Fragen zur Verapamil retard Prophylaxe

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  • Darry
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    Guten morgen liebe Mitglieder,

    mein Schmerztherapeut hat mir endlich Verapamil retard verschrieben. Zunächst erstmal muss ich die minimale Dosis von 240 mg nehmen. Falls eine erneuerte Cluster-kopfschmerz Episode kommt, wird diese hoch dosiert.

    Die erste Woche ging es mir ziemlich blöd damit. Müdigkeit, zittern, Übelkeit und Völlegefühl.

    Mein Therapeut hat natürlich das Thema Schwangerschaft angesprochen und es interessiert mich sehr.
    Er sagte mir, dass man mit Einnahme von verapamil nicht schwanger werden kann? Wie würde es selbst in der Schwangerschaft aussehen?

    Vielen Dank schonmal im Vorraus. ☺

    Liebe grüße

    Darry

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Darry,

    planst Du denn Deine Schwangerschaft demnächst? Wenn ja, solltest Du bedenken, Verapamil besser vorher abgesetzt werden sollte. Es gibt zwar bisher keine „dokumentierten“ Fehlbildungen unter Verapamil, aber da es viele calciumabhängige embryonale Entwicklungsprozesse gibt, hätte ich persönlich große Bedenken, einen Calciumantagonisten wie Verapamil in der Schwangerschaft einzusetzen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Darry
    Teilnehmer
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    Nicht sofort, aber im Laufe der Zeit. ☺

    Natürlich hat man alles im Hinterkopf und muss alles bedenken, da ich auch das Embryo nicht gefährden wollen würde.

    Kann man denn überhaupt schwanger werden, wenn man verapamil nimmt? Das hatte der Therapeut nämlich verneint. Und wie ist es mit den Episoden während der Schwangerschaft?

    Liebe grüße

    Darry

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Darry,

    natürlich kannst Du schwanger werden mit Verapamil, da hast Du den Arzt sicher falsch verstanden. Er meinte wahrscheinlich, dass Du nicht schwanger werden solltest, so lange Du Verapamil nimmst.

    Die Attackentherapie während der Schwangerschaft ist ein Problem. 🙁 Zur Not müsste halt Imigran Injekt genommen werden, sodass ich Dir nur wünschen kann, dass Du außerhalb einer Episode schwanger wirst.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Darry
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 39

    Er meinte die Fruchtbarkeit wäre durch verapamil eingeschränkt, sodass es schwierig bis gar nicht mögliche wäre, während Einnahme des Medikamentes.
    Auch sagte er mir, dass die Wahrscheinlichkeit eine Episode in der Schwangerschaft zu bekommen eher gering sei bzw das es Frauen gäbe, die in der Zeit Beschwerden frei waren.

    Die Attacken Therapie gestaltet sich dadurch schwierig, das stimmt. Sauerstoff wäre natürlich die optimale Lösung.

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Darry,

    das ist mir nicht bekannt, ist auch in der Beschreibung nicht zu finden.

    Wenn Sauerstoff wirkt, ist das natürlich optimal und darf während der gesamten Schwangerschaft angewandt werden. Nur wenige Frauen haben Attacken in der Schwangerschaft, so ist es auch bei den Migränikern. Einfach hoffen, dass Du zu diesen gehörst. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Darry
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 39

    Ich hatte dazu auch nichts gefunden, weder Beschreibung noch sonst wo im Internet und da ich mich nunmal mit der ‚Krankheit‘ so gut wie es geht auseinander setze, hat mich das doch sehr interessiert. Deshalb hab ich mich auch wieder an Euch gewandt
    ?

    Wie kommt es oder woran liegt es, dass Attacken in so einer Zeit kaum bis gar nicht vorkommen?

    Liebe Grüße

    Darry

    Darry
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 39

    Aber jetzt noch ne andere Frage :

    Seit ein paar Tagen ist mein Kopf etwas ‚komisch‘. Hin und wieder zieht es im Nacken, dumpfes Gefühl in der Schläfe, und ab und zu mal ein Stich. Natürlich alles auf der Seite wo sich auch der Cluster bemerkbar macht.

    Sind es etwa Attacken, die aber durch das verapamil unterdrückt werden? ?

    Liebe Grüße

    Darry

    Darry
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 39

    Hallo ihr Lieben,

    ich melde mich nun auch noch mal, da ich derzeit sehr verunsichert bin.

    Ich bin erneuert schwanger und befinde mich in der 23. Woche.
    Vor einer Woche hatte ich den Termin zum Organultraschall, wo aber alles unauffällig erschien.
    Nur meine Maus hat paar Gramm zu wenig als sie sein sollte und die Plazenta zeigt erste Verkalkungen auf.

    Ich nehme das Verapamil nur noch mit 240 mg auf 2x am Tag, mit Rücksprache des Arztes ein. Der sagte mir, es stellt kein Problem dar.
    Doch jetzt habe ich gelesen das Verapamil plazentagängig ist und auch die Aufnahme von Calcium hemmt. Und das verapamil eigentlich absoulut nicht in der Schwangerschaft eingenommen werden sollte.

    Bei meiner ersten Tochter war genau das gleiche Problem das sie zu klein und zu leicht war, die Plazenta schneller verkalkt ist und knapp 3 Wochen zu früh kam.

    Kann das alles am verapamil liegen?

    Freue mich auf Antworten,

    Liebe Grüße und schöne Ostertage

    Darry

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
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    Liebe Darry,

    erst mal herzliche Gratulation zur Schwangerschaft. 🙂

    Leider können wir Dir hierzu nicht raten, da Dich Dein Arzt ganz individuell dazu beraten muss und es ja wohl auch tut. Frage ihn bitte direkt dazu. Ganz allgemein gesagt setzt man Verapamil nicht in der Schwangerschaft ein, wenn nicht zwingende Gründe dafür sprechen.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    heika
    Teilnehmer
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    Liebe Darry,

    wurde denn beim ersten Kind überlegt, woher die überdurchschnittliche Verkalkung der Placenta kam?

    Du rauchst nicht, oder? 😉 😉

    Isst du besonders viel Eiweiß? Manchmal ist es so, dass Frauen in der Schwangerschaft sehr gesund leben und dem Körper auf jeden Fall genügend Eiweiß zuführen wollen und deshalb plötzlich Unmengen an Quark, Käse, Joghurt, etc. essen. Mehr als für Mutter und Kind nötig. Auch das kann zu Verkalkungen der Placenta führen.

    Lieber Gruß
    Heika

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