Betablocker – Fragen und Erfahrungsberichte

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  • denkpositiv
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    Beitragsanzahl: 278

    Hallo, liebe Bettina und
    ein herzliches Hallo in die Runde!

    Wie ihr hier lesen könnt, nehmen ich seit einiger Zeit Metoprolol zur Prophylaxe. Am Morgen und am Abend „nach“ dem Essen. Das hat sich uhrzeittechnisch so ergeben.

    Mein Arzt hat dazu gar nichts gesagt. Kann mir jemand, oder du, Bettina, in dieser Sache weiterhelfen?

    Macht es, evtl. sogar einen bedeutenden Unterschied, ob vor oder nach dem Essen?

    Dazu wäre mir auch wichtig, den Hintergrund zu wissen, weshalb es vor- oder nachher besser ist. Ich könnte ja jederzeit umstellen…

    Vielen, lieben Dank und für Euch ein schönes Wochenende!
    Denkpositiv

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Liebe Denkpositiv,

    es ist besser, Betablocker vor dem Essen einzunehmen. Medikamente verweilen länger im Magen, wenn sie zusammen mit der Nahrung aufgenommen werden. Besonders bei fetten Speisen verweilt der Nahrungsbrei lange im Magen, bevor er in den Darm entlassen wird.

    Dies könnte einen minimalen Wirkverlust des Medikaments bedeuten, vor allem aber auch tritt die Wirkung später ein.

    Dann gibt es wieder andere Medikamente, die man während der Mahlzeit einnehmen soll, damit sie den Magen nicht so belasten.

    Die nüchterne Einnahme (1 Stunde, besser sogar 2 Stunden, vor dem Essen) ist von Vorteil bei magensaftresistenten Tabletten. Meist sind sie sehr groß und werden in der Regel erst dann in den Darm entlassen, wenn der Magen leer ist. Große Partikel werden immer zuletzt, wenn der übrige Nahrungsbrei den Magen schon verlassen hat, in den Darm gepresst. Daher ist die Einnahme auf nüchternen Magen wichtig, damit die Tablette direkt an den Resorptionsort Darm gelangt und wirken kann.

    Auch Schmerzmittel wirken schneller, wenn sie auf nüchternen Magen eingenommen werden. Wer allerdings zu einem empfindlichen Magen neigt, sollte lieber trotzdem besser vorher eine Kleinigkeit essen. Wenn man nur wenig isst, ist die Verweilzeit im Magen auch entsprechend kurz. Die Wirkung kann also auch dann schnell einsetzen.

    Anders ist das allerdings meist bei Migränepatienten, da im Anfall die Peristaltik sehr eingeschränkt ist. In dem Fall ist es auch meist besser, man isst eine Kleinigkeit, damit wieder Bewegung in Magen und Darm kommt. Antiemetika helfen ebenfalls.

    Liebe Grüße
    Bettina

    denkpositiv
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 278

    Liebe Bettina,

    vielen, lieben Dank für deine Antwort und die super verständliche und ganz ausführliche Erklärung!!! Nun weiß ich besser Bescheid und werde mich danach richten. Es wäre ja verflixt, wenn es an der Einnahmezeit hapern würde 😉 – jetzt, wo ich das Gefühl habe mit Meto auf der richtigen Spur zu sein. Es gibt nämlich seit ca. 3 Wochen Anzeichen, dass von Attacke zu Attacke 5 Erholungstage ohne Migräne liegen. Würde sich dieser Eindruck bewahrheiten, wäre das für mich eine wirkliche Verbesserung – eine feine Sache! Und ich müßte auch keine Angst mehr haben, die 10er Regel nicht einhalten zu können, was wiederum eine enorme psychische Entlastung ist.

    Einen recht schönen Sonntag wünscht
    Denkpositiv

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Liebe Denkpositiv,

    es hört sich so an, als wären das schon die positiven Ergebnisse der Prophylaxe. Ich wünsche Dir sehr, dass es sogar noch besser wird.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Danke für diese ausführliche Erklärung, liebe Bettina. Trotz Sonntag mal wieder kostenlose Fortbildung! 😉

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Gerne, liebe Ulrike. 🙂

    denkpositiv
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 278

    Hallo, Ihr Lieben!

    Oh, oh – ich trau mich gar nicht drüber nachzudenken z.B. eine ganze Woche keine Migräne zu haben. Das kenne ich schon seit Jahren nicht mehr. Heute ist der dritte Tag, an dem es mir richtig gut geht und trotzdem erwische ich mich immer wieder dabei, wie ich quasi meinen Kopf „befrage“ :-).

    Ich laufe an guten Tagen wie auf rohen Eiern, das Vertrauen fehlt noch. Aber sie fühlen sich wunderbar an – die Tag, nicht die Eier 😉

    Sabine hat an anderer Stelle geschrieben, dass ihr Arzt von Meto… auf Propra… umstellen will, was ihr evtl. noch besser helfen würde.

    Ist so ein Ausprobieren bzw. so ein Wechsel für jeden eine Option? Oder ist Propra… sogar ein besser geeigneter Betablocker in Bezug auf eine Migräneprophylaxe?

    Obwohl das Wetter ja eher grauselig daherkommt wünsche ich euch einen schönen und problemlosen Tag!

    Denkpositiv

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Liebe Denkpositiv,

    wie super: Tag 3 ohne Migräne! 🙂

    Es ist völlig normal, daß sich innerhalb so kurzer Zeit noch kein Vertrauen aufgebaut hat. Das heißt, neben dem Genuß sind da eben auch noch die Gedanken, das Beobachten. Wenn Du diesen erlaubst, auch mitzumischen, wirst du dich noch mehr entspannen können! 🙂

    Ich denke ,es spricht nichts dagegen, verschiedene Betablocker auszuprobieren. Ich habe schon Metropolol gehabt. Im Moment nehme ich Propanolol.
    Aber da du ja schon gute Ergebnisse hast, sehe ich eigentlich keinen Bedarf im Moment.

    Dir auch noch einen schönen Tag!

    Liebe Grüße
    Ulrike

    denkpositiv
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 278

    Ein herzliches Hallo in die Runde,
    liebe Bettina!

    Seit Anfang des Jahres nehme ich nun Metoprolol zur Prophylaxe ein. Es hat sich gut eingespielt, am Abend 2 Tabletten zu 50 mg einzunehmen und morgens gar nichts, da ich sonst den Tag über sehr müde, total kraftlos und absolut motivationslos bin, was im Alltag/Beruf nicht gut durchzuhalten ist. Ansonsten komm ich mit dem Medikament ganz gut zurecht.

    Inzwischen ist mein Migräneverlauf wie folgt:
    * 4-5 Tage lang keine Migränebeschwerden
    * dann kommt eine Attacke
    * der nächste Tag ist aufgrund der Triptane und Naproxen noch gut
    * dann wieder eine Attacke
    * und daraufhin wieder 4-5 Tage ohne Migräne.

    Das heißt, dass ich 4-5 Tage gut zurechtkomm, daraufhin aber wieder 3 Tage im Seil häng.

    Könnt ihr bzw. du Bettina, aus der Erfahrung sagen, ob dies das beste Ergebnis ist, das ich mit einem Betablocker erreichen kann? Oder kann ich evtl. mit einem anderen als Meto zu einer weiteren Verbesserung kommen? Sollte ich Meto evtl. noch aufdosieren? Oder könnte ich noch irgendein anderes Medi dazu kombinieren?

    Vielleicht ist es schon vermessen, aber irgendwie hab ich mir längere Schmerzpausen erhofft.

    Vielen, lieben Dank für eure Tipps und ein recht schönes und möglichst schmerzfreies Pfingstwochenende

    wünsch euch
    Denkpositiv

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7425

    Liebe Denkpositiv,

    mir hat die Kombi von Metoprolol mit Micardis für einige Zeit gut geholfen. Angefangen bin ich mit 20 mg, wobei die Wirkung immer wieder nachließ, so dass ich dann wieder höher dosieren musste bis letztendlich auf 80 mg. War eine gute Zeit, allerdings wären mir regelmäßig 4-5 Tage Pause schon ein Erfolg.
    Kannst es ja mal probieren.

    Liebe Grüße und schöne Pfingsttage
    Julia

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4562

    Liebe DenkPositiv,

    für mein Empfinden kannst du schon einen super guten Erfolg verzeichnen. Auch wenn viele von uns genau dieses Schema, 3-5 Tage Pause, und dann eine lange Attacke kennen, kann man bei der Migräne NIE von einem kalkulierbaren Ergebnis sprechen. Die Migräne ist so unberechenbar, wie das Wetter, oder noch unberechenbarer. Aber da erzähle ich Dir nichts Neues. 😉

    Ich empfinde Dein Ansinnen, Deinen Stand verbessern zu wollen, nicht als vermessen, wir müssen immer dran bleiben, an unserer lieben Migräne. 😉

    Allerdings dürfen wir eine gute Wirkung der Medi´s nicht mit zuviel Ausprobieren verwischen. Hier ist m.E. ein bisschen Fingerspitzengefühl nötig.

    Ganz lieber Gruß
    und auch für Dich ein schönes Pfingstfest.
    Sternchen

    Anonym
    Beitragsanzahl: 17

    „Könnt ihr bzw. du Bettina, aus der Erfahrung sagen, ob dies das beste Ergebnis ist, das ich mit einem Betablocker erreichen kann?“

    Das ehrlichste was man sagen kann ist, dass es möglich ist, dass „Frequenz oder Intensität positiv beeinflusst werden können“. Wenn das dann aber passiert ist es im individuellen Fall meist schwer eindeutig festzustellen, ob es an einer Prophylaxe liegt oder nicht. Daraus folgt, dass es keineswegs „vermessen“ ist, da Migräne zur Zeit leider keine [wirklich] kontrollierbare Krankheit ist – andererseits macht dies Aussagen zu den Optimalwerten sinnlos, da nicht zu klären ist, wieso diese bei manchen Patienten auftauchen und bei anderen nicht.

    „Oder kann ich evtl. mit einem anderen als Meto zu einer weiteren Verbesserung kommen? Sollte ich Meto evtl. noch aufdosieren? Oder könnte ich noch irgendein anderes Medi dazu kombinieren?“

    Die übliche Maximaldosis liegt bei 200mg. Dies wird meiner Erinnerung nach bei Migränepatienten normalerweise verschrieben, es wird allerdings oft bei 50mg angefangen aufzudosieren. Ich zum Beispiel habe bei 200mg keinerlei feststellbare Nebenwirkungen. Wenn bei dir schon Einschränkungen festzustellen sind, würde ich deswegen mit dem Arzt sprechen, da die anzupeilende Dosis womöglich nicht erreicht werden und daher ein Alternativmedikament getestet werden kann. Dies sollte allerdings nach einer Eingewöhnungszeit stattfinden um – wie von sternchen geschrieben – eventuelle Wirkungen nicht zu übersehen.
    Übrigens – meiner Erfahrung nach ist die Wirkdauer von retardiertem Metoprolol etwas über 24 Stunden. Es ist also praktisch unwichtig, wann man die Tabletten einnimmt.

    denkpositiv
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 278

    … vielen lieben Dank für euere Infos und Mutmacher-Nachrichten 🙂

    Ursprünglich sollte ich bis 150 mg aufdosieren, bedauerlich ist, dass, wenn ich am Morgen die 50 mg eingenommen habe, tagsüber diese totale Antriebslosigkeit auftauchte. Andere Nebenwirkungen sind bei mir auch nicht aufgetreten.

    Nun werde ich noch einen Versuch starten und zu den 100 mg am Abend – 50 mg am Morgen nehmen.

    Vorzeitig aufgeben möchte ich nicht. Außerdem sind wir Migränepatienten ja hartgesottene Typen – oder? 😉

    Habt alle wunderschöne Pfingstfeiertage!

    Euere Denkpositiv

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7425

    Liebe Denkpositiv,

    ich habe meine 100mg Metoprolol nach Anweisung aus Kiel immer nur 1x täglich genommen. Vielleicht könntest du damit besser klarkommen? Versuch es doch mal nur abends, oder hast du andere Ansagen?
    Metoprolol wird über 20 Stunden freigesetzt, so dass immer genug Wirkstoff da sein sollte.

    Liebe Grüße
    Julia

    denkpositiv
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 278

    Liebe Julia,

    vielen Dank für deine Info!

    Du schreibst „Metoprolol wird über 20 Stunden freigesetzt…“. Weißt du, ob es sich dann um ein sog. Retard-Medikament handeln muss?

    Meine Tabletten heißen „Metoprolol-rationpharm 50 mg Tabletten“ – also nix von wegen Retard…

    Gegebenenfalls würde ich mir dann vom Arzt die Retard-Variante verschreiben lassen. Du hast nämlich richtig bemerkt, dass es mich unsicher macht, das Meto „nur“ am Abend einzunehmen.

    Vielleicht kannst du mir dazu noch einen Tipp geben?

    Vielen Dank
    Denkpositiv

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7425

    Liebe Denkpositiv,

    da war meine Auskunft wohl falsch. Tut mir leid.
    Ich bin von retardiertem Metoprolol ausgegangen. Aber auch bei den Nichtretardierten steht bei einigen Präparaten 1 bis 2x täglich zu nehmen (gegoogled). Ob das auch für Migräne gilt, kann ich nicht sagen. Sprich bitte auf jeden Fall deinen Arzt darauf an. Was steht denn im Beipackzettel? Vielleicht kommst du damit schon weiter?

    Liebe Grüße
    Julia

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Liebe Denkpositiv,

    eingangs schreibst Du: „Es hat sich gut eingespielt, am Abend 2 Tabletten zu 50 mg einzunehmen und morgens gar nichts, da ich sonst den Tag über sehr müde, total kraftlos und absolut motivationslos bin, was im Alltag/Beruf nicht gut durchzuhalten ist. Ansonsten komm ich mit dem Medikament ganz gut zurecht.“

    Eigentlich bestätigst Du mit dieser Aussage einen fast maximalen Erfolg des Medikaments. Fast deshalb, weil man keine genaueren Aussagen treffen kann, wie vorhin schon geschrieben wurde.

    Sprich mal mit dem Arzt, ob Du noch hochdosieren sollst, sonst würde ich meinen, dass eigentlich alles gut ist. 🙂

    Deine Hoffnung auf noch bessere Wirkung kann selbstverständlich jeder von uns nachvollziehen, aber jede Prophlaxe hat ihre Grenzen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    denkpositiv
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 278

    Liebe Bettina,
    hallo all ihr Geplagten!

    Leider hätte ich hier in den letzten 2 Wochen gar nichts Freundliches beitragen können. Mir ging es schlicht und ergreifend richtig mistig, und so hab ich mich einfach „verzogen“. Nicht mein Deo hatte versagt, ich glaube viel eher, mein Meto versagt (hier müßte ein gequält blickendes Smilie stehen).

    Aber man darf ja nie die Hoffnung aufgeben 🙂

    Eine frühere Kollegin hat mir heute erzählt, dass sie schon seit langer Zeit „Metohexal succ. retard“ einnimmt und sehr guten Erfolg damit hat. Begonnen hatte auch sie mit Meto…tartrat.

    Hat jemand unter uns Erfahrung – und welche – mit Metoprololsuccinat? Wißt ihr, ob Succinat anders und evtl. besser wirkt als Tartrat?

    Ich muss aber noch nachtragen, dass ich mit meinem Meto nun bei einer Dosierung von 150 mg/Tag angekommen bin. Prof. Dr. Göbel schreibt in seinem Buch, dass 200 mg die Zieldosis sei. Könnte ich wohl an den Anfangserfolg anknüpfen, wenn ich auf 200 mg aufdosiere?

    Nach der schlimmen Erfahrung mit Topamax hat sich der Versuch mit Meto gut angelassen und ich möchte die Flinte nicht so schnell ins Korn werfen.

    Nun ist die Frage:
    * Metoprololtartrat aufdosieren?
    * auf Metohexal succ retard umstellen?

    Oder ist der Meto-Versuch gar gescheitert? Das wäre momentan für mich eine richtig derbe Niederlage.

    Es wäre ganz prima, wenn ihr mir eure Erfahrungen zuwerfen würdet :-). Ansonsten werfe ich erst mal eine Runde Sonne ins Forum, die scheint heute nämlich bei uns.

    Liebe Grüße von
    Denkpositiv

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27786

    Liebe Denkpositiv,

    hast Du das Gefühl, dass Metoprolol nicht mehr wirkt, oder hatte es nie zufriedenstellend gewirkt? Geht es Dir nur in den letzten beiden Wochen so schlecht? Wie bewertest Du die Wirkung des Metoprolol für Dich und wie lange nimmst Du es schon ein?

    Es ist so gut wie kein Unterschied zwischen Succinat und Tartrat in der Anwendung. Der wirksame Bestandteil ist Metoprolol, das jeweils als Salz mit unterschiedlichen Säuren vorliegt. Das eine wird schneller aufgenommen (Tartrat), das andere langsamer (Succinat), sodass es fast Retardwirkung hat. Für dei Migräneprophylaxe macht es keinen Unterschied und Hochdosieren auf 200 mg ist auch nicht unbedingt ratsam. Die Zieldosis kann zwar 200 mg sein, wenn Dir aber 150 mg nicht mehr ausreichend helfen, wird sich auch nicht mehr viel tun bei 200 mg. Außer, dass die Nebenwirkungen mehr werden.

    Ein Wechsel zum Succinat wird auch nicht die Wende bringen, dann verabschiede Dich lieber vom Metoprolol. Hast Du Propranolol schon versucht?

    Sieh es nicht als Niederlage, denn es gibt noch eine Reihe anderer Prophylaxen, die Du versuchen kannst. Lass Dich nicht entmutigen, es findet sich sicher noch etwas.

    Liebe Grüße
    Bettina

    denkpositiv
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 278

    Liebe Bettina!

    Vielen Dank für deine Info und Aufmunterung!!!

    Ich nehme Metoprolol nun seit dem 15.02.13 und bin bis dto. bei einer Dosierung von 1-0-2 und somit bei 150 mg/Tag gelandet.

    Ab Anfang April bis vor 2 Wochen war der Erfolg in sofern gut, als dass ich zwischen den Attacken immer 4-5 Tage tatsächlich schmerzfrei war und keinerlei Schmerzmedikamente (Triptan+Naproxen) brauchte. Dieser Zeitraum war für mich schon traumhaft. Mit den Nebenwirkungen komm ich nach dem Motto „ist nicht schön, ist aber so“ ganz gut klar ;-)“.

    In den letzten 2 Wochen hatte sich dann eine ganz blöde Spirale in Gang gesetzt. Zum Beispiel: am Montag Vormittag Schmerzmittel eingenommen – restlicher Montag und Dienstag gut – Mittwoch wieder eine Attacke. Mittwoch Triptan genommen – Mittwoch und Donnerstag gut – Freitag schon wieder mit Schmerzen aufgewacht…

    Dieses Geschehen hat mich richtig mürbe, fast schon panisch gemacht, zumal ja immer die Angst vor einem MÜK lauert. Ich glaube aber auch, dass ich mich durch diesen negativen Kreislauf selbst zusätzlich psychisch sehr stark unter Druck gesetzt habe. Das enttäuschende Gefühl „oh weh, jetzt klappt diese Prophylaxe auch nicht…“ hab ich bis in die Haarspitzen steigen lassen.

    Nun dachte ich mir, wenn sich das mit Meto… so weiterentwickelt werde ich beim nächsten Termin beim Neurologen das Thema Propraprolol ansprechen. Glaubst du, Proprapolol könne vorteilhafter sein?

    Vielen, lieben Dank nochmal für deine Unterstützung!

    Liebe Grüße und einen sonnigen Tag wünscht
    Denkpositiv

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27786

    LIebe Denkpositiv,

    so, wie Du das schilderst, ging es Dir ja nur die letzten beiden Wochen so schlecht. Das kann auch mit der allerbesten Prophylaxe vorkommen und war vielleicht ein Ausreisser. Warte doch noch ein wenig ab und beobachte die nächste Zeit.

    Propranolol wird auch sehr erfolgreich zur Migräneprophyaxe eingesetzt, aber ob es wirkt oder nicht, ist, wie immer, ganz individuell zu sehen.

    Versuche, die Panik ein bisschen besser in den Griff zu bekommen. Das könnte hilfreicher sein, als Du Dir das vorstellen kannst.

    Liebe Grüße
    Bettina

    denkpositiv
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 278

    Liebe Bettina,

    Danke für dein Trostpflaster! Sollte ich dir mal, wie auch immer, eines zurückgeben können, laß es mich wissen :-).

    Sonnige Grüße
    Denkpositiv

    Zuckerschaukel
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 166

    Liebe Bettina,
    vielen dank nochmal für Deine Hilfe!!!! Ich war inzwischen in Kiel und bin mit neuer Prophylaxe heimgekehrt. Ich nehme seit 3 Wochen Propranolol 80mg und bin extrem müde mit niedrigem Blutdruck. Ich hatte in Kiel besprochen es trotzdem noch 2-3 Wochen auszuprobieren, ob es sich evt. noch bessert. Leider ist das nun nicht der Fall und die Idee in kiel war, dann auf Belok-Zok umzusteigen, dass ich vor Jahren schon mal gut vertragen habe. Jetzt möchte ich gerne wechseln und habe die Frage, wie langsam man das Ab-bzw. Aufdosieren machen soll. Ich frage hier, weil meine Neurologin in Urlaub ist- und ich weiter wegfahren müsste, um zum Vertretungsarzt zu gelangen. Ich bin aber so k.o und würde gerne die Fahrt umgehen. Könntest Du mir da weiterhelfen? Innerhalb wieviel Tagen kann ich von 80mg Propanolol auf 40 mg und auf 0mg gehen und wieviel Tage Abstand sollte zum Beginn mit Belok Zok bestehen? Ich wäre sehr glücklich über eine Antwort! lieber Gruss von eva

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Liebe Eva,

    leider kann ich Dir hierzu keine verlässliche Antwort geben. Es hängt ja auch davon ab, ob auch der Blutdruck bei Dir stabilisiert werden sollte. Wenn nicht, kann man recht schnell innerhalb weniger Tage absetzen, danach gleich den neuen Betablocker einnehmen.

    Rufe doch Deinen Hausarzt an und bitte ihn um Rat. Er wird doch hoffentlich zu erreichen sein.

    Alles Gute und hoffentlich verträgst Du Metoprolol besser.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Zuckerschaukel
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 166

    Liebe Bettina,

    hab vielen Dank für Deine Antwort! Ja ich denke mir, dass Du auch keine ärztliche Untersuchung ersetzen darfst. Ich habe auch vor, noch zu meiner Hausärztin zu gehen, sie ist aber erst wieder ab Montag zu erreichen u. ich möchte nicht mehr so lange so k.o. sein. Jetzt ist ja zum Glück auch besseres Wetter, aber der Effekt ist momentan, dass das bematschte Gefühl sich noch verstärkt.
    mein Blutdruck ist konstant bei 100 zu 70 . Dann wäre es doch nicht gewagt morgen mit der Reduktion auf 40 mg zu starten u. am Montag mit der Ärztin das weitere zu planen, oder?
    Liebe grüsse von eva

    Wollmausi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 255

    Hi,

    Habe auch noch eine Frage zu den Beta Blocker metoprolol: nehme es jetzt seit Anfang März; laut Kopfschmerzkalender sind die Attacken etwa gleich geblieben, jetzt die letzten beiden Wochen war es ja richtig schlimm, so schlimm wie das letzte mal im Januar/Februar ganz ohne Prophylaxe (Eigentlich ähnliche Frage, wie hier im Topic schon von Denkpositiv gestellt). Sollte ich über eine andere Prophylaxe nachdenken oder doch noch länger warten? Fand jetzt die letzen 3 Monate echt schlimm, mit der Warterei „wann wirkt es endlich mal..“, der Mai war ganz ok, aber sonst 😉 der Juni ist ja bisher echt blöd..

    Habe am 26.6. einen Termin bei meinem Arzt, könnte ihm dann ja was vorschlagen, falls ihr meint; es wäre evtl besser zu wechseln. Aber wohin? ADs möchte ich nie wieder nehmen, von Topamax hatte ich so schlimm abgenommen, aber es hatte gut gewirkt. Andere Beta Blocker gibt es ja auch noch, weiß aber nicht, ob die besser wären..

    Liebe Grüße und allen einen schönen Abend,
    wollmausi

    glückdererde
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 486

    Liebe Wollmausi,

    ich denke man sollte den Prophylaxeversuchen genügend Zeit geben um wirken zu können. Bricht man zu schnell ab dann ist das Medikament quasi für einen selbst ‚verbrannt‘.

    Wenn Du aber am 26.6. einen Termin bei Deinem Arzt hast und bis dahin noch keine Verbesserung festgestellt hast, kannst Du aus meiner Sicht sicher sein, dass Metoprolol bei Dir als Kopfschmerzprophylaxe nichts taugt.

    Ich denke so ungefähr drei Monate sollte man Geduld mitbringen. Aber wenn en Medikament zur Prophylaxe nach 4 Monaten noch nicht wirkt, ist sehr wahrscheinlich, dass es auch im Nachhinein nichts hilft.

    Liebe Grüße

    langeselend

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4562

    Liebe Wollmausi,

    auch ich sehe es so wie langeselend, wenn Du eh einen Termin beim Neurologen am 26.6. hast, und bis dahin in der Gesamtheit keine Verbesserung feststellst, solltest Du mit Deinem Arzt ein neues Prophylaxemedikament besprechen.

    Du warst doch in Kiel, hast Du dort noch ein Ausweichmedikament genannt bekommen, oder was hat man Dir gesagt?

    Lieber Gruß 😉
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27786

    Liebe Eva,

    Du hast jetzt sicher schon auf 40 mg reduziert. Am Montag wird Dir dann die Hausärztin weiterhelfen können.

    Liebe Wollmausi,

    warte in Ruhe den Termin ab, wie Dir ja schon geraten wurde und entscheide dann zusammen mit dem Arzt. Es gibt noch genug andere Möglichkeiten.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Wollmausi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 255

    Alles Klar! Danke! Werde ich so machen. Wollte Gerne eure Meinung zur Absicherung hören 😉
    In Kiel wurde mir nichts anderes vorgeschlagen. Hatte auch metoprolol und dazu das Doxepin in kiel dazu bekommen. Aber das Doxepin hat mich so stark abgestumpft, ich war antriebslos und hab zugenommen; das war nicht sehr schön. Allerdings hatte ich nach Kiel auch 4 Monate lang kaum Migräne, bis ich das metoprolol (wie in Kiel besprochen) abgesetzt hatte. Daher nehme ich es ja jetzt wieder, weil es gut half eigentlich. Zumindest nach Kiel, vorher auch nicht wirklich. Vielleicht muss ich sonst doch noch etwas warten. Gucken wir, was der Arzt sagt, ich werde berichten 😉
    Liebe Grüße und gute Nacht!

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