1. Heiner sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    darf ich ihnen hier meinen Krankheitsverlauf vorstellen und vielleicht um Ihre Einschätzung bitten.

    Ich heiße Heiner und bin fast 49 Jahre alt.

    Verlauf:

    Januar 2011 beim spazieren für den Bruchteil einer Sekunde schwarz vor Augen und das Gefühl umzukippen / Ohnmächtig zu werden. Normaler Gesundheitscheck, EKG, Blut ohne Befund, platt und schlapp über Monate, anfangs extrem, bis es langsam etwas besser wurde.

    9. September 2011 wieder den Bruchteil einer Sekunde schwarz vor Augen und das Gefühl umzukippen, wieder total platt. Nach 3 Tagen zum Arzt, da Taubheitsgefühl im rechten Bein, kleiner Check mit EKG, Blutabnahme u.s.w., erste Vermutung vom Hausarzt sind Kreislaufprobleme.

    19. September Blutergebnisse ok, Leber und Kolesterin ganz leicht erhöht. Als der Hausarzt hörte das mitlehrweile die Taubheitsgefühle auch im rechten Arm und der Zunge waren, weiterhinn platt und Konzentrationsprobleme, sofort Einweisung ins Krankenhaus mit Verdacht auf Schlaganfall.

    Dort Befragung, Motorische Tests, Blut, CT, EEG, Lumbal Punktion, Schädel MRT ohne Kontrastmittel dabei wurden 3 unspezifische supatentoielle Glioseherde (hieß es glaube ich), festgestellt wo der Arzt vermutet das sie älter sind („so etwas hätte fast Jeder“) meinte der Arzt, Ultraschall von Halsadern seitlich, im Nacken und an den Schläfen.
    Empfohlen wurde ein weiteres MRT vorsichtshalber nach einem Jahr zur Kontrolle.
    Befund: Verdacht auf Basilaris Migräne. Medikation 300 mg Eufiril als Profilaxe.

    10.10. 2011 Einlieferung auf Intensivstation mit Fieber bis 41 Grad und Entzündungswert CRP 15,3.
    Ein Grund wurde dafür nicht gefunden, Bericht Septisches Fieber nach Eufiril , ist aber Vermutung, ob da ein Zusammenhang besteht weiß man nicht.

    Letzte Diagnose vom Neurologen ambulant vom 18.1. 2012, Migräne und Depresion wobei die Depresion Hauptsächlich die Beschwerden ( auch die Körperlichen) und Symtome machen soll, das eine Depresion vorliegt halte ich auch auf Grund einer anderen länger zurückliegenden mißglückten OP mitlehrweile für wahrscheinlich, ob die aber da hinter steckt?

    Meine Symtome sind seit September 2011 mehr geworden und können im Minutentackt wechseln, kurz oder auch mal für 1, 2 oder einige Stunden da sein, zusammen oder auch einzeln da sein, auch die Stärke schwank, aber irgendwas ist immer da, am wenigsten beim liegen, SEIT SEPTEMBER 2011 IST IRGENDWAS IMMER DA, ALSO PRAKTISCH NIE OHNE BESCHWERDEN :

    Kopfschmerzen wechselnd, stechend, drücken, an wechselnden Stellen wie Schläfen, Stirn, oben auf dem Kopf, am Hinterkopf , manchmal wechselnd innerhalb von Sekunden oder länger anhaltend, die Dauer an den einzelnen Stellen variiert von weniger als1 Minute aufwärts, meistens aber nicht über Stunden an einer Stelle, dabei sind die schmerzenden Stellen manchmal berührungsempfindlich ( leicht schmerzhaft)

    Taubheitsgefühl im re. Bein, re. Arm, Zunge, Kiefer, re. Ohr

    Manchmal als wenn das rechte Auge, der rechte Mundwinkel und die rechte Gesichtshälfte, re. Arm, re. Bein etwas schwerer / verzögert reagiert, die Motorik nur zu 95% da ist

    Manchmal leichter Schwankschwindel

    Manchmal Druck hinter dem rechten Auge verschieden stark

    Stirn und re. Auge schmerzen bei Kälte oft

    Ein Gefühl der schwummerigkeit im Kopf ähnlich wie bei einer Grippe

    Konzentrationsprobleme

    Das Gefühl Sprachstörungen zu haben, was meistens aber nicht zu hören ist, beim sprechen muß ich mich aber oft konzentrieren

    Oft Augenschmerzen

    Manchmal Lichtempfindlich

    Manchmal sehr empfindlich auf schnelle Visuelle Reize (z.b. mit den Armen vor mir rumfuchteln)

    Oft brennendes heißes Fiebriges Gefühl im Gesicht

    Oft das Gefühl Fieber zu haben

    Oft Gliederschmerzen wie bei einer Grippe

    Körperlich schlapp und nicht leistungsfähig, dabei manchmal als wenn der Kreislauf Probleme macht das ich fast umkippe (vom Gefühl)

    Ab und zu starkes Zittern z.b. bei Aufregung

    Manchmal Sozialeangst /Depression

    Medikation:
    Ab 26.10.2011 Metoprolol 47,5mg
    Ab 30.11.2011 Metopolol 71mg
    Ab 19.1.2012 Metopolol 71mg, plus Paroxetin 20mg

    Über eine Einschätzung von Ihnen würde ich mich sehr freuen,
    viele Grüße und vielen Dank

    Heiner

    • Lieber Heiner,

      wenn ich richtig verstehe, konnte bisher bei den neurologischen Untersuchungen kein die Beschwerden erklärender Befund erhoben werden. Das ist zunächst einmal eine positive Situation, da schwerwiegende neurologische Erkrankungen mit den heutigen Untersuchungsverfahren präzise aufgedeckt werden können.

      Die mannigfaltigen und in kurzen Abständen sich ändernden Symptome und der zeitliche Verlauf, könnten auf eine nervale Übererregbarkeit hindeuten. Eine solche Situation findet sich z.B. bei Angsterkrankungen, Depressionen oder sog. somatoformen Störungen. Ihre Medikation scheint auch auf diese Diagnosen abzuzielen. Es ist wichtig, den Verlauf weiter zu kontrollieren und die Therapie konsequent durchzuführen.

      Für die Basilaris Migräne scheinen mir Ihre Beschwerden nicht spezifisch.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  2. Anna sagt:

    Wann kann man damit rechnen, dass sie Zuzahlung auf Ascotop Tabletten reduziert
    wird, ich brauche von Maxalt pro Anfall deutlich mehr Tabletten (3), als von Ascotop.
    Alle anderen Triptane wurden erfolglos ausprobiert.

  3. beate1962 sagt:

    Lieber Prof. Göbel,
    ich nehme jetzt seit August Topamax und bin seit Anfang Oktober bei 100 mg. Mit grandiosem Erfolg. Bin auf max. 3 – 4 Anfälle im Monat runter und sehr glücklich damit. Nach anfäglich starken Schwierigkeiten vertrage ich Topamax jetzt sehr gut auch werden die Blutwerte regelmäßig kontrolliert und sind unverändert gut. Nun meine Fragen, wie lange kann und darf ich Topamax so weiter einnehmen, denn immerhin ist es ja ein Antiepileptikum und meine Sorge was macht das Medikament mit den Organen. Aber es hilft mir im umkehrschluß so sehr gut, das ich nicht darüber nachdenken mag es überhaupt je absetzen zu müssen. Oder kann man Topamax auch über Jahre einnehmen?
    Ich möchte mich ganz herzlich bedanken für all das was Sie für uns tun, für ihre Zeit die Sie sich nehmen. Vielen vielen Dank.
    Lg Beate

    • Liebe Beate,

      Antiepileptika müssen bei vielen Patienten ein Leben lang eingenommen werden. Sie sind für diese Langzeittherapie konzipiert. Natürlich müssen Sie regelmäßige Verlaufskontrollen durchführen lassen. Das gilt übrigens auch für alle anderen vorbeugenden Medikamente. Ist die Verträglichkeit gut, kann in aller Regel das Arzneimittel langfristig verwendet werden.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  4. Anna2104 sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    ich habe eine Frage zu der Prophylaxe Venlafaxin. Ich habe diese neue Prophylaxe um 8 Uhr morgens eingenommen gegen 20 Uhr am abend habe ich starke Sehstörungen bekommen die bis zu 1 Stunde anhielten. Es war ein stark verschwommenes sehen mit flackern auch bei schließen der Augen habe ich ein starkes Farbengebilde gesehen. Da ich zu dem Zeitpunkt wegen eines sehr langen Migräneanfalls Kortioson bekommen habe, dachte mein Neurologe es kommt vom Kortison. Ich habe die einnahme von Venlafaxin unterbrochen und erst nach absetzen des Kortisons mit dem 2. Versuch Venlafaxin begonnen. Am Samstag nach einnahme der Tablette um 9 Uhr morgens habe ich am abend die gleichen Sehstörungen bekommen diesmal länger als 1 Stunde. Im Beipackzettel steht diese Nebenwirkung als schwerwiegend, kann das alles durch Venlafaxin ausgelöst worden sein? Ich habe die Einnahme sofort unterbrochen….

    Mit freundlichen Grüßen

    Anna Bäuerlein

    • Liebe Anna,

      Sie beschreiben Sehstörungen, die mit Verschwommen- und Farbensehen einhergehen. Dies könnte eine Migräneaura sein. Dieses ist dann ein Symptom der Erkrankung und nicht eine Reaktion auf das Medikament.

      Wenn die Sehstörungen graduell über mehrere Minuten zugenommen und sich ausgebreitet haben, wäre dies ein Argument für die Migräneaura. Sehstörungen als Medikamentennebenwirkungen können in Form von Schwierigkeiten bei der Scharfeinstellung und Schwindelempfindungen auftreten. Mir scheint es daher unwahrscheinlich, dass die geschilderten Beschwerden durch das Venlafaxin bedingt sind.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  5. Röcker sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel

    Seit ca 40 Jahren leide ich an Migräne. Alle möglichen Therapien habe ich hinter mir.
    2 Kuren ( 2000 bei Ihnen an der Schmerzklinik Kiel, 2009 Berolina Klinik in Bad Oeynhausen) haben keine entscheidende Verbesserung gebracht.

    Die vor ca 1/4 Jahr von einem Therapeuten durchgeführte LNB (Schmertherapie nach Liebscher & Bracht) und auch die von mir anschließend regelmäßig durchgeführten Übungen zeigten bisher keine Wirkung.

    Die prophylaktisch eigenommenen Medikamente hatten ebenfalls keinen spürbaren Effekt. Betablocker schieden wegen des niedrigen Pulses aus. 2009 habe ich ca ½ Jahr Topiramat eingenommen (vom Neurologen verschrieben). Die Folge waren starke depressive Verstimmungen und es ging mir noch wesentlich schlechter wie vorher. Dieses Medikament werde ich nie wieder anpacken!!

    Seit ca 1 1/2 Jahren nehme ich bei Migräneattacken in der Regel 1 Tablette „Voltaren Migräne 50 mg“ ( alternativ gelegentlich Naproxen 750mg) die mir meistens auch ganz gut helfen. Triptane versuche ich so gut es geht wegzulassen (Almogran nur noch bei extrem starken Attacken), da hier häufig nach 1 Tag ein Wiederkehrkopfschmerz eintritt. Ergänzend nehme ich noch von einem homöopathischen Arzt verordnete Tropfen (Causticum). Insgesamt sind zumindest die Attacken schwächer geworden gegenüber früheren Jahren.

    Monatlich liege ich bei der Schmerzmitteleinnahme z.Zt. bei ca 5-8 Fällen. Die Zahl 10 erreiche ich nicht. Die Blutwerte bei regelmäßigen Untersuchungen sind bisher in Ordnung.

    Meine Frage:

    Besteht bei der regelmäßigen Einnahme in ca 5-8 Fällen pro Monat die Gefahr dass die Schmerzmittel die Kopfschmerzen auslösen. Haben Sie sonst noch eine Empfehlung für mich ?
    Ich bin 70 Jahre alt, treibe viel Sport ( Rad fahren, wandern, Fitnessstudio 2x pro Woche).

    Nach meinen Beobachtungen besteht bei mir eine extreme Wetterfühligkeit, da die Kopfschmerzen meistens bei Wetterwechsel auftreten. Gerade in letzter Zeit bei diesen häufigen Witterungsschwankungen ist es wieder schlimmer. Im Sommer bei längerfristigen Schönwetterperioden fühle ich mich am besten. Besonders vorsichtig muss ich auch bei Rotwein sein.

    Vielen dank im voraus für Ihre Antwort

    Mit freundlichen Grüssen

    • Lieber Günter,

      bei einer Einnahmehäufigkeit von 5 – 8 Tagen pro Monat ist nicht davon auszugehen, dass ein Medikamentenübergebrauchskopfschmerz (MÜK) entsteht. Migräne ist eine lebenslange spezielle Fähigkeit des Gehirns, mit Migräneattacken zu reagieren. Ziel der Behandlung ist primär, die Attackenhäufigkeit niedrig zu halten und Komplikationen, wie z. B. den MÜK zu verhindern. Dies scheint Ihnen gut zu gelingen. Aus dieser Sicht scheinen mir Ihre bisherigen Bemühungen doch zumindest meistens zielführend zu sein.

      Alle plötzlichen Änderungen (dazu zählt auch das Wetter) können Attacken auslösen und sollten nach Möglichkeit durch ein regelmäßigen Tagesrhythmus entgegengewirkt werden.

      Mit freundlichen Grüßen
      Hartmut Göbel

  6. Sehr geehrter Herr Professor Göbel!
    Ich bin 70 Jahre.Seit über 30 Jahren begleitet mich die Migräne wie ein böser Schatten. Seit es die Triptane gibt fühle ich mich einigermaßen gerettet.In letzter Zeit nehme ich wöchentlich 1-2 mal Relpax 20mg.Dazu täglich Amitriptylin 20mg und Diovan 80mg nehmen. Leider habe ich einen hohen Blutdruck (ich bin ein Leichtgewicht bei gesunder Ernährung) Letztes Jahr habe ich Amitriptylin einmal abgesetzt. Mein Blutdruck normalisierte sich aber die Migräne wurde wieder heftiger
    und die längst vergessenen Spannungskopfschmerzen stellten sich wieder ein.Gibt es da einen Zusammenhang und was gibt es in meinem Alter für Alternativen?
    Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar
    mit freundlichen Grüßen Gesi
    dazu öfter Herzschmerzen

    • Liebe Frau Simstich,

      für die Migräneprophylaxe gerade bei hohem Blutdruck im Alter könnte besonders ein ACE-Hemmer, wie z.B. Micardis, oder auch ein Betablocker geeignet sein. Die Blutdruckregulation ist insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von Triptanen notwendig. Dies gilt speziell ab dem Alter von 65, denn darüber liegen keine Sicherheitsdaten für die Einnahme vor.

      Bei entsprechender Regulation des Blutdruckes kann z.B. Amitriptylin weiter verwendet werden, um den Spannungskopfschmerz ebenfalls zu behandeln.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  7. railwaycom sagt:

    Sehr geehrter Herr Porf. Göbel,
    mein Pflegesohn ist fast 6 Jahre, hat die Alkoholembryopathie (wurde in der 26 Woche geboren), ADHS, Asthma, Epilepsie mit 3 Anfallsformen, Absencen, Komplex fokale Anfälle, Sturzanfall, sowie eine Überintelligenz, er wiegt 16 kg und ist 1,02 Meter (klein).
    Er bekommt 225 mg Valproat pro Tag – 75 -0- 150 mg.
    Er Inhalieren Salbutanol, Atrovent, Kochsalz bis zu 6x am Tag und 2x die Nacht. Davon 2x in der Schule (Vorschule für solche begabten Kinder) per Medihaller, Rest mit Paryboy.
    Er hat eine auffalend hohe Schmerzgrenze. Es tut ihm meist nur dann etwas weh, wenn er es auch sieht.

    Er hat ca. 2x im Monat für 3 bis 4 Tage – er nennt es einen platzenden Kopf. Dabei ist er sehr Geräuscheempfindlich, sehr gereizt und sehr weinerlich.
    Er war wegen einer Verletzung gerade im Krankenhaus. Dort zeigte er auch über das re. Auge, das im weh tut, wenn er solchen platzenden Kopf hat.
    Kann das Migräne sein? Wer kann das abklären?. Von einer Kinder -Psychiaterin wurde er schon Untersucht, da kam nur das ADHS raus.

    Liebe Grüße
    rail.

    • Liebe Rail,

      Ihre Schilderungen könnten auf eine Migräne hindeuten. Kinder im 6. Lebensjahr sind häufig nicht in der Lage, die genauen Symptome zu beschreiben. Für vieles fehlt ihnen noch das entsprechende Vokabular. Für Migräne spricht der episodische Verlauf, die Dauer von rund 3 Tagen, die Geräuschüberempfindlichkeit. Sind dann die Schmerzen stark und sucht er am liebsten Bettruhe auf, besteht auch noch vielleicht Übelkeit, dann kann bei regelrechtem neurologischem Befund eine Migräne diagnostiziert werden.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  8. railwaycom sagt:

    Sehr geehrter Herr Porf. Göbel,
    seid November nehme ich Anafranil (Clomipamin 75mg) und bei Schmerzen Voltaren K. Seid kurzem nehme ich noch 150 mg Valproat zur Nacht, wegen Epilepsie.

    Ich weis das ich eine vorübergehende Depression habe. Irgendwann hat mich die Vergangenheit dann doch eingeholt. Daran wird auch bald Stationär gearbeitet, damit lebe ich schon lange.
    Seid einigen Wochen überkommen mich aber heftige Schwankungen, die mich ganz schön runter ziehen, sobald ich mit echten Problemen (Kinder wieder krank oder Migräne wird zu stark) konfrontiert werde. Meine Gedanken sind inetwa – aufgeben, ganz weg laufen, nicht mehr zu leben, schlußstrich machen, totales Grübeln, etc.
    Gibt es entwarnung, Kinder wieder gesund oder das Ende dess Problems ist in sicht, bin ich wieder normal, föhlich, frech. Bis dahin drehe ich fast durch.
    Die Migräne wird sehr schlimm, neuerdings habe ich auch eine starke Aura.
    Das Voltaren K habe ich gegen Triptan ausgetauscht bekommen.

    Könnte es sein, das diese Seelischen Schwankungen mit den Medikamenten zusammen hängen, die ich seid November nehme?
    Sollte ich lieber von dem Anafranil mehr nehmen?

    Liebe Grüße
    rail.

    • Liebe Rail,

      die beschriebenen Stimmungsschwankungen könnten mit der Einnahme von Anafranil zusammen hängen. Sicher ist dies jedoch leider nicht zu sagen. Am einfachsten wäre ein Auslassversuch zu erwägen. Man dosiert das Medikament langsam ab und kann dann beobachten, ob sich die Symptome ändern. Gegebenenfalls kann dann ein Ersatzmedikament gesucht werden.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  9. joshi sagt:

    Sehr geehrter Herr Professor Göbel,
    ich bin seit 30 Jahren chronische Migränepatientin und leider hat bisher keine Prophylaxe-Maßnahme Erfolg gebracht. Ich nehme Lyrika wegen einer anderen Erkrankung und wollte Sie nun fragen, ob es richtig ist, dass Lyrika und Topamax nicht zusammen eingenommen werden können ? Topamax ist das einzige Medikament dass ich noch nicht genommen habe.
    Vielen Dank für Ihre Mühe und viele Grüße

    • Liebe Joshi,

      in der Regel werden Lyrika und Topamax nicht zusammen eingenommen, da sie eine ähnliche Wirkung besitzen. Es gibt jedoch mögliche Konstellationen, wo die beiden Wirkstoffe gezielt kombiniert werden müssen, z.B. bei Nervenschmerzen und chronischer Migräne.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  10. Thomas sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,
    kann Rivotril einen NDPH Kopfschmerz auf Dauer oder nur für ein paar Monate lindern? (Benzo: Toleranz, Abhängigkeit) Wie lange muß man Rivortil abgsetzt haben, damit es bei neuer Aufdosierung wieder wirkt? Andere Medikamente wie trizyklische Antidepressivas, Topomax, Gabapentin, Tramadol, Botox und viele mehr hatte keine oder nur sehr geringe Wirkung.
    Liebe Grüße
    Thomas

    • Lieber Thomas,

      ein Wirkung von Rivotril bei NDPH (New daily persitent headache) ist nicht gesichert. Leider gibt es für diese Kopfschmerzform nur sehr limitierte Therapieoptionen. Im Vordergrund stehen verhaltenstherapeutische und sporttherapeutische Maßnahmen.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  11. Jolly46 sagt:

    Sehr geehrter Prof.Göbel, Migräne seit 45 Jahren,mit 18 nach der Geburt meiner Tochter das erste mal, überall die Jahre permanente Steigerung Häufigkeit der Attacken,alles ausprobiert, Prophylaxe, Schmerzklinik, x-Medikamente,Massagen usw.,seit 15 Jahren nehme ich Imigran injekt( ausschliesslich), in 10 Minuten ist der Schmerz weg ebenso alle Begleiterscheinungen, hilft heute noch genau so wie am ersten Tag , allerdings mache ich alle 2 Jahre einen Entzug. Laut meines HA den ich regelmässig konsultiere wurden bis jetzt keine Nebenwirkungen festgestellt, alle Werte sind in Ordnung. Im Moment spritze ich täglich Imigran, im Jahr 2011 hatte ich 270 Attacken. Mein Frage : Was macht “Imigran injekt” mit mir . Vielen Dank für eine Auskunft Freundliche Grüsse Jolly

    • Liebe Jolly,

      Imigran Inject macht mit Ihnen einen Medikamentenübergebrauchskopfschmerz. Die Verträglichkeit und Sicherheit kann Ihnen niemand garantieren, sie ist bei dieser Einnahmehäufigkeit nicht untersucht. Sie müssen versuchen, bei Ihrer nächsten Medikamentenpause auch eine wirksame Vorbeugung zu finden. Diese muss Verhaltensmaßnahmen und gegebenenfalls auch Medikamente einschließen. Gelingt es nicht, wird die Attackenhäufigkeit wieder eskalieren und es geht immer so weiter, wie Sie es beschrieben haben.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  12. Urtica sagt:

    Guten Tag Herr Prof. Göbel,

    ich leide bereits seit meiner Kindheit an schweren Migräneanfällen. Inzwischen habe ich seit Jahrzehnten Migräneanfälle. Aus einer episodischen Migräne ist schon längst eine chronische Migräne geworden. Auch zwischen den Migräneanfällen bin ich nicht völlig schmerzfrei. Ein MÜK besteht nicht.
    Ich habe nahezu sämtliche Prophylaxe-Medikamente ausprobiert. Entweder zeigten sie keine Wirkung oder sie mussten aufgrund nicht tolerierbarer Nebenwirkungen abgesetzt werden. Lediglich Topamax zeigte beim 1.Versuch eine gewisse Anfallsreduktion, die aber nach 8 Monaten nachließ. Eine weitere Dosissteigerung habe ich nicht vertragen, und bei einem 2. Versuch nach 1 Jahr hatte ich Topamax von Anfang an nicht vertragen.
    Meine Frage ist nun, ob ein Versuch mit Lamotrigin sinnvoll sein könnte, und wenn ja, in welcher Dosierung?
    Wie ich gelesen habe, wird Lamotrigin in der Migränebehandlung hauptsächlich gegen die Migräneaura eingesetzt?
    Gibt es Erfahrungen, dass es auch als Prophylaxe-Medikament gegen die Schmerzen wirkt?

    Vielen Dank für Ihre Antwort.

    Urtica

    • Liebe Urtica,

      Lamotrigin kann bei häufigen kurzen Auren, ähnlich wie in der Epilepsie-Behandlung, eingesetzt werden. Die Wirkung gegen die Kopfschmerzphase der Migräne ist nicht belegt. Bei chronischer Migräne zeigten bisher nur Topamax und Botulinum-Toxin eine gesicherte Wirkung in Studien.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  13. Doro sagt: