In dieser Gruppe tauschen wir uns rund ums Thema Ernährung, Gewichtskontrolle, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien und im Besonderen zur sinnvollen Ernährung für Menschen mit allen Arten von Kopfschmerzen aus.
Ihr findet hier auch diverse Anregungen von unserer Ernährungsexpertin Gudrun.
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Blutzucker und Migräne
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AutorBeiträge
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Hallo Ihr Lieben,
mal wieder habe ich ein neues Thema am Wickel: Der Blutzuckerspiegel.
Hier im Forum hat Anfang 2023 schon ein Benutzer nach der neuen APP Sincephalea gefragt, die sich mit diesem Thema beschäftig. Über diese APP will ich nicht schreiben. Ich denke, dass ist hinreichend beantwortet worden ;o)
ABER … die Idee mit dem Blutzuckerspiegel hat mich nicht losgelassen. Dann bin ich noch über das zurzeit sehr gehypte Buch „Glukose Trick“ gestolpert. Nachdem ich es mir aus der Bücherei ausgeliehen hatte, war meine Neugier wirklich geweckt und ich habe mir einen Blutzuckersensor bestellt. (Zurzeit kann man den FreeStyle Libre 3 Sensor kostenlos testen. Ich habe also nicht mal einen Pfennig dazu bezahlt.) So ein Sensor hält 14 Tage und ich kann Euch sagen, dass waren wirklich sehr spannende zwei Wochen.
Ich wollte Ausprobieren, ob die Reduzierung von massiven Schwankungen meines Blutzuckers für folgendes relevant sein kann:
natürlich meine Elli (Migräne),meine Hitzewallungen (echt heftig – bis zu 10 Wallungen am Tag und die Nacht ist nicht angenehmer) und
die Reduzierung meines Bauchfetts (denn da bin ich noch nicht wirklich am Ziel angekommen, trotz 20 kg Abnahme).
Nun sind zwei Wochen nicht wirklich aussagefähig für die Reduzierung der Migräneattacken. Außerdem habe ich noch Antikörper intus, die sind weiterhin sehr gut bei der Reduzierung der Elli-Besuche. Daher bin ich bei 7-9 Attacken im Monat. Trotz vermehrter Auren, die ich vor der Antikörpernutzung nicht hatte, kann ich das gut händeln. Allerdings habe ich mit meinem Neurologen einen Auslassversuch vereinbart. Mitte April geht es los. Und wenn ich es dann weiterhin schaffe, meinen Blutzucker flach (oder flacher) zu halten, werde ich berichten.
Für meine Hitzewallungen hat der Versuch gar keinen Effekt gehabt. Alle anderen nicht medikamentösen Maßnahmen habe ich schon versucht. Und da diese Hitzewallungen echt mein Leben (noch mehr) einschränken, werde ich mit meiner Frauenärztin doch mal über eine Hormontherapie reden.
ABER das Bauchfett ist weniger geworden. Wirklich unglaublich, was in zwei Wochen da passiert ist. Und ich habe gefühlt sehr viel mehr gegessen als vorher. Einfach durch die Reihenfolge der Lebensmittel und einiger kleinerer Tricks, die in dem Buch erklärt wurden.
Ich kann an meinem Versuch also leider nur einen Hacken setzen. Aber die kleinen Änderungen für die Reduzierungen der Blutzuckerschwankungen haben mir gefallen und ich werde versuchen, diese weiter in mein Leben einzubauen. Ich denke, grundsätzlich ist es nicht schlecht, die Insulinproduktion möglichst gering zu halten.
Hat jemand von Euch sich auch schon mit dem Blutzuckerspiegel beschäftigt? Es würde mich sehr interessieren, wie es Euch ergangen ist und ob es einen Effekt auf die Migräne hat? Bitte schreibt doch mal, sehr gerne auch als PN, wenn ihr es nicht öffentlich machen wollt.
Ich gehe jetzt mal in den Garten, endlich kann ich wieder in der Erde wühlen.
Ganz liebe Grüße und eine schmerzfreie Zeit wünscht Euch AndreaB
Hallo Andrea,
Du bist ja sehr experimentierfreudig, dagegen ist auch nichts einzuwenden. 😉 Es macht Dir Spaß, Du musst kein extra Geld einsetzen und hast somit auch einen Benefit. Zudem bist Du nicht traurig und frustriert nach einem misslungenen Versuch.
Die Idee mit dem Blutzuckerspiegel ist altbekannt. Daher wird ja auch empfohlen, sich regelmäßig mit Kohlenhydraten zu ernähren, damit es keine zu großen Blutzuckerschwankungen gibt. Kohlenhydrate sind für Migräniker einfach wichtig, da sie schnelle Energie für das Gehirn liefern. Diäten und zu lange Pausen in der Nahrungsmittelaufnahme können sehr effektiv Attacken triggern.
Hast Du wegen Deiner Wechseljahrsbeschwerden schon mal Cimicifuga (Klimadynon UNO) ausprobiert? Es kann sehr effektiv wirken, ist viel schonender als die üblichen Hormone (obwohl es ähnlich wirkt), man muss halt ein wenig auf die Wirkung warten.
Alles Gute und liebe Grüße
BettinaHalo Andrea,
Ich habe gerade angefangen die Tipps von Buch umzusetzen.
Wie läuft gerade bei dir?
Hast du lange sensor gehabt?
Jetzt geht über Krankenkasse.Viele Grüße
WeronikaHallo Weronika,
ich habe die Tipps vom dem Buch konnte ich leider nicht langfristig in meinen Alltag einbauen. Schade, aber naja…
Den Sensor hatte ich für zwei Wochen. Das war der Zeitraum, in dem diese Werbeaktion gelaufen ist. Das hat mir auch schon ausgereicht, um meine Blutzuckerreaktion auf bestimmte Lebensmittel zu testen. Seit dem weiß ich z.B. dass ich auf Reis sehr sensibel reagiere. Daher gibt es jetzt bei mir nur noch Reis vom Vortag :o)
Ansonsten geht es mir so lala. Die Migräne hat sich so langsam an die Hormonersatztherapie gewöhnt. Aber der Weg dahin war echt anstrengend und schmerzhaft. Habe auch die Spritze auf 140 mg erhöht. Inzwischen geht es besser.
Dir viel Spaß und Erfolg beim Einsatz mit dem Sensor.
Viele liebe Grüße AndreaB
Halo Andrea,
Ich hoffe dass sich bei dir noch bessert.
Ich habe selbst viele vorbeugende med. gehabt und meine Ärztin wollte auch mit Antikörper starten, da war ich aber plötzlich 🙂 schwanger.
Vielleicht werde ich auch Hormon Therapie brauchen. Möchte zuerst aber Schilddrüse nächste Woche beim Hausarzt untersuchen.
Ich habe mir jetz nur Blutzuckergerät mit 10 Streifen besorgt um schnell zu testen warum so erschöpft bin und so viel Migräne habe.
Über Sensor werde ich mit Ärztin sprechen.
Also du hast gemerkt dass auf manche Lebensmittel reagierst du sensibel?
Könntest du feststellen dass zuerst ein Glukosetief war und dann dein Schmerz angefangen hat?
Bei mir nüchtern früh morgen war 81 mg und habe ohne Migräne aufgewacht. Weiß ich aber nicht ob so immer habe, da Streifen verbraucht 😉
Viele Grüße
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Diese Antwort wurde vor vor 11 months von
Weronika bearbeitet.
Halo Andrea, ich habe mir auch ein Sensor für 2 Wochen besorgt.
Ich überlege gerade was könnte ich tun gegen Unterzuckerung in der Nacht.
Ich habe Migräne nur nach Aufwachen. Habe auch sehr niedrigen Blutdruck immer nach Aufstehen und oft 1-3 Unterzuckerung in der Nacht.
Hat jemand auch ähnliche Problem und was isst ihr am Abend?
Viele Grüße
Guten Morgen Weronika,
Ich kenne das mit der Migräne am Morgen, werde fast jeden Tag dadurch wach.
In der Klinik hat man mir geraten noch ein zweites Abendbrot mit aufs Zimmer zu nehmen. Zuhause. Wurden es meist zuckerhaltige Speisen.
Alkohol trinke ich nur zu ganz bestimmten Anlässen mit dem Bewusstsein, dass es sich am nächsten Tag recht.
Inzwischen esse ich Nüsse und Samen vor dem schlafengehen. Oder noch einmal zwei Scheiben Brot. Ich vermeide so gut wie möglich Zucker.
Auf der Arbeit, habe ich immer Müslieriegel mit hohem Hafer Anteil und geringem Zucker Anteil dabei, die ich esse sobald ich merke dass der Zuckerspiegel sinkt.
Ich Frühstücke immer reichlich vor der Arbeit, die leider alle zwei Tage im Wechsel schon um 7:00 Uhr beginnt. Haferflocken in Fischöl eingeweicht, mit Alprojoghurt Früchten und als Topping Saaten crunch. Das hält wenigstens bis 10:00 Uhr. Dann ein kleiner Snack. Wenn der ausfällt, falle ich bis 12:00 Uhr in den Unterzucker. Nachmittags trinke ich meistens zu dem Snack noch eine 1/2 Liter Schorle oder einen Kombucha.
Ich sage nicht, dass meine Migräne dadurch verschwindet aber ich komme nicht in den Unterzucker.Die Frage mit der Morgen Migräne interessiert mich auch🤷🏻♀️
Ich werde meine Chefin in der nächsten Woche bitten mir regelmäßige Arbeitszeiten zu geben, vielleicht bringt das eine VeränderungLiebe Grüße Luna
Danke für Antwort.
Mit Nüsse am Abend werde ich auch ausprobieren.
Ich war paar Tage in Urlaub und konnte jeden Tag schwimmen. Das hat sich super ausgewirkt auf Blutzucker und Migräne. Ich vermute dass es kaltes Wasser und das Kneipp Methode gewirkt hat.
Jetz aber ohne Schwimmen habe wieder Problem mit Migräne und Zucker Spitzen. Sensor habe gerade nicht mehr. Ich messe mit Streifen nach dem Essen.Bei mir nach Haferflocken war ich leider neulich bei 180mg, vielleicht auch höher. Dann fällt in eine Stunde aber schnell auf 100. Ich möchte solche Spitzen aber vermeiden.
Ich fotografiere mir gerade immer was ich esse und teste zucker so 2-3 mal danach. Ich hoffe so besser Mahlzeiten zu planen und Migräne früh morgen seltener zu haben.
Hallo Weronika,
Ich möchte solche Spitzen aber vermeiden.
Der Blutzucker steigt langsamer an und nicht so hoch, wenn man Kohlenhydrate mit Fett kombiniert. Hat mir meine Diabetologin (wegen Schwangerschaftsdiabetes) erklärt und folgende Beispiele genannt:
-Haferflocken mit Vollmilch zubereiten (NICHT mit Wasser),
-Obst mit Joghurt oder Quark essen (normaler, NICHT fettarm),
-süßes Frühstück mit hellem Brot: lieber Schokocreme statt Marmelade,
-Naschen: lieber Schokolade statt Gummibärchen,
-Nudeln/Reis: immer mit fetthaltiger Soße oder z.B. Olivenöl
und außerdem Vollkornprodukte statt Weißmehl nutzen.
Dinkelbrot oder Dinkelnudeln lassen den Blutzucker auch langsamer ansteigen als normale Nudeln oder Weißbrot.So vermeide ich bis heute große Blutzuckerschwankungen und dadurch ausgelöste Migräneattacken.
Liebe Grüße
Auguste -
Diese Antwort wurde vor vor 11 months von
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