Topiramat gegen Triptan Abhängigkeit? (Sonnig Mädel)

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  • Julia
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    Guten Abend, liebe Sonnig Mädel,

    seit heute morgen um 1/2 6, als ich deinen Text gelesen habe, bin ich am Schmunzeln, wenn ich an die „sehr frische junge Frau“ denke. Und tatsächlich, morgens direkt nach dem Aufwachen fühl ich mich auch meist so, aber dann… 😄. Und jetzt nach einem total vollen 12 Stunden Tag spüre ich meine bald 72 Jahre und bin wieder in der Realität angekommen. Und da ich die Migräne wohl fast von Anfang an recht heftig hatte, gibt es in der Familie das Gerücht, mein erster Schrei sei nicht dem Klapps der Hebamme geschuldet, sondern der Migräne 🤯😀!

    Und nein, an den Wechseljahren hat sich meine Migräne nicht gestört, da musste sie wohl einfach durch 😉.

    Und du, hat sich dein Kopf mal Gedanken gemacht, aufzuhören mit dem Gemecker? Das kann aber durchaus noch kommen, denn ganz Viele haben nach Absetzen des Kortisons erstmal eine schlimme Attacke. Wenn du es jetzt schaffst, den Tablettenkonsum auf die wirklich schlimmen Tage zu beschränken, kann es gut sein, dass du dann bald den MÜK hinter dir gelassen hast.

    Ich wünsch es dir sooo sehr, bleib dran!
    Julia

    Sonnig Mädel
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    Hallo an die frische junge Julia 😊

    Also das ist wirklich eine stattliche Zahl an Jahren und leider auch Migräne Erfahrung! Hätte nie gedacht, dass du soooo erfahren bist 😉 Das tut mir leid, dass die Wechseljahre bei dir so gar nichts ausrichten konnten. Und die Hormongabe nutzt auch nichts?
    Aber deine Art und Zuversicht lassen mich ein wenig mehr hoffen trotzdem noch paar Jahre zu bleiben, (wofür auch immer grade🤔). .. Danke dafür 🌹🌼🌹

    Mein Kopf hat sich nicht beruhigt. Bin gerade wieder aus einem Koma ähnlichen Zustand erwacht. Mit Dauerschmerz Hinterkopf Skala 6 würde ich sagen. Gestern habe ich nichts genommen und mich durch den Tag geschleppt. Die Nerven liegen blank. Aggression und Depression wechseln stündlich.
    Muss mich furchtbar zusammenreißen es nicht an meinen Mitmenschen auszulassen. Zusammenreißen, ins Kissen heulen und
    “ *ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr*!! “

    schreien… !

    Und aufpassen, dass es niemand hört.

    Dachte ich hätte das Schlimmste hinter mir… Großer Fehler… 👀

    Gute Nacht euch allen!
    Sonnig Mädel 🌻

    Julia
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    Liebe Sonnig Mädel.

    Schade, dass du jetzt wieder so starke Schmerzen hast, aber eine Garantie gab es ja so ganz ungeplant leider auch nicht. Und es kann durchaus jetzt noch Ruhe einkehren!
    Trotzdem bitte jetzt nicht verzweifeln und in den alten Modus der Medikamenteneinnahme zurückfallen, denn der Anfang für eine bessere Kopfschmerzsituation ist gemacht. Wie es jetzt weitergehen wird, muss sich zeigen.

    Dafür brauchst du aber jetzt unbedingt die Unterstützung deines Neurologen, und zwar ganz schnell! Es wäre jetzt ein guter Zeitpunkt mit einer Prophylaxe zu beginnen, vergiss die früheren misslungenen Versuche. Und auch, wie Bettina ja schon geschrieben hat, vielleicht ein medikamentöser Versuch, deine Angsterkrankung besser in den Griff zu bekommen. Ich denke, du wirst, ob du magst oder nicht, deine Einstellung zu ärztlicher Hilfe mal überdenken müssen!

    Wir kennen dich und deine familiäre und finanzielle Lage ja überhaupt nicht, so dass wir dir auch nur unsere Ideen anbieten können. Aber wäre es nicht doch möglich, mal Schritt für Schritt etwas zu ändern? So könnte man versuchen, mit Hilfe der Medikamente und einer erneuten Therapie deine Phobie etwas zu entschärfen, so dass du dich mal an Beratungsstellen wenden könntest, die dir andere, z.B. berufliche und krankenkassentechnische (Versicherung mit Krankengeld) Möglichkeiten aufzeigen können. Oder, oder…. Alleine rennt man sich leider oft fest und kommt aus der Situation nicht wieder raus.

    Also, nutz den hoffentlich noch nicht ganz erloschenen Schwung der letzten 2 Wochen und bitte deinen Arzt um einen ganz schnellen Termin. Und nimm deine bessere Zukunft selbst in die Hand👍🙂.

    Alles alles Liebe,
    Julia

    Sonnig Mädel
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    Liebe Julia,
    🌻💕🌻

    Vielen Dank für alles bisher und für deine Ratschläge und dein aufmuntern!! 🤗

    Klingt alles gut…., ist nur absolut für mich nicht umsetzbar.. 😥
    Kann ich drehen und wenden wie ich möchte. Therapie gegen soziale Phobie bekomme ich nicht mehr, da ich eben als austherapiert gelte. Die Krankenkasse bezahlt das nicht mehr. Ich bin natürlich versichert, aber ohne Luxus 😊

    Beruflich ist es ebenfalls eine Sackgasse. Keine Firma möchte jemand, der 6 mal im Monat ne Aura bekommt und nachhause muss.. 😑 Das schlechte Gewissen, der Stress dadurch ,wäre ja noch schlimmer als das jetzt. 😨Jetzt bin ich niemandem Rechenschaft schuldig, wenn ich mittags ein Schläfchen brauche. 😴
    Und normal bin ich ja auch nie 2 Wochen am Stück unfähig zu arbeiten, wie es akut grade der Fall war. Solange ich arbeite kann ich mich und meinen Sohn durchbringen.

    Möchte auch nie mehr einen Chef, der mir sagt was ich tun und lassen soll. Oder womöglich eine große Firma. “Marke Hamsterrad“mit tausenden Menschen drin.. Hilfe! 😀
    🙈 Es hatte einen Grund warum ich mich 2004 selbständig machte.. 😉

    Alle anderen Möglichkeiten habe ich früher schon zig mal durchgespielt und Ärzte ,bzw sogenannte “Berater“ halfen mir da noch nie weiter..🙈☺
    Als ernsthafter Vorschlag eines solchen “Beraters “ kam einmal die brillante Idee mir einen Vollzeitjob zu suchen und mich dann dauerhaft krank schreiben zu lassen! 😎😎 sieht in der “Statistik“ besser aus! Und ist prima zum schikanieren von chronisch kranken Menschen geeignet. 😈
    Und das ist nur ein Beispiel von vielen… 👀🙈
    Gehört nicht hierher, ich weiß.. Aber irgendwie doch, weil es mir den Weg aus der Krankheit immer enorm erschwert hat.

    Ich lebe mit der sozialen Phobie ganz gut, da sich das ja nur auf viele fremde Menschen beschränkt… !
    (..und mich deshalb durch Psychopharmaka in einen “fetten “ Zombie verwandeln lassen? Nur um Bus und Bahn fahren zu können ,oder zu Massenveranstaltungen ,bzw Klinken zu gehen? Nee! )

    Für mich ist das überhaupt kein Problem das zu meiden. ☺

    Mein WEG :

    Akut Medikation~ ja

    Zähne zusammenbeißen ~ ja

    Durchhalten ~ ja

    Psychopharmaka ~ Nein!

    Prophylaxe ~ nein!

    Ärzte und Berufsberater ~
    2 x NEIN 😚🙈🙈🙈

    Das alles greift mir zu sehr in mein eigenes Denken und Handeln ein. Das möchte ich nicht mehr durchmachen.
    Habe gestern und heute eisern durchgehalten und nichts eingenommen außer einem Melissengeist zum schlafen.. 😉 Heute ist es viel besser!
    Noch nicht gut, aber erträglich.

    Bitte bitte nicht böse sein, dass diese Wege der Medikation und Ärzten für mich einfach nicht in Frage kommen! Zu viele negative Erfahrungen.

    Ich bin euch allen für die Ideen und die Betreuung sehr dankbar. Ohne Euch wäre ich aufgeschmissen gewesen! 🌹🌼🌻🤗

    Werde es schon irgenwie alleine weiter schaffen..
    👍👍👍.. Hab ich bis vor 2 Wochen ja auch! 💃

    Herzliche Grüße zum Schluss an alle, die mir geholfen haben die Pause bis jetzt durchzuhalten. Jetzt muss Sonnig Mädel wieder alleine weiter…
    🌻🌻🌻🌻🌻🌻🌻🌻🌻🌻
    💕💕💕💕💕💕💕💕💕💕

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7764

    Sehr schade!

    Ich wünsch dir aber trotzdem alles alles Gute und einen für dich guten Weg,
    Julia

    Flummi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 255

    Liebe Sonnig Mädel

    Ich möchte dich nochmal ermutigen über eine Prophylaxe nachzudenken.

    Ich selber habe in den ersten ca. 5 Jahren meiner Kopfschmerzgeschichte ebenfalls schlechte Erfahrungen machen müssen, da alle Ärzte der Meinung waren das die Kopfschmerzen psychosomatisch bedingt sind. Etwa 20 Jahre hat mich dann kein Arzt mehr wegen der KS gesehen. Heute muss ich sagen, dass diese Reaktion von mir ein Fehler war, denn meine Migräne und die anderen Kopfschmerzen haben sich derart verschlechtert, dass ich jetzt vor der Erwerbsunfähigkeit stehe.

    Wenn du, wie auch Julia dir Rät, eine Prophylaxe angehen solltest, könntest du deinen Weg doch positiver gestalten.

    Dein WEG : Mit einer wirksamen Prophylaxe!

    Akut Medikation~ ja ~ bräuchtest du weniger und du könnte die 10/20 Regel besser einhalten

    Zähne zusammenbeißen ~ ja ~ müsstest du nicht mehr so häufig

    Durchhalten ~ ja ~ wäre auch einfacher

    Psychopharmaka ~ Nein! ~ was deine Angsterkrankung betrifft; kann ich nicht beurteilen.

    Prophylaxe ~ nein! ~ Du hast ja schon einige getestet. Wie Julia schrieb kämen als Prophylaxe Betablocker, Antiepileptika, Antidepressiva oder Botox, die Prophylaxe mit den geringsten Nebenwirkungen in Frage. Nach diesen Prophylaxen könnte man dann die Antikörper wie z.B Aimovig oder Ajovy angehen.

    Ärzte und Berufsberater ~
    2 x NEIN 😚🙈🙈🙈
    ~ einen Neurologen, der sich mit Kopfschmerzerkrankungen auskennt, bräuchtest du dafür. Berufsberater fallen eh schon weg, da du selbstständig bist.

    Es wird sicher erst einmal ein mehr oder weniger langer Weg werden, bis du die für dich passende Prophylaxe gefunden hast. In Verbindung mit dem richtigen Verhalten und einer wirksamen Prophylaxe wirst du aber mit deutlich weniger Schmerzen belohnt werden.

    Vielleicht hilft dir dieses nochmal über eine Prophylaxe nachzudenken.

    Gruß Flummi

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
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    Liebe Sonnig Mädel,

    Jetzt muss Sonnig Mädel wieder alleine weiter…

    nein, das „musst“ Du nicht. Auch wenn ich (und andere) Dir jetzt gerne weitere Tipps gegeben hätten, sollst Du natürlich Deinen eigenen Weg gehen. Du bist der Maßstab und Du entscheidest.

    Solltest Du aber trotzdem wieder unseren Rat und unsere Unterstützung brauchen, sind wir gerne für Dich da. Und dann kommt keiner mit erhobenem Zeigefinger so nach dem Motto: „Aber wir haben Dir doch gesagt …“. 😉

    Alles Liebe,
    Bettina

    Sonnig Mädel
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 62

    … Vielen lieben Dank für dein Angebot Bettina und auch Flummi
    😊
    Ich werde es beherzigen und auch annehmen. Hier ist mein Vertrauen einfach größer und bisher hat es mir ja auch schon sehr geholfen.

    Herzlichst
    Sonnig Mädel 🌻🌻

    heika
    Teilnehmer
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    Lie