Mein persönlicher Schmerzverlauf2024-12-22T21:09:57+01:00

Mein persönlicher Schmerzverlauf

Dauerkopfschmerz Kind 6,5 Jahre (Justus)

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  • Justus
    Participant
    Beitragsanzahl: 2

    Hallo, ich bin Justus und habe seit 20Tagen Kopfschmerzen.

    Mama schreibt.

    Hallo in die Runde,
    ich habe von einer Mitarbeiterin der Schmerzklinik erfahren, dass ich hier eventuell wertvolle Tipps für meinen Sohn bekommen habe, da wir langsam verzweifeln.
    Zu seinem Kopfschmerz und Anamnse:
    An einem Sonntag Abend fing es an, vorangegangen sind zwei leichte Inliner-Stürze auf den Helm, ein Wochenende mit wenig Schlaf aufgrund von zwei Familienfeiern (statt um 19:30 schlafen, erst um 21:30 Fr und Sa) und ab Montag ein etwas Erkältung.
    Kopfschmerz im gesamten Kopf pochend, in der Stirn stechend. Anfang Nacken und Rückenmuskulatur recht schmerzhaft, v.a. beugen. Licht- und Geräusch-Empfindlichkeit.
    Kein Fieber, kein Schwindel, kein Übergeben.
    Im KKH war Blutdiagnostik unauffällig, EEG unauffällig, MRT unauffällig bis auf leichte Sinusitis in Stirnhöhle und Ethmoidalehöhle, Liquor nach Spinalpunktion unauffällig, Augen Diagnostik unauffälig.
    Ibu, Paracetamol, Novalgin oral und IV keine Wirkung laut Justus. Schmerzempfinden in den ersten 2 Wochen zwischen 9 und 13. In dieser Woche meist 4-5.
    Verdacht der Ärzte im KKH auf Migräne, Spannungskopfschmerz, leichte Gehirnerschütterung, viral bedingte Myalgie.
    Heilpraktikerin hat hochdosiertes VitC empfohlen. Das hat Erleichterung gebracht, war aber schwer imzusetzen alle 15-30Min VitC Pulver zu geben.
    Nach 10Tagen wurde Amoxicillin gegeben wegen Va bakterieller Sinusitis. Darauf 2,5 Tage schmerzfrei, dann fing es wieder an.
    Osteopath hat einige verwrungene Wirbel gestern sanft korrigiert, danach war es 24 Stunden fast weg.
    Seit heute Mittag hat er wieder starke Schmerzen und findet wieder nicht in den Schlaf.
    Morgens und Abends ist es immer am schlimmsten. Meist hilft Ablenkung für eine gewisse Zeit. Vorlesen oder Hörbuch.
    Digitale Medien gibt es bei uns nur 1Std samstags in Form von Sendung mit der Maus oder Checker Tobi (TV), wobei er das auch gar nicht möchte. Er verweigert Spielbesuch, weil‘s ihm zu laut würde. Lichtempfindlichkeit ist weg inzwischen.

    Hat jemand eine Idee, wie wir unserem kleinen Jungen aus dem Schmerz heraus helfen könnten?

    Ich bin für jeden Tipp dankbar 🥹

    Kaja

    Bettina Frank
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 34373

    Hallo Kaja, herzlich willkommen im Headbook. 🙂

    Magst Du uns bitte erst mal mitteilen, wie alt Dein kleiner Liebling ist?

    An einem Sonntag Abend fing es an, vorangegangen sind zwei leichte Inliner-Stürze auf den Helm, ein Wochenende mit wenig Schlaf aufgrund von zwei Familienfeiern (statt um 19:30 schlafen, erst um 21:30 Fr und Sa) und ab Montag ein etwas Erkältung.

    Wie lange ist das her?

    Ibu, Paracetamol, Novalgin oral und IV keine Wirkung laut Justus. Schmerzempfinden in den ersten 2 Wochen zwischen 9 und 13. In dieser Woche meist 4-5.

    Meinst Du eine Scala von 1 – 10? Hatte er somit auch den stärkstmöglichen Schmerz?

    Heilpraktikerin hat hochdosiertes VitC empfohlen. Das hat Erleichterung gebracht, war aber schwer imzusetzen alle 15-30Min VitC Pulver zu geben.

    Mit einer möglichen schweren neurologischen Schmerzerkrankung bitte nicht zur Heilpraktikerin! Vitamin C hat nicht mal bei Erkältung einen nachgewiesenen Effekt. Eventuell hat die ausreichende Wasserzufuhr geholfen, wobei man es damit auch nicht übertreiben sollte.

    Osteopath hat einige verwrungene Wirbel gestern sanft korrigiert, danach war es 24 Stunden fast weg.

    Das ist auch ein Pseudoverfahren, worauf man total verzichten sollte. Verwrungene Wirbel gibt es nicht, das ist ein erfundener Begriff.

    Digitale Medien gibt es bei uns nur 1Std samstags in Form von Sendung mit der Maus oder Checker Tobi (TV), wobei er das auch gar nicht möchte.

    Sehr gut, dass Du die Medienzeit gut unter Kontrolle hast. 🙂

    Er verweigert Spielbesuch, weil‘s ihm zu laut würde. Lichtempfindlichkeit ist weg inzwischen.

    Sein Nervensystem toleriert offensichtlich kaum mehr Reize.

    Hat jemand eine Idee, wie wir unserem kleinen Jungen aus dem Schmerz heraus helfen könnten?

    Wir haben hier auch eine Gruppe zum kindlichen Kopfschmerz, lies Dich da gerne mal ein wenig ein.

    Wichtig wäre die Vorstellung bei einem Kinderneurologen, sollte er noch sehr jung sein. Er braucht mal eine klare Diagnose, dann kann man die Akutmedikation vernünftig einstellen und eventuell (auch erst mal nur kurzfristig) eine Prophylaxe versuchen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Justus
    Participant
    Beitragsanzahl: 2

    Hallo Bettina, vielen Dank für Deine zügige Antwort!
    Ee ist 6,5Jahre alt (steht in der Überschrift).
    Der Zustand ist derzeit akut seit dem 29.3.2026. Zuvor hatte er noch nie Kopfschmerzen.
    Ja genau, auf der Skala 1-10. Wenn er 13 angegeben hat, war er sehr leidend oder auch weinend. Die Ärzte hatten aber eine ziemlich geschlossene Meinung darüber, dass er anscheinend ein generell starkes Schmerzempfinden hat, da normalerweise bei 10bei Kindern keine Artikulierung mehr möglich sei.
    Danke für den Tipp mit der kindlichen Gruppe!
    Uns wurde von KKH geraten ins Pschymatikum Kiel zu gehen. Dort haben wir aber erst im Juni einen Termin.
    Kinderneurologe ist ein guter Hinweis!
    Was mir noch eingefallen ist. Wenn man seine Fußzehen leicht nach oben drückt, hat er extremen Kopfschmerz in der Stirn.

    Schöne Grüße, Kaja

    Bettina Frank
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 34373

    Hallo Kaja,

    Ee ist 6,5Jahre alt (steht in der Überschrift).

    wer lesen kann, ist klar im Vorteil. 🤓

    Uns wurde von KKH geraten ins Pschymatikum Kiel zu gehen. Dort haben wir aber erst im Juni einen Termin.

    Das macht mich grad etwas wütend. 🤨 Man nimmt das Kind nicht ernst und unterstellt psychische Auslöser. Würde mir so schnell wie möglich einen Kinderneurologen suchen, das andere könnte sinnlose Zeitverschwendung sein.

    Wenn man seine Fußzehen leicht nach oben drückt, hat er extremen Kopfschmerz in der Stirn.

    Hm, damit kann ich nichts anfangen. 🤔 Hoffentlich fällt dem Arzt was ein dazu.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Luna 1973
    Participant
    Beitragsanzahl: 50

    Hallo Katja,

    Mein Sohn war 8 Jahre als es mit den Kopfschmerzen anfing.
    Der Kinderneurologe konnte uns leider auch nicht wirklich weiter helfen.
    Zu seinem Kopfschmerz kamen dann nach und nach Körperschmerzen.
    So sind wir dann in der Kinder Rheuma Klinik in Garmisch-Parten-Kirchen gelandet.
    Dort wurde er dann allerdings auf die Schmerzstation verlegt.
    Man hat ihn sehr ernst genommen und ihm erklärt wie das mit den Schmerzen im Körper so vor sich geht. Er hat viele hilfreiche Behandlungsmethoden gelernt. Was aber das wichtigste war ist, das nichts in seinem Körper kaputt geht, dass es „nur“ Schmerzen sind die man lernen muss zu akzeptieren.
    Heute hat er es zur Perfektion verinnerlicht, er redet immer von seiner Schmerzkrankheit.
    Mit ca. 15 Jahren (als erbereits mein Gewicht hatte) habe ich ihm in einer heftigen Attacke, ein Sumatriptan gegeben. Die Wirkung war sensationell.
    Mit 16 Jahren hat er dann Duloxetine als Profilaxe bekommen. Seither geht es ihm viel besser.

    Bis dahin war es ein langer Steiniger Weg!
    Ich fühle mit dir.

    Liebe Grüße
    Luna

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