Ernährung2024-12-22T21:09:57+01:00

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Migräne und Magersucht

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  • Ekie H Lü
    Participant
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo liebe Mitgeplagte,
    mein besonders Thema betrifft sicher auch die ein oder andere von euch.
    Also meine neue Prophylaxe sieht auch das Antidepressivum Mirtazapin vor. Ich gehe damit auch konform, da ich auch depressive Episoden kenne, besonders im Zusammenhang mit Migräne oder Magen-Darm-Problemen. Der Beipackzettel erwähnt wie so oft bei Antidepressiva unter sehr häufigen Nebenwirkungen gesteigerten Appetit und Gewichtszunahme. Da schlägt nun mein Magersucht-teufelchen wieder zu und ich muss mir schwören, dass ich zu den 9 von 10 gehöre, denen das nicht passiert.Und wenn ich schon dabei bin, könnte ich „vorsichtshalber“ gleich noch etwas abnehmen.
    Wer kennt das auch und was tut ihr dagegen?
    Momentan versuche ich mit Obst- Salattagen klar zu kommen.
    Liebe Grüße
    Ekie

    Katrin
    Participant
    Beitragsanzahl: 1278

    Liebe Ekie,

    ich kenne weder dich noch deine Situation. Es liegt mir fern, dir zu nahe zu treten. Dennoch möchte ich dir gerne meine Gedanken zu deinem Beitrag schreiben. Sollten sie dir weder hilfreich noch sinnvoll erscheinen, dann ab damit „idP“ (in den Papierkorb), okay?!

    Mein erster Gedanke beim Lesen deines Beitrags war, dass wahrscheinlich erst einmal oberste Priorität hat, dich wegen der Magersucht in professionelle, kompetente und behutsame ärztliche Begleitung und „Hände“ zu begeben. Vielleicht bist du das bereits.

    Der kleine Einblick in deine Situation und auf deinen „Plan“, den du uns mit deinen Zeilen gewährst, bereitet mir – ehrlich gesagt – ein wenig Sorge.

    Zu der sehr häufigen (mehr als 1 von 10 Personen) möglichen Nebenwirkungen hast du dich bereits sehr genau informiert. Sicher lässt sich das Auftreten dieser Nebenwirkung in gewissem Maße beeinflussen. Ich bezweifle allerdings, dass deine Idee, „vorsichtshalber“ abzunehmen, dafür geeignet ist.

    Vielleicht magst du einen eigenen Schmerzverlauf eröffnen, in dem du ein bisschen mehr schreibst, z.B. wie häufig die Migräne mit oder ohne Aura auftritt, wie du akut behandelst, was du bisher an nichtmedikamentösen und medikamentösen Prophylaxen versucht hast.

    Liebe Grüße
    Katrin

    Viva la Vida! ?

    Sini05
    Participant
    Beitragsanzahl: 251

    Hallo Ekie,

    erstmal: ja, ich kann deine Problematik nachvollziehen und verstehen. Auch ich habe bei allen Medikamenten die große Sorge vor einer deutlichen Gewichtszunahme, ohne jemals ernsthaft magersüchtig gewesen zu sein (ich hab das große Glück, bisher immer von Haus aus schlank gewesen zu sein).

    Allerdings sehe ich deine Pläne, vorsorglich abzunehmen mehr als kritisch. Da steckt dir wohl leider die Magersucht noch gedanklich im Nacken. Ich würde deine Bedenken bezüglich der Gewichtszunahme und deiner Magersucht in der Vergangenheit unbedingt mit deiner/m Neurolog*in besprechen. Vielleicht gibt es Alternativen? Ansonsten einfach das Mirtazapin probieren. Falls du merkst, dass du davon doch mehr als dir lieb ist zunehmen solltest, kannst du es zur Not ja immer noch nach Rücksprache mit deinem Arzt absetzen oder gegen ein anderes Medikament tauschen. Und wer weiß, vielleicht nimmst du davon ja doch gar nicht zu.

    Aber ich kann dich da irgendwie echt so gut verstehen, da das für mich auch ein Problem wäre.

    LG
    Sini

    Bettina Frank
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 34374

    Hallo Ekie,

    Wer kennt das auch und was tut ihr dagegen?

    diese Frage richtet sich an Menschen, die ebenso an Magersucht leiden. Die Antworten anderer, die dieses Problem nicht kennen, werden Dir nicht weiterhelfen können.

    Ich gehe mal davon aus, dass der verschreibende Neurologe von Deiner Magersucht weiß? In dem Fall würde ich ihn gezielt danach fragen, aus welchem Grund er sich für Mirtazapin entschieden hat. Man kann jetzt diese oder andere Argumente aufführen, warum trizyklische Antidepressiva nicht zwangsläufig zur Gewichtszunahme führen müssen. Ich gehe davon aus, dass Dich das in keiner Weise beruhigen wird.

    Es gibt auch Antidepressiva, die diese Nebenwirkung nicht im Beipackzettel vermerkt haben. Eventuell wäre so eines mit Deiner Vorgeschichte besser geeignet? Sprich mit Deinem Arzt darüber. Eine für die Migräne hilfreiche Prophylaxe darf das andere Problem nicht antriggern – und das tut es jetzt bereits vor Start. 😉

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Ekie H Lü
    Participant
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo und danke für eure lieben Antworten !
    Ja, ich werde das Problem mit meiner Neurologin beim nächsten Termin ansprechen. Bis dahin nehme ich mein altes Antidepressivum, da habe ich nicht so starke Ängste. Mirtazapin wurde in der Klinik verschrieben, wo man aber auch um die Magersuchtproblematik wußte.
    Wahrscheinlich denkt jeder, mit 65 könne man nicht mehr an dieser Krankheit leiden.
    Ich aber kämpfe noch so oft mit diesem Teufelchen……

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