Mein persönlicher Schmerzverlauf2024-12-22T21:09:57+01:00

Mein persönlicher Schmerzverlauf

immer mehr Schmerztage, noch keine passende Prophylaxe (Juliana stellt sich vor)

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  • Juliana
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    Beitragsanzahl: 2

    Hallo ihr Lieben,
    ich habe 2018 die Diagnose Migräne bekommen. Damals hatte ich Attacken, die immer 3 Tage lang gingen aber mit denen ich immer arbeiten gegangen bin, also vielleicht höchstens mittelstark waren. Damals in der Häufigkeit 1-2mal in 2 Monate.

    Seit ca. 2022 habe ich einen NEurologen aufgesucht, weil ich immer öfter Attacken hatte, die sich auch nicht mehr mit Aspirin behandeln ließen. Seitdem SUmatriptan ausprobiert mit Erfolg, aber der Schmerz kam immer wieder und dauerte immer noch insgesamt 3 Tage.
    Seit Sommer 2022 dann 3 MOnate lang ca. 15 Schmerztage gehabt. Prophylaxe gestartet mit Metoprolol, Candesartan nahm ich schon sowieso, Magnesium und Vit B2 hochdosiert.

    Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass in der Intensität die Schmerzen etwas leichter geworden sind, aber nicht in der DAuer. Soll jetzt kardiologisch abklären, ob ich Amytriptilin nehmen darf.

    Ich bin so am Verzweifeln weil ich mich sehr hilflos fühle. Ich habe so viele Tage, in denen mein Kopf sich einfach nicht normal anfühlt und ich schon wie auf Eierschalen rumlaufe weil ich Angst vor Schmerzen habe. Oft habe ich auch weichen Stuhl und Übelkeit und einen sehr leichten Druck im Kopf, ob das Migräne ist die nicht durchkommt?… Ich scheine sehr stressempfindlich geworden sein in den letzten Jahren und weiß nicht damit umzugehen. Ich mache schon Entspannungsübungen fast täglich. Sport versuche ich einzubauen, fällt schwer bei so vielen Schmerztagen weil sich keine Gewohnheit bilden kann. Also ich weiß, bei Sport ist noch Luft nach oben.

    Ich fühle mich zu schwach fürs Leben. Ich mache eigentlich noch eine Ausbildung, arbeite ungefähr Teilzeit, hab ein Kindergartenkind zu Hause, schmeiße den Haushalt… alles parallel zur Migräne und weitere chronische Erkrankungen (Diabetes Typ1, Herzrhythmusstörungen, Hashimoto, PCO-Syndrom, Depression).

    Ich hoffe so sehr, dass ich eine Prophylaxe finde, die mir hilft. Ich wäre schon überfordert genug, wenn ich mich nur um mich selbst kümmern müsste, aber ich habe so viel zu tun im Alltag dass ich immer total erschöpft bin und mich total antriebslos fühle.
    Liebe Grüße
    Juliana

    Bettina Frank
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 34361

    Herzlich willkommen bei uns, liebe Juliane. 🙂

    Ich fühle mich zu schwach fürs Leben.

    Damit hast Du sehr eindrücklich dargestellt, was Migräne ist. Aber das muss so nicht bleiben, es gibt immer irgend einen Weg.

    Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass in der Intensität die Schmerzen etwas leichter geworden sind, aber nicht in der DAuer. Soll jetzt kardiologisch abklären, ob ich Amytriptilin nehmen darf.

    Amitriptylin könnte sich auch positiv auf Deine Depression auswirken, gleichzeitig verbessert es den Schlaf. Viele profitieren also auf mehreren Ebenen von diesem Medikament. Gut verträglich ist es, wenn man es langsam (am besten sogar mit Tropfen) hochsteigert.

    Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass in der Intensität die Schmerzen etwas leichter geworden sind, aber nicht in der DAuer. Soll jetzt kardiologisch abklären, ob ich Amytriptilin nehmen darf.

    Auch die von Dir erwähnte Depression kann sich in so einer Erschöpfung zeigen. Trotzdem solltest Du vielleicht mal überlegen, ob Du Dir eine Entlastung organisieren könntest. In Ruhe nachdenken, vielleicht findet sich etwas – oder jemand? 😉

    Nicht verzweifeln, Du gehst es jetzt an mit einer Prophylaxe, die Dir helfen kann. Wenn nicht diese, dann eine andere. Es gibt so viele Prophylaxen, die Du testen könntest.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Juliana
    Participant
    Beitragsanzahl: 2

    Hallo Bettina, danke fürs Mutmachen. Ich habe in den letzten Tagen vom Schmerztherapeuten und von der Hausärztin den Rat bekommen, immer wenn ich Schmerzen spüre sofort zu behandeln. Das habe ich in letzter Zeit nicht mehr gemacht um Medikamententage zu sparen. Außerdem habe ich heute vom Kardiologen erfahren, dass ich Amytriptilin nehmen darf. Also hole ich mir Montag ein Rezept und probiere es aus. Ich hoffe es bringt was!
    Herzliche Grüße
    Juliana

    PS: Dein Engagement ist unglaublich und bewundernswert.

    Bettina Frank
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 34361

    Liebe Juliane,

    Ich habe in den letzten Tagen vom Schmerztherapeuten und von der Hausärztin den Rat bekommen, immer wenn ich Schmerzen spüre sofort zu behandeln

    wenn man locker unter den 10 Tagen/Monat ist, kann man das so machen. Bei 15 Tagen/Monat eher nicht, da man sonst bald mal im MÜK landet.

    Das habe ich in letzter Zeit nicht mehr gemacht um Medikamententage zu sparen.

    Und das war auch richtig so.

    dass ich Amytriptilin nehmen darf. Also hole ich mir Montag ein Rezept und probiere es aus. Ich hoffe es bringt was!

    Lass Dir vielleicht zum Eindosieren wirklich die Tropfen verschreiben. Man kann ganz sanft hochgehen und verträgt das Eindosieren dadurch besser. Später kann man dann auch mit Tabletten weitermachen.

    Viel Erfolg damit!

    PS: Dein Engagement ist unglaublich und bewundernswert.

    Danke! 🥰

    Liebe Grüße
    Bettina

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