Alternative Behandlungsmethoden bei Kopfschmerzen2024-12-22T21:09:57+01:00

Alternative Behandlungsmethoden bei Kopfschmerzen

Psilocybin Microdosing

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  • Flower
    Participant
    Beitragsanzahl: 44

    Hallo zusammen,
    Hat jemand von Euch schon mal Erfahrung mit Psilocybin Microdosing (also Magic Mushrooms in sehr niedriger, nicht psychotropisch aktiver Konzentration) gesammelt? Ich habe alles an Prophylaxen durch. Die CGRPs haben mir für 3 Jahre ein besseres Leben geschenkt, jetzt wirken sie nicht mehr und ich habe nur noch Migräne. Bis zu 15 Tagen am Stück. Es macht mich auch psychisch fertig.
    Ich habe einen Beitrag der englischen Migrainegesellschaft gesehen, die bei einer sehr kleinen Teilnehmerzahl eine gute Wirkung festgestellt haben. Bevor ich Urlaub in Holland mache, würde mich interessieren, ob das jemand von Euch schon mal gegen Migräne ausprobiert hat.
    LG
    Flower

    glückdererde
    Participant
    Beitragsanzahl: 884

    Hallo Flower,

    es gibt meines Wissens eine (in Zahlen 1.) Studie aus Yale mit 10 (in Worten ZEHN !) Patienten in der die Frequenz der Migräne in einem kurzen Beobachtungszeitraum gesenkt werden konnte.

    Wenn Du also zu den ganz Mutigen gehören solltest, dann steht einem Selbstversuch nichts im Wege. Auch wenn es verständlich ist, dass dauernde starke Schmerzen verzweifelt machen können, würde ich persönlich so einen Versuch jedoch erst machen, wenn es 10 diesbezügliche Studien mit mindestens jeweils 100 Teilnehmern geben würde. Und ich halte mich für experimentierfreudig.

    Alles Gute

    Bettina Frank
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 34374

    Hallo Flower,

    ich schließe mich Glückdererde an. Was soll so eine kleine Studie aussagen?

    Zudem gibt es bei solchen Wirkstoffen (Cannabis zählt auch dazu) Enthusiasten, die erst mal so oder so eine Wirkung zu verspüren meinen.

    Mehr ist nicht dahinter, aber versuche es mal, wenn es dir ein Bedürfnis ist.

    Sonst würde ich dir sehr raten, weiter Prophylaxen mit nachweisbarer Wirkung zu testen. Was früher vor vielleicht zehn Jahren nicht gewirkt hat, kann heute perfekt passen. Gib nicht auf, du wirst sicher wieder gute und wirksame Prophylaxen finden.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Katrin
    Participant
    Beitragsanzahl: 1278

    Liebe Flower,

    es tut mir leid, dass die CGRP-Antikörper dir keine Linderung mehr bringen.

    Ich habe keine Erfahrung mit Psilocybin Microdosing, könnte mir aber vorstellen, dass sie – wie eventuell medizinisches Cannabis auch – durch eine möglicherweise beruhigende Wirkung eine indirekte Wirkung auf die Schmerzen haben könnten.

    In der DAZ gibt es zwei relativ neue Artikel zu diesem Thema, die dir vielleicht weiterhelfen („Tropfen zum Glück?“ und „Rausch auf Raten“).

    Liebe Grüße und alles Gute
    Katrin

    Viva la Vida! 🍀

    Algos
    Participant
    Beitragsanzahl: 63

    Liebe Flower,

    ich selber habe mit Psilocybin keine Erfahrungen, aber bin (abgesehen von der derzeit unzureichenden Studienlage) skeptisch. In der Behandlung therapieresistenter Depressionen wurden bereits weitaus mehr Studien mit Psilocybin durchgeführt. In einer Doku, die ich dazu gesehen habe, wurden die Behandlungstermine mit Psilocybin als sehr anstrengend und kräfteraubend beschrieben, von denen die Teilnehmer sich erstmal erholen mussten. Daher erschließt es sich mir nicht unmittelbar, warum dies bei Migräne nützen sollte, wo wir doch eben gerade mit einem Energiedefizit im Gehirn zu kämpfen haben.

    Wenn es dazu irgendwann größere Studien gibt, die eine Wirksamkeit belegen, würde ich es auf jeden Fall auch ausprobieren. Aber der oben genannte Widerspruch bestärkt mich nicht darin, an irgendwelchen Psilocybin-Studien teilzunehmen und es ohne ausreichende Evidenz zu testen.

    LG

    Algos

    Flower
    Participant
    Beitragsanzahl: 44

    Liebe Alle,
    Vielen Dank für Eure Antworten und den Hinweis zu dem Artikel in der DAZ. Ja, die Studienlage ist in der Tat sehr dürftig. Mir gibt auch zu denken dass geschrieben wird, dass manche auch beim Microdosing psychotrope Effekte hatten, und dass diese bei Personen mit negativem Weltbild (und zu denen gehöre ich inzwischen durch die schlimme Migräne definitiv) negativ waren. Davor hätte ich nun wirklich Angst. Allzu experimentierfreudig bin ich nämlich nicht. Cannabis hat mich schon extreme Überwindung gekostet. Und der Effekt war mit Kältegefühl und völlig gestörtem Zeitempfinden nicht gerade gut.
    Ich weiß nur einfach nicht, was ich noch machen soll, nachdem die CGRPs nicht mehr wirken.
    LG
    Flower

    Algos
    Participant
    Beitragsanzahl: 63

    Liebe Flower,

    Ich weiß nur einfach nicht, was ich noch machen soll, nachdem die CGRPs nicht mehr wirken.

    ich kann das gut nachvollziehen. Denn mir geht es im Moment auch so. Vielleicht macht es Sinn, einen Thread mit deinem persönlichen Schmerzverlauf zu eröffnen, um ein paar Ideen für die weitere Behandlung und/oder den Umgang mit der Situation zu bekommen? Ich habe darüber schon ein paar gute Anstöße bekommen und finde es hilfreich.

    LG

    Algos

    Bibi
    Participant
    Beitragsanzahl: 36

    Liebe Flower,

    ich lese mich gerade durch die Foren hier. Auch wenn die Frage schon ein paar Jahre zurückliegt, kann ich dir vielleicht eine Antwort dazu geben.

    Ich habe neben Migräne auch andere Erkrankungen, u.a. Fibromyalgie. Da ich seit Oktober 2025 in einem Schub von durchschnittlich 7/10 war, habe ich 3 Monate Sativex genommen (medizinisches Canabis-Spray) und ich kann dir versichern, dass das Spray 0 Auswirkungen auf meine Migräne hatte. So leid es mir tut.

    Liebe Grüße und ich hoffe, dass es dir mittlerweile besser geht als damals, Bibi

    Flower
    Participant
    Beitragsanzahl: 44

    Liebe Bibi,
    Vielen Dank für Deine Nachricht! Bei mir hat ein einziger Zug medizinischen Cannabis mit 10 Prozent THC einen Anfall ausgelöst. Seither ist dieses Thema für mich vom Tisch!
    Ajovy hat bis vor kurzem gut geholfen, momentan ist die Migräne jedoch furchtbar. Und: seit Ajovy schlafe ich noch schlechter. Es macht extreme Träume und sehr oft Alpträume. Auf „Schlafverbesserer“ wie Mirtazapin reagiere ich mit starker Unruhe. Kennt einer das Alptraumproblem und hat eine Lösung?
    LG
    Flower

    Bettina Frank
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 34374

    Liebe Flower,

    wenn Du paradox reagierst auf sedierende Medikamente, könntest Du den Spieß mal umdrehen. 😉 Ich reagiere z.B. paradox auf Escitalopram, das ja antriebssteigernd wirken soll. Mich schläfert es total ein, wirkt auf die Migräne meist gut. Daher nehme ich es jetzt abends sozusagen als Schlafmittel, klappt super. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

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