Mein persönlicher Schmerzverlauf2024-12-22T21:09:57+01:00

Mein persönlicher Schmerzverlauf

Weshalb immer in den gleichen Abständen (alle 2 Monate) eine Attacke? (Stefan)

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  • Stefan
    Participant
    Beitragsanzahl: 7

    Hallo zusammen,

    da mein 11jähriger Sohn seit ca. 6 jahren an Migräne leidet, hoffe ich hier ein wenig Hilfe zu bekommen. Ich habe eine ganz konrketze Frage: Hat jeamnd eine einschätzung, weshalb er fast auf den Tag genau alle 2 Monate eine Attacke erleidet? Weshalb diese Regelmäßigkeit? Ich freue mich sehr über Antworten. Alles Gute

    Stefan

    Bettina Frank
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 34363

    Hallo Stefan, herzlich willkommen bei uns. 🙂

    Hat jeamnd eine einschätzung, weshalb er fast auf den Tag genau alle 2 Monate eine Attacke erleidet? Weshalb diese Regelmäßigkeit?

    Ist das schon lange so, oder die Erfahrung der letzten paar Monate? Kann Zufall sein (ist das Wahrscheinlichste), möglich ist aber auch ein gewisser Rhythmus, der bei ihm stattfindet. Irgendwelche Veranstaltungen, Prüfungen, sonstige wiederkehrende Aktionen o. Ä.?

    Liebe Grüße
    Bettina

    Stefan
    Participant
    Beitragsanzahl: 7

    Hallo, die Abstände von 2 Monaten hat er seit vielen Jahren. Ich denke nicht, dass es Zufall ist. sämtliche Trigger (Ernährung, Stress, Wetter, etc) können wir ausschließen. Ggf findet im Körper alle 2 Monate etwas statt, was zur Migräne führt. Hat jemand Ideen?

    Daniela
    Participant
    Beitragsanzahl: 1141

    Hallo Stefan,

    eine physische Ursache ist da eher unwahrscheinlich.

    Man glaubt oft nicht wie viel psychosomatisch so passiert. Wenn man diese Erfahrung gemacht hat, erwartet man das zu diesem Zeitpunkt und dann kommt es auch… (durch die Anspannung, man ist sensibler, nimmt jede Veränderung ganz anders wahr, usw.)

    Ich würde versuchen, das entspannt anzugehen. So lange es so selten bleibt, ist es ja nicht kritisch.

    Seid ihr denn 100%ig sicher, dass es Migräne ist? Bei z. B. Cluster sind so klare Abstände eher bekannt.

    Ich hatte auch eine ganze Zeit lang gefühlt immer Donnerstags Migräne. Dann hatte ich mal eine Zeit lang sehr viel um die Ohren und habe da nicht mehr drauf geachtet. Und im Nachhinein, beim durschauen des Kalenders war es nur eine minimale Häufung. Ziemlich sicher nur Zufall.

    Grüßle Daniela

    Stefan
    Participant
    Beitragsanzahl: 7

    Hallo Daniela,

    danke für den Hinweis auf die Psychosymatik, dass werden wir verfolgen.

    Ja, es handelt sich um Migräne. Wir sin mit ihm bei einem Kopfschmerzexperten in Behandlung.

    Viele Grüße
    Stefan

    Bettina Frank
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 34363

    Hallo Stefan,

    ich schließe mich Daniela an mit der Vermutung, dass sich inzwischen eine gewisse Erwartungshaltung eingeschlichen hat. Ich würde auch raten, der Sache nicht so viel Beachtung zu schenken, die Attacke alle zwei Monate zu behandeln und nicht groß darüber nachzudenken. Solange sich die Frequenz nicht steigert, ist das noch kein Problem.

    Es findet im Körper nichts statt exakt alle zwei Monate, das diese Auftretenstätigkeit erklären könnte.

    Er hat ja ganz eindeutig die Diagnose Migräne, richtig?
    Wie läuft denn so eine Attacke ab, wie ist die Schmerzintensität und Art? Wie behandelt er und wie wirkt die Akutmedikation?

    Liebe Grüße
    Bettina

    Stefan
    Participant
    Beitragsanzahl: 7

    Hallo Bettina,

    danke für Deine Antwort. Ja, Migräne wurde diagnostiziert. Er hat so starke Kopfschmerzen, Schwindel, Licht- und Geräuschempfindlichkeit, dass ich ihn nur noch ins Bett tragen kann. Er schläft dann ca. 2,5 Stunden. Erbrechen kommt auch des Öfteren vor. Wie gesagt, hat er diese Attacke alle zwei Monate. Nach der 1. folgt ca. 5 Tage später die 2. Attack und dann dauert es erneute 2 Monate bis eine 1. und 2. Attacke folgt.

    Aktuell versuchen wir diverse Triptane aus.

    Viele Grüße
    Stefan

    Julia
    Participant
    Beitragsanzahl: 8639

    Hallo Stefan,

    sind die 6 Anfälle pro Jahr die einzigen Hinweise auf Migräne? Und ist dein Sohn in neurologischer Behandlung mit gesicherter Diagnose? Gibt es Migräne in der Familie?Schreib doch bitte mal ein bisschen mehr dazu, denn dein Hinweis auf Ernährung, Wetter und Stress deutet ja darauf, dass Ihr euch mit dem Thema Migränewissen beschäftig.

    Lieber Gruß,
    Julia

    Stefan
    Participant
    Beitragsanzahl: 7

    Hallo Julia,

    wir haben tatsächlich alles unternommen. MRT, Diät, Chiropraktiker, Neurologe. Es ist Migräne.

    Viele Grüße
    Stefan

    Julia
    Participant
    Beitragsanzahl: 8639

    Oh, da war ich wohl zu langsam

    alchemilla
    Participant
    Beitragsanzahl: 3992

    Hallo, Stefan,
    du fragst: Ggf findet im Körper alle 2 Monate etwas statt, was zur Migräne führt und das ist Ausdruck der uralten und immer wieder neu entflammenden Sehnsucht von uns allen Betroffenen: Die Sehnsucht, etwas zu finden, was zur Migräne führt, das zu vermeiden und dann die Migräne für alle Zeit kontrollieren zu können.
    Das ist eine Vorstellung aus der mechanisch-technischen Welt. Wenn mein Auto nicht anspringt, finden wir die Ursache, beseitigen sie und das Problem ist vom Tisch.
    Unser Körper ist aber keine Maschine sondern ein lebender Organismus. Da ist alles mit allem verbunden und beeinflusst sich gegenseitig. Das Immunsystem, das Nervensystem, das Hormonsystem, die Gehirntätigkeit usw usw. Alles, was an irgendeiner Stelle passiert, hat Auswirkungen auf das ganze System.
    Migräne geschieht, wenn das Gehirn zu viel Energie verbraucht hat und zu wenig hat auftanken können.
    Meistens entwickelt sie sich allmählich. Zuerst kompensiert der Körper viele Unausgewogenheiten. Und irgendwann geht es nicht mehr. Der Körper schüttet dann, in diesem Energiedefizit die CGRP aus und der Entzündungsprozess nimmt seinen Lauf und gipfelt in den Kopfschmerzen und Übelkeit und in einem heftigen Krankheitsgefühl im ganzen Körper.

    Diese Regelmäßigkeit, die du beobachtest, rührt vielleicht daher, dass sich stetig ein Minus in der Energieversorgung aufbaut und dann das Fass überläuft.

    Vielleicht ist es ergiebiger, den Lebenswandel unter diesem Gesichtspunkt genauer zu beobachten. als nach einem einzigen Geschehen zu suchen.

    Liebe Grüße
    alchemilla

    Julia
    Participant
    Beitragsanzahl: 8639

    Hallo Stefan,

    ein paar Gedanken von mir, die schon mit 2 Jahren viele Anfälle gehabt hat:

    habt Ihr vielleicht, das soll kein Vorwurf sein!!!!, aus der Sicht eures Kindes zu viel versucht? Waren für den kleinen Kerl die Untersuchungen und Behandlungen (Chiropraktiker) so furchteinflößend und erschreckend, dass es ihn bis heute, er ist ja auch erst 11 Jahre alt, verfolgt? Hat er dadurch eine Erwartungshaltung, die Ihr vielleicht sogar noch durch eigene Ängste zum „Termin“, die er spürt, befördert?

    Könnte da eventuell eine kindgerechte psychologische Betreuung helfen? Das sind alles nur Gedanken, die mir nach über 70 Jahren mit heftiger Migräne so in den Sinn kommen. Vielleicht helfen sie euch ein wenig weiter. Ich wünsch es euch sooo sehr!

    Und noch ein Trost: bei Jungen verschwindet die Migräne oft während der Pubertät, es gibt also auch Hoffnung, dass der Spuk bald ein Ende haben könnte.

    Alles Gute,
    Julia

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