Sie schleicht sich an – Könnt ihr sie aufhalten?

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  • Mika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 14

    Hallo ihr Lieben.

    Manchmal merke ich es schon 1-2 Tage vorher, spätestens aber am Abend davor:
    Ich bin gereizt, die Augen trocken, ich sehe schlecht, hab keinen Appetit… -ich weiß also SIE KOMMT!
    Und trotzdem bin ich ihr so ausgeliefert.
    Was habt ihr schon probiert? Und was hilft oder mildert sie vielleicht doch ab?
    Für ein Triptan bin ich dann definitiv noch nicht bereit. Ich Probier manchmal Naproxen zur Nacht, viel Wasser trinken und wenn die Übelkeit schon kommt ein Vomex aber die Migräne hält das nicht auf. Wahrscheinlich alles schon zu spät?

    Liebe Grüße
    Mika

    Katrin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 528

    Guten Morgen liebe Mika,

    die Trinkmenge zu erhöhen, ist eine sehr gute Idee und kann manchmal schon zu einer Linderung oder Besserung führen.

    Sicher hast du unter „Migränewissen“ oder auch in dem sehr informativ und gut verständlichen Buch von Prof. Göbel gelesen, dass man das Triptan so früh wie möglich einnehmen sollte. Wenn du die 10/20-Regel gut einhalten kannst, hast du mit einer solchen Vorgehensweise vielleicht noch eine Möglichkeit der Optimierung.

    Zum Naproxen – allein eingenommen – kann ich nichts sagen, ich selbst nehme dieses Medikament aus Gründen der Unverträglichkeit nicht. Aber ich könnte mir vorstellen, dass es möglicherweise allein einfach nicht ausreicht.

    Dimenhydrinat nehme ich nicht erst ein, wenn die Übelkeit auftritt, sondern schon vorher, wenn ich den Migräneschmerz kommen spüre. Damit kann ich die Attacke öfter „klein halten“, besser und/oder ohne Triptan + Schmerzmittel aushalten oder hinauszögern. Vielleicht hättest du so auch noch einen erweiterten Spielraum.

    Ich habe bei meinem ersten Aufenthalt in Kiel den Spruch „Nicht kleckern, sondern klotzen!“ mit auf den Weg bekommen. Vielleicht kannst du noch an der Dosierung der Medikamente „schrauben“?!

    Reizabschirmung, was nicht immer die absolute Bettruhe in der Dunkelheit bedeuten muss, gehört ebenfalls zu DEN Verhaltensregeln.

    Alles Gute
    Katrin

    Viva la Vida! ?

    Indie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 153

    Liebe Mika,
    ich wüsste auch so gerne, wie man eine Migräneattacke ohne Triptane aufhält. Mir ist es auch noch nicht gelungen.
    Ich weiss nicht wie du zu Entspannungsverfahren stehst. Vielleicht wäre es aber mal einen Versuch wert am abend vorher ganz gezielt eine Übung zu machen und dein Nervensystem damit schonmal etwas zu beruhigen. 30-40 Minuten müssen es aber dann schon sein.
    Was auch sicher hilft ist die Situation schonmal zu akzeptieren und sich nicht auch noch drüber aufzuregen. Vielleicht dann eine Vomex noch vorm schlafen gehen nehmen und vor allem zusätzliche Reize vermeiden. Also nicht noch Fernsehen, sondern lieber ein Spaziergang.
    Wenn alles nichts nützt, wie Kathrin schon schrieb, dann möglichst schnell ein Triptan draufwerfen.

    An weiteren Ideen und Vorschlägen bin ich auch interessiert 🙂

    Schöne Ostern!

    Beatrice
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 125

    Hallo Mika und Indie,

    manchmal gelingt es mir, sie aufzuhalten. Bei mir wirken ja keine Triptane und Schmerzmittel nur halbwegs. Also ich habe es mit Medikamenten noch nie geschafft, dass ich keine Migräne bekommen habe. Bei mir ist ein guter Vorbote mein rechtes Auge. Wenn das einen Schleier bekommt dann weiß ich, es ist höchste Eile geboten für mein aktuelles Notfallprogramm 😛

    Mir können, wenn ich es rechtzeitig merke, helfen:

    – raus an die frische Luft für 30 Minuten
    – Cefaly einstündiges Programm
    – Hinlegen und Vomex nehmen für etwa eine Stunde
    – manchmal 2 Tüten Magnesium
    – Salzbrezeln essen (merke manchmal den totalen Jieper und kann es dann noch aufhalten)

    Aber ich habe einmal monatlich immer 4-5 Tage Migräne am Stück (früher waren es fast 10, ist also ein Riesenerfolg) und da bin ich machtlos. Die Migräne macht da ihr Programm und ich schaue einfach zu und warte bis es wieder rum ist. Ist aber auch schon deutlich erträglicher und leichter geworden seitdem ich täglich meditiere (mache ich seit etwa einem Dreiviertel Jahr).

    Liebe Grüße,
    Bea

    Elfe
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 66

    Liebe Beatrice,
    wenn es dich tröstet, ich konnte in über 40 Jahren noch keine Migräne, die schon ihre Vorboten geschickt hat, aufhalten. Vielleicht kennst du die CD oder das Buch von Anne Seemann. Sie nennt einen „point of no return“. Ich kann diese Theorie gut nachvollziehen. Das Gehirn ist überlastet und „sucht sich dann sogar schnelle Auslöser (z.B. in Form von Nahrungsmittel, von denen wir wissen, dass sie uns absolut nicht gut tun), um sich durch den Anfall zu entladen“.
    Ich lese hier immer wieder von Mitbetroffenen, dass sie durch Entspannungsübungen noch etwas bewirken können. Trotz intensiven Trainings habe ich leider nie ein solches Erfolgserlebnis gehabt.
    Vile Grüße und einen schönen Ostersonntag wünscht dir,
    Elfe

    Indie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 153

    Liebe Elfe,
    ohne zu sehr klugscheissen zu wollen. Wenn du mit „Nahrungsmittel, die uns nicht gut tun“ auf Schokolade und Käse als Trigger hinaus willst, dann stimmt das nicht.
    Die Lust auf Süßes entsteht durch ein Energiedefizit im Gehirn. Da ist es eben gut, dem Körper ordentlich Kohlenhydrate zu geben. Der Zucker selbst löst die Migräne aber definitiv nicht aus, es sei denn man gönnt sich eine ausschweifende Tortenorgie und unterzuckert danach massiv, weil man stundenlang nichts mehr isst. Aber dann käme die Migräne vom schwankenden Blutzuckerspiegel und nicht vom Zucker.
    Der Ausdruck das Gehirn „suche“ nach einem Grund finde ich auch nicht ganz zutreffend. Es passiert ja einfach und es macht das ja nicht, um mich zu ärgern 😉

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27898

    Wenn du mit „Nahrungsmittel, die uns nicht gut tun“ auf Schokolade und Käse als Trigger hinaus willst, dann stimmt das nicht.
    Die Lust auf Süßes entsteht durch ein Energiedefizit im Gehirn. Da ist es eben gut, dem Körper ordentlich Kohlenhydrate zu geben. Der Zucker selbst löst die Migräne aber definitiv nicht aus, es sei denn man gönnt sich eine ausschweifende Tortenorgie und unterzuckert danach massiv, weil man stundenlang nichts mehr isst. Aber dann käme die Migräne vom schwankenden Blutzuckerspiegel und nicht vom Zucker.
    Der Ausdruck das Gehirn „suche“ nach einem Grund finde ich auch nicht ganz zutreffend. Es passiert ja einfach und es macht das ja nicht, um mich zu ärgern ?

    Ganz genau so läuft das ab! 🙂 Nahrungsmittel lösen keine Migräne aus, das weiß man heute. Allerdings hält sich dieser Glaube nach wie vor noch bei vielen Menschen. Der Körper möchte sich mit der großen Lust auf Hochkalorisches nur noch schnell selbst helfen, um das Energiedefizit zu beheben. Manchmal klappt das auch, wenn man schnell einen Kaffee trinkt, eine Cola trinkt oder ein Stück Schokolade oder Kuchen isst. Oft klappt es aber auch nicht und die Migräne kommt trotzdem. Dann schließen viele daraus, dass Nahrungsmittel, die man kurz vor Ausbruch der Migräne konsumiert hatte die Auslöser waren. Manche verzichten lebenlang völlig umsonst auf gewisse Nahrungsmittel, dabei würde Wissen und Information helfen.

    Liebe Grüße
    Bettina

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