Berufstätigkeit und Migräne2024-12-22T21:09:57+01:00

Berufstätigkeit und Migräne

Weiterarbeiten trotz Migräneattacke

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  • CNS
    Participant
    Beitragsanzahl: 9

    Ich weiß nicht, wie ich mich an meiner Arbeit verhalten soll, wenn ich in einer Migränesituation bin.

    Manchmal habe ich das Bedürfnis mich einfach zu „verkrümeln“, sprich einen ruhigen Raum aufzusuchen bis die Medis wirken. Mit Aura kann das eine Std. dauern. Ich möchte natürlich auch nicht auffallen, da ist die Std. zu lange.

    Die Arbeit vorzeitig zu verlassen und unter Aura Autofahren ist auch blöd.

    Das Sumatriptaninject wirkt schnell, danach bin ich aber nicht mehr richtig arbeitsfähig, 2Std. Schlaf wären toll.

    Mich abholen zu lassen funktioniert auch seltenst und am nächsten Tag fehlt mir ja mein Auto.

    Den Arbeitsplatz wechseln geht auch nicht und ich mag meinen Job.

    Wie macht ihr das?

    Auguste72
    Participant
    Beitragsanzahl: 222

    Hallo CNS,

    Meine KollegInnen wissen Bescheid. Wenn ich Pause oder Ruhe brauche, dann „verkrümele“ ich mich vorübergehend.

    Wenn die Migräne im Laufe des Tages schlimmer wird, dann gehe ich nach Hause. Entweder nehme ich Gleitzeit oder melde mich krank.

    Auto fahren mit Aura könnte ich gar nicht, ich bin dann auf einem Auge quasi blind. 🙈 Da hilft nur Abwarten bis es vorbei ist (ca. 30 – 40 Minuten) und dann nach Hause fahren, bevor die Kopfschmerzen anfangen. Die fangen bei mir zum Glück nicht sofort an, sondern erst ca. 2 Stunden nach der Aura – oder auch gar nicht. 😉

    Liebe Grüße
    Auguste

    • Diese Antwort wurde vor vor 3 years, 1 month von Auguste72 bearbeitet.
    Daniela
    Participant
    Beitragsanzahl: 1141

    Hallo CNS,

    bei mir auf der Arbeit gibt es für solche Fälle Ruheräume. Da gibt’s eine Liege, wo man sich hinlegen kann und bequeme Stühle und einen Tisch.

    Da kann man sich hin zurück ziehen. Ich sage in einem solchen Fall auf jeden Fall einem Kollegen bescheid. Es ist aber selten bei mir, dass ich es brauche.

    Ich hatte schon mal eine Attacke, wo es den Ruheraum so noch nicht gab. Da hab ich mich in die Umkleidekabine gesetzt und gewartet, bis mich mein Mann abholen konnte… Danach gabs dann einen Ruheraum – mein Chef war extrem besorgt – in diesem Ausmaß war ihm Migräne bis dahin nicht bekannt und er hat alle paar Minuten wen vorbei geschickt, der gucken sollte, ob ich noch lebe 😏

    Ich würde meinen Job wegen der Migräne auch nicht aufgeben wollen, wenn es Wege gibt, die es ermöglichen zu bleiben – und das sieht der Arbeitgeber oft genau so und kommt einem da oft auch entgegen. Dafür muss man es aber schon ansprechen 😏

    So ganz verschweigen um nicht aufzufallen ist da eher ungünstig. Und ich finde auch, wir Migränenenschen müssen uns nicht verstecken – ich habe schon oft erlebt, dass ich Sachen anstoße, und dann bin ich am Ende nicht die Person, die das am meisten braucht – nur alle anderen haben sich nicht getraut was zu sagen. Oft ist man also nur der erste, der Wege ebnet.

    Grüßle Daniela

    Sini05
    Participant
    Beitragsanzahl: 251

    Hallo CNS,

    ich kenne das Problem leider nur zu gut. Glücklicherweise habe ich keine Aura, sonst könnte und dürfte ich in meinem Beruf gar nicht mehr weiter arbeiten.

    Dennoch ist es extrem doof, wenn eine heftige Migräneattacke während der Arbeit kommt. Leider kann ich mich auf Arbeit dann auch nicht immer zurückziehen, da ich beruflich viel mit dem Auto unterwegs bin. Wenn es ging, hab ich dann auch schonmal auf nem Parkplatz angehalten und mich auf die Rückbank gelegt. Manchmal wenn ich in der Firma bin hab ich mich auch dort schonmal auf den Boden gelegt oder ein paar Stühle zusammengeschoben und mich da drauf gelegt (Ruheraum in dem Sinne gibt’s bei uns aus platztechnischen Gründen nicht). Mich hätte auch schonmal fast meine Chefin heimfahren müssen, hab mich dann aber doch nach ner kurzen Pause heimgequält (45 min. Fahrtzeit).

    Während der Arbeit ist es echt extrem blöd und ich musste schonmal ein paar Minuten früher abbrechen, weil mir dann so kotzübel wurde. Ich hab seit Corona ohnehin immer kleine Mülltüten im Auto und das ist ganz praktisch für den Fall der Fälle. Sonst hab ich immer den nächstbesten Busch gebraucht (wenn ich mit dem Auto unterwegs bin ist nicht immer dann eine Toilette in der Nähe). Zum Glück muss ich mich selten wirklich übergeben. Meist bleibt es bei der Übelkeit.

    Aber ja, es ist nicht immer einfach beim Arbeiten. Bei mir wissen meine Chefin und zwei Kollegen Bescheid (die mich beide leider schonmal mitten in einer Attacke erwischt hatten und dann muss man natürlich erklären, warum man da grad rumliegt).

    Wenn es gar nicht mehr geht oder ich wie letztens in einer nicht enden wollenden Attacke drinstecke, dann bleibt mir manchmal leider auch nichts anderes übrig als mich krankzumelden. Das kommt bei mir aber wegen der Migräne zum Glück gar nicht so oft vor (vllt. 1-2x im Jahr). Andere sind öfter und länger krank wegen Erkältungen oder anderer Dinge.

    LG
    Sini

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