Valproinsäure

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  • migraene87
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    Hallo!
    Hat jemand Erfahrung mit Valproinsäure in Verbindung mit beta-Blocker? Ich nehme seit Jahren ohne große Probleme Valproinsäure. Da mein Blutdruck seit einiger Zeit immer wiedermal erhöht ist, möchte mein Hausarzt mir z.B. einen beta-Blocker verschreiben. Bevor ich verschiedene Medikamente mixe, möchte ich mich vorher informieren.
    Zu den NW von Valproinsäure habe auch noch eine Frage: Ziehen die Magenbeschwerden, die ich natürlich schon habe, auch bis seitlich unter die Rippen (rechts)?

    Liebe Grüße
    Michael

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 28228

    Lieber Michael,

    die Kombination ist möglich und wenn Dein Arzt Dir jetzt Betablocker verschrieben hat, wird er sich auch was dabei gedacht haben für Dich. 😉

    Hinter Bauchschmerzen können so eine Vielzahl von Möglichkeiten stecken, dass man hier nicht mutmaßen sollte. Bitte lass diese Magenschmerzen abklären, am besten beim Gastroenterologen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    migraene87
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 31

    Liebe Bettina,

    ich war heute beim Hausarzt, der auch Internist ist. Er will den Schmerzen, die evtl. vom Darm kommen, auf den Grund gehen. Der Arzt hat die Praxis erst vor wenigen Monaten übernommen, da der „alte“ Arzt in Rente ging. Er will auch nochmal nach einem Betablocker suchen, der dann auch speziel im Gehirn wirkt (so hat er es gesagt) und zugleich als zusätzliche Prophylaxe für die Migräne dienen könnte. Kannst Du mir übliche Handelsbezeichnungen für Betablocker, die gerne in der Migräneprophylaxe eingesetzt werden, nennen? Bisher habe ich BisoLich 5mg (Bisoprololhemifumarat).

    Liebe Grüße
    Michael
    .

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 28228

    Lieber Michael,

    es ist gut, dass Dein Hausarzt, der idealerweise auch Internist ist, der Sache nachgeht. Welche Tabletten nutzt Du denn bei der Valproinsäure? Ergenyl hat magensaftresistende Tabletten, nur so als Tipp am Rande.

    Die Mittel der 1. Wahl zur Migräneprophylaxe sind Metoprolol und Propranolol. Möglich zur Migräneprophylaxe wären auch ACE-Hemmer, die Sartane, wie z.B. Micardis. Sie weisen nicht die üblichen Nebenwirkungen der Betablocker auf. Dein Arzt wird Dich sicher dazu gut beraten können.

    Verträgst Du das Bisoprolol nicht gut, oder warum möchtest Du wechseln?

    Liebe Grüße
    Bettina

    migraene87
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 31

    Liebe Bettina,

    erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort! Zum Thema Ergenyl musste ich mich heute richtig ärgern. Ich habe bei meinem Neurologen speziell danach gefragt, dass ich wieder so wie früher das Ergenyl haben möchte. Man hat mir dann gesagt das „Valproat Chrono Winthrop“, das ich seit einiger Zeit auch als Retardtablette nehme, sei das gleiche, es habe sich nur der Name geändert. In der Apotheke habe ich dann erfahren, dass dies sehrwohl ein anderes Präparat ist. Meine Krankenkasse hat nun seit neuesten einen Rabattvertrag mit einem weiteren Hersteller, so dass ich nun ein anderes Generika bekomme. Ich wollte heute keine Migräne provozieren und habe darauf verzichtet, mit dem Neurologen zu streiten. Ich vermute, dass ich sowieso mit der Kasse reden muss. Hat sowas eigentlich Sinn? Ich finde es schon haarsträubend, dass man gezwungen wird irgendwelche Generika zu nehmen, obwohl ich z.B. auch gerne bereit wäre den Mehrpreis des Originals zu zahlen.
    Betablocker sind bei mir schwierig, da der (erhöhte) Blutdruck schnell in den Keller gehen kann. Da ich hier im Forum gelesen habe, das sich der Blutdruck bei ähnlichen Fällen doch an einem annehmbaren Punkt einpendeln kann, will ich es mit den Betablockern nochmals versuchen. Ich war v.a.nur unsicher wegen der Kombination mit Valproat.
    Mein Neurologe ist nach 15 Jahren guter Behandlung leider auch in den wohlverdienten Ruhestand gegangen.

    Liebe Grüße
    Michael

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 28228

    Lieber Michael,

    Du hast als Patient das Recht, auf das Medikament zu bestehen, das bei Dir gut wirkt und verträglich ist. Rabattverträge haben schon auch ihren Sinn, wenn sie aber dazu führen, dass der Patient das spezielle Medikament eben nicht so gut verträgt, muss man auf keinen Fall dabei bleiben. Wende Dich an den Sachbearbeiter Deiner Versicherung und fordere Dein gewohntes Präparat ein. Dies kann Dir dann Dein Neurologe wieder verschreiben und Du erhältst es ohne Probleme in der Apotheke.

    Liebe Grüße
    Bettina

    migraene87
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    Beitragsanzahl: 31

    Liebe Bettina,

    gestern war ich abschließend bei meinem Internisten. Die Schmerzen unterm Rippenbogen sind wohl eine Folge einer angeknacksten Rippe vor ca. 1/2 Jahren.

    Da auch das Belastungs EKG völlig in Ordnung war, möchte mein Arzt mir nun doch keinen Betablocker verschreiben. Da ich momentan gut mit den 1500mg Vaproat zurecht komme (die Magenbeschwerden haben sich auch deutlich verbessert), lasse ich das mit dem Betablocker zusätzlich als Prophylaxe erstmal bleiben.

    Ich habe in der Vergangenheit, wenn ich keine Wirkung mehr merkte, das Valproat für einige Monate abgesetzt. Nach dieser Pause konnte ich dann regelmäßig wieder eine Verringerung der Attacken feststellen. Außerdem sind die Attacken berechnebarer: Sie kommen nicht mehr so oft in der Nacht, sondern arbeitgeberfreundlich erst am späten Nachmittag. Genau das ist seit dem Dezember 2012 wieder der Fall. So bin ich erstmal mit dem Start des Jahres 2013 zufrieden.

    Ist das Zufall oder kommt das öfters vor, dass ein Propylaxemittel nach einer Pause wieder besser wirkt?

    Liebe Grüße
    Michael

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 28228

    Lieber Michael,

    es freut mich zu hören, dass Du grad so gut zurecht kommst.

    Deine Beobachtung ist ein bekanntes Phänomen! Viele von uns machen immer wieder mal Pause von einer sonst gut wirkenden Prophylaxe, wenn die Wirkung nachlässt. Nach einer oft längeren Pause hat man wieder gute Wirkung.

    Allerdings gibt es auch – wie immer – das komplette Gegenteil, dass der zweite Prophylaxenversuch überhaupt keine Wirkung mehr hat.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Kevin
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    Beitragsanzahl: 28

    Hallo,

    welche Erfahrung habt ihr mit dem Nebenwirkungen von Valproinsäure gemachht, wie lange hielten sie an?

    Nachdem ich nun meine erste Dosis 250 mg genommen hatte, bekam ich am gleichen Abend zittrige Hände und heftigen Schwindel…
    Klingt das nach dem sich der Köper ein gewöhnt hat etwas ab?

    gruss Kevin
    Ps: habe den ganzen thread hier schon gelesen…

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 28228

    Willkommen Kevin. 🙂

    Alle Nebenwirkungen klingen mit der Zeit ab, oder verlaufen milder. Da es bei jedem anders ist, kann man keine Prognosen abgeben. Die Nebenwirkungen müssen halt zu tolerieren sein und das kann nur jeder individuell für sich selbst entscheiden.

    In der Regel empfiehlt man eine Einnahme von ca. 3 Monaten, um beurteilen zu können, ob das Medikament wirkt und die Nebenwirkungen im akzeptablen Rahmen bleiben. Tun sie das nicht, muss man natürlich früher absetzen. Ich wünsche Dir viel Erfolg damit!

    Liebe Grüße
    Bettina

    Kevin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 28

    Danke Bettina,

    ich habe mir die nächsten Tage frei genommen um zu testen was passiert, da ich gerade was den Schwindel angeht einige Ängste habe, bin als Kind öfter Ohnmächtig geworden, traute ich mich Heute nicht aus dem Haus ö-d

    jetzt entspanne ich erstmal und schaue den malerischen Sonnenuntergang zu.

    gruss
    Kevin

    Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 28228

    Lieber Kevin,

    ich kann gut nachvollziehen, dass Ängste da sind aus der Kindheit. Eventuell kannst Du das mal angehen therapeutisch?

    Wie gut, dass Du die nächsten Tage frei hast und Dich in Ruhe auf das Medikament einlassen kannst.

    Alles Gute,
    Bettina

    akascha
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    Hallo Zusammen,

    ich wollte mich mal wieder melden und über meine positive Erfahrung mit Valproinsäure berichten.

    Bei mir ist chronische Migräne seit 2011 diagnostiziert und ich habe seitdem schon einiges an Prophylaxen ausgetestet (Doxepin, Venlafaxin, Topi etc.), ohne Wirkung.

    Da ß-Blocker bei mir kontrainduziert ist, habe ich nun seit Anfang Juli mit Valproinsäure angefangen.
    Nachdem ich im Juli und August noch 2-3x die Woche Migräne hatte und meist 3 Tage mit Wiederkehrkopfschmerz (trotz Naproxen + Triptan), ware