Mein persönlicher Schmerzverlauf2024-12-22T21:09:57+01:00

Mein persönlicher Schmerzverlauf

Durchgehende Aura ohne Schmerzen (e_gnom123)

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  • e_gnom123
    Participant
    Beitragsanzahl: 2

    Guten Tag allerseits,

    Ich leide momentan an durchgehender Migräne-Aura ohne Schmerzen und möchte gerne meine Erfahrungen hier teilen – in der Hoffnung auf Austausch!

    Meine Migräne hat sich vor etwa einem Jahr chronifiziert. Anfangs auch mit leichten bis mittelmäßig starken Schmerzattacken, begleitet von einer ständig anhaltenden Aura.

    Meine Aura-Symptome sind vor allem flimmernde Lichter, schwarze Flecken, so ein „allgemeines Rauschen im Sichtfeld“, und Taubheitsgefühle an bestimmten Stellen. Am belastendsten für mich sind jedoch die ständigen Konzentrationsstörungen, die Abgeschlagenheit und die starke Lichtempfindlichkeit. Über mehrere Wochen schwankt die Intensität dieser Symptome kaum.

    Triptane wirken bei mir überraschenderweise recht gut und reduzieren die Intensität der Symptome um bis zu 60%. Besonders gut wirkt bei mir Rizatriptan. Ich nehme es aufgrund der vaskulären Risiken nur selten.

    Seitdem ich Topiramat nehme (100mg, seit 6 Wochen), sind die Schmerzen nahezu vollkommen verschwunden, die Aura ist leider jedoch weitgehend unverändert. Mein Neurologe möchte die Dosis von 100mg auf bis zu 200mg erhöhen, je nach Nebenwirkungen. Ich habe jedoch gelesen, dass Topiramat bei hartnäckiger Aura oft nur begrenzt wirksam ist, und ich habe auch große Bedenken vor eventuellen kognitiven Nebenwirkungen bei einer höheren Dosierung, zumal ich ja jetzt schon Probleme mit der Konzentration habe.

    Habt ihr irgendwelche Ideen und was sind eure Erfahrungen?

    LG
    Gnom

    Bettina Frank
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 34361

    Hallo Gnom, herzlich willkommen bei uns. 🙂

    Triptane wirken bei mir überraschenderweise recht gut und reduzieren die Intensität der Symptome um bis zu 60%. Besonders gut wirkt bei mir Rizatriptan. Ich nehme es aufgrund der vaskulären Risiken nur selten.

    Bist Du sicher, dass das Triptan „wirkt“ und nicht nur die Aura dann sowieso weggegangen wäre? Triptane wirken in aller Regel nur gegen den Schmerz und nicht gegen die Aura. Zudem sind während der Aura gewisse Areale im Gehirn sauerstoffunterversorgt durch Verengung der Gefäße, Triptane verengen auch die Gefäße. Das kann mal gefährlich werden und im schlimmsten Fall sogar zum Schlaganfall führen.

    Seitdem ich Topiramat nehme (100mg, seit 6 Wochen), sind die Schmerzen nahezu vollkommen verschwunden, die Aura ist leider jedoch weitgehend unverändert. Mein Neurologe möchte die Dosis von 100mg auf bis zu 200mg erhöhen, je nach Nebenwirkungen. Ich habe jedoch gelesen, dass Topiramat bei hartnäckiger Aura oft nur begrenzt wirksam ist, und ich habe auch große Bedenken vor eventuellen kognitiven Nebenwirkungen bei einer höheren Dosierung, zumal ich ja jetzt schon Probleme mit der Konzentration habe.

    Topiramat wird in den letzten Jahren aufgrund des hohen Nebenwirkungspotential nur noch sehr zurückhaltend eingesetzt. Wenn aber, dann hauptsächlich bei vielen Auren. Nun wirkt es bei Dir aber gar nicht gegen die Auren. Da stellt sich die Frage, ob man die Gefahr potentieller (teilweise auch irreversibler) Nebenwirkungen wirklich auf sich nehmen will. Eine Dosis von 200 mg setzt man heute nicht mehr ein bei Migräne. Klinische Erfahrungen haben gezeigt, dass 200 mg nicht besser wirken als 100 mg, die Nebenwirkungen aber noch mehr belasten können.

    Habt ihr irgendwelche Ideen und was sind eure Erfahrungen?

    Meine persönlichen Erfahrungen mit diesem Medikament sind nicht gut, ich würde es nie mehr nehmen. Es gibt aber natürlich auch Betroffene, die damit gut zurechtkommen. Wie das halt immer so ist. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

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