Opipramol

Ansicht von 30 Beiträgen - 1 bis 30 (von insgesamt 75)
  • Autor
    Beiträge
  • elvira
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 15

    Hallo zusammen,

    ich befinde mich momentan in einem Arztwechsel und werde von meinem Hausarzt „zwischenbetreut“. Ich habe aber jetzt doch noch ein paar Fragen und es ist nie schlecht, als Patient auch noch eine Zweitinfo-Quelle zu haben.

    Ich wechsel seit letzter Woche mein trizykl.AD von Stangyl nach Opipramol. Ab heute abend nehme ich nur noch 100mg Opipramol.
    Kiel sagte, dass man das Opipramol bei Bedarf noch höher dosieren kann.
    Was ist die übliche höchste Dosierung von Opipramol für Schmerzpatienten?
    Wann nimmt man es? Alles abends? (Habe Ärger mit Harndrang…, bin aber auch auf das Opipramol zur Nachtzeit angewiesen, weil ich ziemliche Schlafstörungen habe)

    Wann wird höher dosiert?
    Am Sonntag fing mein SpannungsKS nach 26 Tage endlich an zu schwächeln (bzw. am 6. Tag nach Opipramol-Einnahme).
    War ich ja schon wieder Königin… Heute kam gleich die Ernüchterung, wieder stärker und ich am Boden.
    Ich schlafe nachts auch noch nicht durch. (Aussage aus meiner Kielzeit: Sie müssen durchschlafen!)
    ISt es ratsam höher zu dosieren oder abzuwarten?

    LG
    Elvira

    Tomi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 70

    Habe seinerzeit 3 Tbl. genommen, eine morgens und zwei abends.
    Ich glaube, man kann bis zu 6 Tbl. nehmen.
    Solange Du nicht zu starke NW hast…150mg ist Normaldosis.
    Du nimmst es ja noch nicht lange, warte doch erstmal ein paar Wochen ab, erhöhen kannnst Du immer noch.

    elvira
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 15

    Hallo Tomi,

    danke!

    LG Elvira

    Lola
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 57

    Hallo zusammen,
    tut mir leid, dass ich mich hier melde und ausschließlich jammere ohne etwas Positives beizutragen. Die letzten 4 tage waren nicht so gut, obwohl ich keine starke Migräneattacke hatte. gestern habe ich nichts genommen, aber heute und die tage davor Aspirin bzw Ibuprofen höher dosiert. Damit war es auszuhalten. Wohlmöglich liegt es daran, dass ich nochUrlaub habe, sonst wäre es wohl schlimmer geworden. trotzdem bin ich echt depri, weil ich noch nicht mal Im Urlaub (6 Wochen) längere Phasen Schmerzfreiheit genießen darf. Ich habe auch das Gefühl, dass meine kompletten Gedanken sich nur noch um diese Kopfschmerzen drehen und ich tausende Ängste habe, es könnte immer schlimmer werden. ich komme gar nicht mehr aus dem Gedankenwirrwarr raus. Ich nehme jetzt seit circa 10 Tagen Opipramol und auch da frage ich mich, wann ich mit einer Wirkung rechnen darf und ob ich überhaupt damit rechnen kann. Hat denn irgendjemand schon einmal gute Erfahrungen damit gemacht? Ich bin so müde und irgendwie total deprimiert und ängstlich, weil ich diese Situation so unerträglich finde. Gerade heute musste ich wieder bei einem schönen Event absagen…. Sorry Leute, dass ich nicht so positiv bin wie viele hier, die trotz Schmerzen und Schmerzgeschichte immer ein nettes Wort finden…vielleicht schaffe ich das ja irgendwann…gute Nacht und liebe Grüße, eine frustrierte Lola.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Liebe Lola,

    dass es Dir psychisch nicht gut geht, ist doch mehr als verständlich. Denke jetzt bitte nur an Dich selbst und nicht daran, wie andere es auffassen könnten, dass Du über Deine Probleme sprichst. Dies ist in erster Linie ein Migräneforum und dafür gedacht, dass man sich zu Wort meldet, wenn es einem nicht gut geht. Dass wir den Humor und die Freude nicht aus den Augen verlieren, gehört mit zur „Therapie“. Um diese Freue aber wieder empfinden zu können, muss man erst pysisch wieder stabil sein oder werden. Das wirst Du ganz sicher, mach Dir da keine Sorgen.

    Einer Prophylaxe sollte man ca. 12 Wochen Zeit für die Wirkung lassen. Vorher kann man wenig beurteilen, also noch ein wenig Geduld. Versuche es einfach mal aus, denn diese Erfahrung kann Dir keiner abnehmen. Dem einen hilft es gut, dem anderen nicht. Zu welcher Gruppe Du gehören wirst, ist leider nicht vorherzusagen. Aber es gibt ja noch genug andere Möglichkeiten, sollte dieses jetzt nicht Deines sein. 😉

    So wie Du Deine Situation jetzt schilderst (Ängste, Depression, viel Grübeln) kann ich mir vorstellen, dass Du gut profitieren könntest.

    Nimmst Du auch Triptane?

    Lass den Kopf nicht hängen, es kommen wieder bessere Zeiten – ganz sicher! 😀

    Liebe Grüße
    Bettina

    Lola
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 57

    Liebe Bettina,
    ja, die nehme ich auch, aber jetzt schon 3 Wochen keine mehr, wobei ich nicht weiß, ob das die Lösung ist, weil mein Kopf immer noch nicht im Lot ist. Hatte heute Mittag nach einem schmerzfreien tag wieder angefangen, totales Druckgefühl im Hinterkopf und beim Gehen als wäre der Kopf zu klein für das Gehirn. ich weiß ja irgendwie nie, was ich dann nehmen soll, weil es sich halt wie ein Spannungskopfschmerz anfühlt. Vor Mittwoch diese Woche hatte ich 12 Tage gar kein Schmerzmittel genommen.
    Ich versuche auf deine letzten Zeilen zu vertrauen, vielleicht gelingt es mir ja zumindest ein bisschen. Danke…
    Lola

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Liebe Lola,

    warst Du denn im MÜK? 12 Tage keine Triptane ist doch gut, aber wenn Du dann andere Schmerzmittel einnimmst, ist es natürlich keine Pause. Hier sind einige Checklisten, mit deren Hilfe man besser differenzieren kann. Einfach die PDFs öffnen oder herunterladen: Checklisten.

    Gute Besserung rundum und liebe Grüße
    Bettina

    Lola
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 57

    Huhu Bettina,
    ich habe in den 12 Tage gar nichts genommen, jetzt aber schon drei Tage Schmerzmittel und es ist ja nicht weg. Ob ich im MÜK bin, das frage ich mich auch oder darf ich mich beruhigen, weil ich es 12 tage ohne ausgehalten habe….waren größtenteils schmerzfrei, aber nicht komplett. Lade mir die Listen mal runter, danke für den Hinweis und deine schnellen Antworten:)

    Liebe Grüße zurück,
    Lola

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Diese 12 Tage sind doch super! Du darfst und sollst Dich beruhigen, so oder so. 😉

    Vielleicht könntest Du es ja auch mal mit Vomex, Diazepam oder Melperon versuchen, die Schmerzen ein wenig zu dämpfen. Damit sparst Du auch mal „echte“ Schmerzmittel ein.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Lola
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 57

    Guten Morgen,
    danke für den Tipp Bettina. Hier ist heute wettertechnisch die Welt untergegangen. Vielleicht lag es ja am Wetter? Bekomme ich alle Mittel ohne Rezept?
    Dein Spruch von Erich Fromm gefällt mir total gut!! Schönen Sonntag noch allen…Herzliche Grüße, Lola.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Liebe Lola,

    freut mich, wenn Dir der Spruch gefällt, denn es steckt so viel Wahres drin. 🙂

    Vomex erhältst Du ohne Verschreibung, die anderen beiden sind verschreibungspflichtig.

    Wünsche Dir für heute einen besseren Tag.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Ronja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 970

    Liebe Lola,

    ich kann dich gut verstehen, ich hatte im Juli in meinen 3 Wochen Urlaub auch oft Migräne. Wie schön, dass du 6 Wochen Urlaub hast, da beneide ich dich! Die Migräne im Urlaub zeigt aber auch, dass diese nicht nur immer der vielgenannte „Stress“ getriggert wir,. der durch die beruflcihe Anforderung entsteht, sondern die Migräne eben auch oft kommt, weil sie kommt – also aus keinem besonderen Grund.
    Hast du denn eher Migräne oder Spannungskopfschmerzen?
    Meine Erfahrung ist es auch wie Bettina sagt: Es kommen immer wieder auch bessere Zeiten!

    Alles Gute und schöne Woche,
    Herzlich grüßt Ronja

    Lola
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 57

    Liebe Ronja, irgendwie hab ich leider nicht gesehen, dass du mir geantwortet hast. Ja, tut gut zu wissen, dass es nicht der Job ist, was alle vermuten. Ich bin Lehrerin und mache das echt sehr gerne. Ich freue mich, wenn meine Schüler vorankommen und auch noch mal ein bisschen Spaß dabei haben. Trotzdem macht mich die Kopfschmerzsache krank, vor allem weil ich ein unheimlich schlechtes Gewissen habe, wenn ich mal fehle (kaum Vertretungslehrer). Ich denke, dass ich einen Mischkopfschmerz habe und gerade psychisch labil bin. Deshalb hoffe ich so, dass das Opipramol anschlägt. Ich würde auch so gerne die Pille absetzen (Ceracette), weil ich auch kein gutes Gefühl mehr dabei habe, aber die Angst vor noch mehr Beschwerden lässt es nicht zu im Moment. Je mehr Gedanken und Sorgen ich mir mache,umso paranoider werde ich und desto schlimmer werden auch die Beschwerden. Ich mache jetzt einfach mal weiter und warte ….:) Was machst du denn, damit die Angst vor Anfällen nicht Überhand gewinnt?
    Gute Nacht und liebe Grüße, Lola.

    Lola
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 57

    Liebe Ronja, irgendwie hab ich leider nicht gesehen, dass du mir geantwortet hast. Ja, tut gut zu wissen, dass es nicht der Job ist, was alle vermuten. Ich bin Lehrerin und mache das echt sehr gerne. Ich freue mich, wenn meine Schüler vorankommen und auch noch mal ein bisschen Spaß dabei haben. Trotzdem macht mich die Kopfschmerzsache krank, vor allem weil ich ein unheimlich schlechtes Gewissen habe, wenn ich mal fehle (kaum Vertretungslehrer). Ich denke, dass ich einen Mischkopfschmerz habe und gerade psychisch labil bin. Deshalb hoffe ich so, dass das Opipramol anschlägt. Ich würde auch so gerne die Pille absetzen (Ceracette), weil ich auch kein gutes Gefühl mehr dabei habe, aber die Angst vor noch mehr Beschwerden lässt es nicht zu im Moment. Je mehr Gedanken und Sorgen ich mir mache,umso paranoider werde ich und desto schlimmer werden auch die Beschwerden. Ich mache jetzt einfach mal weiter und warte ….:) Was machst du denn, damit die Angst vor Anfällen nicht Überhand gewinnt?
    Gute Nacht und liebe Grüße, Lola.

    Ronja
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 970

    Liebe Lola,

    warum bekommst du mehr Beschwerden, wenn du die Pille absetzt? Meinst du Migräne oder gynäkologische Beschwerden? Warum hörst du nicht auf dein Gefühl? Wenn du mit der „Pille“ ei ungutes Gefühl hast, dann setze sie doch ab – oder spricht vieles dagegen?
    Du siehst das ganz realistisch, je mehr Angst und Sorge wir uns machen, desto schlimmer werden die Beschwerden. An diesem Punkt kann man ansetzen und versuchen, die Gedanken auch in eine andere Richtung zu lenken, wie das bei dir am besten klappt, z.B. Treffen mit Freundin, „schöne“ Dinge tun, vieles weißt du vielleicht schon oder du kannst noch anderes ausprobieren.
    Da hilft jedem etwas anderes.
    Die Angst vor der nächsten Attacke macht ungeheueren inneren Druck, das kennt wohl jeder hier im Forum. Mir hilft z.B. der Gedanke, wenn es wieder ganz ganz schlimm mit der Migräne wird, dann gehe ich nochmal stationär nach Kiel. Also Hoffnungsgedanken helfen mir. Oder ich denke und nehme mir vor, mache es dann auch: ich rufe bei meinem Schmerzarzt an, der mir hilft, ich denke dann schon im Vorfelde an das Gespräch, was er wahrscheinlich zu mir sagen wird und was ich mir wünsche, was er zu mir sagt oder was er fragen sollte. Oder ich schreibe ihm eine e-mail, damit er weiß wie schlecht es mir geht. Oder ich rufe meine Freundin an, oder ich mache mit einen Tee. Das alles tut mir gut. Manchmal stecke ich so tief in der Verzweiflung, vielleicht ist es das, was du Überhandnehmen der Angst nennst, dass es eine Weile dauert, bis mir einfällt, was ich tun könnte. So habe ich schon alles mögliche aufgeschreiben, irgendwann fällt es mir dann ein, ich denke um. MIr fällt das schwer, aber es geht.
    Was tut dir gut?

    Alles Gute und ganz herzliche Grüße
    Ronja

    Lola
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 57

    Hallo zusammen,
    bin im Moment irgendwie kaum in der Lage, zu schreiben, weil ich total down bin. Das Opipramol hat noch nicht wirklich angeschlagen (nehme es morgen seit 4 Wochen) und blöderweise sind meine psychischen Probleme nur schlimmer geworden. Ich habe den oft schlimme Unruhezustände und weine viel. Ich habe einfach solche Angst, nie mehr unbeschwert sein zu können. Ich wünsche mir so, dass ich es mal länger schaffe, ohne jeglichen Schmerz zu sein bzw., dass ich nicht so voll Angst und deprimiert bin, der Schmerz könnte wieder ausbrechen. Ich lebe gar nicht mehr richtig und jetzt fängt auch die Arbeit wieder an (die Schulferien in NRW sind zu Ende). Ich hatte so gehofft, mental stärker ins neue Schuljahr zu gehen und bin hoffnungsloser denn je. Wann kann ich denn mit einer Wirkung rechnen, weiß das Jemand oder ist das alles schon ein Zeichen, dass die Prophylaxe nicht wirkt? Oder sind 50 mg zu wenig? Komme aber kaum aus dem Bett morgens. Habe in 2 Wochen wieder einen Termin beim Schmerzarzt und will unbedingt mal nach Kiel, ich brauche Hoffnung. Außerdem stehe ich auf der Warteliste von ein paar Psychotherapeuten. Mann, ist das ein Mist, aber ich komme aus dem Loch gar nicht heraus und das obwohl ich noch nicht mal schlimme Migräne hatte in den letzten Wochen, eher Spannungskopfschmerz und zweimal Migräne. Außerdem ist mein Blutdruck, der sonst immer total niedrig ist hoch. Ich mache mir einfach zu viele Sorgen. Leider fällt mir gerade nix mehr ein, was ich gerne tun würde, meine Freunde und Familie sind rat- und sprachlos, was meine Situation angeht. Darf ich denn noch hoffen, dass das Opipramol anschlägt? Ich lese hier immer mit und lerne viel und irgendwann kann ich bestimmt auch mal weiterhelfen….herzliche Grüße, Lola.
    (@ronja, danke für deine Antwort und ich hoffe sehr, es geht dir wieder besser. Ich hatte gelesen wie verzeifelt du warst und mitgefühlt. Ich kann das echt verstehen. Aber da ich gerade nicht so positiv bin, war ich irgendwie nicht in der lage, mich zu melden:(, sorry…)

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Liebe Lola,

    es könnte sein, dass Du das Opipramol nicht verträgst und es depressiven Phasen auslöst oder verstärkt. Sprich bitte gleich mit Deinem Arzt darüber, denn in diesem Fall macht es überhaupt keinen Sinn es weiterzunehmen. Zwei Wochen würde ich nicht mehr warten, sondern um einen dringenden Telefontermin bitten – am besten gleich morgen. 😉

    Sei bitte nicht so verzweifelt, denn die falsche Prophylaxe ist nicht das Ende der Welt. Das geht vielen so und irgendwann hat man dann eine Prophylaxe, die einfach perfekt zu einem passt. Dann kommt alles wieder: die Lebensfreude, die Lust, wieder etwas zu unternehmen, man fühlt sich wieder leistungsfähig und die Angst vor dem nächsten Anfall ist auch nicht mehr dominierend.

    Alles Gute und sei zuversichtlich, dass auch für Dich wieder bessere Zeiten kommen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Lola
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 57

    Hi Bettina,
    danke für die Antwort. Ich bin mir trotzdem nicht mehr sicher, ob ich nicht auch sowieso ein bisschen depri bin. Ich rufe da mal an, aber kann es nicht sein, dass das Opi noch wirkt? Würde gerne warten, weil ich sogar hoffe, dass wieder ein bisschen Lebensfreude mit der Arbeit kommt….das Amitryptilin habe ich viel schlechter vertragen….gibt es auch eingentlich Leute hier, denen es richtig gut geht und die kaum noch unter Migräne leiden….das wäre so schön! Liebe Grüße zurück, Lola.

    Lola
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 57

    …ich will irgendwie, dass es meine Prophylaxe ist..total kindisch, ich weiß;)

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Liebe Lola,

    prinzipiell ist es natürlich gut, dass Du positiv eingestellt bist gegenüber der Prophylaxe. Betablocker sollten allerdings nicht eingesetzt werden bei bereits bestehenden Depressionen. Eventuell ist es bei Dir ja so, dass sich die depressiven Phasen jetzt verstärken und das kann man zusätzlich zur Migräne so gar nicht gebrauchen. 😉

    Es gibt genug andere Möglichkeiten und ja, natürlich gibt es Leute, die mit ihrer Prophylaxe gut zurecht kommen und wieder Lebensqualität haben. Ich bin auch so ein Fall. 😉 Was nicht heißt, dass ich nicht auch immer wieder meine „schwarzen Tage“ habe. Aber im Vergleich zu vorher ist es wunderbar.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Lola
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 57

    Bettina,
    kannst du mir nur noch kurz sagen, ab wann denn eine Prophylaxe wirkt….ist meine Hoffnung berechtigt? Schön, dass du so ein positiver Fall bist….das freut mich, herzlichst, Lola.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Liebe Lola,

    Topamax hatte erst nach ca. 4 Monaten gut gewirkt, Micardis bereits nach 2 Monaten, andere anfangs kurz, dann gar nicht mehr und manche überhaupt nicht. Verstehst Du, was ich damit sagen will? Man kann es nicht genau sagen. 😉 Geduld, und behalte die Sache mit der Depression immer im Hinterkopf, sodass Du bei Verschlechterung dann weißt, woher es wahrscheinlich kommt.

    Dein Arzt wird Dir sicher morgen raten können. Trotzdem wünsche ich Dir natürlich, dass es doch noch „wird“. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Lola
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 57

    Hallo zusammen,
    leider muss ich feststellen, dass mir Opipramol wohl nicht den erwünschten Erfolg bringt. Die Attacken sind immer noch in einer hohen Frequenz und auch die Dauer hat sich nicht verändert. Sind sie da, bi ich immer total deprimiert. Sind sie nicht da, bin ich wie auf der Jagd. habe immer Angst, angefallen zu werden. Gott sei dank wurde mir ein Klinikaufenthalt in Kiel bewilligt und ich warte nur noch auf den Termin.
    Trotzdem habe ich eine Frage, an alle, die sich gut mit Prophylaxen auskennen. Ich lese mich hier durch sämtliche Foren und irgendwie bleibt soviel Unsicherheit/Besorgnis zurück. Ich freue mich immer riesig, wenn Jemand schreibt, dass es ihm/ihr besser geht und das macht mir Hoffnung, dass ich das auch mal wieder schaffen werde. Aber meistens (und das ist jetzt kein Vorwurf), lese ich nur von Nebenwirkungen und unwesentlichen Verbesserungen. Vielleicht mache ich da ja auch was beim Lesen falsch? Ich fände es so motivierend, wenn es eine Gruppe gäbe (vielleicht gibt es sie ja?) in der auch Erfolgsberichte gesammelt wären. Die Psyche ist doch so wichtig bei der ganzen Sache, da wäre es doch auch zuträglich, wenn man dadurch Hoffnung und Zuversicht schöpfen könnte. Ich weiß, dass die richtige Prophylaxe ein langer Irrweg sein kann, bei dem man viel ertragen muss. Deshalb habe ich ja auch solche Angst und klammere mich an jeden Eintrag, der Positives vermeldet. Versteht ihr was ich meine oder bin ich zu empfindlich?
    Liebe Grüße an alle und die besten Wünsche für eure Köpfe;)

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7429

    Hallo Lola,

    das kannst du ganz schnell haben: mir geht es mit Micardis und Opipramol sehr viel besser :D. Ob Opipramol überhaupt eine Rolle spielt, weiß ich nicht so genau und die Zahl der Anfälle ist auch fast gleich, aber viel erträglicher. Dafür hab ich aber auch lange probieren müssen. Also: nicht aufgeben 😀

    Liebe Grüße
    Julia

    Lola
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 57

    Schön Julia:)!!! Siehst du, das freut mich. Und ich wünsche dir, dass das so bleibt. Was meinst du denn mit erträglicher? Dauern die Anfälle nicht mehr so lange? Ich hatte Freitag morgen Kopfschmerzen und da sie nicht weggegangen sind (was sie manchmal tun), habe ich gegen Abend eine Allegro genommen. Danach war es fast weg. Samstag war ich Powershoppen und da hat mir doch noch ganz schön der Kopf gedröhnt. Nach 2 ibuprofen ging es mir dann so gut, dass ich den Laden hätte leerkaufen können. Heute morgen bin ich dann mit einem Druck aufgewacht, der trotz eines Spaziergangs nicht weg ist und sehr hartnäckig bleibt. ich habe mich nun halb in Euminz gebadet, damit kann ich ihn ertragen. Aber das ist doch traurig…wieder 3 Tage, an denen es einem nicht gut geht. Und was morgen ist, weiß ich ja auch noch nicht. Trotzdem hat mich deine kurze Antwort fröhlicher gestimmt. Liebe Grüße, Lola.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Liebe Lola,

    ich wüde auch gerne versuchen, Dich ein wenig aufzuheitern. Ich hatte immer wieder Prophylaxen, die mir längere Zeit geholfen haben. Sicher gibt es viele, auch von unseren Mitglieder, die Prophylaxen haben, die bei ihnen lange wirken. Diese melden sich dann aber oft auch nicht mehr, eben, weil es ihnen gut geht. Oder sie sind einfach nur froh, sich mit dem Thema Migräne nicht mehr dauernd auseinandersetzen zu müssen. „Übrig“ bleiben dann hier als treue Leser und Schreiber dann halt doch eher diejenigen, die noch keine passende Prophylaxe gefunden haben, oder bei denen sie nicht lange genug gewirkt hatte – und die Moderatorin. 😉

    Vielleicht ist auch die Erwartung zu hoch? Migräne ist eine oft sehr einschränkende Erkrankung und alles in bessere Bahnen zu lenken, gelingt nicht so oft auf Anhieb. Meist muss man einiges in seinem Leben verändern, verschiedene Prophylaxen ausprobieren – was an den Nerven zehrt – und nicht selten gesellen sich auch Begleiterkrankungen dazu, was die Sache nicht leichter macht.

    Trotz allem, verliere bitte nie den Mut! Die guten und die schlechteren Zeiten werden wahrscheinlich in einem steten Wechsel bleiben und das empfinden auch andere Menschen mit anderen Erkrankungen wahrscheinlich so. Garantien gibt es keine, aber doch die große Wahrscheinlichkeit, dass mal mehr mehr Ruhe einkehrt im Kopf. Und, das zunehmende Alter „arbeitet“ für uns! Ist das nicht schön? Wir können uns aufs Alter freuen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Lola
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 57

    Danke für deine Antwort Bettina. Denke auch, dass sich diejenigen, bei denen alles gut läuft , eben weniger melden. Das ist ja in den meisten Foren so, wenn es über gesundheitliche Probleme geht. Das mit dem Alter ist gut zu wissen, aber ich bin ja erst Anfang dreißig und das dauert noch so lange;)…..Liebe Grüße, Nina.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Liebe Lola,

    ab 25 baut das Gehirn bereits ab, wenn Dir das ein kleiner Trost sein kann. 😉

    Lola
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 57

    Ach Bettina, das macht ja Hoffnung;). Den geistigen Abbau merke ich auch schon deutlich. Was die Prophylaxe angeht, hoffe ich jetzt einfach auf Kiel. Bin ja mal gespannt, wann ich einen Termin bekomme. Leider sind meine Kopfschmerzen/Migräne gestern noch schlimmer geworden. Habe dann eine Vomex genommen und bin aber in der Nacht mit schlimmen Schmerzen aufgewacht und habe doch wieder eine Allegro genommen. Konnte kaum liegen bleiben. Jetzt sind sie weg, nur ich bin benommen. Ich habe diesen Monat schon an 7 Tagen ein Medikament genommen und hoffe nun, dass ich es bis Ende des Monats schaffe nicht über 10 zu kommen. Jetzt hat der Anfall also locker 3 Tage gedauert mit schmerzfreien Phasen dazwischen. Und matschig bin ich auch im Kopf….die ersten Abbauerscheinungen;). In Hoffnung auf bessere Zeiten für alle, alle, alle hier!!! Matschbirne Lola.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27813

    Liebe Matschbirne Lola, lass Dich mal von uns trösten. Das war insgesamt kein „guter“ Oktober für viele von uns, der November wird sicher besser.

    Vielleicht kann Dich unsere Gruppe Lebensfreude trotz Schmerzen zusätzlich noch ein wenig aufheitern?

    Liebe Grüße
    Bettina

Ansicht von 30 Beiträgen - 1 bis 30 (von insgesamt 75)

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.