Vorboten der Migräne

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  • Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 28656

    Wie kündigt sich bei Euch die Migräne an? Habt Ihr sogenannte Vorboten, oder werdet Ihr einfach so von der Attacke überrascht? Gemeint sind hier nur die Vorboten, keine Aurasymptome.

    Meine Vorboten sind unterschiedlich: Meist habe ich Heißhunger auf Schokolade oder sonstiges Süßes, ich muss ununterbrochen gähnen, manchmal bin ich auch gereizt, oder habe sehr viel Energie und arbeite bis in die Nacht. Typisch sind bei mir auch häufiger Harndrang und beginnender Durchfall. Außerdem werde ich noch empfindlicher gegenüber Lärm, Licht und Gerüchen, als ich es sonst schon bin.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7751

    Auch ich hab viele seltsame Vorboten und Begleiterscheinungen,
    die ich lange nicht mit der Migräne im Zusammenhang gesehen habe.
    So stoße ich oft Stunden vor oder und auch während der Attacken mit den Fingerspitzen oder den Schultern und Armen gegen alles, was mir zu nahe kommt. Ich kann dann offensichtlich die Distanz zu meiner Umgebung nicht abschätzen.
    Da ich dann auch immer extrem schnell bin, gibt es viele blaue Flecken.
    Auch bin ich trotz der starken Müdigkeit vor manchen Anfällen oft sehr unternehmungslustig und animiere Freunde mit mir an die Ostsee zu fahren oder ähnliches, nur um dann kurze Zeit später alles wieder absagen zu müssen. Das versteht natürlich niemand.
    Ich bin mal sehr gespannt auf Eure `sonderbaren ` Zustände rund um die Migräneattacken.
    Liebe Grüße
    Julia

    mamutschka
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 40

    auch ich habe häufig bestimmte vorboten. ich gähne sehr viel und fühle mich müde und abgeschlagen. oft habe ich seit einiger zeit ein spannungsgefühl in der gesichtshälfte wo später der schmerz auftritt. auch meine empfindlichkeit gegen lärm und licht ist besonders hoch. aber manchmal schlägt die migräne auch ohne jede vorwarnung zu, so von jetzt auf gleich. es ist schon alles sehr merkwürdig, so ein richtiges schema habe ich nach 30 jahren noch immer nicht erkennen können
    liebe grüße mamutschka

    Sina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 11

    Also, ich habe die gleichen Vorboten wie Bettina.

    Allerdings erwischt es mich auch sehr oft am frühen Morgen – so zwischen 3 und 4 Uhr – und da wache ich dann mit Migräne auf.

    mamutschka
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 40

    ich habe heute folgendes festgestellt. gestern hatte ich so einen tag, an dem ich besonders dünnhäutig war. hätte ständig(ohne grund) heulen können. heute ist dann in der früh die migräne dagewesen. war das etwa ein vorbote. das muss ich mal weiter beobachten.
    vielleicht hilft es, wenn ich versuche mich an so einem tag noch besser abzulenken.

    liebe grüße mamutschka

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28656

    Liebe mamutschka,

    das war ein eindeutiger Vorbote der Migräne. 😉 Vielleicht kannst Du Dich an so einem Tag selbst ein bisschen verwöhnen und diese schlechte Stimmung ein wenig abfangen?

    Liebe Grüße
    Bettina

    staubfinger
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 23

    Ich beobachte mich seit Weihnachten und versuche meine Vorboten herauszufinden.
    Gestern war ich nach einer Migräne total aufgekratzt, voller überschäumender Ideen und hochmotiviert und euphorisch. Da dachte ich: o.k., ich bin scheinbar NACH der Migräne voller Power..
    Ich meine, das bereits öfter bemerkt zu haben.
    Heute habe ich jedoch wieder Migräne (ganz leicht – halte es noch ohne Tablette aus, bin allerdings nicht arbeiten gegangen und schlafe alle 2 Std.) und ich frage mich, ob die überschäumende Energie nicht eher doch ein Vorbote ist und kein Nachbote!
    Im Moment habe ich fast täglich Migräne, da lässt sich das nicht so ausmachen, ob Vor- oder Nachbote!

    Bettinas Vorboten kommen mir bekannt vor und als ich Julias Beitrag gelesen habe, war mir klar, dass das Vorboten sein müssen: das ist bei mir absolut identisch! Finde ich krass!

    Im Moment beobachte ich alles an mir und mit mir und in mir…..
    Ich habe Angst zu gähnen, ich habe Angst vor Rührung (eben habe ich den Beitrag von Monika Koch über ihren Aufenthalt mit ihrem Sohn in der Schmerzklinik Kiel gelesen und ich musste weinen, weil mir ihr Sohn und sie so leid tun…), ich habe Angst vor Unterzuckerung, ich habe Angst vor zu wenig Schlaf, vor zu viel Stress…..

    Aber ich weiche vom Thema ab – ich bin sehr daran interessiert, was meine Vorboten sind, aber im gleichen Moment frage ich mich, warum das so wichtig ist, das zu wissen.
    Kann man dann wirklich etwas unternehmen, was die Migräne dann doch verhindert? Z.B. Progressive Muskelentspannung?
    Das wäre das Einzige, was mir einfallen würde.
    Ansonsten würde das Erkennen, das eine Migräne im Anmarsch ist, doch nur Sinn machen, um Termine abzusagen oder sich bei seinem Arbeitgeber schon mal für den nächsten Tag krank zu melden?
    Ich hoffe, ich verfehle hier nicht das Thema und ich hoffe, ich sehe nicht zu schwarz und ich hoffe, ihr wiedersprecht mir und sagt mir, wozu das Erkennen der Vorboten nützlich ist!

    Liebe Grüße
    staubfinger

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7751

    Hallo Staubfinger,
    ich möchte Dir schon mal widersprechen. Du schreibst, Du hast Angst vor Unterzuckerung, ich auch. Ich habe oft Phasen mit Migränebeginn in den frühen Morgenstunden. Ich werde dann häufig zwischen 2 und 3 Uhr wach. Wenn ich nicht zuuu faul bin, steh ich dann auf und mache mir ein richtig schönes Frühstück. 2 Tassen Kaffee, ein frisch aufgebackenes Brötchen mit viel Marmelade. Und das in aller Ruhe und Gemütlichkeit.
    Danach leg ich mich wieder hin und schlaf weiter und die Migräne hat sich meistens aus dem Staub gemacht. Helfen tut auch, wenn man abends die Vorboten schon merkt, direkt, aber wirklich direkt!! vor dem Einschlafen eine Tasse Kaffee oder 50 mg Coffein. Mit Glück ist der Spuk dann vorbei.
    Klappt nicht immer, aber man versucht ja alles.
    Liebe Grüße
    Julia

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28656

    Eigentlich kann man die Vorboten für sich nützen. Wenn man sie so ziemlich eindeutig identifizieren kann, sollte man tatsächlich für den nächsten Tag keine größeren Unternehmungen planen. Schon versuchen, im Vorfeld mehr zur Ruhe zu kommen, verschiedene Dinge ausprobieren, die die Migräne noch aufhalten können. Julias Tipp ist sehr interessant. Wahrscheinlich ist einer Deiner Haupttrigger , Julia, die Unterzuckerung. Ist natürlich gewöhnungsbedürftig, mitten in der Nacht zu essen, aber wenn es erwiesenermaßen eine Migräne aufhalten kann – dann guten Appetit. 🙂

    Meine schlimmsten Attacken beginnen so zwischen 3:00 und 5:00 Uhr. Dann ist es aber auch schon für jegliche Maßnahme zu spät, das Programm ist dann gestartet und nicht mehr aufzuhalten. Eventuell versuche ich nun mal, spätabends (ich bin eine Nachteule) noch eine kohlenhydratreiche Kleinigkeit zu essen. Normalerweise vermeide ich ja solche Spätmahlzeiten (Gewicht!), aber ein Stück Brot oder Kornflakes würden den Blutzuckerspiegel vielleicht halbwegs konstant in den Morgen retten. Also das werde ich mal versuchen und dann hier berichten.

    Liebe staubfinger, zum Thema Angst schreibe ich noch etwas in der Gruppe „Migräne und Begleiterkrankungen“ im Forum „Migräne und emotionale Belastung“. Da passt es gut rein.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7751

    Abends spät noch Vollkorn- Kohlenhydrate zu essen, klappt auch oft, züchtet aber Pfunde, wie ich gerade bemerken mußte.
    Das ganze hilft natürlich nur vorbeugend, ist die Attacke voll dabei , bringt es nichts mehr.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 28656

    Hast schon recht, wenn aber das Abendessen magerer ausfällt, müsste es klappen. Es zählen ja nur die Gesamtanzahl der Kalorien, die man am Tag zu sich nimmt und nicht (laut einer neuen Studie), wann man diese Kalorien zu sich nimmt.

    Übrigens w