Fluraninzin zur vorbeugenden Behandlung

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  • AnjaS
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    Hallo,
    ich habe schon einige Medikamente zur Vorbeugung durch, die mir entweder nicht halfen o deren Nebenwirkungen zu stark waren.
    Im Mai hatte mir meine Neurologin Fluranizin empfohlen, mit sehr niedriger Dosis sollte ich anfangen. Da ich im Laufe der Zeit vorsichtig geworden bin, was ich so schlucken soll, habe ich auf eurer Seite eine Tabelle gefunden, die nebst Nebenwirkungen Kontraindikationen aufweist: u.a. wird Parkinson in der Familie angegeben und mein Vater hat starkes Parkinson!
    Leider wollte die Neurologin mit mir nicht telefonieren u ließ über ihre Helferin ausrichten, dass ich das Mittel ohne Bedenken nehmen könne, da ich selber nicht an Parkinson leide (wer weiß das schon?). Ich habe sogar darauf hingewiesen, dass diese Kontraindikation auf eurer Seite erwähnt wird, aber das schien sie nicht zu interessieren?! Jedenfalls habe ich daraufhin nur geantwortet, dass ich das Medikament nicht nehmen werde, ich dann den Sommer bis zu unserem nä. Termin ohne alles überstehen müsse, hoffentlich…es kam von ihr keine Alternativmedizin. Wem ich auch davon erzählt habe, hätte genauso entschieden, was mich sehr bestätigte.
    Ich möchte wissen, ob mir mein Bauchgefühl recht gab bzw wie ihr dazu steht, das Fluranizin wg der Kontraindikation nicht einzunehmen.

    AnjaS
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Und danke für eure Antworten
    Anja

    heika
    Teilnehmer
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    Liebe Anja,

    wir sind hier alle keine Ärzte und können da schlecht etwas dazu sagen. Jede Medikation muss immer individuell angepasst und mit dem Arzt unter Abwägung aller Aspekte besprochen werden.
    Ich selber nehme auch ein Medikament, das ich aufgrund einer Vorerkrankung eigentlich nicht nehmen dürfte. Dennoch wurde in meinem Fall dafür entschieden.

    Vielleicht könntest du dir bei einem anderen Arzt eine Zweitmeinung dazu einholen.

    Lieber Gruß
    Heika

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 28319

    Herzlich willkommen bei uns, liebe Anja. 🙂

    Wie Heika schon erwähnt, muss die Medikation natürlich mit dem Arzt abgesprochen werden. Meine persönliche Meinung allerdings ist, dass das Gefühl entstehen könnte, dass Deine Ärztin Deine berechtigten Sorgen nicht ernst nimmt. Wäre ich an Deiner Stelle, würde ich nicht ausgerechnet eine Prophylaxe einnehmen, die Risiken für mich in sich bergen „könnte“. Es gibt genug andere Prophylaxen, da ist mit gutem Willen sicher was zu finden. 😉

    Nimmst Du schon hochdosiertes Magnesium und Vitamin B2 ein? Wenn nicht, könntest Du doch schon mal damit starten.

    Welche Prophylaxen hattest Du denn schon versucht?

    Liebe Grüße
    Bettina

    AnjaS
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo zurück,
    danke für`s schnelle Antworten!
    Hab mich ja gar nicht vorgestellt, aber manchmal hat man ja nichts im Kopf, weil einfach nichts geht wg Kopfschmerzen..

    Versuche mich kurz zu fassen (ob`s gelingt?):
    seit 15J Migräne ohne Aura, Sportlerin (u.a.Übungsleiterin im Verein, Sport spielt für mich eine gr Rolle, aber nicht übertrieben, Entspannungsmethoden bekannt), Ernährung gut (ergänzende Hinweise der Schmerzklinik mit eingebaut), NRaucherin, kein Alkohol
    in 2/14 in der Schmerzklinik gewesen, wurde in meiner Lebensführung/weise bestärkt
    Ich kann auch sagen, dass ich achtsam mir gegenüber bin, ich kann genießen soweit die Migräne es zulässt, manchmal sogar mit Migräne
    Bisher durchgeführte ohne Erfolg geprägte Maßnahmen:
    Osteopathie, Akupunktur, manuelle Therapie (trotzdem jede Woche, auch zum-sich-besser-fühlen), cranio-sakrale Therapie
    Medikamente:
    Amitriptylin (seit Kiel bis jetzt Ende Mai ausklingend, aber Schlaf seitdem wieder schlechter, werde ich nach Rücksprache wohl wieder nehmen)
    Migravent
    Topiramat
    Pestwurz
    Lipigesic (aus USA)
    = alle ohne Erfolg, bzw mit Nebenwirkungen
    Magn + B2 seit Dez.15: bisher keine Veränderung/Besserung, aber nehme ich auf jeden Fall weiter
    Betablocker werde ich nicht nehmen, da niedriger Blutdruck, was bei Fluranizin auch fraglich wäre
    Triptane:
    Sumatriptan über Jahre
    seit 3 Wo Rizatriptan (auch gute Wirkung)

    Seit Mai hat sich zu den akuten Attacken eine Art Dauerkopfschmerz entwickelt, fast jeden Tag pochend, besonders rechts, re. Auge, kaum noch schmerzfreie Zeit,
    gut 8-10 Tage Voll-Attacken, reagiere nun auch auf Wetterwechsel (besonders Schwüle)
    Bis Anfang des Jahres meist 2 Wo Kopfschmerzpause – wie sehne ich mich danach zurück!!
    Die Triptane wirken unterschiedlich schnell, hängt von der Stärke der Attacke ab

    Nach den bisher vergeblichen Prophylaxeversuchen merke ich, dass ich Respekt vor den Nebenwirkungen bekommen habe u wenig Vertrauen in eine kleine echte Besserung – doch da sich die Attackenfrequenz/-Stärke erhöht hat, habe ich wohl keine and. Wahl.

    So, kurz ist´s nicht gerade geworden…
    Vlt habt Ihr ja noch einen Tipp für mich, bin für alles offen!

    Liebe Grüße
    Anja

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 28319

    Liebe Anja,

    könntest Du im MÜK sein, hältst Du die „erlaubten“ 10 Behandlungstage im Monat ein? Führst Du einen Kopfschmerzkalender?

    Betablocker regulieren nur zu hohen Blutdruck, senken niedrigen in aller Regel nicht weiter ab. Wenn Du wegen des Sports Bedenken hast, wären vielleicht Sartane eine Überlegung wert.

    Sonst lebst Du eh schon sehr vorbildlich, da gibts wohl nicht viel zu optimieren. 😉 Wenn die Situation trotz allem noch nicht zufriedenstellend ist, wirst Du wohl über kurz oder lang nicht um eine Prophylaxe herumkommen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sigrid
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 140

    Guten Morgen Anja,
    auch mir geht es in diesem Frühjahr/Sommer viel schlechter als sonst, vielleicht liegt es ja auch an diesem unsäglichen Wetter ?⛈.
    Wegen der Prophylaxe wollte ich Dir noch sagen, dass ich seit Jahren Beta-Blocker nehme, obwohl ich ganz niederen Blutdruck habe. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit habe ich sie gut vertragen, mein Blutdruck ist zwar immer niedrig, aber das beeinträchtigt mich nicht weiter.
    Wenn ich hier im Forum über die Nebenwirkungen der anderen Mittel lese, bin ich froh, dass mir mein Arzt seinerzeit das Metoprolol verschrieben hat.
    Herzliche Grüße und alles Gute
    Sigrid

    AnjaS
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo,
    es ist so schön zu erfahren, dass ihr da seid, dass ihr so schnell antwortet – vielen Dank!

    Ich glaube nicht, dass ich im MÜK bin, achte immer darauf, die èrlaubten Tagenicht zu überschreiten... manches Mal muss ich halt Attacken ohneDrogen` überstehen – und ihr wisst ja, was das heißt 🙁
    Einen Kopfschmerzkalender führe ich schon seit Jahren, auch mit Ergänzungen wie das Wetter war, welcher negativer o gar positiver Stress mich ummantelt haben könnte etc – fällt mir gelegentlich schwer, immer u immer wieder zu schreiben, wäre halt schön, wenn man das alles nicht müsste.
    Ich werde meine Neurologin die Tage anrufen, in der Hoffnung auch, dass sie zumindest Zeit für ein Telefonat hat und ihr Eure Prophylaxe-Vorschläge unterbreiten.
    Werde berichten, es kann ja nur besser werden!

    Euch auch alles Gute, genießt die Sonne, so weit es geht
    Anja

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 28319

    Liebe Anja,

    ich führe den Kalender auf der Handy-App (Migraine) und empfinde dies als überhaupt nicht belastend. Schreibst Du noch auf Papier? 😉 Ich mache allerdings nur Minimalangaben und halte mich mit eventuellen Triggerangaben schon längst nicht mehr auf. Bringt ja nichts, hat im Grunde kaum Konsequenz.

    Alles Gute fürs Gespräch und liebe Grüße
    Bettina

    svenja76
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    Beitragsanzahl: 6

    Hallo liebe Community,

    ich hoffe, der Beitrag ist hier richtig…
    Seit August 2018 nehme ich Flunarizin 10mg (Metoprolol, Topiramat, Venlafaxin und Amitrypilin habe ich schon erfolglos ausprobiert). Seit Dezember 2018 beginnt es seine prophylaktische Wirkung zu entfalten und ich habe statt 15-20 nur noch etwa 8 Migräneanfälle im Monat. Das ist richtig schön – aber hier komme ich zu meiner Frage:

    Wie viele Nebenwirkungen muss man hinnehmen?
    Ich habe seit August ca 15 kg zugenommen, hab einen extrem trägen Darm (ohne Abführmittel geht da gar nichts mehr), bin sehr oft müde, fühle mich träge und kann mich nur schwer zu etwas aufraffen. Ist das „normal“ ? Lassen die Nebenwirkungen irgendwann nach? Ich bin total verunsichert…. Hat vielleicht jemand Tipps für mich?
    Danke

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28319