1. Dusty sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof.Göbel,

    ist es möglich, neuropathische Kopfschmerzen mit Botox zu behandeln?

    Mit freundlichem Gruß
    Dusty

  2. Sanni sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    Was halten Sie von Navoban Infusionen bei Fibromyalgie ?

    Vielen Dank für den heutigen Chat und Grüße nach Kiel
    Sanni

  3. andrea68 sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel, meine Tochter ist 17 jahre und hat seit ca. 10 jahren Migräne vor einem jahr hat sie eine ideopathische thrompozytophenie und 3 bis 4 Monate danach fing die Migräne sich an zu häufen mit ca. 2-3 Anfälle pro woche seit 2 wochen nimmt sie jetzt Topamax 25mg am abend und seit 1 woche hat sie Dauerkopfschmerzen normale Anfälle und dazwischen leichtere Attacken bei uns gibt es keine schmerzambulanz in der nähe und dieses Monat ist sie schon bei 8 Triptane die letzten immer so bei 6-8. Was raten sie uns? Wir verhandeln gerade mit unserer Kasse da wir weihnachten gerne in ihre Klinik stadionär kommen würden. Liebe Grüße Andrea

    • Liebe Andrea,

      es ist nicht wahrscheinlich, dass die idiopathische Thrombozytopenie eine Verbindung mit der Migräne hat.

      Eine Pause ist gut begründet, da die Wahrscheinlichkeit eines MÜK besteht. Während des stationären Aufenthalts kann die Behandlung dann vertieft werden.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  4. Miriam M. sagt:

    Sehr geehrter Prof. Göbel,

    ich habe seit zwei Jahren in unregelmäßigen Abständen ein sichelförmiges Flimmern vor den Augen, das ganz genau der Symptomatik einer Aura entspricht, manchmal begleitet von Kopfschmerzen, manchmal nicht. ABER die Aura wechselt immer wieder die Seite, mal ist sie links zentriert, mal rechts. Ich habe noch keinen Arzt deswegen aufgesucht, aber kann es sein, dass ich eine Migräne mit Aura habe?

    Mit freundlichen Grüßen,

    Miriam M.

    • Liebe Miriam,

      die Aura wechselt in der Regel immer wieder die Seiten, daher ist das Auftreten bei Ihnen ganz normal. Eine neurologische Untersuchung ist anzuraten.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  5. ivitho sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,

    trifft es zu, dass man als Frau mit einer häufig auftretenden, stark ausgeprägten & trotz Schmerzmitteleinnahme lang andauerenden Migräne (mit Aura) Erkrankung einem erhöhten Schlaganfallrisiko ausgesetzt ist? (Leide zusätzlich unter Endometriose & Schilddrüsenunterfunktion.)

    Vielen Dank ivitho

    • Liebe Ivitho,

      es trifft leider zu. Das Risiko ist um den Faktor 2 – 3 erhöht. Es ist daher wichtig, alle anderen Risikofaktoren zu minimieren und auch die Migräne gut zu behandeln.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  6. R a b e a sagt:

    Sehr geehrter Herr Professor Göbel! Ich war im Juni d. J. bei Ihnen stationär in der Klinik. Ich nehme nun regelmäßig 150 mg Venlafaxin und 2,5 mg Bisoprolol (Nebenwirkung Tachykardie) zur Migräneprophylaxe. Die Medikamente vertrage ich gut. Die Migräne ist nicht mehr so schmerzhaft. Die Anfallshäufigkeit hat sich jedoch nur wenig verändert. Besteht die Möglichkeit, das Venlafaxin noch weiter zu erhöhen? Können Sie mir einen Rat geben? Vielen Dank im Voraus. Ein ehemalige sehr zufriedene Patientin. “Rabea”

    • Liebe Rabea,

      danke für Ihre netten Zeilen. Venlafaxin ist bereits gut ausdosiert und sollte nicht weiter erhöht werden. Sie können jedoch das Bisoprolol auf 5 mg anheben.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  7. Xandrian sagt:

    Hallo Herr Professor Göbel! Meine normale Migränebehandlung erfolgt mit Topiramat (Tagesdosis von 100 mg) was an sich auch sehr gut funktioniert. Ich konnte meine Migräneanfälle jetzt auf ca. vier pro Monat senken und diese sind nicht mehr so schlimm (d. h. keine Erbrechen etc. mehr). Trotzdem habe ich noch relativ häufig eine Art “Zwischenschmerz”. Das heißt es ist schon mehr als ein Kopfschmerz aber noch nicht wirklich eine ausgeprägt Migräne. Das ist zwar auszuhalten aber doch nervig. Über die lokale Therme würde eine Migränemassagebehandlung nach Bruno Blum angeboten werden. Könnte sowas helfen? Wie sind hier die Erfahrungen? Vielen Dank.
    Schöne Grüße, Tobias

    • Lieber Tobias,

      unter Topamax muss nicht unbedingt eine Reduktion der Häufigkeit der Migräneattacken stattfinden. Typisch ist sogar, dass die Häufigkeit konstant bleibt, jedoch die Intensität abgesenkt wird. Wahrscheinlich sind Ihre “Zwischenschmerzen” leichte Migräneattacken.

      Eine Massagebehandlung wird hierbei kaum Einfluss haben.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  8. R a b e a sagt:

    Nachtrag zu meiner obigen Frage:
    Bei Einnahme von Venlafaxin hatte ich als Nebenwirkung die Tachykardie (140 Puls/Minute in Ruhe), daher die Verordnung von Bisprolol.

  9. nina sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel, vor knapp 2 Jahren war ich wegen hochfrequenter Migräne und seit Jahren bestehendem episodischen atyp. Gesichtsschmerz in Ihrer Klinik. Zur Zeit nehme ich Opipramol ohne Erfolg. Mein Neurologe schlug wegen des in letzter Zeit immer öfter auftretenden GS vor, für 2-3 Monate Valoron retard + Amitriptylin zu nehmen, um die Situation zu beruhigen. Welche Auswirkungen auf die Migräne sind zu erwarten? Ich bin jetzt schon bei >10 Triptantagen/Monat, Triptanpausen brachten bisher nie dauerhafte Attackenreduzierung. Herzlichen Dank für Ihr Engagement und beste Grüße, Nina

    • Liebe Nina,

      bei neuropathischen Schmerzen im Gesicht kann ein Opioid sinnvoll sein. Nimmt man ein retardiertes Präparat, ist keine Auswirkung auf die Migräne zu befürchten.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  10. 1975goerli sagt:

    Hallo Herr Dr.,

    ich leide unter Aura-Migräne, was mir sehr viel Angst macht. Demnächst muss ich zum Zahnarzt und habe die Befürchtung, durch die Spritze/Betäubung einen Migräneanfall zu bekommen. Ist das möglich und kann man was – im Vorfeld – dagegen tun?

    • Liebe Goerli,

      man kann vieles zur Vorbeugung gegen Migräne tun. Es gelten die allgemeinen Vorbeugeregeln. Wenn in der speziellen Situation Angst besteht, können Sie z.B. die Progressive Muskelrelaxation einsetzen.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  11. 1975goerli sagt:

    Nachtrag zu meiner obigen Frage:

    Herr Professor, ich wollte Ihnen nicht Ihren Titel unterschlagen!

    Entschuldigen Sie bitte!

  12. Alinya sagt:

    Hallo Herr Prof. Göbel,

    im August war ich bei Ihnen in der Klinik und habe die Schmerzmittelpause 10 Wochen durchgehalten. Gleich die erste Einnahme von Sumatriptan hat aber dazu geführt, dass ich fünf Tage lang Migräne hatte (Drei Tage mit Sumatriptan, dann zwei Tage im Bett liegend ausgehalten). Kann es sein, dass mein Körper trotz Schmerzmittelentwöhnung sofort wieder mit lang anhaltenden Migräne-Anfällen auf das Triptan reagiert? Was würde dies für meine Attackenbehandlung bedeuten? Mit anderen Schmerzmitteln als Triptanen habe ich keine Erfolge gehabt.

    Ich freue mich auf eine Antwort und danke Ihnen, dass Sie diesen Live-Chat anbieten. Ich denke gerne an die zwei Wochen in der Klinik zurück, weil es für mich ein großer Erfolg war!

    Alinya

    • Liebe Alinya,

      die Länge der Attacke ist spontan bedingt und wird nicht durch das Triptan verursacht. Bei langen Attacken empfiehlt sich auch die Behandlung mit Relpax, Allegro oder Almogran. Zur Wirkverlängerung wäre noch Naproxen 500 mg möglich.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  13. mayamove sagt:

    Sehr geehrter Prof. Göbel,
    wie viel Kortison darf man bei der Migränebehandlung einsetzen und in welchem Intervall kann man das Kortison maximal einnehmen? Seit meinem Klinikaufenthalt bei Ihnen habe ich das hochwirksame Kortison schon mehrmals von meinem Hausarzt bekommen, um eine nicht enden wollende Attacke zu stoppen. Ich nehme dann 2 Tage 40 mg, 2 Tage 20 mg, 10, 5 . Das sind dann 8 Tage und seit Juli 2012 jeden Monat. Allegro führt bei mir im 24 Std.-Takt immer wieder zu Migräne, daher nehme ich nach 3 Tagen Kortison ( andere Triptane wirken viel kürzer).
    Ich möchte Kortison richtig einsetzen, können Sie mir helfen?
    Liebe Grüße aus dem Odenwald sendet Ihnen
    Maya

    • Liebe Maya,

      Kortison sollte Ausnahmesituationen vorbehalten bleiben. Für eine engmaschige, in Monatsabständen erforderliche Behandlung, ist es nicht gedacht. Da Migräne über viele Jahrzehnte auftreten kann, sind sonst Nebenwirkungen von Kortison zu erwarten.

      Eine Häufigkeit von 4 x im Jahr scheint vertretbar.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  14. angelika sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr Goebel,
    da mir ein sog. Kortisonschema schon 2 Mal gut geholfen hat, würde ich gerne wissen, wie oft man das wiederholen darf, oder ob man ggfs. eine dauerhafte niedrig dosierte Menge Kortison zu sich nehmen darf um sich vor einem Migräneanfall zu schützen? Vielen Dank für Ihre Antwort! Herzliche Grüße A. Hanner

    • Liebe Angelika,

      Kortison ist nicht für die Dauertherapie geeignet. Man sollte es immer für die Notfallbehandlung in der Hinterhand halten. Eine dauerhafte niedrig dosierte Menge Kortison ist keine geeignete Vorbeugung zur Migräneprophylaxe. Wichtig ist, dass man sowohl die Vorbeugung durch Verhalten als auch durch Medikamente so gestaltet, dass man möglichst an weniger als an zehn Tagen pro Monate akute Attacken hat und die Gefahr eines Medikamentenübergebrauchskopfschmerzes vermieden wird. Dann ist ein Kortisonschema auch nicht erforderlich. Die zu häufige und die länger dauernde Einnahme von Kortison kann zu schwerwiegenden Nebenwirkungen im gesamten Körper führen, daher ist eine Dauereinnahme nicht möglich. Für die akute Anwendung von Kortison in einer Notfallsituation sind solche Befürchtungen nicht relevant.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  15. gelborange sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Göbel,
    im Februar diesen Jahres war ich in Ihrer Klinik. ich habe chronische Migräne an 15 Tagen im Monat, halte seit dem Aufenthalt bei Ihnen die 10/20 –Regel ein. Ich nehme Maxalt und (Naproxen)
    Ich habe Sie im Mai angeschrieben, da das zur Prophylaxe verordneten Venlafaxin und die Erhöhung auf 112,5 mg für mich unverträglich waren.
    Wir kamen überein, dass ich wieder zu Topiramat, Tagesdosis 100 mg wie vor dem Klinikaufenthalt zurückgehe. Die Erkenntnisse des Klinikaufenthaltes sollten mir dabei helfen die 10/20 –Regel ein zu halten.
    Sie fanden es wichtig, dabei die Blutwerte zu kontrollieren. Das habe ich jetzt (bereits Anfang Oktober) durch den Hausarzt durchführen lassen, mit dem Ergebnis, das der Kretinin-Wert bei 1,37>1,2 liegt. Ich habe mir daher noch einen weiteren Untersuchungswert aus der 1. Topiramat-Phase besorgt, der liegt bei 1,3.
    Hinzu kommt, dass ich jetzt auch wieder Spannungskopfschmerzen an ca. 3 Tagen habe, die ich ohne Medikation versuche auszuhalten. Zu den 5 Tagen Migräne ohne Akutmedizin, ist das schon eine harte Nummer. Mein Hausarzt möchte, dass ich als erstes auf Naproxen 500 verzichte. Seiner Meinung belastet dies die Nieren zu stark. Er gab mir Novaminsulfon als Ersatz. Ist das genau so anwendbar wie Naxopren in Hinsicht aus die Triptanverstärkung bzw. –verlängerungswirkung?

    • Liebe Gelborange,

      die gemeinsame Einnahme von Naproxen mit einem Triptan ist dadurch begründet, dass Naproxen eine lange Wirkdauer von über 12 Stunden hat. Man möchte damit den Wiederkehrkopfschmerz möglichst vermeiden oder die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten des Wiederkehrkopfschmerzes reduzieren. Alle sogenannten nichtsteroidalen Antirheumatika, wie auch Naproxen, können bei zu häufiger Einnahme die Niere belasten. Dies trifft für Novaminsulfon nicht zu. Allerdings beträgt die Wirkdauer von Novaminsulfon nur ca. 4 Stunden. Der Effekt auf die Vermeidung des Wiederkehrkopfschmerzes ist daher nicht zu erwarten. Eine Wirkungsverlängerung ist daher nicht mit Novaminsulfon zu erzielen.

      Bei Einnahme von Topiramat sollte auch geprüft werden, ob möglicherweise eine Nierensteinbildung besteht. Sind die Kreatininwerte weiterhin erhöht, sollte eine entsprechende Untersuchung veranlasst werden.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

      • gelborange sagt:

        Vor vier Wochen sind Muskel-und Gelenkschmerzen unerträglich geworden. Ich habe dann begonnen Topiramat auszuschleichen. Seit 14 Tagen bin ich auf Null. Migräne ist fast unverändert. Eine weitere Blutuntersuchung ist Anfang Dezember angesetzt.
        Ich habe jetzt alle Prophylaxe – Medikamente durch.
        Amitriptilin habe ich auch schon vor meinem Aufenthalt bei Ihnen mit nicht erträglichen Nebenbewirkungen ausprobiert.
        Bei der Einnahme von Betablockern konnte auch keine wesentliche Verbesserung erzielt werden. Habe diesen mehrere Jahre genommen, bis ein Puls unter 50/min auftrat.
        Was kann ich jetzt noch machen?

        • Liebe Gelborange,

          für chronische Migräne gibt es noch zwei zugelassene Therapieoptionen:

          1. Botox
          2. die ONS (Occipitalnerven-Stimulation)

          Informationen dazu finden Sie in Headbook.

          Freundliche Grüße
          Hartmut Göbel

  16. su sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,
    ich leide seit 30 Jahren an Migräne, die Triptane helfen mir sehr gut. Da ich vor einiger Zeit die Diagnose Verdacht auf Normaldruckglaukom gestellt bekommen habe und der Sehnerv schon eine starke Excavation aufweist bin ich sehr beunruhigt, da mir kein Augenarzt sagen konnte, ob sich die Triptane evtl negativ auf die Durchblutung des Sehnervs auswirken, im Hinblick auf die Gefäßverengung. Ich wäre Ihnen für eine Antwort sehr dankbar, da ich ohne die Triptane kaum meinen Alltag durchstehen kann
    Herzliche Grüße
    Su

    • Liebe Su,

      Triptane haben keinen Effekt auf den Augendruck. Daher ist nicht anzunehmen, dass durch die Triptaneinnahme der Augendruck verändert wurde.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  17. Thomas sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,
    am 03.11.2012 wurde ich in Kiel von Herrn Dr. Dräger mit Botox behandelt.
    Als Nebenwirkung habe ich zeitweise starke Nackenschmerzen.
    Kann ich etwas dagegen tun oder zieht sich dieses Problem durch die ganze Zeit der Behandlungsdauer?
    Mit freundlichen Grüßen aus Köln,
    Thomas

    • Lieber Thomas,

      nach der Behandlung mit Botox können in den ersten 10 bis 14 Tagen Schulter- und Nackenschmerzen bestehen. Die Beschwerden fühlen sich ähnlich an wie bei einem grippalen Infekt oder wie bei Muskelkater. In dieser ersten Phase der Behandlung treten aus den sogenannten Triggerpunkten der Muskulatur Stoffe aus, die diese Muskelschmerzen bedingen. Diese werden abgebaut und sind daher nach ca. zwei Wochen nicht mehr vorhanden. Die Muskelschmerzen klingen ab und der positive Effekt von Botulinumtoxin tritt ein. Für die Behandlung dieser Muskelschmerzen können übergangsweise Medikamente eingenommen werden, z.B. Ibuprofen oder Naproxen.

      Freundliche Grüße
      Hartmut Göbel

  18. georgine sagt:

    Sehr geehrter Herr Prof. Göbel,
    ic