Erenumab (Aimovig)

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    EU-Kommission genehmigt Zulassung für Erenumab (Aimovig)

    30.7.2018. Die Migräne-Immuntherapie mit dem Wirkstoff Erenumab (Aimovig) kann nun auch in der EU vertrieben werden. Im Mai 2018 erfolgte zunächst die US-Zulassung, gefolgt von der Zulassung in der Schweiz im Juli. Nun hat die EU-Kommission Erenumab am 30.7.2018 auch für die EU den Marktzugang genehmigt. Mit Datum vom 31. Mai 2018 hat der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittelagentur EMA eine Empfehlung für die Zulassung von Erenumab (Aimovig) zur Prophylaxe von Migräneattacken gegeben. Das Medikament wurde bereits mit Datum vom 17. Mai 2018 von der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA zur vorbeugenden Behandlung von Migräne bei Erwachsenen in den USA zugelassen (Einzelheiten siehe dieser Beitrag). Aimovig ist in Form einer Lösung zur subkutanen Injektion mit 70 mg verfügbar. Der aktive Wirkstoff von Aimovig ist Erenumab. Die Wirkung erfolgt über eine Bindung an den Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) Rezeptor. Studien haben gezeigt, dass durch Aimovig die Anzahl der monatlichen Migränetage reduziert werden kann. Als häufigste Nebenwirkungen zeigten sich Reaktionen an der Injektionsstelle und Verstopfung.

    Artikel weiterlesen: http://www.schmerzklinik.de/2018/07/30/eu-kommission-genehmigt-zulassung-fuer-erenumab-aimovig/#iLightbox%5Bgallery19461%5D/1

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    Erenumab bei Migräne: Laut IQWiG Hinweis auf beträchtlichen Zusatznutzen für bestimmte Patienten

    Als Prophylaxe erfolgreich, wenn andere medikamentöse Therapien ausgeschöpft sind

    Mit Erenumab kam im November 2018 das erste Medikament einer neuen Wirkstoffklasse zur Prophylaxe von Migräne auf den deutschen Markt. In einer frühen Nutzenbewertung hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nun untersucht, ob Erenumab einen Zusatznutzen bietet. Wie die vom Hersteller vorgelegten Daten zeigen, kann Erenumab bei jenen Patientinnen und Patienten die Belastung durch Migräne verringern, bei denen andere, bisher zur Prophylaxe eingesetzte Arzneistoffe versagten oder nicht infrage kamen.

    Der Hersteller legte Daten lediglich für die episodische Migräne vor, nicht jedoch für die chronische Migräne. Da diese Klassifikation jedoch einzig auf der Zahl der Schmerztage beruht und die Grenzen zwischen episodischer und chronischer Migräne unscharf sind, sieht das IQWiG den Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen nicht auf die episodische Migräne beschränkt.

    Wirkstoffklasse schaltet Botenstoff CGRP aus

    Im Unterschied zur Akutbehandlung gab es für die Prophylaxe der Migräne bislang keine speziellen Arzneistoffe. Zwar ist längst eine ganze Reihe von Medikamenten verfügbar. Diese wurden jedoch alle für andere Krankheitsbilder entwickelt, etwa für Bluthochdruck, Depressionen oder Epilepsie.

    Seit langem ist bekannt, dass bei der Entstehung von Migräne ein bestimmter Botenstoff namens CGRP (Calcitonin Gene Related Peptide) eine zentrale Rolle spielt. Es sollte jedoch Jahrzehnte dauern, bis es gelang, ein Medikament zu entwickeln, das CGRPP ausschaltet, ohne gravierende Nebenwirkungen zu haben.

    Artikel weiterlesen: http://www.schmerzklinik.de/2019/02/03/erenumab-bei-migraene-laut-iqwig-hinweis-auf-betraechtlichen-zusatznutzen-fuer-bestimmte-patienten/

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