Mein persönlicher Schmerzverlauf2024-12-22T21:09:57+01:00

Mein persönlicher Schmerzverlauf

Vorstellung Enton – Enton oder Migränosaurus?

11 Beiträge anzeigen - 25 bis 35 (von insgesamt 35)
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  • Bettina Frank
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 34374

    Und Wangerooge war soooo entspannend. Ruhige Fußgängerzone (überall). Leckere Restaurants. Nette und offene Leute. Und man konnte sogar im Park sitzen ohne am nächsten Tag Ausschlag des Todes zu bekommen (vom Eichenspinner).

    Genau das. 🥰

    Und ich für meinen Teil beobachte seit ein paar Tagen, dass meine Migräne doch irgendwie mit dem Wetter zusammenhängen muss.

    Die meisten Migräneleute reagieren stark aufs Wetter. Kann man aber eh nicht ändern, daher rate ich jedem, keine Apps zu nutzen, die einem erzählen, wie das Wetter morgen wird. Sonst steigert man sich unweigerlich schon am Vortrag rein, verkrampft, entwickelt Angst und kriegt dann auch zuverlässig die Attacke. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Lysanne
    Participant
    Beitragsanzahl: 8

    Du bist kein Enton!
    Wie ist es dir weiter ergangen?
    Bin gerade zufällig hier reingestolpert wg „Topiramat“…
    Und was ich dir noch zurufen wollte ist, pass auf, dass du regelmäßig genug Kohlenhydratkalorien incl. Protein+Fett reinbekommst, wenn du körperlich arbeitest und viel Sport machst. Das hatte ich völlig unterschätzt, mich so völlig ruiniert und es hat viele Jahre gedauert, bis ich das so richtig verstanden habe. Die sog. DASH-Diät hilft einigen Migränikern. Für mich bedeutet das 8 Portionen Kohlenhydrate am Tag. What? Für dich können das gut und gerne 16 Portionen werden!? Vor allem kann die Essenspause über Nacht zu lang werden. Nachbrenneffekt und so.
    Außerdem, mach dich nicht wahnsinnig mit Medikamentenübergebrauchskopfschmerz. Der kommt nicht so schnell. Alles was wahnsinnig macht ist kontraproduktiv. Wenn du in manchen Monaten deutlich über 10 kommst, auch 20, wenn es sein muss, das macht nichts!
    Ich wünschte, ich wäre so schnell an Triptan, Prophylaxen und Erkenntnisse gekommen wie du!
    Ich wünsche dir dein Leben zurück! Du bekommst es zurück.

    Enton
    Participant
    Beitragsanzahl: 17

    Hi,

    dann mach ich mal ein kleines Update. Was habe ich zu berichten? Ähm… nix. Einfach nix. Das ist… das ist doch super?! Das Flunarizin funktioniert unglaublich zuverlässig. Nach wie vor merke ich, wenn sich ein Unwetter zusammenbraut oder zu mir zieht. Das scheint auf 50-60km zu funktionieren. Und auch nur mit direktem Kurs auf mich. Gewitter die von vornherein vorbeiziehen spüre ich nicht. Das haben die letzten Wochen so ergeben.

    Ansonsten bin ich nach wie vor an Magnesium, Q10 und B2 dran.

    Danke für die Rückmeldungen und Grüße! Es gibt Hoffnung!

    Bettina Frank
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 34374

    Hey, was für eine tolle Rückmeldung! Freut mich sehr, dass es dir zur Zeit so gut geht. Weiter so!

    Liebe Grüße
    Bettina

    Enton
    Participant
    Beitragsanzahl: 17

    Nabend,

    ich hab da noch eine Frage. Das Phänomen habe ich schon öfter beobachtet, aber letzte Nacht hats erst klick gemacht.

    Kann es sein dass das Flunarizin die „Lautstärke“ meiner Attacken auf 0 gedreht hat – sie aber trotzdem vorkommen?

    Gestern:
    – Morgens gemerkt, dass da Sodbrennen aufkommt. 20mg Omeprazol genommen.

    – Gegen Nachmittag eine unbeschreibliche Müdigkeit aus dem nichts.

    – Den Abend so oft wassergelassen, dass mein Flüssigkeitshaushalt eigentlich ins negative gerutscht sein muss. Unaufhörlich, immer wieder.

    – Ins Bett gegangen, sofortbeingeschlafen.

    – Nach 3 Stunden aufgewacht. Energie wie der Batteriehase höchst persönlich. Totale innere Unruhe, Tatendrang.

    Und heute 1,5h früher auf der Arbeit gewesen und noch bis 18 Uhr durchgezogen. 13 Stunden. Und jetzt lieg ich im Bett, immernoch Power.

    Es sind exakt die gleichen Abläufe wie bei einer Migräne. Nur ohne Kopfschmerz. Ohne Aura. Ohne Wahrnehmungsstörungen. Ohne Stimmungsschwankungen.

    Und erst heute ist mir das aufgefallen! Hatte ich die letzten Monate aber tatsächlich mehrmals.

    Enton
    Participant
    Beitragsanzahl: 17

    Ich hatte noch die Nackensteifigkeit vergessen zu erwähnen. Es tat nicht weh, aber die Muskulatur war sooo verklemmt zum Mittag hin, dass ich den Kopf kaum noch drehen konnte.

    (Beitrag bearbeiten geht nicht…)

    Bettina Frank
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 34374

    Hallo Enton,

    Betrag bearbeiten geht nur innerhalb einer gewissen Zeitspanne.

    Ja, Prophylaxen können die Attacke soweit stoppen, dass der Kopfschmerz nicht richtig durchkommt (Beschwerden am Nacken sind allerdings auch zur Attacken hinzuzurechnen). Dazu vermischen sich noch anfängliche Nebenwirkungen, hört sich aber alles „normal“ an.

    Morgens gemerkt, dass da Sodbrennen aufkommt. 20mg Omeprazol genommen.

    Hierzu ein kleiner Hinweis: Magenschutz entwickelt seine maximale Wirkung erst in zwei bis drei Tagen. Solche Präparate eignen sich nicht als Akutmittel. Wenn Du sie für akut benötigst, setze lieber Antazida ein.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Enton
    Participant
    Beitragsanzahl: 17

    Moin,

    okay. Ich glaub das war diesmal wirklich ein ernstzunehmender Vorläufer den ich beobachtet habe. Gestern im Tagesverlauf rechtsseitig Kopfschmerzen bekommen. Nicht als Migräne sondern als Nacken erkannt. Nach Feierabend wurds dann deutlich stärker. So Richtung 10/10. Nach kurzer Zeit kam noch Übelkeit dazu.

    Triptan Spray hatte ich schon beim erreichen der 8 genommen. Wirkte nach 30 Minuten ungefähr eher schwach. Die Schmerzen gingen runter auf 5-6 und nach kurzer Zeit wieder hoch auf 8. Vomex hatte ich auch schon genommen… nach 1,5h fing das an zu wirken. Bin dann so gegen 0 Uhr wohl eingeschlafen. Und heutemorgen hab ich den übelsten Muskelkater im Nacken.

    Aber hey, fast 4 Monate geknackt ohne Beschwerden. Ich wusste auch schon gar nicht mehr wie beschissen sich das anfühlt.

    Hab jetzt noch Novalgin genommen um alles an Schmerzresten hoffentlich wegzukriegen.

    Solche Präparate eignen sich nicht als Akutmittel

    Talcid ist sonst mein Mittel der Wahl. Aber wenn so ein Schwung Sodbrennen kommt, bleibt der solange bis ich ein PPI nehme. Das Talcid überbrückt nur die Zeit. Ich hatte Anfangs 40mg, habs mittlerweile auf 20mg reduziert. Mir hilfts. Sodbrennen kommt, Omeprazol rein. Nächsten 24h ggf mit Talcid überbrücken. Und dann ist das aufjedenfall vorbei.

    Jetzt wirkt auch das Novalgin… ist das schön ohne Schmerzen…

    • Diese Antwort wurde vor vor 2 months, 3 weeks von Enton bearbeitet.
    Enton
    Participant
    Beitragsanzahl: 17

    Ich schreibe mal einen erneuten Zwischenstand zum Flunarizin.

    Aktuelle Situation:
    Einnahme seit ca. 15 Wochen. Dosis von Täglich auf 2-tägig reduziert wegen der Müdigkeit. Diese trat tatsächlich erst recht spät auf und kam sehr schleichend. Und dann von Einnahmezeitpunkt abends auf morgens geändert. Grund war, dass ich morgens deutlich schlechter aus dem Bett kam, wenn ich das Flunarizin am Abend zuvor genommen habe. Tagsüber merke ich davon überhaupt nichts.

    Der Verlauf:
    Mai
    – Keine Prophylaxe.
    – 148h Migräne
    – 13,5h im Durchschnitt pro Attacke
    – 3x Aura
    – 6x Akutmedis
    – Heftige Prodromalphasen, heftige Attacken

    Juni
    – Beginn mit Flunarizin (täglich, 1x abends)
    – 69h Migräne
    – 8,6h im Durchschnitt pro Attacke
    – Keine Aura
    – Anfangs Cortison (Status), im Verlauf nochmal Triptanspray, Vomex und Novamin.
    – Heftige Prodomalphasen, heftige Attacken

    Juli
    – Flunarizin (wie gehabt)
    – 22h Migräne
    – 7,3h im Durchschnitt
    – 1 Aura
    – 3x Triptan
    – Teils nochmal heftige Attacken, abnahme der Vorläufer.

    August
    – Flunarizin (wie gehabt)
    – 59h Migräne
    – 6,6h im Durchschnitt
    – 1x Aura
    – 5x Triptan
    – Abnahme der Intensitäten allgemein, aber Zunahme der Müdigkeit.

    September
    – Flunarizin (2-tägig, 1x morgens)
    – 40h Migräne
    – 8,0h im Durchschnitt
    – 2x Aura
    – 1x Triptan
    – Attacken verlaufen mild und lösen sich von selbst auf. Keine ausgeprägten Prodromalphasen mehr, keine kognitiven Ausfälle mehr. Teilweise eher das Gefühl eines „Infekts“ anstelle einer Migräne. Lärm und Lichtempfindlichkeit sind deutlich besser geworden.

    Insgesamt tut sich aufjedenfall etwas. Warten wir mal ab was die Statistik nächsten Monat dazu sagt. Auch wenn diese jetzt nicht unbedingt super gut aussieht, fühlt es sich doch besser an. Ich merke auch das diese „Hochphase“ nach einer Attacke ausbleibt und ich wieder in meine normale Grundstimmung und Energie komme.

    • Diese Antwort wurde vor vor 2 weeks, 6 days von Enton bearbeitet.
    heika
    Participant
    Beitragsanzahl: 7221

    Hallo Enton,

    deine Statistik zeigt eine überaus erfreuliche Veränderung im Vergleich zum Monat Mai, in dem du noch kein Flunarizin genommen hattest.
    Jede Stunde weniger Schmerz ist ein Gewinn und du hast bereits viel gewonnen. Ich wünsche dir, dass die Einnahme des Flunarizin weiterhin eine deutliche Verbesserung mit sich bringt und du weiterhin mit der morgendlichen Einnahme von Nebenwirkungen verschont bleibst.

    Lieber Gruß
    Heika

    Bettina Frank
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 34374

    Hallo Enton,

    da kann ich dir nur weiter viel Erfolg mit Flunarizin wünschen.

    Liebe Grüße
    Bettina

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