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Lioriana, ohne eindeutige Diagnose, frustriert und hoffnungslos
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AutorBeiträge
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Hallo liebe headbook-Community!
Nachdem ich hier immer wieder etwas gelesen habe, möchte ich mich auch gerne vorstellen.
Leider habe ich zur Zeit immer noch keine eine richtige Diagnose, aber vermutlich sind meine Kopfschmerzen Migräne und/oder vom Spannungstyp. Meine Kopfschmerzen häufen sich (um die 15 Tage im Monat), knocken mich jedoch nicht so aus, so wie viele andere hier im Forum. Ich bin mittlerweile etwas verunsichert und manchmal hoffnungslos, sodass ich hier auch mal meine Erfahrungen teilen möchte. Aktuell bin ich wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni und kann dort zum Glück meistens auch einfach mal einen Nachmittag ausfallen. Ich komme auf ca. 4-6 Tage mit Ibuprofen im Monat, die helfen manchmal gut, manchmal nur ein wenig.
Aktuell bin ich frustriert und hoffnungslos.
Ich weiß nicht, ob ich weiter Medikamente ausprobieren möchte. Ich habe schon den Eindruck, dass mich die Kopfschmerzen belasten, aber ich weiß nicht, ob es ‚schlimm genug‘ ist. Momentan komme ich ja irgendwie hin mit den Ibus hin. Ich habe auch Sorge vor Nebenwirkungen. Ich finde es frustrierend, dass es keine klare Diagnose gibt. Ich habe auch selbst schon total viel im ICHD gelesen. Teilweise lassen sich dort die Kopfschmerzen auch nicht klar einordnen bzw. sind gleichzeitig wahrscheinliche Migräne und wahrscheinlicher Kopfschmerz vom Spannungstyp.
Die meisten Kopfschmerzen wären ansonsten in Kopfschmerzen vom Spannungstyp einzuordnen. Meine Neurologin meint allerdings, dass so häufige Kopfschmerzen vom Spannungstyp nur bei deutlich älteren Patienten üblich wären.
Ich glaube irgendwie gar nicht mehr daran, dass irgendwas noch einen nennenswerten Effekt haben wird. Ich habe das Gefühl, dass diese Kopfschmerzen für immer so bleiben werden und das macht mich traurig. Im letzten Jahr habe ich dann auch noch 10kg zugenommen. Zumindest zum Teil ist das wohl mitverursacht durch die Einnahme von Amitriptylin, zum Teil aber auch einfach Frust essen und weil ich oft das Bedürfnis habe zu essen, wenn ich Kopfschmerzen habe. Ich habe jetzt einen BMI von 31 und möchte umbedingt etwas tun, aber das ganze überfordert mich, zusammen mit den Kopfschmerzen. Meine Wohnung versinkt außerdem im Chaos, weil ich Abends einfach oft total erschöpft bin.Aktuelle Prophylaxe:
– 10 Tropfen Amitriptylin
– Versuche 2 mal die Woche Joggen zu gehen. Eine weil habe ich sogar 3 mal die Woche konsequent geschafft. Ich habe jedoch Phasen in denen ich sehr hoffnungslos bin, wo es echt nachlässt. Wie schnell sollte ich eigentlich sehen, ob der Ausdauersport meine Kopfschmerzen verbessert?
– Ich versuche auf regelmäßigen Schlaf und Essen zu achten, mit immer mal mehr und weniger Erfolg.Was ich noch machen möchte:
– Konsequente progressive Muskelentspannung. Ich hatte damit angefangen, und hatte den Eindruck es tut mir ganz gut tut. Irgendwie kam ich dann aber in eine Stressige Phase und war frustriert über andere Dinge und habe es schleifen lassen….Was meine Neurologin machen möchte:
Meine Neurologin würde gerne Erenumab ausprobieren. Ich bin jedoch irgendwie unsicher, ob ich das tun sollte. Mein Hausarzt klang sehr skeptisch als ich es ihm erzählte und er meinte ich solle doch erstmal andere klassische Medikamente ausprobieren. Ich selbst habe den Eindruck es ist ein super Medikament, habe jedoch Sorge, vor langfristigen Nebenwirkungen, die einfach noch nicht bekannt sind. Dazu fühlt es sich einfach so nach rum experimentieren an, weil meine Kopfschmerzen ja nicht klar eine Migräne sind.
Ich habe das mit ihr auch besprochen und wir sind aktuell so verblieben, dass ich nochmal mit meinem Hausarzt rede und mit ihm alle Möglichkeiten durchgehe. Sie hat mir erklärt wir könnten auch Betablocker probieren oder sogar Botox (da sie das irgendwie als eine chronischen Migräne auslegen könnte)Was ich sonst noch probiert habe:
– Physiotherapie – das war ein totaler Reinfall, ich wollte Übungen bekommen, das habe ich aber fast gar nicht bekommen, statt dessen haben sie auf Triggerpunkten rumgedrückt, was meistens an dem Tag zu Kopfschmerzen geführt hat.
– Amitriptylin habe ich versuchsweise auf 25 Tropfen hochdosiert. Ich habe dann in einem Monat 3kg zugekommen und wirklich geholfen hat es auch nicht…..
– Magnesium, habe ich jetzt so für ein gutes halbes Jahr eingenommen. Allerdings nicht hochdosiert sondern nur um die 200mg, da ich ja nicht sicher bin, ob ich überhaupt Migräne habe.Aktuell sind meine Kopfschmerzen:
– Oft Einseitig, an der Schläfe und der Stirn, immer öfter auch hinter dem Auge.
Manchmal Beidseitig an der Stirn und Schläfe.
– Sie pulsieren fast nie. Fühlen sich aber oft an, als hätte ich eine Stricknadel im Kopf stecken.
– Die Stärke ist mild bis mittel würde ich sagen. Irgendwo zwischen 1-6 von 10? Wobei die beidseitigen Kopfschmerzen ehr weniger stark sind und die einseitigen ehr stärker
– Ich habe ab und an Übelkeit, mal häufiger und mal weniger. Die ist ehr leicht. Ich musste mich einmal übergebenen und ein paar wenige male hatte ich das Gefühl ich müsste mich gleich übergeben.
– Ich habe es sehr sehr selten, dass sich der Kopfschmerz beim Bewegen verstärkt. Ich mache aber sehr ungerne Sport mit den Kopfschmerzen.
– Ich habe häufig den Eindruck, dass ich total erschöpft bin während der Kopfschmerzen oder/und auch am Tag danach. Manchmal habe ich Tage an denen ich mich wie verkatert fühle.
– Bei Lärmempfindlichkeit bin ich bis heute verwirrt. Ich habe öfter den Eindruck, dass mir Dinge lauter vorkommen. Z.B. Geschirrwaschen oder wegräumen. Ich kann die Tätigkeit aber schon weiter ausführen. Es ist nicht unerträglich, ich bin nur manchmal etwas vorsichtiger dabei. Ich mache auch manchmal Musik aus, aber wenn sie weiterlaufen würde, wäre es nicht unerträglich. Ist das schon Lärmempfindlichkeit? Lichtempfindlichkeit habe ich nicht.Ein bisschen längerer Text wie alles begann (und den Verlauf): Weiß ich ehrlich gesagt gar nicht so richtig!
Die Kopfschmerzen haben sich über die Jahre (seit meiner Jugend?!) einfach immer mehr gehäuft und verstärkt.
Lange hat es mich nicht so sehr belastet, bis ich dann, während des Studiums, immer öfter private Treffen habe ausfallen lassen.
Zunächst sind die Kopfschmerzen aber immer besser geworden, wenn ich etwas gegessen habe, meine Ruhe hatte oder spätestens nach dem schlafen. Ich weiß leider nicht mehr wie die Kopfschmerzen damals so vom Charakter waren. Ich habe dann immer wieder mich mal damit beschäftigt. Aber irgendwie nicht sehr gründlich. Es hat lange gedauert bis ich mal ein Kopfschmerztagebuch geführt habe. Und noch länger bis ich damit mal zum Arzt gegangen bin. Ich dachte immer, dass ich dort nicht ernst genommen werden würde und man eh nichts dagegen machen kann.Ich hatte dann so Sachen ausprobiert, die man so üblicherweise macht oder Menschen mit Kopfschmerzen rät. Vor allem viel trinken und an die frische Luft gehen. Das hatte aber so gar keinen Effekt auf meine Kopfschmerzen. Irgendwann habe ich die Pille abgesetzt und hatte auch kurzzeitig den Eindruck, dass es etwas helfen würde, der Effekt war aber nicht von Dauer. Ich war auch in der Physiotherapie wegen Problemen mit dem Kiefermuskel (Kraniomandibuläre dysfunktion). Meinem Kiefer geht es seitdem viel, viel besser. Ich habe nur noch manchmal Beschwerden, die ich dann selbst auch wieder lösen kann. Auf die Kopfschmerzen hatte das jedoch auch keinen oder nur einen sehr kleinen Effekt.
Ich hatte auch eine Brille getestet, bei der ich ehr den Eindruck hatte, dass der Druck auf der Nase meine Kopfschmerzen verstärkt.
Ich dachte dann lange es ist einfach der Stress und kommt davon, dass es mir psychisch sehr schlecht ging. Ich habe dann auch angefangen zur Psychologisch Psychotherapeutischen Beratungsstelle an unserer Uni zu gehen, was ich bis heute mache (Aktuell in größeren Abständen). Nach und nach ging es mir psychisch besser, ich war viel entspannter und kam mit meinem Leben mit ein paar Schwankungen ganz gut zurecht. Jedoch sind meine Kopfschmerzen nicht besser, sondern ehr weiter schlimmer geworden.
Über die Zeit hat sich auch angefangen die Übelkeit dazuzugesellen.Als ich dann irgendwann tatsächlich beim Arzt war, war ich sehr positiv überrascht. Der Arzt hat mich ernst genommen, untersucht und viele Fragen gestellt. Rausgegangen bin ich dann mit einer Überweisung zum Neurologen und für ein MRT. Er hat mir außerdem Amitriptylin in einer sehr kleinen Dosis verschrieben, die dann in den Monaten drauf nochmal ganz leicht erhöht wurde. Er hat mir keine klare Diagnose genannt, bzw. er meint es könnte beides sein Migräne und Kopfschmerzen von Spannungstyp (KST). Auf der Überweisung an den Neurologen stand Migräneartig. Die MRT waren unauffällig. Ich bin mit ihm sehr zufrieden. Dass er mir Amitriptylin verschrieben hat ergab total Sinn, da es ja gegen Migräne und KST helfen soll.
Von der Neurologin zu der ich dann ging weiß ich aber nicht richtig was ich halten soll. Sie hat sich beim ersten Termin nicht sonderlich viel Zeit genommen und fast keine Fragen gestellt. Mittlerweile drehe ich den Spieß um und frage sie selbst ganz viel, damit ich etwas besser informiert bin, was sie eigentlich denkt. Ich finde manche Antworten von ihr aber auch merkwürdig….Vielen Dank für ein tolles Forum! Es hilft schon sehr, manche Dinge einfach runter zu schreiben!
Liebe Grüße,
LiorianaEin herzliches Willkommen im Headbook, liebe Lioriana. 🙂
Ich gehe mal gleich direkt auf Deine Fragen ein.
Ich glaube irgendwie gar nicht mehr daran, dass irgendwas noch einen nennenswerten Effekt haben wird. Ich habe das Gefühl, dass diese Kopfschmerzen für immer so bleiben werden und das macht mich traurig.
Ich kann Deine Gefühle sehr gut nachvollziehen, aber Du wirst ganz sicher da auch wieder rauskommen. Erstaunlich für mich ist, dass Du bis jetzt keine genaue Diagnose erhalten hast. Hast Du keine Fachärzte vor Ort, die sich mit Kopfschmerzerkrankungen auskennen?
– Physiotherapie – das war ein totaler Reinfall, ich wollte Übungen bekommen, das habe ich aber fast gar nicht bekommen, statt dessen haben sie auf Triggerpunkten rumgedrückt, was meistens an dem Tag zu Kopfschmerzen geführt hat.
Das würde ich künftig auch lieber sein lassen.
– Magnesium, habe ich jetzt so für ein gutes halbes Jahr eingenommen. Allerdings nicht hochdosiert sondern nur um die 200mg, da ich ja nicht sicher bin, ob ich überhaupt Migräne habe.
Magnesium höher dosiert schadet nicht (außer man hat eine Niereninsuffizienz) kann aber helfen.
– Bei Lärmempfindlichkeit bin ich bis heute verwirrt. Ich habe öfter den Eindruck, dass mir Dinge lauter vorkommen. Z.B. Geschirrwaschen oder wegräumen. Ich kann die Tätigkeit aber schon weiter ausführen. Es ist nicht unerträglich, ich bin nur manchmal etwas vorsichtiger dabei. Ich mache auch manchmal Musik aus, aber wenn sie weiterlaufen würde, wäre es nicht unerträglich. Ist das schon Lärmempfindlichkeit? Lichtempfindlichkeit habe ich nicht.
Es müssen nicht immer alle Begleiterscheinungen auftreten, um die Diagnose Migräne zu erhalten.
Aktuell sind meine Kopfschmerzen:
– Oft Einseitig, an der Schläfe und der Stirn, immer öfter auch hinter dem Auge.
Manchmal Beidseitig an der Stirn und Schläfe.
– Sie pulsieren fast nie. Fühlen sich aber oft an, als hätte ich eine Stricknadel im Kopf stecken.
– Die Stärke ist mild bis mittel würde ich sagen. Irgendwo zwischen 1-6 von 10? Wobei die beidseitigen Kopfschmerzen ehr weniger stark sind und die einseitigen ehr stärker
– Ich habe ab und an Übelkeit, mal häufiger und mal weniger. Die ist ehr leicht. Ich musste mich einmal übergebenen und ein paar wenige male hatte ich das Gefühl ich müsste mich gleich übergeben.
– Ich habe es sehr sehr selten, dass sich der Kopfschmerz beim Bewegen verstärkt. Ich mache aber sehr ungerne Sport mit den Kopfschmerzen.
– Ich habe häufig den Eindruck, dass ich total erschöpft bin während der Kopfschmerzen oder/und auch am Tag danach. Manchmal habe ich Tage an denen ich mich wie verkatert fühle.
– Bei Lärmempfindlichkeit bin ich bis heute verwirrt. Ich habe öfter den Eindruck, dass mir Dinge lauter vorkommen. Z.B. Geschirrwaschen oder wegräumen. Ich kann die Tätigkeit aber schon weiter ausführen. Es ist nicht unerträglich, ich bin nur manchmal etwas vorsichtiger dabei. Ich mache auch manchmal Musik aus, aber wenn sie weiterlaufen würde, wäre es nicht unerträglich. Ist das schon Lärmempfindlichkeit? Lichtempfindlichkeit habe ich nicht.Deine Schilderungen passen zu Migräne.
Er hat mir keine klare Diagnose genannt, bzw. er meint es könnte beides sein Migräne und Kopfschmerzen von Spannungstyp (KST). Auf der Überweisung an den Neurologen stand Migräneartig. Die MRT waren unauffällig. Ich bin mit ihm sehr zufrieden. Dass er mir Amitriptylin verschrieben hat ergab total Sinn, da es ja gegen Migräne und KST helfen soll.
Amitriptylin passt natürlich, wenn der Arzt von Migräne und Spannungskopfschmerzen ausging.
Hattest Du denn gar keinen positiven Effekt durch das Medikament? Vielleicht besser geschlafen?Von der Neurologin zu der ich dann ging weiß ich aber nicht richtig was ich halten soll. Sie hat sich beim ersten Termin nicht sonderlich viel Zeit genommen und fast keine Fragen gestellt. Mittlerweile drehe ich den Spieß um und frage sie selbst ganz viel, damit ich etwas besser informiert bin, was sie eigentlich denkt. Ich finde manche Antworten von ihr aber auch merkwürdig….
Am besten geht man mit einer Frageliste zum Arzt und arbeitet diese stoisch ab. 😉 So würde ich es an Deiner Stelle beim nächsten Arztbesuch machen. Wenn Amitriptylin nicht wirklich hilft, aber die Nebenwirkungen nicht akzeptabel sind, muss es gewechselt werden. Es gibt eine ganze Latte an Möglichkeiten, das ist die gute Nachricht. 🙂
Was Du sonst zur Entstehung geschildert hattest, entspricht einem recht „normalen“ Verlauf.
Liebe Grüße
BettinaVielen lieben Dank, Bettina, für die Antworten und die Einschätzung!
Erstaunlich für mich ist, dass Du bis jetzt keine genaue Diagnose erhalten hast.
Ja, das finde ich auch irritierend. Ich denke aber, es hängt vlt damit zusammen, dass eben viele der Kopfschmerztage keine typischen Migräne Symptome zeigen. Und dann eigentlich als Spannungskopfschmerz einklassifiziert werden müssten. Die Übelkeit ist ehr mild und kommt auch nicht so häufig vor. Bei der Lärmempfindlichkeit hatte mor die Neurologin keine richtige Antwort gegeben, ob das was ich empfinde darunter zählt.
Deshalb taucht das bei meinen Eintragungen im Kalender quasi gar nicht auf.
Die Neurologin erklärt mir ehr wie so ein typischer Migränekopfschmerz wäre, mit z.B. Verstärkung bei Bewegung. Und das passt halt nicht richtig.
Dann sagte sie aber auch mal, dass sich vlt eine Migräne unter dem Spannungskopfschmerz versteckt….
Insgesamt geht sie irgendwie schon ehr von Migräne aus. Deshalb kam auch der Vorschlag mit der Antikörperspritze.Hast Du keine Fachärzte vor Ort, die sich mit Kopfschmerzerkrankungen auskennen?
Nicht so richtig. (Ohne jetzt in die Details zu gehen um hier anonym zu bleiben)
Evt gäbe es einen Neurologen, der jedoch etwas weiter weg ist.
Ich bin jedoch auch häufiger in einer anderen Stadt, wo es noch mehr Optionen gäbe.
Würde es denn eventuell Sinn ergeben dort noch nach einer Meinung zu fragen?Hattest Du denn gar keinen positiven Effekt durch das Medikament? Vielleicht besser geschlafen?
Ja, doch, also einschlafen ist super damit!
Ansonsten bin ich mir nicht so sicher, ich glaube es schwächt die schmerzen etwas. Die Häufigkeit ist unverändert.Ich habe jetzt bald einen Termin bei meinem Hausarzt und der Neurologin.
Dann wollte ich die Optionen nochmal durch gehen!Ansonsten klettere ich gerade ein klein wenig aus dem Hoffnungslos-Loch heraus und bin nochmal motiviert konsequent Sport zu machen und mich auf die Progressive Muskelentspannung einzulassen. 😀
Liebe Lioriana,
Ja, das finde ich auch irritierend. Ich denke aber, es hängt vlt damit zusammen, dass eben viele der Kopfschmerztage keine typischen Migräne Symptome zeigen. Und dann eigentlich als Spannungskopfschmerz einklassifiziert werden müssten.
Kopfschmerz vom Spannungstyp sollte keine Ausschlussdiagnostik sein. 😉 Ein erfahrener Arzt kann die Symptome normalerweise schon sauber zuordnen.
Dann sagte sie aber auch mal, dass sich vlt eine Migräne unter dem Spannungskopfschmerz versteckt….
Das kann so nicht sein, da Migräne und der Spannungskopfschmerz zwei voneinander unabhängige primäre Kopfschmerzerkrankungen sind.
Würde es denn eventuell Sinn ergeben dort noch nach einer Meinung zu fragen?
Ja! 🙂
Ansonsten klettere ich gerade ein klein wenig aus dem Hoffnungslos-Loch heraus und bin nochmal motiviert konsequent Sport zu machen und mich auf die Progressive Muskelentspannung einzulassen. 😀
Das ist super! 🙂
Liebe Grüße
BettinaHallo Lioriana,
Bei Lärmempfindlichkeit bin ich bis heute verwirrt. Ich habe öfter den Eindruck, dass mir Dinge lauter vorkommen. Z.B. Geschirrwaschen oder wegräumen. Ich kann die Tätigkeit aber schon weiter ausführen. Es ist nicht unerträglich, ich bin nur manchmal etwas vorsichtiger dabei. Ich mache auch manchmal Musik aus, aber wenn sie weiterlaufen würde, wäre es nicht unerträglich. Ist das schon Lärmempfindlichkeit?
Bei mir fühlt sich die Lärmempfindlichkeit wenn ich Migräne habe auch so an, ich würde das sehr ähnlich beschreiben. Vielleicht hilft dir das bei deiner Einordnung (vielleicht können dir das auch noch andere hier bestätigen?).
Lichtempfindlich bin ich auch nicht immer, aber ich merke zB dass ich es viel unangenehmer ist, auf einen hellen Bildschirm (Handy, Laptop) zu schauen.Ich glaube diese „-empfindlichkeiten“ können sehr subtil sein und sind nicht bei jedem immer so deutlich ausgeprägt. (Allerdings habe ich keinen Vergleich mit Spannungskopfschmerzen und wie sich die Welt damit anfühlt.)
Liebe Grüße,
DoroAlso als eine die beides hat:
Meine Erfahrung ist, dass auch Spannungskopfschmerzen zu Lärmempfindlichkeit führen können, aber in der Regel erst, wenn sie eine ganze Weile angehalten haben (eine ganze Weile heißt so fünf bis sieben Tage am Stück). Der ständige Schmerz ist so stressig, dass irgendwann selbst ganz normale Geräusche nur noch nerven. Bei einem Migräneanfall tritt Lärmempfindlichkeit dagegen als eines der ersten Symptome auf. Jedenfalls ist das bei mir so.Liebe Doro und Annika,
Danke, das hilft mir schon etwas zur Einschätzung!
Ich hatte immer dieses Bild zur Migräne im Kopf, bei dem sich die Personen in eine Abgedunkeltes Zimmer legen.
Dass diese Empfindlichkeiten auch subtiler sein können, war mir nicht so bewusst!Vom Bauchgefühl würde es dann ehr zur Migräne passen. Ich habe diese Lärmempfindlichkeit auch öfter am Anfang, wenn der Kopfschmerz vlt noch gar nicht so stark ist.
Ich habe aber auch das Gefühl, wie meine Kopfschmerzen sich so verhalten, wechselt von Monat zu Monat 😅
Fällt es dir leicht die Spannungskopfschmerzen von der Migräne zu unterscheiden, Annika?
Fällt es dir leicht die Spannungskopfschmerzen von der Migräne zu unterscheiden, Annika?
So eine einfache Frage, und ich musste erstmal drüber nachdenken 🙂
Also erstmal: Ja, ich kann die Spannungskopfschmerzen gut von der Migräne unterscheiden, auch wenn sich die Schmerzen nicht immer so verhalten wie im Lehrbuch. Wenn ich versuche, auf den Punkt zu bringen woran ich den Unterschied fühle, dann ist dieser Punkt, auch wenn das wahrscheinlich total komisch klingt, die Anbindung an die Realität.
Wenn ich, zum Beispiel, Spannungsschmerzen habe die den Nacken hochziehen und sich im Kopf breitmachen, dann kann ich sowohl im Nacken als auch tiefer im Rücken verspannte bis verhärtete Muskeln ertasten, die sich offenbar zu Recht über ihren Zustand beschweren. Wenn ich mich darum kümmere, durch Wärme, Bewegung, Akupressur oder manchmal auch »einfach« Ablenkung, lassen die Schmerzen nach.
Ist es dagegen der Migränenerv, der einen schlechten Tag hat, dann können meine Nackenmuskeln schmerzen, als wären sie steinhart, aber ich kann mit den Fingern keine verhärteten Stellen finden. Methoden, die gegen Spannungsschmerz helfen, machen die Migräne schlimmer, und Ablenkung funktioniert schon mal gar nicht — eine akute Migräne setzt sich gegen alles durch. Dazu kommen Geräusch- und neuerdings Lichtempfindlichkeit, Gereiztheit oder Nervosität und manchmal Übelkeit, aber wie du selbst schon sagtest, diese Symptome variieren.
In einem Satz zusammengefasst: Die Spannungsschmerzen verhalten sich rationaler als die Migräne, daran lassen sie sich unterscheiden.Wenn ich das so schreibe, klingt es als hätte ich hier zwei schlecht erzogene Haustiere zu pflegen, aber ganz ehrlich, so fühlt es sich auch manchmal an 😉
Vielen lieben Dank für die Rückmeldung und das nachdenken darüber, Annika!
Ich finde es sehr spannend, dass sich für dich die Migräneschmerzen irrationaler verhalten.
Die schlecht erzogenen Haustiere finde ich eine schöne Metapher. 😄Ich habe das ganze mal etwas beobachtet, bin mir aber nicht sicher was für Schlüsse ich daraus ziehen kann 🙃 Wobei ich mittlerweile immer mehr denke, dass es Migränekopfschmerzen sind. Zum einen habe ich die Übelkeit und Geräuschempfindlichkeit jetzt immer öfter und zum anderen wirken vlt Triptane bei mir.
Verspannungen im Schulterbereich habe ich schon viele, auch welche die ich ertasten kann. Wenn ich Kopfschmerzen habe, dann finde ich es allerdings oft ehr unangenehm darauf rum zu drücken oder zu dehnen. Ich könnte jetzt auch nicht sagen, ob der Kopfschmerz dann von diesen Verspannungen kommt. Meine Kopfschmerzen sitzen immer vorne, in letzter Zeit meistens um das Auge herum und hinter dem Auge. Deshalb habe ich normalerweise nicht das Gefühl, dass es von dem Nacken oder den Schultern her Hochzieht.
Ich kann mich allerdings meistens ablenken von den Kopfschmerzen, manchmal so, dass sie kaum noch merklich sind und manchmal nur so, dass sie abgeschwächt sind und ich sie etwas erträglicher finde. Das hängt aber ganz stark einfach mit der Stärke zusammen.
Ich glaube das mit der Stärke ist immer wieder etwas, dass mich auch an einer Migräne zweifeln lässt, ich habe oft auch nur leichte Kopfschmerzen. Und bei meinen Starken Kopfschmerzen kann ich mich oft noch so durch den Tag wurschteln, auch wenn ich mich lieber auf die Couch zurück ziehen würde. Arbeiten gehen lenkt mich auch von den Schmerzen etwas ab, auch wenn ich merke, dass ich viel unkonzentrierter bin und für alles länger brauche als ohne die Schmerzen.Ich hatte jetzt auch nochmal Termine beim Hausarzt und der Neurologin. Der Hausarzt hat mir jetzt Rizatriptan Schmelztabletten verschrieben.
Das habe ich bisher zwei mal ausprobiert. Beim ersten mal hatte es keinen Effekt. Ich hatte die Tablette aber auch recht spät erst eingenommen, weil es an dem Tag sehr langsam angefangen hat und ich die Hoffnung hatte ich bräuchte nichts einnehmen.
Die Ibuprofen die ich in der Attacke dann noch genommen hatte, haben auch nicht geholfen.
Beim zweiten mal einnehmen waren meine Kopfschmerzen nach einer halben Stunde weg. Da hatte ich die Tablette auch schon nach einer Stunde eingenommen, auch wenn die Schmerzen noch recht mild waren. Das war morgens und ich hatte dann auch fast den ganzen Tag keine Schmerzen, bis es am Abend wieder leicht anfing.
Jetzt frage ich mich natürlich, ob es vlt. nur Placebo war oder Zufall…. Aber vlt sollte ich jetzt erstmal davon ausgehen, dass es Migräne ist.Ich hatte auch ein einhalb Wochen in denen ich nur leichte Kopfschmerzen hatte und keine für mich (mittel-)starken. In der Zeit hatte ich einen ziemlich regelmäßigen Tagesrhythmus. Ich bin jetzt also etwas in der Hoffnung, dass mir so eine Regelmäßigkeit helfen könnte. Allerdings fällt mir das total schwer…. 😓
Mit der Neurologin, bin ich jetzt erst mal so verblieben, dass ich das Amitriptylin absetze, da ich nicht den Eindruck habe einen wirklichen Effekt davon zu merken. Betablocker, Topiramat und Flunarizin scheiden für mich aus. Deshalb wäre die nächste Prophylaxe zum ausprobieren Erenumab.
Meine Neurologin meint, dass man damit auch schnell sieht, ob es wirkt.
Ich fühle mich aber aktuell nicht so richtig bereit dazu es auszuprobieren. Das abwägen wie „schlimm“ ich die Kopfschmerzen empfinde fällt mir immer noch schwer. Da die Tage an denen ich Schmerzmittel nehme ehr so bei 4-6 liegen, sagen meine beiden Ärzte, dass es aber eben auch nur von meinem Empfinden abhängt.Ich wollte hier mal nochmal ein Update schreiben.
Erst mal Danke an das Forum hier! Es hat mir sehr geholfen, mit der Diagnose Migeäne sicherer zu sein. Ich werde jetzt klar auf Migräne behandelt. Vor allem Rizatriptan als Akutmedikament hat mir wirklich geholfen! Es stoppt recht effektiv den Schmerz und hilft mir auch bei den Begleitsymptomen.
Leider hat sich die Migräne insgesamt verschlechtert. Im April hatte ich fast jeden Tag Kopfschmerzen. Das zermürbt mich leider etwas.
Aktuell bin ich um jeden einzelnen Tag an dem ich keine Schmerzen habe so unglaublich froh.
Mittlerweile nehme ich seid Ende Februar Propranolol. Bisher zeigt sich da aber keine Wirkung. Meine Neurologin glaubt nicht daran, dass es noch helfen könnte.
Sie stellt als nächstes Botox oder Aimovig zur Wahl.
Da kommt dann mal wieder mein Problem zu Tage, dass ich schwer Entscheidungen treffen kann 🙈 und die Neurologin denkt deswegen leider mittlerweile ich hätte Angst vor Medikamenten 😅Kann mir jemand sagen, wie sich dass im Gesichtsausdruck bemerkbar macht bei Botox?
Die Vorstellung, dass mein Gesichtsausdruck weniger stark wird gefällt mir nämlich so gar nicht…Ansonsten versuche ich mich weiterhin im Optimismus und versuche die Migräne mich nicht zu sehr runter ziehen zu lassen.
Dabei fällt es mir aber schwer, einzuschätzen wie viel ich Pause mache, bei Migräne, und wie viel ich trotzdem versuche normal meinem Leben nachzugehen.Leider habe ich auch meine Arbeitsstunden in letzter Zeit nicht geschafft. 😔
Am liebsten würde ich mich wohl mal 2 Wochen Krankschreiben lassen. Habe aber dabei auch das Gefühl, ich würde vor meinen Verantwortungen weg laufen und dass ich bei Arzt etwas unangemessene erbitten würde.Wie geht ihr mit sowas um?
Ich wünsche allen schmerzfreie und schöne Frühlingstage 🌷
Hallo Lioriana,
ich bekomme zurzeit auch Botox. Es verändert die Mimik eigentlich gar nicht. Du bekommst nicht im gesamten Gesicht Spritzen, sondern nur auf der Stirn und an die Stelle, wo viele eine Zornesfalte haben. Ich kann lediglich die Stirn nicht mehr so gut runzeln, aber das stört nicht. Die restlichen Spritzen werden am Kopf und Schulterbereich verteilt. Es wird nach einem bestimmten Schema gespritzt, die Punkte sind mehr oder weniger vorgegeben, das kannst du ja mal googeln, dann weißt du, wo die Spritzen hinkommen.
Aimovig hatte ich auch schon, ohne Nebenwirkungen und ohne Wirkung. Botox hat praktisch keine Nebenwirkungen, Aimovig kann welche haben, aber eigentlich gilt es auch als sehr gut verträglich.Wenn du sehr erschöpft bist, lass dich ruhig mal krankschreiben. Den Arzt danach fragen, finde ich auch immer sehr unangenehm. Ich habe allerdings auch Ärzte, die nicht großzügig krankschreiben und sehr kritisch nachfragen. Ich musste feststellen, dass mir Krankschreiben nicht hilft. Ich war jetzt länger wegen chronischer Migräne krank (monatelang) und die Migräne ist davon nicht besser geworden. Es war lediglich morgens ein gutes Gefühl, nichts machen zu müssen, keine öffentlichen Verkehrsmittel, kein Büro, keine Verantwortung. Aber besser ist davon leider nichts geworden.
Mir hilft eine reduzierte Arbeitszeit. Vollzeit bekomme ich nicht mehr hin. Durch die Arbeitszeitverkürzung verdiene ich natürlich weniger, das finde ich manchmal ungerecht, da ich ja aus gesundheitlichen Gründen reduziert habe. Aber es erleichtert mir das Leben sehr und das Gute ist ja nie umsonst.Gute Besserung Zimt
Hallo Zimt,
Vielen Dank!
Ich habe mich tatsächlich dann getraut nach einer Krankschreibung zu fragen!
Meine Neurologin hat auch gar nicht groß nachgefragt und es ehr befürwortet.
Ich habe mich dann für 1 1/2 Wochen Krankschreiben lassen.
Ich glaube es war ähnlich zu dem wie du es sagst.
So wirklich viel besser ist die Migräne dadurch nicht geworden.
Obwohl ich sagen muss, dass ich mit weniger Schmerzmittel ausgekommen bin und ich weniger schlimme und weniger lange Attacken hatte.
Ich denke auch deshalb, weil ich so viel besser in meinem Tempo durch den Tag gekommen bin!In so fern denke ich war es schon sehr gut es mal gemacht zu haben. Ich habe gemerkt wie wichtig Pausen für mich sind und dadurch klappt es besser mir diese jetzt auch zu nehmen.
Und die Pause hat mir auch geholfen nochmal etwas Kraft zu tanken.
Leider ist die Migeäne dann jetzt die letzten Wochen wieder schlimmer geworden.Ich habe leider so eine blöde/komische Situation.
Ich bin nur für 65% Prozent angestellt. Da ich aber meinen Doktor mache, erwartet man implizit, dass ich doch am Ende ca. 40h arbeite.
Ich habe mir diese implizite Erwartungen jetzt mal egal sein lassen und mich ehr an den 65% orientiert.
Ehrlicherweise bekomme ich mit der chronischen Migräne eh nicht mehr -
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