Doxepin – sedierender Effekt nimmt ab? – Beginn neuer Prophylaxe (Imadlo)

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  • imadlo
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    Hallo Forum,

    ich bin ganz neu hier und werde mich bestimmt noch in „Mein persönlicher Schmerzverlauf“ genauer vorstellen, wenn es mir mal besser geht.
    Zurzeit habe ich jedoch ein akutes „Fragezeichen“ bezüglich meines Prophylaxe-Medikaments „Doxepin“.
    Ich hoffe, dass der Beitrag in der richtigen Gruppe landet.

    Nun…nach einem stationären Aufenthalt in der Schmerzklinik Kiel, nehme ich seit ca. 7 Wochen Doxepin (25mg). Da ich einen pausenlosen Spannungskopfschmerz + Migräne (chronische Migräne) habe und stark unter Schlafstörungen leide, habe ich mich anfangs über die sedierende Wirkung von Doxepin gefreut. Ich konnte die ersten Wochen (endlich) besser schlafen.
    Jedoch habe ich seit letzter Woche wieder starke Schlafstörungen und habe das Gefühl die sedierende Wirkung lässt deutlich nach – ich schlafe nicht mehr so tief und werde oft in der Nacht wach. Mein Schlaf ist nicht erholsam.
    Dadurch sind natürlich meine Kopfschmerzen deutlich schlimmer geworden & ich habe seitdem täglich Migräne gehabt.

    Die Evaluation der Wirksamkeit soll nach 8-12 Wochen erfolgen und die Zieldosis ist 50-100mg p.d. (laut Behandlungsplan). Man hat bei mir erst kleiner angefangen…

    Meine genaue Frage ist jetzt: Hat jemand auch die Erfahrung gemacht, dass die sedierende Wirkung von Doxepin mit der Zeit nachgelassen hat?
    Wäre die schlechte Schlafqualität ein „Argument“ um die Dosis von Doxepin zu erhöhen?
    (man möchte schließlich so wenig wie nötig von dem Medikament nehmen und andere Nebenwirkungen vermeiden)

    Ich würde dem Doxepin gerne weiter die Chance geben, jedoch durch die schlechte Schlafqualität sind die Kopfschmerzen täglich wieder auf einem unerträglichen Niveau.

    liebe Grüße – imadlo

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4576

    Hallo Imadlo,

    herzlich willkommen hier im Forum. Na klar, es ist doch auch ok, hier erst einmal die Fragen zu stellen, die einem auf der Seele brennen. Wir freuen uns dennoch auf deine Vorstellung. 🙂

    Grundsätzlich macht jeder seine eigenen Erfahrungen mit den Medi´s. Das macht es ja eben auch etwas kompliziert. Jeder Mensch, und wirklich jeder macht die unterschiedlichsten Erfahrungen mit den einzelnen Medikamenten. Da kann man wirklich nicht´s über einen Kamm scheren. Jeder muss die Medikamente für sich selbst austesten.

    Es kann durchaus sein, dass die sedierende Wirkung des Doxipins nach einer gewissen Zeit nachläßt. Oft wird die Dosis nach ein paar Tagen Einnahme erhöht. Du nimmst das Mittel nun seit 7 Wochen. Was sieht dein Plan vor? Ab wann sollst du das Mittel erhöhen? Hat man dir in der Klinik etwas dazu geraten?

    Ich pers. würde meinen Arzt darauf ansprechen. Es wäre schade, wenn das Mittel wegen falscher Dosierung nicht zur Geltung käme.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27897

    Willkommen bei uns, liebe Imadlo. 🙂

    Sternchen schreibt es auch bereits – natürlich kann die Wirkung von Medikamenten mit der Zeit nachlassen. Du hast ja Deinen Medikamentenplan und der zeigt Dir auf, wohin der Weg noch führen kann. 😉 Du bist noch in der ganz geringen Dosis, daher wäre die nächste sinnvolle Konsequenz, die Dosis leicht zu steigern. Das müsste doch auch im Plan stehen, oder nicht?

    Nach Dosissteigerung wirst Du ziemlich sicher wieder die gute Wirkung von zuvor haben.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    imadlo
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Danke sternchen, Danke Bettina! Freut mich sehr, so nett begrüßt worden zu sein und hilfreiche Antworten zu bekommen. 🙂

    Ich bin dem Rat von sterchen gefolgt und habe gleich der Ambulanz der Schmerzklinik Kiel eine Mail geschickt. Es wurde mir auch gleich am selben Tag geantwortet – wirklich gute Betreuung!

    Ihr habt beide Recht. Der Arzt meinte nämlich auch, dass bei niedrigen Dosierungen es zu Toleranzentwicklungen kommen kann. So hat die sedierende Wirkung nicht mehr „gegriffen“…Und da sowieso die Zieldosis bei 50-100 mg bei mir liegt und man gleichzeitig die sedierende Wirkung somit wieder besser erzielen kann, ist der Zeitpunkt gekommen, das Doxepin zu erhöhen.
    Da ich selten in meinem Leben Medikamente genommen habe (noch nicht musste), wusste ich nicht genau nach welchen Kriterien/Argumenten so eine Dosiserhöhung abläuft.
    Die „schlechten Schlaf-Phase“ wollte ich auch nicht direkt dem Doxepin zuschreiben, aber nun sind es schon ca. 2 Wochen die ich nicht mehr richtig schlafen kann und jetzt weiß ich ganz sicher, dass es auf jeden Fall an der Toleranzentwicklung liegt.

    Auf jeden Fall, habe ich die Tage jetzt Blutbild / Leberwerte kontrollieren lassen und morgen EKG vereinbart. Wenn alles in Ordnung ist, werde ich bald das Doxepin erhöhen und hoffe, dass sich wieder alles zum Positiven dreht 🙂

    Grüße imadlo

    imadlo
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Liebe sternchen und Bettina, oder auch andere Forenmitglieder, ich muss noch mal etwas fragen. Es geht um meine Schlafstörungen…

    wie oben erwähnt habe ich die Dosis von Doxepin von 25mg auf 50mg am 24.08. erhöht. Vorher erfolgte eine Leberwertkontrolle und EKG beim Hausarzt. Nun nehme ich seit 13 Tagen Doxepin in der Dosis von 50mg ein und befinde mich zurzeit ca. in der 10. Woche meines Behandlungsplanes.

    Ich nehme die Tabletten abends gegen 20.30-21.00 ein. Ich verspüre die sedierende Wirkung und werde müde, sodass ich um ca. 23.00-24.00 schlafen gehe.

    Leider ist bis jetzt mein Schlaf auch unter der Dosis von 50mg nicht erholsam. Ich werde nach 2-3 Stunden Schlaf das erste mal wach und obwohl ich ziemlich schnell wieder einschlafe, werde ich bereits nach wenigen Stunden wieder wach. (Durchschlafstörung) Mit jedem wach werden, fühlt sich der Schlaf immer weniger tief an. (Qualität nimmt ab)
    Durch die Schlafstörungen bin ich am Tag sehr müde, habe stärkere Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme. Ein erholsamer Schlaf fehlt mir…

    Andere Nebenwirkungen sind auszuhalten; die Schlafstörungen sind jedoch zurzeit belastend und anstrengend.

    Meine Fragen:
    Kann sich mein Schlaf mithilfe der Dosis von 50mg Doxepin noch verbessern? Muss ich mich noch an die Dosis gewöhnen? Wie lange dauert es?
    Wie kann ich mein Schlafproblem lösen?

    Ich tue alles um durchzuhalten, da bei meiner Diagnose „chronische Migräne“ das Doxepin das Mittel der Wahl ist. Gerade bei meinen Schlafstörungen sollte es wegen der schlaffördernden Wirkung eigentlich helfen besser zu schlafen. Außerdem gibt es nur wenige Alternativen.
    Ich weiß, dass die Prophylaxe Zeit braucht und man sehr viel Geduld mitbringen muss. Wenn ich jedoch permanent schlecht schlafe, habe ich das Gefühl, dass das Medikament so nicht ganz zur Geltung kommmen kann.

    viele Grüße – imadlo

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27897

    Liebe Imadlo,

    was schätzt Du denn, auf wie viele Stunden Schlaf Du nachts kommst? Nicht selten ist es so, dass man die tatsächlichen Schlafstunden zu gering einschätzt. Mehrmals wach werden nachts muss nicht zwingend einer Schlafstörung zugeordnet werden. Wenn Du danach bald wieder einschläfst, solltest Du Dir keine Sorgen machen. Kommst Du auf mindestens sechs Schlafstunden (geschätzt), wäre das auch völlig in Ordnung und könnte durch das Doxepin nach einigen Wochen auch noch zunehmen.

    Mit jedem wach werden, fühlt sich der Schlaf immer weniger tief an. (Qualität nimmt ab)

    Es kann auch sein, dass Du immer mehr in „stress“ gerätst und dadurch das Gefühl hast, dass der Schlaf nicht erholsam ist. Ich kann mich natürlich auch irren, das ist ja klar, aber ich möchte versuchen, Deine Gedanken auch in eine andere Richtung zu lenken.

    Du schläfst gut ein, wachst zwar nachts mehrmals auf, schläfst aber auch schnell wieder ein. Ganz generell gesprochen ordnet man so etwas noch nicht unter Schlafstörung ein. Oft kann die Sorge um den vermeintlich schlechten Schlaf diesen tatsächlich schlechter machen.

    Vielleicht nimmst Du Dir für die nächste Zeit mal vor, der Qualität des Schlafes nicht so viel Beachtung beizumessen. Wenn Du aufwachst, nimm es hin, bewerte es nicht, Du schläfst eh schnell wieder ein. Nicht zu viel darüber nachdenken, ist halt mal so. Magst Du das mal so die nächsten ca. 14 Tage, bzw. Nächte versuchen?

    Eine Prophylaxe wirkt oft erst nach drei Monaten wirklich gut. Zumindest sollte man ihr so lange Zeit lassen.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    imadlo
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Vielen Dank für die Antwort liebe Bettina 🙂 (bei mir müsste es „Lieber“ heißen 😉 )

    Ich weiß wie Du das meinst mit dem „sich-stress-machen“ beim schlafen. Ich versuche da wirklich gelassen zu bleiben und würde von mir aus sagen, dass ich das „darüber-nachdenken/grübeln“ mittlerweile gut im Griff habe. Deshalb schlafe ich auch schnell wieder ein. Nach der ersten Woche der Einnahme, hatte ich das Problem ja nicht und mein Schlaf war echt gut. Zurzeit könnten es gebrochene 6 Stunden sein.
    Ob man es als Schlafstörung bezeichnet oder nicht – leider habe ich trotzdem mit dem Aufstehen morgens, den ganzen Tag mit Müdigkeit, stärkeren Kopfschmerzen und Konzentrationsschwäche zu tun. Mein Schlaf fühlt sich somit auf jeden Fall nicht erholsam an. Da frage ich mich nur, wie lange das noch so gehen soll… 🙁

    Habe da noch kleine Fragen offen.

    Kommst Du auf mindestens sechs Schlafstunden (geschätzt), wäre das auch völlig in Ordnung und könnte durch das Doxepin nach einigen Wochen auch noch zunehmen.

    Warum meinst du Bettina, dass die Schlafstunden mit der Zeit zunehmen könnten, wenn ich das Doxepin weiter einnehme?
    Wie lange braucht der Körper um sich von 25mg auf 50mg umzustellen?
    Ist es eigentlich egal in der Prophylaxe, wann man ein Medikament erhöht? (ob nach 8 / 12 Wochen oder später; natürlich vorausgesetzt man dosiert es langsam am Anfang ein und die Leberwerte/EKG wären in Ordnung)

    Ja Bettina, ich werde es erstmal weiter versuchen. Noch 2 Wochen und dann habe ich ja erst die „Mindestlaufzeit“ erreicht 😉

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27897

    Liebe Imadlo (das war aus dem Namen nicht herauszulesen und/oder ich hatte was nicht mitgekriegt bei Deiner Vorstellung 😉 ),

    Nach jeder Dosissteigerung muss sich der Körper wieder anpassen. Wie schnell das geht, ist unterschiedlich. Es kann also sein, dass sich die nun bessere Wirkung durch die höhere Dosis noch einstellt und sich auch positiv auf Deinen Schlaf auswirkt. Es ist egal, wann man hochsteigert. Verträgt man ein Medikament gut und möchte schneller zur Zieldosis, dann geht man eben schneller hoch. Sonst nicht, hört da auch auf seinen Körper.

    Mein Schlaf fühlt sich somit auf jeden Fall nicht erholsam an.

    Wenn Du den Schlaf als nicht erholsam empfindest, kann das doch am Medikament liegen, oder vielleicht am Schnarchen (will Dir da jetzt nix unterstellen 😉 ), Schlafapnoe usw. Aber nun warte noch ein wenig ab, dann wirst Du sicher Muster erkennen.

    Liebe Grüße
    Bettina

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