Mein persönlicher Schmerzverlauf2024-12-22T21:09:57+01:00

Mein persönlicher Schmerzverlauf

Brauche Rat (Klea37)

12 Beiträge anzeigen - 1 bis 12 (von insgesamt 58)
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  • Klea37
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    Beitragsanzahl: 25

    Hallo,
    Ich habe bisher immer nur still mitgelesen brauche aber nun doch mal die Erfahrungen/Hilfe anderer Betroffener.

    Ich bin 37 Jahre alt und leide schon immer unter häufigen Kopfschmerzen. Nun seit 5 Jahren auch zunehmend unter Migräne. Ich habe jeden Monat 6-8 schmerztage wobei sich das seit 1/2 jahr eher Richtung 8-10 bewegt. Ich kann die Schmerzen gut behandeln mit Ibuprofen und wenn Migräne rizatriptan. Gegen die Übelkeit hilft mir iberogast.

    Ich weiß dass einige sehr viel mehr leiden und stärker belastet sind, dennoch belastet es meinen Alltag zunehmend. Ich habe große Angst in einen MÜK zu rutschen, kann die Schmerzen aber nicht aushalten ohne Medikamente (Arbeit, zwei Kinder). Meine Attacken dauern nie länger als 1 Tag und mit triptan bin ich auch nahezu schmerzfrei. Ich habe die Vermutung dass ein Großteil der Attacken schon hormonell getriggert wird.(sind sehr oft die gleichen zyklustage… einsetzen der Periode, Eisprung, pms Beginn…) Meine Frauenärztin rät mir zu einer minipille ohne einnahmepause. Hat hier jemand Erfahrungem damit?

    Ich scheue das irgendwie da ich momentan meinen Körper und die Schmerzen gut kenne und habe sorge damit alles durcheinanderzubringen. Mein Neurologe rät zu amitripylin um das schmerzgedächtnis zu resetten. Da zögere ich aber auch wegen nw und da ich eher an den hormonellen Hintergrund glaube bringt amitryptilim meiner Meinung wahrscheinlich wenig. Irgendwie hab ich das Gefühl ich muss etwas ändern weiß aber im Moment nicht in welche Richtung… vielen Dank für eure Rückmeldungen.

    Daniela
    Participant
    Beitragsanzahl: 1141

    Hallo Klea,

    hast du denn auch starke menstruelle Beschwerden neben der Migräne?

    Ich nehme so eine Minipille seit ca. 8 Jahren. Durch die Pille habe ich keine merkbaren Nebenwirkungen. Dafür keinerlei Menstruationsbeschwerden mehr. Vor Einnahme der Pille hatte ich extreme Bauchschmerzen für die ich 3 Tage durchgehend Schmerzmittel nehmen musste und sehr starke Blutungen. Deshalb wurde mir dann von mehreren Ärzten zur Pille geraten. Anfangs wollte ich das aus ethischen Gründen nicht. Aber irgendwann war die gesundheitliche Belastung zu hoch und bis heute habe ich die Entscheidung für die Pille nicht bereuht.

    Auch Amitriptylin habe ich lange mit gutem Erfolg gegen die Migräne genommen. Wenn die Migräne eine hormonelle Komponente hat, würde ich erst mal mit einer Pille anfangen und dann sehen, was sich ändert.

    Ami kannst du dann später immer noch nehmen. Eins nach dem anderen.

    Grüßle Daniela

    Klea37
    Participant
    Beitragsanzahl: 25

    Danke für deine Antwort 😃 und schön zu hören dass du so eine Minipille gut verträgst. Ich habe sonst keine stärkeren Menstruationsbeschwerden, nur diese starken Kopfschmerzen manchmal einige Tage vor mensbeginn, ziemlich sicher an Tag eins dann und dann ist jeder Tag ein potentieller migränetag. Das zieht sich bei mir aber oft bis zyklustag 9. dadurch hab ich allein in dieser Zeit meist schon 6 schmerztage und mir graut dann richtig vor dem restlichen Monat. Und allein dass ich das dann im Hinterkopf habe hat oft schon das Potenzial Kopfschmerzen auszulösen. Ich bin generell-wie wahrscheinlich viele migränepatienten ein sehr verkopfter Typ.
    Ich habe früher nur ein triptan genommen wenn es nicht anders ging. Mein Neurologe meinte dann lieber öfter triptan das wäre weniger schädlich. Dadurch werde ich tatsächlich an sehr viel mehr Tagen beschwerdefrei. Vorher hab ich mich oft mit vielen ibus durch den Tag gequält und richtig weggegangen sind die Schmerzen nicht. Von daher fand ich die Empfehlung gut hab aber jetzt das Gefühl ich habe noch mehr Migräne als vorher und das macht mir Sorgen.

    Bettina Frank
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 34374

    Willkommen, liebe Klea. 🙂

    Gewisse Dinge muss man einfach ausprobieren, da nicht jeder gleich reagiert. Manchen hilft die Gestagenpille super, anderen nicht. So auch beim Amitriptylin.

    Aber versuche das doch mal mit der Pille. Verbessert sich nach ca. drei Monaten nichts, setzt Du einfach ab.

    Ich kann die Schmerzen gut behandeln mit Ibuprofen und wenn Migräne rizatriptan. Gegen die Übelkeit hilft mir iberogast.

    Würdest Du mit Triptan behandeln, bräuchtest Du nichts zusätzlich gegen die Übelkeit. Nimmst Du Iberogast mit Schöllkraut? Wenn ja, tausche es gegen das Präparat ohne Schöllkraut aus. Dieses Kraut kann nämlich gesundheitsschädlich sein, in Einzelfällen schwere Leberschäden auslösen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    lene
    Participant
    Beitragsanzahl: 30

    Liebe klea,

    ich kann dir auch ähnlich positive Erfahrungen mit der Minipille (bei mir Jubrele) berichten. Bei mir ist die Migräne klar hormonell getriggert (Eisprung, Mens). Jahrelang habe ich mich gegen die Pille gewehrt, weil ich sie v.a. psychisch nicht vertragen habe. Durch meine Endometriose musste ich dann aber leider zu Hormonen greifen…Erst bekam ich eine Kombipille, die ich eie in der Vergangenheit schlecht vertrug. Dann machten wir (auch wegen meiner migräne) einen Versuch mit der minipille im Langzeitzyklus (ohne Pause). Die Hormondosis ist um ein vielfaches niedriger! Natürlich muss man am Anfang mit Zwischenblutungen rechnen aber nach einem halben Jahr hat sich das bei mir komplett gegeben. Und Nebenwirkungen stelle ich keine fest.
    Ich kenne das Problem der extrem langen Anfälle um diese Zeit, es belastet einen wirklich sehr.
    Ich würde wie Daniela es schon vorgeschlagen hat erstmal die minipille testen und dann als zweiten Schritt das Amitriptylin. Ich nehme es schon sehr lange in niedriger dosis und profitiere davon gut. Also hab keine Bedenken…

    Alles Gute dir! Lene

    Klea37
    Participant
    Beitragsanzahl: 25

    Vielen Dank für eure Empfehlungen. Das macht mir echt Mut. Vielleicht Versuch ich wirklich mal die Minipille.
    Zur Übelkeit kann ich nur sagen dass das immer mein Anzeichen ist dass es wirklich Migräne ist. Oft beginnt es mit Spannungskopfschmerzen und endet dann in Migräne. Dieses typische einseitige und klopfende Gefühl hab ich nur selten. Und mir wird leider auch immer von dem rizatriptan übel. Aber das bekomm ich mit iberogast gut in den Griff zum Glück. Danke für den tip mit dem schöllkraut, da werd ich direkt mal schauen.

    Bettina Frank
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 34374

    Liebe Klea,

    versuche es einfach mal, Du hast nichts zu verlieren. 🙂

    Und mir wird leider auch immer von dem rizatriptan übel.

    Vom Triptan wird Dir ziemlich sicher nicht übel. Möglich ist aber, dass Du das Triptan zu spät in der Attacke einnimmst, die Migräne schon recht fortgeschritten ist und die Übelkeit halt auch voll durchkommt. Versuche doch mal, es früher zu nehmen und beobachte, wie sich das auf die Übelkeit auswirkt. Es ist nämlich so, dass nichts besser gegen die migränebedingte Übelkeit wirkt als ein Triptan. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Klea37
    Participant
    Beitragsanzahl: 25

    Liebe Bettina, vielen Dank für den Rat mit der Übelkeit. Du hast Recht ich nehme das Triptan oft zu spät. Ich kann tatsächlich oft schwer entscheiden ob es Migräne ist oder nur heftige Spannungskopfschmerzen. Oft nehm ich erst eine Ibuprofentablette und wenn die nicht hilft dann weiß ich oft erst dass es Migräne ist 🙈 ich kenne all die Hinweise aber ich kann das auch nach all den Jahren oft nicht klar unterscheiden. Und das ibu macht die Übelkeit wahrscheinlich auch nicht besser. Vielen Dank für all die Tips und hoffentlich kommen alle einigermaßen gut durch die heissen Tage.

    Jasmin
    Participant
    Beitragsanzahl: 928

    Hallo klea,
    ein gutes Unterscheidungskriterium, ob Migräne oder Spannungskopfschmerzen ist, ob Bewegung wie Spaziergang o.ä.es.schlimmer oder besser macht. Bei Migräne, die auch leicht sein kann und nicht unbedingt einseitig, will man Ruhe und am liebsten hinlegen, bei spannungskopfschmerz nicht unbedingt. Insofern weißt du dann vllt eher, ob ein Triptan angezeigt ist und es erst gar nicht zu Übelkeit kommt. Außer Rizatriptan gibt’s auch noch sechs andere Triptane, falls du meinst, du verträgst es nicht so gut.
    LG

    Katrin
    Participant
    Beitragsanzahl: 1278

    Liebe Klea,

    Zur Übelkeit kann ich nur sagen dass das immer mein Anzeichen ist dass es wirklich Migräne ist.

    Wenn die Übelkeit bei dir ein klares Anzeichen für einen Migräneanfall ist, hast du bereits einen hilfreichen Indikator und könntest im Rahmen der 10-20-Regel frühzeitig (be)handeln.

    Wie du, liebe Jasmin, bereits erklärt hast, verstärkt Bewegung in der Regel den Migräneschmerz.

    Mit Kopfschmerzen vom Spannungstyp lassen sich für gewöhnlich die Tätigkeiten fortsetzen, ohne dass diese den Schmerz beeinflussen. Ein Spaziergang an der frischen Luft kann den Schmerz so gar lindern.
    Ein Migräneanfall be- und/oder verhindert für gewöhnlich die Fortsetzung dessen, was man gerade tut.

    Um den einen vom anderen Schmerz unterscheiden zu können, könntest du den „Treppentest“ machen. Also in deinem gewöhnlichen Tempo die Treppenstufen hinauf steigen und beobachten, ob und wie der Schmerz dadurch beeinflusst wird.

    Eine weitere Methode für „Hartgesottene“ ist folgende: Oberkörper nach vorne beugen, Kopf nach unten halten und schütteln. Ist das (ab einem gewissen Punkt) unmöglich, ist‘s der Migräneschmerz.

    Liebe Grüße
    Katrin

    Viva la Vida! 🍀

    Bettina Frank
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 34374

    Liebe Klea,

    Und das ibu macht die Übelkeit wahrscheinlich auch nicht besser.

    das Ibuprofen hat absolut keine Wirkung auf die Übelkeit.

    Schneller Check, welche Kopfschmerzform vorliegt:

    Migräne – oft schon Übelkeit, Verstärkung bei körperlicher Aktivität, Licht-/, Lärm-/ und Geruchsüberempfindlichkeit, meist einseitiges Klopfen oder Stechen. Halte einfach mal den Kopf nach unten. Wird der Schmerz schlimmer, ist es wohl Migräne.

    Spannungskopfschmerz – dumpf, drückender Schmerz, oft beidseits, Helmgefühl, keine Verstärkung bei körperlicher Aktivität.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Klea37
    Participant
    Beitragsanzahl: 25

    Vielen Dank für eure tips 😃 heute ist auch mal wieder ein schlechter Tag, das ibu hilft nur mäßig und es wird wirklich bei Belastung schlechter. Das merke ich jetzt schon in der Früh. Ich werde wohl mal wieder ein triptan nehmen. Was mir Sorgen macht dass es heute tatsächlich der 10.Tag ist an dem ich medikamentös behandeln muss. Ich habe wirklich grosse Angst in so einen MÜK abzurutschen. Andererseits muss ich sagen dass ich jetzt eine Woche komplett kopfschmerzfrei war und heute ist auch zyklusmässog wieder so ein potentieller migränetag. Ich setze meine Hoffnungen jetzt wirklich in die Einnahme der Minipille, damit kann ich aber erst nächste Woche starten. Ich bin momentan echt sehr häufig an der 10 Tages Grenze.

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