Mein persönlicher Schmerzverlauf2024-12-22T21:09:57+01:00

Mein persönlicher Schmerzverlauf

Neu dabei – Sandra

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  • Sapehe
    Participant
    Beitragsanzahl: 6

    Hallo,
    ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen. Mein Name ist Sandra und ich habe seit meiner Jugend Migräne, also inzwischen 40 Jahre. Ich behandele quasi in Eigenregie mit Naratriptan, Naproxen und Vomex, da es mir aufgrund meiner psychischen Erkrankung sehr schwer fällt, zu Ärzten zu gehen. Ich habe durchschnittlich 8-10 Schmerztage im Monat, aber die letzten zwei Monate waren die Attacken viel heftiger und mit dem (für mich) neuen Symptom Pfeifen und Rauschen in den Ohren, das auch noch Tage nach der Attacke anhält. Deshalb habe ich für Ende März erstmalig einen Termin bei einem Neurologen und ich hoffe, ich schaffe es, hinzugehen.
    Ich freue mich sehr, auf dieses Forum gestoßen zu sein und werde ich jetzt erstmal einlesen.
    Liebe Grüße,
    Sandra

    heika
    Participant
    Beitragsanzahl: 7221

    Liebe Sandra,

    herzlich willkommen in Headbook!

    Hier bekommst du viele Tipps und Anregungen, schau auch mal auf der Startseite rechts unten unter „Migränewissen“ nach.
    Bei Fragen kannst du dich jederzeit gerne melden.

    Ein Neurologe ist bei einer Migräneerkrankung der beste Ansprechpartner. Ich wünsche dir, dass du den Termin wahrnehmen kannst.

    Ich selber nehme zu Arztterminen oft einen Zettel mit Fragen mit, damit nichts untergeht. Die lege ich auch dem Arzt vor, damit er gleich einen Überblick erhält und sich seine kostbare Zeit entsprechend einteilen kann.

    Einen Schmerzkalender führst du sicherlich, wenn du über die Anzahl deiner Migränetage so gut Bescheid weißt. Dieser hilft dem Neurologen natürlich auch, um einen Überblick über die Schwere deiner Erkrankung zu erhalten.

    Lieber Gruß
    Heika

    Sapehe
    Participant
    Beitragsanzahl: 6

    Hallo, Heika,
    lieben Dank für Deine nette Begrüßung.
    Ja, ich nutze seit Dezember 22 die MigräneApp und kenne daher jetzt meine Schmerztage. Ich war erschrocken, die Anzahl schwarz auf weiß zu sehen.
    Leider spiele ich meine Schmerzen/Beeinträchtigungen gegenüber Ärzten – wenn ich denn hingehe – immer stark herunter und versuche, möglichst fit, gesund und stark zu erscheinen. Etwas für mich einzufordern, ist mir so gut wie nicht möglich. Ein Fehler, der dazu führt, dass ich häufig nicht die erforderliche Behandlung bekomme. Daran arbeite ich mit meiner Psychologin.
    Ich werde die Sprechstunden-Checkliste mit zum Termin nehmen und vielleicht auch meinen Mann, der weiß ja, wie elend es mir während der Attacken geht.
    Lieber Gruß,
    Sandra

    Julia
    Participant
    Beitragsanzahl: 8639

    Hallo, liebe Sandra,

    auch von mir noch ein herzliches Willkommen bei uns.

    Du bist ja offenbar noch am Sammeln von Informationen. Darum nur ein kleiner Tipp: weißt du, dass die Reisetabletten z.B. von 1 Pharma oder AL weniger als die Hälfte der Vomex Tabletten kosten? Und das bei gleichem Inhalt, dem Dimenhydrinat.

    Viele gute und neue Erkenntnisse beim Einlesen! Und wenn du Fragen hast, bitte immer her damit!
    Liebe Grüße,
    Julia

    Sapehe
    Participant
    Beitragsanzahl: 6

    Liebe Julia,
    vielen Dank für den Tipp, das wusste ich tatsächlich noch nicht 👍😊
    Viele Grüße, Sandra

    Bettina Frank
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 34374

    Ein herzliches Willkommen im Headbook, liebe Sandra. 🙂

    Gut, dass Du nun zum Neurologen gehst. Und sinnvoll auch, Deinen Mann mitzunehmen. Zumindest einer von Euch sollte die reale Situation schildern. 😉 Wobei auch der Kopfschmerzkalender natürlich eine gute Aussage ist.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Sapehe
    Participant
    Beitragsanzahl: 6

    Hallo, zusammen,
    ich wollte kurz von meinem ersten Besuch beim Neurologen berichtet. Ausgestattet mit Fragenzettel und Kopfschmerzkalender habe ich heute den Termin wahrgenommen. Ich bin froh, dass ich meine Ängste überwunden und den Termin nicht abgesagt habe.
    Wie ich das Ergebnis finde, kann ich noch nicht sagen. Zumindest habe ich das Gefühl, meine Symptome und die daraus resultierenden Einschränkungen realistisch geschildert zu haben. Mein Mann konnte mich leider nicht begleiten.
    Der Neurologe kam dann zu der Einschätzung, dass man angesichts der Anzahl an Schmerztagen über eine Prophylaxe nachdenken sollte. Er hat dann die Möglichkeiten Betablocker und Antikörper erklärt und gemeint, da Antikörper so teuer sind, gibt man sie nicht gleich jedem und er würde meinem Hausarzt einen Betablocker zur Prophylaxe empfehlen. Die notwendige Überwachung (Blutdruck, EKG) soll dieser dann übernehmen, dafür hätte er keine Kapazitäten. Auf meine Frage, ob er mir das Naratriptan, welches ich bis jetzt in der freiverkäuflichen Version zur Schmerzbehandlung eingesetzt habe, verschreiben kann, meinte er, auch das könnte der Hausarzt machen, er sähe nicht ein, sein Budget zugunsten des Hausarztbudgets zu belasten. Zum Ausprobieren hat er mir dann doch 3 Tabletten Sumatriptan 100mg verschrieben.
    Meine Vorstellung war, dass ich mit der Migräne beim Neurologen in Behandlung bin, aber offenbar soll der Hausarzt die Betreuung übernehmen. Jetzt frage ich mich, ob das so „üblich“ ist? Denn der Hausarzt hatte mich ja an den Neurologen überwiesen.

    Schönen Abend an alle,
    Sandra

    heika
    Participant
    Beitragsanzahl: 7221

    Liebe Sandra,

    nein, das ist nicht üblich, dass der Neurologe, der ja auch ein gewisses Budget zur Verfügung hat und dieses sogar höher ist als das des Hausarztes, dir die notwendigen Medikamente nicht verschreiben möchte.

    Ich kann verstehen, dass er erst einmal mit einer gängigen und günstigeren Prophylaxe wie dem Betablocker starten möchte. Das macht ja durchaus Sinn. Aber außer seiner Beratung und den paar Triptanen alles Weitere auf den Hausarzt zu schieben, ist diesem gegenüber nicht fair.

    Dennoch gut, dass du diesen Termin wahrgenommen hast. Es wäre gut, du hättest dauerhaft einen Neurologen an deiner Seite, vielleicht wird er dann beim Verschreiben auch großzügiger, wenn du als Dauerpatientin bei ihm bist.

    Lieber Gruß
    Heika

    Auguste72
    Participant
    Beitragsanzahl: 222

    Liebe Sandra,

    Super, dass Du es zum Neurologen geschafft hast!

    Was mir zu dem (eigentlich nicht üblichen) Verhalten des Neurologen noch einfällt:
    War auf der Überweisung „Mit-/Weiterbehandlung“ oder „Konsiliaruntersuchung“ angekreuzt? Wenn es letzteres wäre, dann würde es das Verhalten des Neurologen erklären.

    Liebe Grüße
    Auguste

    Sapehe
    Participant
    Beitragsanzahl: 6

    Hallo, Ihr Lieben,
    vielen Dank für Eure Einschätzungen.
    Auf der Überweisung stand „Mitbehandlung erbeten“. Ich werde das mal mit meinem Hausarzt besprechen und vielleicht nach einem anderen Neurologen suchen. Das ist ja aber leider nicht ganz so einfach.
    Trotzdem bin ich froh, jetzt einen Befund zu haben, der mir auch bei der Beantragung eines GdB (nicht wegen der Migräne als Hauptgrund) hilft.
    Viele Grüße,
    Sandra

    Julia
    Participant
    Beitragsanzahl: 8639

    Liebe Sandra,

    für alle Patienten ist die Einstellung des Arztes eigentlich nicht akzeptabel, aber für mich in deiner speziellen Situation ganz besonders heftig. Sprich mal mit deinem Hausarzt, vielleicht kennt er einen „arbeitsbereiteren“ Kollegen für dich.
    Ich habe da einen Vorschlag und schicke dir eine PN.

    Alles Liebe und bleib so stark, wie du jetzt warst,
    Julia

    Julia
    Participant
    Beitragsanzahl: 8639

    Liebe Sandra,

    PN krieg ich gerade nicht hin🥴! Darum der Hinweis auf Frau Dr. A. G. in Essen. Ist zwar eine Stunde von deinem Wohnort entfernt, aber mit dem Auto, und wenn dein Mann dich vielleicht begleitet, wohl möglich. So oft ist man ja nicht beim Neurologen.
    Du findest sie rechts unten in der Sidebar unter Schmerztherapeuten.
    Sie arbeitet mit Kiel zusammen und ist sehr nett und empathisch.

    Vielleicht hast du da bessere Chancen, gut behandelt zu werden!
    Liebe Grüße,
    Julia

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