ist aber auch sehr sehr mühsam hier mit den KK. Obwohl wir bereits einen Antrag gestellt haben, müsste meine Ärztin das nochmals machen…

    Ich bin einfach psychisch sehr schlecht beieinander zurzeit. Ich weiss nicht, ob ich so überhaupt noch weiterleben will. Mit dem Arbeiten habe ich Schwierigkeiten mit den vielen Migränetagen. Seit Jahren bin ich total am Anschlag. Ständige Angst, dass ich alles verliere. Job, Geld usw. Ich muss jeden Tag 4 Std. arbeiten, 2 Std. Arbeitsweg. Und ich bin noch anderweitig krank. Ich schaffe das alles kaum noch. Momentan bin ich teil-krank geschrieben.
    Ich verzweifle, aber es interessiert niemanden. Resp. es kann niemand helfen. Bei uns in der Schweiz ist Migräne bei der Invalidenversicherung auf der Liste der Krankheiten, für die es keine Rente gibt. Obwohl ich Invalidenstatus habe (sagen die Ärzte), bekomme ich keine Rente.

    Ich weiss nicht weiter. Irgendwann gibt es mich dann einfach nicht mehr.

    Conny

    Matis
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 56

    Hallo Conny,

    das ist ja richtig schlimm!

    Hast Du denn Hilfe im Umfeld? Kann ich / können wir irgendetwas tun?
    Hast Du professionelle Hilfe?
    Magst Du Dich in der Schweiz mal an die Dargebotene Hand wenden (Tel. 143) oder an das IPW (+41-52 224 3333).

    Du hast das bis jetzt geschafft. Es gibt immer einen Weg.
    Ich kann so gut nachvollziehen, wie schlimm das sein muß. Gib nicht auf!

    Liebe Grüße,
    Matthias

    Anakin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 33

    Liebe Conny

    Ich habe Dir eine private Nachricht geschickt – komme auch aus der Schweiz und habe unterdessen etwas „Erfahrung“ mit IV und weiteren Möglichkeiten!

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27918

    Liebe Conny,

    wir alle sind doch mal an einem Punkt, an dem es scheinbar nicht weitergeht. Welcher schwer betroffene Schmerzpatient kennt das nicht?

    Aber es gibt Wege und es gibt Hilfe. Immer und für jeden! Unsere hilfsbereiten Mitglieder sind schon mal für Dich da und können Dir vielleicht weiterhelfen. Die von Matthias eingestellte Nummer ist als „Erste-Hilfe“ zu sehen, damit man erst mal aufgefangen wird, um dann gemeinsam eine gute Lösung zu finden.

    Ich schreibe Dir auch noch eine PN.

    Es wird wieder alles gut werden, glaube daran. <3

    Liebe Grüße
    Bettina

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 379

    Liebe Conny,
    es tut mir sehr leid, dass dich deine Migräneerkrankung so in die Enge treibt und du den Lebensmut verlierst. Ich kenne es selbst noch sehr gut, hatte auch diese Phasen schon, in denen wegen der vielen schweren Attacken meine Angst vor dem Weiter-Leben größer war als die vor dem Tod und ich keinen Ausweg mehr sah. Ich musste ebenfalls einige Jahre damit irgendwie weiterarbeiten.
    Wie ist es denn in der Schweiz, wenn man die Diagnose Depression dazunehmen würde? Wäre das eher ein Grund für eine Berentung?
    Und wie einige andere würde ich auch den noch vorhandenen Strohhalm mit weiteren Aimovig-Spritzen nutzen.
    Ich wünsche dir liebevolle Menschen in deiner Umgebung!
    Herzliche Grüße
    Jasmin

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27918

    Conny ist in psychiatrischer Betreuung und erhält nicht nur von dieser Seite Unterstützung. Das ist schön zu hören und nun wieder nach vorne sehen, liebe Conny.

    Aber es zeigt wieder mal, wie sehr die Migräne belasten und einen aus dem Leben kicken kann. Sie ist mehr als nur Kopfschmerzen und wie Prof. Göbel mal sagte: „Migräne bringt einen nicht um, nimmt aber trotzdem das Leben.“

    Das darf man nicht zulassen und auch nicht geschehen lassen, denn es gibt heute weit mehr Hilfen und Unterstützung als noch vor 10 oder 20 Jahren. Es tut sich viel, auch in der Forschung und davon profitieren wir alle.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Tini
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 51

    Hallo zusammen ich habe vor 4 Wochen meine erste Spritze bekommen, am Dienstag gibt es die zweite 70 mg.

    Die erste Woche nach der Spritze war sehr schlimm ich hatte ganz schlimme Anfälle. Dann hatte ich 10 sehr gute Tage ohne Triptan. Nun ist es wieder schlimmer geworden.

    Wenn ich jetzt ein Triptan nehme hilft es zwar aber mir geht es ziemlich schlecht. Es wirkt nicht mehr ganz so gut wie vorher. Kennt das jemand das unter der Spritze das Triptan nicht mehr so wirkt wie vorher.? Andere Triptane haben bei mir noch nie geholfen nur Sumatriptan mit Novalgin. Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Was kann ich tun?

    Grüsse Tini

    Paulina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 14

    Hallo tini. Ich habe genau die gleiche Erfahrung gemacht – nach der Spritze hilft mir sumatriptan viel schlechter? Ich hatte ja schon geschrieben oben dass ich gottseudank viel weniger Anfälle habe – von 14 runter auf 4. Allerdings hatten auch diese bisherigen wenigen Anfälle es auch in sich. SuMa hilft dass es nicht schlimmer und schlimmer wird. Aber ich bin bei weitem nicht so wiederhergestellt wie meist früher nach einer rechtzeitigen Einnahme. Das ist schade. Aber solange die Anfälle in Grenzen bleiben kann ich damit leben. Liebe Grüsse paulina

    Tini
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 51

    Hallo Paulina,

    Danke für die Antwort.
    Von 14 auf 4 ist ja schon sehr gut!
    Willst du ein anderes Triptan versuchen oder bleibst du bei SuMa?

    Matis
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 56

    Hallo Tini,
    das ging mir am Anfang auch so. War aber nach der 2-3 Spritze weg. Seither habe ich das Gefühl, dass Zolmitriptan eher besser wirkt also vor den Spritzen. Kann aber auch daran liegen, dass ich es nicht mehr alle 2-3 Tage brauche.

    LG,
    Matthias

    Tini
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 51

    Ok dann hoffe ich mal. Bekommt ihr auch 70 mg?

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 674

    Hallo Paulina und Tini,

    nehmt ihr nach dem ersten Sumatriptan noch ein zweites, wenn sich die Migräne nach ein paar Stunden nicht ganz verzieht?

    Ich mache das eigentlich immer, wenn die Migräne nach einem Triptan nicht vollkommen verschwindet. Dann nehme ich nach einigen Stunden noch mal das gleiche Triptan und dann ist der „Spuk“ in der Regel auch bald völlig vorbei.
    Erfreulicherweise wirkt bei mir aber meist schon die erste Triptaneinnahme zuverlässig.

    Viele Grüße
    Susisonne

    Tini
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 51

    Hallo,

    meistens nicht. Es heisst ja wenn das erste nicht wirkt soll man nicht nachlegen?! Oder liege ich hier falsch?

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 674

    Hallo,

    „meistens nicht“ heißt bei Dir: Das zweite hat keine weitere Besserung gebracht?

    Also ich weiß es so (Bettina wird mich sicherlich korrigieren, wenn ich falsch liege):
    Wenn das erste Triptan nach einigen Stunden gar nicht wirkt, sollte man kein zweites nehmen, weil es dann ebenfalls nicht wirkt.
    Wenn das erste Triptan aber nach einigen Stunden zwar eine Linderung, aber keine absolute Schmerzfreiheit gebracht hat, kann mein ein zweites Triptan nehmen.

    Viele Grüße
    Susisonne

    Tini
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 51

    Ja genau. Das zweite hilft meistens nicht wirklich besser als das erste. Minimal.

    Aber danke für deine Erklärung!!

    Ich hoffe also Dienstag auf die zweite Spritze und dass ich mein Triptan dann auch mal wieder besser vertrage. Momentan kann ich es nur zuhause im Bett aushalten 🙁

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27918

    Richtig! Wenn das Triptan mal nicht wirkt, braucht man kein zweites nachzulegen. Ausnahme wäre die Spritze nach einem nicht wirkenden oralen Triptan. Diese kann man versuchen und wenn die Nichtwirkung des oralen Triptans nur aufgrund der eingeschränkten Magen-/Darmmotilität eingetreten ist, wird die Spritze Wirkung zeigen.

    Es gibt aber auch mal Attacken, die auf das Triptan nicht ansprechen. Oder man hat schon einige Tage mit Triptan behandelt und irgendwann wirkt es nicht mehr. Das hat mit der Wirkweise des Triptans ganz allgemein zu tun. In diesem Fall kann man ein Schmerzmittel einsetzen, oder nur noch mit Sedierung und viel Ruhe arbeiten.

    Lenchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 44

    Hallo,

    ich komme erst heute zum Antworten. Unter der Woche schaffe ich es abends nicht mehr vor den Computer.
    Lieben Dank Euch für die Tipps bzgl. Verstopfung, mir tat es auch gut zu hören, dass ich nicht allein damit bin. Ich habe sehr auf meine Ernährung geachtet (mehr Ballaststoffe), mehr Trinken, ausreichend Bewegung und die Woche war dann auch ok. Es tat sich etwas, ohne dass ich Abführmittel gebraucht habe.

    Seltsamerweise geht es meinem Kopf besser, seitdem mein Darm wieder besser funktioniert. Das habe ich schon oft beobachtet. Magen-Darm Probleme führen bei mir zu Spannungskopfschmerzen, die dann wieder zu Migräne werden.

    Unter den 70mg Aimovig, die ich am 10. November zum ersten Mal genommen habe, habe ich nun wirklich den Eindruck es geht mir besser. Ich habe die ganze letzte Woche kein Triptan benötigt (brauche sonst pro Woche mindestens einmal eins). Es ist Ewigkeiten her, dass ich solch eine Phase hatte. Aber gut, ich freue mich sehr, möchte das aber auch noch nicht als langfristigen Erfolg dem Aimovig zuschreiben. Dafür ist noch zu wenig Zeit vergangen, seit ich es bekommen habe.

    Mir ist aber aufgefallen, dass ich seit Aimovig immer wieder sehr leichte Migräne bekomme (quasi mein Anfangsstatus). Es flammt also nahezu täglich auf, bricht aber nicht richtig aus. Es geht dann meist über Nacht oder Abends, wenn ich zur Ruhe komme, von alleine weg. Das ist natürlich zum einen etwas seltsam, aber für mich schon ein Erfolg. Solche Situationen hatte ich in den letzten Wochen häufig und es wurde in 80% der Fälle zu ausgewachsener Migräne (die ohne Triptan nicht auszuhalten war).
    Da ich weniger starke Attacken hatte- kann nunmehr auch Attacken ohne Triptan durchstehen- bin ich allgemein nicht mehr so erschöpft.
    Hier hatte ich sehr große Probleme die letzten Wochen, ich war total erledigt. Nach der Arbeit konnte ich nichts mehr. Das hat sich etwas geändert. Ich nehme also wirklich wieder mehr am Leben teil und kann auch meine Arbeit viel leichter bewältigen.

    Ich hoffe es bleibt so oder bessert sich sogar.
    Was die „Schmerztage“ angeht, bin ich leider nur von 21 im Oktober zu 18 im November gekommen. Aber insgesamt ging es mir besser, da die Attacken deutlich schwächer waren.

    Ich werde weiter berichten.

    Alles Liebe Euch,

    Lenchen

Ansicht von 30 Beiträgen - 181 bis 210 (von insgesamt 933)

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