Fremanezumab (Ajovy®)

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  • Bettina Frank – Admin
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    Dritter monoklonaler Antikörper Fremanezumab (Ajovy®) zur Migränevorbeugung in EU zugelassen

    Der Migräneschmerz basiert nach heutigen Erkenntnissen auf einer neurogenen Entzündungsreaktion an den Arterien der Hirnhäute. Entzündungsstoffe werden dort im Initialstadium der Migräneattacke freigesetzt. Diese führen zu einer verstärkten Schmerzempfindlichkeit der Hirnhäute mit Schwellung und Erweiterung der Gefäßwände. Jeder Pulsschlag führt zu einem pochenden, hämmernden Migräneschmerz, jede Bewegung des Kopfes schmerzt aufgrund Allodynie und Hyperpathie und verstärkt die Beschwerden. Migränepatienten versuchen daher im Anfall möglichst Ruhe und Reizabschirmung einzuhalten sowie körperliche Tätigkeit und Erschütterungen zu vermeiden.
    In den letzten Jahren ist es gelungen, spezifische Antikörper gegen Botenstoffe zu entwickeln, welche die Entzündung während des Migräneanfalles bedingen. Im Mittelpunkt steht dabei das Calcitonin Gene-Related Peptide, kurz CGRP. Es ist ein Neuropeptid, das aus 37 Aminosäuren besteht und durch das identische Gen wie das Hormon Calcitonin kodiert wird. CGRP zählt zu den stärksten gefäßerweiternden Substanzen und spielt eine wichtige Rolle in der Entstehung der Migräne. Gibt man sogenannte monoklonale Antikörper, kann die Wirkung dieser Entzündungsstoffe für einige Wochen gestoppt und die Wahrscheinlichkeit für Migräneattacken reduziert werden. Es wurden vier Antikörper entwickelt und in zahlreichen Studien getestet: Erenumab (AMG 334), Galcanezumab (LY2951742), Fremanezumab (TEV-48125) und Eptinezumab (ALD403).

    Artikel weiterlesen: http://www.schmerzklinik.de/2019/04/07/dritter-monoklonaler-antikoerper-fremanezumab-ajovy-zur-migraenevorbeugung-in-eu-zugelassen/

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5626

    Vielen Dank, Bettina, dass du uns immer auf dem Laufenden hältst, was die aktuellen Entwicklungen betrifft. Was für ein Luxus, hier in Headbook alles Wichtige fix und fertig „serviert“ zu bekommen, so dass wir nicht selber im Internet rumstöbern müssen.

    Auch die vielen Beiträge der Anwender von bislang nur Aimovig verfolge ich mit großem Interesse. Es bildet sich hier in Headbook ja das gesamte Spektrum ab, und zwar von extremer Verbesserung der Migräne bis zu gravierenden, nicht hinnehmbaren Nebenwirkungen.

    Auch für die Ärzte ist das sicherlich sehr interessant hier, denn in den allgemeinen praktischen Anwendungen bei Patienten sieht manches vielleicht doch noch mal ein wenig anders aus als in den zuvor gelaufenen Studien.

    Lieber Gruß
    Heika

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27915

    Sehr gerne, liebe Heika. 🙂

    Es ist richtig, dass hier ein großer Informationsstock zusammenkommt. Es gibt noch kaum Erfahrung in der Anwendung, viele Ärzte bieten die Antikörper-Therapie (noch) gar nicht an. Ein Forum wie unseres kann für Arzt und Patient eine gewisse Entscheidungshilfe bieten, da man auf Erfahrungswerte zugreifen kann, die sonst wohl kaum zu finden sind.

    Nun sind wir gespannt, wie die anderen beiden Antikörper wirken und mit welchen Nebenwirkungen sie überraschen. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Indie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 153

    Ich sah gerade, dass Ajovy jetzt auch in den Apotheken verfügbar ist.
    Der Preis für einen Einzelpen liegt bei 688,36 Euro, wie auch bei den anderen beiden Antikörpern.

    Licki
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7

    Hallo, Ihr Lieben,

    Ich wollte euch gerne über meine weitere Entwicklung „Antikörper 2.0“ informieren.
    Da ich auf das Aimovig zunehmend üble kardiale Nebenwirkungen (bei gottlob aber gesundem Herzen) entwickelt habe, habe ich mit meiner letzten Anwendung Ende Februar die vierte und letzte Aimovigspritze verabreicht. Die Nebenwirkungen hielten noch die komplette erste Halbwertszeit an (wie zu erwarten war) und schwächten sich dann immer mehr ab.
    Interessanterweise hielt die hervorragende Wirkung auf die Migräne auch in der zweiten HWZ noch komplett an (4 Kopfschmerztage/2 Triptantage). Erst ab der dritten HWZ setzte die Migräne wieder in gewohnter Weise (bisher 15 Tage) ein.

    Daher habe ich mich entschlossen, einen neuen Versuch mit Ajovy (Fremanezumab) zu starten.
    Gestern Abend habe ich die erste Spritze appliziert. Es handelt sich nicht um einen Autoinjektor, sondern um eine kleine Fertigspritze mit kurzer Nadel (ähnlich einer Heparinspritze). Die Applikation ist sehr genau erklärt und auch für einen medizinischen Laien verständlich geschrieben.
    Die Injektion war nahezu schmerzfrei und unkompliziert. Es wurde kein Migräneanfall durch die Anwendung ausgelöst. Bisher traten keine unerwünschten Arzneimittelwirkungen auf – ich werde euch aber in jedem Fall berichten.

    LG von Licki

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat, 3 Wochen von  Licki.
    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 479

    Hallo Licky,

    das ist ja spannend. Jetzt trudeln endlich mal so langsam die Berichte über die anderen neuen Mittel ein.

    Ich bin wirklich gespannt, was du zu berichten hast.

    LG Anna

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2055

    Hier wurde kurz vor dem Umzug von Lieselotte ein Beitrag geschrieben:

    Liebe Licki und Matthias,
    Ja! bitte berichtet wie es euch geht!
    Ich finde das trotz allem was dahintersteckt und warum wir diese Antikörper überhaupt nehmen,
    Total spannend!
    Liebe Grüße
    Lieselotte

    MiRi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 302

    Hallo Ihr Lieben,

    ich möchte jetzt auch mal von ersten Ajovy-Erfahrungen berichten. Am 18. 6. 2019, also vor gut zwei Wochen, habe ich mir die erste Monatsdosis gespritzt.

    Für mich war es neu, dass es hier keine Fertigpens, sondern Injektionsspritzen mit sehr dünner Nadel gibt. Die Handhabung wurde aber gut erklärt und war für mich unproblematisch.

    Fertigpens habe ich bisher immer direkt über den Hausmüll entsorgt. Für diese Spritzen wird das nicht empfohlen, ich habe mir daher brav in einer Apotheke einen „Kanülensammler“ besorgt.

    Nebenwirkungen sind mir nicht aufgefallen, das war ein guter Einstieg in diese neue Darreichungsform für mich.

    Zu den Wirkungen kann ich sagen, dass ich seit der Anwendung bisher keine schwereren Migräneattacken mehr hatte (unter Aimovig traten sie zuletzt mindestens 1 x monatlich auf). Mit 2 leichten Anflügen von Migräne (Kopfschmerzintensität war dabei sehr gering) liege ich sehr gut, ungefähr so, wie mit Aimovig zu seinen besten Zeiten, vielleicht sogar noch etwas besser. Ich hoffe, mich auf dem Niveau stabilisieren zu können, dann hätte der Wechsel zu Ajovy schon was gebracht. Bevor ich mehr sagen kann, muss ich die weitere Entwicklung noch etwas länger beobachten. Erstmal bin ich guter Dinge 🙂

    Liebe Grüße
    MiRi

    Ellen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo zusammen,

    Ich habe am 23. Juni das erste Mal Ajovy (einfache Dosis) gespritzt. Die Handhabung ist m.E. weniger schmerzhaft als das Aimovig (mein Mann hat mir die Spritze im Bauchbereich gesetzt, kurz und beherzt). Kurz nach der Injektion hatte ich ein brennendes Gefühl im Oberkörper, was sich aber binnen Minuten zurückgebildet hat. Die Migräne, die sich immer einen halben Tag nach Aimovig ausgebildet hat, ist bei der neuen Spritze ausgeblieben, ebenso die Verstopfung. Ich hatte nach 6-7 Tagen das Gefühl, meine Gesichtsmuskulatur sei etwas steif, wie ein Muskelkater, das hat sich aber auch nach zwei Tagen zurückgebildet. Bislang hat sich an der Frequenz meiner Migräne (jeden zweiten Tag heftiger, ansonsten an den Tagen dazwischen Druck im Kopf)nicht viel geändert, allerdings sind die Anfälle weniger schmerzhaft, ansonsten ist es aber das „komplette Programm“, Schwindel, Druck im Kopf,kleine Augen, Blässe, Abgeschlagenheit – es fühlt sich an wie ein schwerer Anfall ohne die Schmerzen.Ich glaube, in dem Forum zu Aimovig hat jemand mal diesen Zustand „Migräne ohne Migräne“ genannt. Den Zustand hatte ich am Anfang auch öfter unter Aimovig.
    Ich leide nach wie vor stark an Schwindel, auch an den besseren Tagen. Allerdings schleiche ich auch Citalopram ein, da ich aufgrund beruflicher Belastung leider in eine Daueranspannung hineingeraten bin, da sich bei mir die Frage nach dauerhafter Arbeitsunfähigkeit jetzt ernsthaft stellt. Das Medikament hat mir vor einigen Jahren schon mal ganz gut geholfen.

    Deswegen kann ich zu dem Zusammenhang Schwindel und Spritze bei mir noch nicht viel sagen und muss abwarten, bis das Citalopram in der vollen Dosis ein paar Wochen drin ist. Und ich werde die neue Spritze auch so lange weiter nehmen, bis die maximale Wirkstoffkonzentration erreicht ist und dann erst abschließend bewerten, ob es sich für mich lohnt. Bislang scheinen sich die Nebenwirkungen in Grenzen zu halten.

    Ich bin gespannt darauf, welche Erfahrungen die anderen Ajovy-ler machen – ich werde weiter berichten.

    Allen eine möglichst schmerzarme Zeit !

    MiRi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 302

    Hallo Ellen,

    Danke für deinen sehr interessanten Erfahrungsbericht. Kannst du mir sagen, wie lange es bei Ajovy dauert, die maximale Wirkstoffkonzentration zu erreichen?

    Das ist gutes Wissen, um nicht zu ungeduldig zu sein…

    Liebe Grüße
    MiRi

    Ellen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo MiRi,

    mein Arzt meinte, man müsste mal so 4-5 Monate ausprobieren. Das scheint mir plausibel, wenn der Wirkstoff eine Halbwertszeit von einem Monat hat. In dem Forum für Aimovig haben etliche Teilnehmer das ja mal explizit für Aimovig berechnet. Die Berechnung müsste sich auch auf Ajovy übertragen lassen. Ich glaube allerdings, dass der Körper keine Maschine ist und es ganz auf den jeweiligen Menschen und seine Lebensumstände ankommt –bei mir ist es unter Aimovig nach diesem Zeitraum nicht besser geworden… aber da Ajovy bislang gut verträglich scheint, folge ich da dem Rat meines Arztes, wenn das so bleibt – uns bleibt ja nichts anderes übrig, wir müssen probieren…..da drücke ich uns die Daumen!

    Viele Grüße!

    Catingrid
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Hallo liebe Leute,
    ich habe heute in der Charite zum ersten mal eine Ajovy- Fremanezumab-Spritze bekommen!
    Ich hatte in der Charite 2017-18 an der Studie teilgenommen, wo Galcanezumab getestet wurde. Die Spritzen sind mir relativ gut bekommen; ich hatte als Nebenwirkung nur die ersten 2 Tage eine „Art Migräne“ und fühlte mich krank, wie bei einer Erkältung. Aber eine spürbare Hauptwirkung auf die Migräne hatte ich kaum; vielleicht höchstens, daß die Schmerzintensität nicht mehr so stark war. Also schon enttäuschend. Als chronische Migränikerin, die schon alles erfolglos durch hat an Prophylaxen, wünschte ich mir natürlich das mal irgendwas wirkt!
    Im Jan-Febr. diesen Jahres habe ich dann Aimovig bekommen. Die Spritzen sind mir nicht gut bekommen. Mein Immunsystem ist voll „drauf angesprungen“. Ich hatte als Nebenwirkung jeweils 2 Wochen lang Kopfschmerzen mit Krankheitsgefühl wie bei einer fieberhaften Erkältung mit erhöhter Temperatur. Nicht tolerierbar. Und eine spürbare Hauptwirkung hatte ich auch nicht 🙁
    Deshalb teste ich ab heute mal den 3. Antikörper Ajovy im Bunde. Bin mal gespannt, wie sich der so auswirkt. Er soll ja besonders Nebenwirkungsarm sein. 2 Stunden nach der Spritze kriegte ich erstmal eine „Art Migräne mit Kopfschmerzen und allgemeinem Krankheitsgefühl“, wie ich es von den anderen Antikörper-Spritzen auch schon kannte. So, daß ich mich erstmal mit Vomex für 3 Stunden ins Bett legen mußte. Jetzt gehts; habe nur noch leichte KS.
    Jetzt bin ich mal gespannt, ob sich denn eine Hauptwirkung auf die Migräne einstellen wird ?!?

    Fragen an Euch:
    Habt ihr auch schon verschiedene Antikörper „durch“ und haben die unterschiedlich gewirkt?
    Und wenn ja, wielange hat es gedauert bis sich eine positive Wirkung auf die Migräne eingestellt hat?

    Freue mich über Rückmeldung Eurerseits.
    Und ich berichte wie es bei mir so weiter geht.

    Liebe Grüße an Alle,

    Catingrid

    MiRi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 302

    Hallo Ellen,

    ja, danke, das mit den 4 – 5 Monaten klingt plausibel, um die volle Wirksamkeit von Ajovy beurteilen zu können.

    Hallo Catingrid,

    ich hatte auch erst 5 Monate Aimovig und bin jetzt (nachdem es immer mehr schwächelte) vor 3 Wochen zu Ajovy übergegangen.

    Es ist für ein Urteil noch sehr früh, ich kann im Moment noch nicht sagen, ob und wie die Hauptwirkung sich entwickelt. In den letzten 3 Wochen hatte ich neben kurzem „Anklopfen“ der Migräne auch schon wieder eine schwere dreitägige Attacke mit Dauererbrechen.

    Nebenwirkungen hatte ich bisher praktisch gar keine. Ganz kurzzeitig (für ein paar Stunden) war ein leichtes Brennen an der Einstichstelle zu bemerken, aber eigentlich nicht wirklich der Rede wert. Insofern habe ich auch den Eindruck, Ajovy ist die nebenwirkungsärmste Variante. Emgality habe ich allerdings noch nicht getestet.

    Liebe Grüße

    MiRi

    Catingrid
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Hallo nochmal,

    ich wollte nochmal berichten wie es mir jetzt so geht. Also in den ersten 2 Tagen nach der Spritze hatte ich eine Art „Erstverschlimmerung“ in Form von Migräneartigen KS mit fieberhaften Erkältungssymptomen. Das ist GottseiDank inzwischen abgeklungen. Habe allerdings weiterhin täglich „irgendwelche KS“; ob das jetzt noch Spannungskopfschmerzen oder schon Migräne ist kann ich nicht zuordnen. Ich kann es aber zumindestens ohne Schmerzmittel aushalten. Bin allerdings insgesamt nicht sonderlich leistungsfähig. Habe ständig Nackenschmerzen. War jetzt trotzdem mal wieder beim Sport. Leichtes Laufen viel mir viel schwerer als sonst.
    Ob das jetzt alles an der Spritze liegt, weiß ich nicht genau. Ich hatte auch vorher grade viel SpannungsKS mit Nackenschmerzen.
    Mal abwarten wie es sich weiter entwickelt. Wenn die Spritze die Migräne soweit eindämmt, daß ich seltener Schmerzmittel/Triptane brauche, wäre das auch schon viel Wert. Dann könnte ich mich zukünftig endlich an die 10/20 Regel halten 🙂
    Lasst mal von Euch hören, wie es euch mit dem neuen „Wundermittel“ so geht.
    Viele liebe Grüße an Alle von Catingrid

    Matis
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 56

    Hallo liebe Ajovy-er 🙂

    ich mach jetzt mal hier mit, hab mich grade aus dem Aimovig-Forum verabschiedet.

    Im Mai letzten Jahres habe ich mit der ersten Aimovig Spritze -aus den USA bestellt- begonnen.
    Es hat meinen Status durchbrochen und mir eine ca. 50% Besserung gebracht.
    Nach 7-8 Monaten ließ die Wirkung erheblich nach, auch trotz Steigerung der Dosis.
    Dafür hatte ich erheblich Nebenwirkungen, massive Durchblutungsstörungen, einen Hörsturz, Stenokadien und massive Sehstörungen.
    Sodass man Arzt sofort einen Infarkt-Test durchführte oder Angst vor einem Apoplex hatte.
    Sodass ich Aimovig nach der 20 Injektion absetzen mußte.

    Ich bin nahtlos auf Ajovy umgestiegen. Mit extremem Erfolg: Im letzen Monat NULL Triptantage.
    Zwei Kopfschmerztage, die wahrscheinlich auch ohne Naproxen auszuhalten gewesen wären.
    Bis jetzt keinerlei Nebenwirkungen und ich hoffe das bleibt so.
    Alle Nebenwirkungen aus der Aimovig-Zeit sind vollkommen reversibel verschwunden.
    Es fühlt sich gut an, ich habe mein Leben zurück!

    Ich werde versuchen diese Wirkung mit einem Rhythmus von 6 Wochen statt 4 Wochen zu erreichen.
    Da mir das offensichtlich reicht ist in dem Fall weniger mehr und auch weniger Risiko.

    Weil die Frage auch hier wieder aufgetaucht ist, bei allen Wirkstoffen (außer beim Start mit einer Loading-Dose) braucht es ca. 5 Monate bis die max. Wirkstoff-Verfügbarkeit im Körper erreicht ist.
    Hier mal ein Diagram dazu:

    Link von der Moderation entfernt

    Ich wünsche uns allen weiterhin viel Erfolg und gute Besserung!

    LG,
    Matthias

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche von  Matis.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche von  Matis.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche von  Matis.
    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27915

    Hallo Matthias,

    Du kennst doch unsere Regeln zum Link-Einstellen, oder nicht? Links – sofern sie unbedingt eingestellt werden wollen – dürfen nur nach Absprache mit einem Admin, also mir, einstellt werden. Ich werde den Link daher löschen und wer an Deinem Diagramm interessiert ist, kann es per PN anfordern.

    Weil die Frage auch hier wieder aufgetaucht ist, bei allen Wirkstoffen (außer beim Start mit einer Loading-Dose) braucht es ca. 5 Monate bis die max. Wirkstoff-Verfügbarkeit im Körper erreicht ist.

    Ist Deine persönliche These auch irgendwo in einem Fachartikel nachzulesen? Das wurde mir nämlich von einem Fachmann anders erklärt. Bin selbst allerdings nicht tief genug im Thema drin. Wenn ja, bitte Link per PN zusenden.

    Ich bin nahtlos auf Ajovy umgestiegen. Mit extremem Erfolg: Im letzen Monat NULL Triptantage.

    Ich wünsche Dir sehr, dass das so bleibt. Auch noch nach vielen Monaten, denn erst danach ist ein Fazit sinnvoll. Siehe Deinen Aimovig-Verlauf.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Matis
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 56

    Liebe Bettina,
    das mit den Links kann ich ja verstehen, wenn es sich um fremde Seiten und Inhalte handelt, die nicht kontrollierbar sind.
    Bei einem Bild? Naja, macht das für mich nicht wirklich Sinn. Wie auch immer. Regeln sind Regeln.
    Gerne stelle ich die Grafik jedem persönlich zur Verfügung.

    Das mit den 5 Monaten ist keine These, sondern einfache mathematische Logik.
    Bei einer Halbwertzeit von 30 Tagen, ist nach 30 Tagen noch 50% des Wirkstoffs im Körper.
    D.h. zum Zeitpunkt der zweiten Spritze sind es 150% der verabreichten Menge.
    Das reduziert sich nach einem weiteren Monat auf 75% und dann durch die Spritze 175%. Und so weiter.
    Bis es zwischen dem Doppelten der Dosis und der Dosis innerhalb eines Monats pendelt.
    Sehr schön in meinem Bild zu sehen.

    Das ist es was mich ärgert, es braucht nicht immer einen Fachartikel. Wissenschaftliches Nachdenken und Logik und vor allem seinem eigenen Körper zuzuhören ist manchmal die beste Lösung. Ich erleben bei vielen Ärzten Angst vor den Krankenkassen, keine Erfahrung und dann vertraut man was irgendjemand irgendwo gesagt hat. Die Regeln der Biochemie und Physik gelten auch für diesen Wirkstoff, auch ohne Fachartikel.

    Was nicht berücksichtigt ist eine Anflutungszeit von 6 Tagen. Das macht das ganz aber noch komplexer und verschiebt nur die Spitzen etwas, aber nicht die Dosen an sich, deshalb hab ich das nicht mit eingerechnet. D.h. nur, dass nach der Spritze das Max. erst nach 6 Tagen erreicht ist.

    30 Tage Halbwertszeit:
    Erste Spritze: 225mg
    Zweite Spritze: 225+112,5 = 337,5 mg
    Dritte Spritze: 225+168,7 = 393,7 mg
    Vierte Spritze: 225+196,9 = 421,9 mg
    Fünfte Spritze: 225+210,9 = 435,9 mg
    Das nähert sich immer weiter an, bis 225 + 225 = 450mg erreicht sind.
    Nach der fünften Spritze sind die Erhöhungen nur noch minimal.
    Die vierte ist auch schon nicht schlecht.
    Zwischen dem ersten und 30 Tag baut sich der Wirkstoff in einer exponentiellen Kurve ab, eben entsprechend dem Zerfall, bis nach einem Monat jeweils noch die Hälfte übrig ist.

    Wenn ich also schon nach der zweiten Spritze aufgebe, habe ich max. 337mg im Körper, das sind 113mg weniger als maximal möglich!
    Wenn mein Körper aber mehr braucht, weil es mehr CGRP zu „neutralisieren“ gilt, dann ist das zu kurz geschossen.

    Mir scheint evtl. weniger zu reichen, ich probiere noch und werde sehen.
    D.d. wenn ich jetzt nach der zweiten Spritze z.B. den Abstand auf 45 Tage erhöhe, pendle ich zwischen 350mg und 125mg.
    Ich bleibe 100mg unter der Dosis von 450mg bei monatlicher Spritze.
    Wenn mir das reicht, kann ich damit auch das Risiko auf Nebenwirkungen senken.
    Das lässt sich mit Excel sehr gut mit jedem beliebigen Abstand simulieren.
    Was für jeden passt muss man ausprobieren und selbst herausfinden.

    VG, Matthias

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche von  Matis.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche von  Matis.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche von  Matis.
    Ellen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo Matthias,

    vielen Dank für Deinen Bericht, der macht mir Mut. Nach meinen Erfahrungen mit Aimovig habe ich keine Wunder von Ajovy erwartet, habe jetzt aber auch seit zehn Tagen keinen richtig schweren Anfall mehr gehabt, zwar immer mit Druck und Schwindel zu tun, aber auf einer Skala von 1-10 allenfalls eine 1-2 und bin auch seit zwei Wochen ohne Triptan. Nach dem Verlauf der letzten Monate endlich mal eine Pause -und Nebenwirkungen kann ich bei mir auch nicht feststellen.
    Allen weiterhin viel Glück damit, es bleibt spannend….🍀🍀🍀

    Matis
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 56

    Ajovy

    Ich probiers mal mit nem Bild statt einem Link, vielleicht geht das ja auch.
    Sonst lösche ich es gleich wieder. – Geht leider nicht.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche von  Matis.
    Catingrid
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 55

    Hallo mal wieder,
    bei mir läßt es sich auch ganz gut an. Hatte vor 7 Tagen die erste Spritze bekommen. Habe seitdem keinen „richtigen“ Migräneanfall gehabt. Nur einmal waren die KS so stark, daß ich ein Schmerzmittel brauchte; aber kein Triptan dazu! Und erstaunlicherweise hat das Naproxen allein sogar ausgereicht. Ansonsten gehts mir so wie Dir, Ellen, ich hab oft KS und bin müde. Aber es scheint zu wirken. Und das finde ich schonmal großartig. Nachdem die anderen „Spritzen“ das ja nicht getan haben.

    Danke Mathias für deine „Berechnungen“ über die Aufdosierung. Scheint logisch. Dann hoffe ich, daß sich die Wirkung bei mir noch steigert.
    Was mir nur unerklärlich scheint, wenn die Wirkung nach einigen Monaten nachläßt; obwohl sich der Wirkstoff anreichert?!?

    Gruß

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27915

    Hallo Michael,

    Das mit den 5 Monaten ist keine These, sondern einfache mathematische Logik.

    Moment mal, nicht alles kann mit mathematischer Logik berechnet werden. Dann bräuchte es ja keine medizinischen Studien, wenn sich jeder einfach mal seine eigene Rechnung aufmacht. 😉 Das ist jetzt nicht böse gemeint und ich bewundere auch Deine Mühe, die Du Dir mit diesen Berechnungen machst. Aber so läuft das einfach nicht, Du bist kein Fachmann und kannst nicht „trocken“ etwas berechnen, was auf menschliche Körper nicht einfach mal so übertragbar ist.

    Das ist es was mich ärgert, es braucht nicht immer einen Fachartikel. Wissenschaftliches Nachdenken und Logik und vor allem seinem eigenen Körper zuzuhören ist manchmal die beste Lösung. Ich erleben bei vielen Ärzten Angst vor den Krankenkassen, keine Erfahrung und dann vertraut man was irgendjemand irgendwo gesagt hat. Die Regeln der Biochemie und Physik gelten auch für diesen Wirkstoff, auch ohne Fachartikel.

    Das soll Dich nicht ärgern, wenn ich persönlich lieber einen Fachartikel habe von Menschen, die sich mit den Reaktionen des menschlichen Körpers besser auskennen als Du und ich.

    Sonst bin ich ein großer Fan der Chemie und Physik und immer wieder mal auch verärgert, dass Pseudomedizin meint, sämtliche naturwissenschaftliche Regeln missachten zu können. Sozusagen mein täglich Brot im Hinblick auf Homöopathie & Co. 😉 Also glaube mir, ich verstehe Dich sehr gut!

    Aber, wenn sich nun alles so aufbauen würde, wie Du berechnet hast – warum stimmt dann nicht, was sozusagen hinten als Effekt rauskommt? Selbst bei Dir hat sich Deine Berechnung nicht daran gehalten, Dein Körper hat nun mal anders reagiert. Du hattest ja nicht nur die Probleme mit den Nebenwirkungen, sondern die Wirkung ließ ja erheblich nach. Das hätte aber Deinen Berechnungen zufolge nach anfänglich subjektiv guter Wirkung gar nicht passieren dürfen. Deine theoretischen Berechnungen – so logisch sie sich auch anhören – sind die eine Sache, die Praxis ist die andere Sache und die hat Deine Berechnungen durchkreuzt. Darauf will ich hinaus und auch auf die Tatsache, sich nicht gleich zu Beginn dermaßen enthusiastisch zu zeigen und sogar sauer zu werden, wenn man etwas einbremst. Die Antikörper sind keine Wundermittel, sie sind Prophylaxen wie andere auch. Mit dem Unterschied, dass es bisher noch nicht mal Vergleichsstudien (erst jetzt werden auf Druck solche Studien gestartet) zu bestehenden Prophylaxen gibt und sie extrem gehypt wurden.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Matis
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 56

    Liebe Bettina,

    ich glaube, Du vermischt das was.
    Was deinem Körper zur Verfügung steht und was er draus macht, bzw. wie er auf den Wirkstoff reagiert, sind zweierlei Dinge.

    In den ausführlichen Pharma-Blättern zu den Wirkstoffen sind die Halbwertszeiten angegeben.
    Eben weil der Wirkstoff sich mit einer Halbwertszeit von 30 Tagen so abbaut.
    D.h. die Dosen stehen so wie ich es vorgerechnet hab, dem Körper zur Verfügung.
    D.h. auch, dass die Max.-Dosis erst so ab 5 Monaten zur Verfügung steht.

    Was jeder Körper dann aber daraus macht, das ist wie bei jedem Medikament:
    Das kann gar nicht bis super funktionieren, Nebenwirkungen haben oder keine oder irgendwann nicht mehr funktionieren.

    Das ändert aber nichts an der reinen pharmakologischen Verfügbarkeit im Körper.

    Und damit hat meine Rechnung mit dem Effekt erst mal nichts zu tun außer:
    Was man noch nicht verabreicht bekommen hat, wirkt auf jeden Fall nicht!
    Und dabei führt kein Weg an meiner Rechnung vorbei.
    D.h., wenn jemand mehr braucht als ein anderer, dann kann die Dosis nach 1-2 Monaten u.U. nicht reichen.

    Ich gehe auch davon aus, dass sich die Hersteller bei der Verabreichung in 30 Tagen Abständen was gedacht habe, denn damit haben sie die Max.Dosis festgelegt. Und wenn man die nie erreicht, dann ist man nicht auf dem vorgesehenen Level und kann damit auch nicht sagen, ob es nicht vielleicht doch oder besser funktioniert hätte.

    Und meine Rechnung gibt auch einen Anhaltspunkt zu wissen, welche Dosis man grade im Körper hat.
    Damit kann man, abhängig von der persönlichen Wirkung, für sich selbst einschätzen, ob es auch weniger tut und damit längere Abstände möglich sind.

    Bitte nicht Verfügbarkeit und Wirkung vermischen.

    VG, Matthias

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