Hallo ihr Lieben,
ich bin ein bisschen verzweifelt und bin auf dieses Forum gestoßen. Vielleicht ergeht es ja einem von euch genauso und kann mir weiterhelfen.
Ich habe vermeintlich Migräne mit Aura seit knapp 13 Jahren. (Aktuell bin ich 26 Jahre alt)
Dazu ist es wichtig zu erwähnen, dass ich keine Migränekopfschmerzen habe, also eine Migraine sans migraine.
Meine Migräne-Anfälle sind sehr unregelmäßig und meist mit großem Abstand. In den letzten 3 Jahren war ich überglücklich, weil ich keinen einzigen Anfall hatte. (Ich hatte mich schon gefreut und dachte vielleicht habe ich das größte Glück der Welt und es ist endlich vorbei.)
Falsch gedacht, und ich hatte am 11. Januar 2024 mal wieder nach 3 Jahren einen Anfall.
Zu meiner Anfall-Symptomatik, diese ist immer gleich: Zunächst habe ich die klassischen Sehstörungen (Flecken mit Regenbogenfarben drumherum, dann Sprachstörungen, dann fangen die Hände an zu Kribbeln, bis in den Brustbereich, vom Brustbereich hoch ins Gesicht, dann in den Mund, in mein Zahnfleisch, in die Zunge und in den ganzen Gaumen. Lähmungserscheinungen in den Armen und manchmal auch in den Beinen ist dabei ganz normal.
Dauer dieser Anfälle liegt meist bei 3 Stunden. Danach 2/3 Tage Ruhe und ich bin wieder fit.
Nach 13 Jahren komme ich ganz gut mit den Anfällen klar, man gewöhnt sich schließlich irgendwann dran.
Womit ich aktuell allerdings nicht klarkomme ist, dass ich seit 6!!! Monaten neurologische Symptome habe und das jedeeen Tag. Es gab in den vergangen 6 Monaten keinen einzigen Tag, an dem ich mich gut gefühlt habe.
Die Symptome sind auch anders als bei meinem Anfall. Also es sind Sehstörungen, Taubheit, Kribbeln, Schwindel, aber ganz anders als bei der Aura-Attacke.
Das Seltsame ist auch, dass sich die Symptome von Tag zu Tag abwechseln (nie Symptome gleichzeitig), ich weiß nie wenn ich aufwache, was mich heute erwartet.
Um ganz ehrlich zu sein, war ich noch nie so verzweifelt. Mein Leben hat sich extrem gewandelt, ich kann nicht arbeiten gehen, kann mein Master so nicht fortführen und versinke nach und nach in einer Depression.
Vielleicht kann mir ja jemand von euch helfen?:)
Ich war schon bei 2 Neurologen, beim Kardiologe, beim Orthopäden, beim Augenarzt. Am Anfang hieß es, das kann auf keinen Fall die Migräne sein und jetzt wo niemand mehr weiter weiß, muss es die Migräne sein. Langsam weiß ich einfach gar nicht mehr was ich noch glauben soll.
Freue mich auf Rückmeldungen und liebe Grüße
Michelle <3