Medizinische Vorbeugung2024-12-22T21:09:57+01:00

Medizinische Vorbeugung

Aimovig und behandelter Aneurysma

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  • Andrea
    Participant
    Beitragsanzahl: 7

    Hallo Zusammen,

    ich habe einen mit Flow Diverter versorgten Aneurysma im Kopf, an dem Hauptschlagader. Vor OP musste ich auf die Aimovig Spritze verzichten, um die Kopfschmerzen besser im Auge zu behalten, falls Ruptur etc passiert. Da meine Migräne wieder sehr häufig ist, würde ich gerne mir die Spritze geben lassen.
    Meine Frage ist etwas speziell, aber vielleicht hat jemand von euch damit Erfahrung? Natürlich frage ich meinen behandelnden Neuroradiologen. Mich würde trotzdem interessieren, ob jemand schon in der Situation war?
    Viele Grüße
    Andrea

    • Dieses Thema wurde vor vor 8 months, 3 weeks von Andrea bearbeitet.
    Bettina Frank
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 34371

    Liebe Andrea,

    habe Prof. Göbel gefragt, nachfolgend seine Antwort:

    Die Situation, die Sie schildern – ein mit Flow Diverter behandeltes Aneurysma und gleichzeitig eine wieder sehr aktive Migräne – ist medizinisch gut nachvollziehbar und wird in der Praxis tatsächlich immer wieder diskutiert.

    Grundsätzlich gibt es bislang keine Hinweise aus Studien oder aus der klinischen Erfahrung, dass CGRP-Antikörper wie Aimovig das Risiko für eine Aneurysmaruptur oder Probleme mit einem korrekt eingeheilten Flow Diverter erhöhen. Allerdings wurden Patientinnen und Patienten mit frischen Gefäßeingriffen in den Zulassungsstudien meist nicht systematisch untersucht. Deshalb basiert die Entscheidung immer auf einer individuellen ärztlichen Einschätzung.

    Dass Aimovig vorübergehend pausiert wurde, um neue Kopfschmerzen besser einordnen zu können, war eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme. Wenn Ihre Migräne jetzt wieder deutlich zunimmt, ist es grundsätzlich nachvollziehbar, die Prophylaxe erneut in Betracht zu ziehen – vorausgesetzt, Ihr behandelnder Neuroradiologe bestätigt, dass der Gefäßbefund stabil ist und keine Einwände bestehen.

    In meiner Erfahrung gibt es durchaus Patientinnen und Patienten in vergleichbarer Situation, die CGRP-Antikörper nach abgeschlossener und stabiler Gefäßbehandlung gut vertragen haben. Eine verbindliche Empfehlung kann aber nur im individuellen Fall nach Rücksprache mit den behandelnden Ärzten erfolgen.

    Wichtig ist daher:
    Bitte beginnen Sie die Injektionen nicht eigenständig, sondern erst nach Rückmeldung Ihres Neuroradiologen bzw. Neurologen. Bei neuen oder ungewöhnlichen Kopfschmerzen, neurologischen Symptomen oder deutlichen Blutdruckveränderungen sollte umgehend ärztlich abgeklärt werden.

    ———————————–

    Liebe Grüße
    Bettina

    Andrea
    Participant
    Beitragsanzahl: 7

    Liebe Bettina,

    vielen lieben Dank, dass du soviel Mühe gemacht hast, explizit bei Prof Göbel nachzufragen.

    Ich werde es genau so machen, wie er es gesagt hat. Ich hole noch das OK von meinem Neuroradiologen und dann gehe ich, falls bestätigt, zur die Neurologin und hole ich die Spritze.

    Herzliche Grüße

    Andrea

    Bettina Frank
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 34371

    Sehr gerne und für Dich alles Gute!

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