Verfasste Forenbeiträge

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  • Chroninchen
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    Hallo Sarah,

    herzlich Willkommen im Headbook.

    Gerne würde ich euch meinen schmerzverlauf vorstellen. Über eure Meinung dazu freue ich mich sehr:

    Bitte um eure Hilfe was es sein könnte und was ich machen kann.

    Diagnose über Internet von Nicht-Medizinern, ich fürchte, da erwartest du zu viel von uns …

    Der Halbseiten-Kopfschmerz ist typisch für Migräne, der Rest meiner Meinung nach nicht unbedingt.

    Vermutlich wäre es das Beste, wem du in dieser Zeit in eine Kopfschmerzklinik aufgenommen werden könntest oder zumindest ambulant behandelt werden kannst. Aber das ist vermutlich Wunschdenken.

    Hat du während der Attacken mal Triptane eingenommen? Da gilt die Faustformel: Wenn ein Triptan wirkt, ist es Migräne und wenn nicht, kann es trotzdem Migräne sein. Und nicht jedes Triptan wirkt bei jedem. 🙁

    Hast du dich schon bei verschiedenen Neurologen mit deiner Problematik vorgestellt? Leider sind nicht alle Neurologen auch gute Kopfschmerzexperten …

    Ich wünsche dir ein glückliches Händchen bei der Arztwahl und dass die jetzige Phase schnell abklingt.

    LG Chroninchen

    P.S.: Auch wenn es schwierig ist, versuche bitte auf die Groß- und Kleinschreibung und Absätze zu achten. Bei einigen Migränikern (so auch bei mir) ist ein „Fließtext“ leider ein Trigger.

    Chroninchen
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    Hallo Catharina,

    vielleicht ist – zumindest zum Überbrücken – eine Mutter-Kind-Kur eine Option?

    Damit verbaust du dir nichts für einen Aufenthalt in einer Kopfschmerklinik, da dies krankenkassenkassentechnisch als Krankenhausaufenthalt zählt.

    Es wäre zumindest die Möglichkeit, aus deinem Teufelskreis auszubrechen. Meine Kollegin war in einer Mutter-Kind-Einrichtung, die sich auch mit Migräne ausgekannt haben, irgendwo im bergigen Süden von Deutschland. Und Mutter-Kind-Kuren werden noch relativ einfach von den Kassen bewilligt.

    Parallel dazu kannst du ja weiterhin den Aufenthalt in einer speziellen Migräneklinik forcieren, am besten in Zusammenarbeit mit deinem Neurologen und überlegen, ob sich der ‚kinderlose‘ Aufenthalt dort realisieren lässt. Da deine Kinder noch klein sind, gibt es evtl. die Möglichkeit, über die Krankenkasse die Kinderversorgung durch eine Familienhelferin zu finanzieren.

    Wünsche dir gute Besserung
    LG Chroninchen

    Chroninchen
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    Beitragsanzahl: 88

    Liebe Catharina,

    herzlich Willkommen im Headbook :).

    Ich kann dich sehr gut verstehen, dass du so nicht weitermachen möchtest.

    Hast du es denn neben den Triptanen für den Akutfall (10/20-Regel beachten!) auch schon mal mit Prophylaxe probiert?

    Es gibt leider nicht DIE Migräne, sondern Migräne ist eine Erkrankung, die sich nicht nur von Patient zu Patient unterscheidet, sondern auch in verschiedenen Variationen beim Erkrankten zeigen kann.

    Meistens habe ich keine Aura, aber manchmal eben doch. Und keine Aura ist so, wie die Vorhergegangene.

    Schau dich mal bei den verschiedenen Links am Ende der Seite um, dort kannst du viele Tipps und Hinweise rund um die Migräne bekommen.

    Ob du die Kinder in eine Kopfschmerzklinik mitnehmen kannst, hängt sicherlich von der jeweiligen Klinik ab.

    Aus meiner Erfahrung würde ich dir allerdings raten, nach Möglichkeiten zu suchen, für die Kinder während des Klinikaufenthalts eine häusliche Betreuung einzurichten.

    Es ist schwierig, sich auf Therapien einzulassen, wenn du außerhalb der einzelnen Therapieeinheiten weiter „Vollzeit“-Mama bist.

    Migräne und Stress gehen leider Hand in Hand, selbst dann, wenn es ein ‚positiver Stress‘ ist.

    Es ist mir bei meiner ersten Reha auch sehr schwer gefallen, meine damals zehnjährige Tochter zu Hause bei meinem in Vollzeit arbeitenden Mann ohne zusätzliche Betreuung zu lassen. Aber diese (vier) Wochen haben meine Tochter viel selbständiger werden lassen und beiden gezeigt, dass die Hausarbeit (Koxhen, putzen, waschen, bügeln, …) nicht zu unterschätzen ist.

    Es hat aber vor allem mir gutgetan, mich ’nur‘ um mich zu kümmern und mich auf ein Leben mit meinen vielen Handicaps einzulassen, frei nach dem Motto: Ich leide nicht, ich habe es eben!

    Ich drücke dir beide Daumen, dass du einen Weg aus deiner misslichen Situation findest!!

    LG Chroninchen

    Chroninchen
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    Liebe Jasmin,

    ich kann mich in deine Situation allzugut hineinversetzen.

    Die Idee mit der Einweisung in eine orthopädische Schmerzklinik finde ich gut (habe selber schon zweimal multimodale Schmerztherapie in einer orthopädischen. Klinik gemacht) – schon alleine deshalb, weil es dir die Möglichkeit gibt, abseits vom Alltag zur Ruhe zu kommen.

    Klar gibt es dort ein Tagespflichprogramm, was aber zumindest teilweise migränefreundlich gestaltet werden kann.

    Permanente (Rücken-)Schmerzen sind ein dankbarer Nährboden für Migräne. Wenn du dir diesbezüglich Linderung verschaffen kannst, gelingt es dir vielleicht auch, die Migräne zu verringern.

    Bei mir war es jedenfalls so. Statt der üblichen 15 bis 20 Migränetage hatte ich in den drei Wochen Klinikaufenthalt eine Attacke, die aber sehr gut auf Sumatriptan angesprochen hat.

    Drück dir die Daumen, dass es dir bald besser geht.

    Lieben Gruß
    Chroninchen

    Chroninchen
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    Vielen lieben Dank für eure Beiträge.

    Dass meine beiden Kollegen ausgefallen sind, liegt an der beruflichen Veränderung bei dem Einen und einem ganz frischen „burn out“ des Anderen – beides war nicht lange vorhersehbar oder planbar. Naja, der Zusammenbruch war schon vorhersehbar, aber es fehlte die Einsicht des Betroffenen…

    Soweit möchte ich es nicht kommen lassen, nicht bei meiner restlichen Truppe und erst recht nicht bei mir.

    Es liegt mir fern, liebe Alchemilla, Perfektionismus von mir zu verlangen. Allerdings habe ich eine selbstaufopferungsmäßige Ader, die sowohl genetisch, wie auch durch Erziehung geprägt ist. (Dieses Verhalten ist u.a. typisch für viele an Depressionen erkrankte Menschen.) Das zu kontrollieren, gehört nicht gerade zu den einfachen Dingen in meinem Leben.

    Du, liebe Katrin, hast mir einiges zum Nachdenken gegeben – die Fragen gestellt, die ich eigentlich nicht hören möchte 🙁 , aber das ist gut so. Ich werde sicherlich einige Tage damit zubringen, darüber nachzudenken und ‚versteckte Stellschrauben‘ zu finden.

    Meine Psychotherapie war nicht nur zum ‚Ballast abladen‘, aber es war ein Teil davon. Es war keine Schmerztherapie, auch wenn dieser Bereich ebenso seinen Platz hatte. Vor fünf Jahren befand ich mich in einer akuten seelischen Krise, aus der es für mich kein Entkommen gab. Durch die Therapie habe ich erstmalig gelernt, wie ich ein selbstbestimmtes Leben führen kann, auch wenn es mit der Umsetzung noch oft hapert. Aber ich arbeite daran 😉

    Im Beruf ist jeder ersetzbar – auch ich, das weiß ich wohl. Ich weiß auch, das ich das Arbeitspensum nicht schaffen kann und versuche es auch gar nicht erst.

    Mein Fokus im Beruf liegt momentan darauf, mich und meine mir sehr lieb gewordenen Kollegen einigermaßen heile durch diese chaotische Arbeitsphase durchzubringen. Stress mit den Kunden ist dabei allerdings vorprogrammiert …

    Der Austausch und die von euch gestellten Fragen helfen mir, mich zu entspannen (ja ja, ich weiß, das nicht diese Art Entspannung gemeint ist, Heika 🙂 ) und auch mal die Perspektive zu wechseln. Das ermöglicht es mir wiederum, Ideen und Pläne zu entwickeln, um die Situation leichter zu machen.

    Letzten Endes muss ich mir selber helfen, aber mit Denkanstößen von außen ist es nunmal einfacher.

    Darum danke ich euch für eure Beiträge und umarme euch alle aus der Ferne.

    Liebe Grüße aus der Eifel (statt dem platten ostfriesischen Land)
    Chroninchen

    Chroninchen
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    Hallo Alchemilla,

    viel Arbeit habe ich meistens, damit komme ich gut klar. Aber nun sind meine beiden Kolleg*innen, mit denen ich mir die Arbeit teile, weg. Das heißt, dass ich nun für drei arbeiten muss, was unmöglich ist.

    Ich habe eine Prioritätenliste, an der ich mich orientiere, aber die Kunden, deren Anliegen weiter unten stehen, wollen auch bedient werden. Zudem bin ich momentan Chefin der Abteilung, so dass viele administrative Aufgaben zu erledigen sind. Das macht mir schon Stress.

    Ich habe allerdings letzte Nacht einen Plan zur Aufgabendelegation überlegt, um etwas Druck von mir zu nehmen …

    Manchmal brauche ich nur jemanden, der zuhört UND mich versteht. Migräneköpfe sind nunmal sehr eigenwillig – in jeder Hinsicht 😀

    Lieben Gruß
    Chroninchen

    Chroninchen
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    Beitragsanzahl: 88

    Liebe Heika, liebe Sternchen,

    ihr habt mich ja beide in Kiel kennengelernt, ich neige nicht dazu, schnell aufzugeben.

    Ich brauche nur manchmal etwas Hilfestellung von außen, die ich sonst von meiner Therapeutin bekomme.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Migräne momentan stressbedingt ansteigt, denn 1. fängt sie nachmittags mit meinem Feierabend an und ist 2. seit Samstag nicht mehr aufgetreten (wir sind Freitag in den Urlaub gestartet).

    Nach meinem Beitrag gestern ist mir eine Idee gekommen, wie ich auf der Arbeit für meine Entlastung sorgen könnte – also Hilfe zur Selbsthilfe sozusagen 😉

    Die Arbeit aufzugeben, ist absolut keine Option. Migräne ist schlimm, tiefe Depressionen sind sehr schlimm, beides zusammen ist nicht auszuhalten. Aus meiner Erfahrung nehme ich lieber die Migräne in Kauf.

    Am Schlaf arbeite ich weiter, ich bin immerhin von teilweise unter zwei Stunden auf ungefähr fünf Stunden hoch. Medikamentös ist alles ausgereizt, was sich mit meinen Krankheiten und Dauermedikamenten verträgt …

    Beim Lesen eurer Beiträge hatte ich sofort wieder unserer gemeinsamen Stunden in Kiel vor Augen und mir geht das Herz auf. Vielen Dank dafür, denn auch daraus kann ich Kraft schöpfen.

    Herzliche Grüße
    Chroninchen

    Chroninchen
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    Beitragsanzahl: 88

    Seit geraumer Zeit bin ich eher stille Leserin als Schreiberin und Ratgeberin. Das liegt vor allem daran, dass 24 Stunden für einen Tag einfach zu wenig sind, obwohl ich selten länger als 5 Stunden schlafe … Doch jetzt brauche ich mal wieder Rat:

    Durch den beruflichen Stress sind die Migränetage von 9 im Juli und August wieder auf 18 im September und bisher 6 im Oktober angestiegen. Jetzt heißt es also wieder mit den Schmerzmedis zu haushalten, um die 10/20-Regel einigermaßen einzuhalten.

    Einfach zu Hause zu bleiben, kommt für mich nicht in Frage, da ich momentan die Einzige bin, die bestimmte, eilige Angelegenheiten bearbeiten kann. Wenn ich nicht zur Arbeit gehe, habe ich das Gefühl, meine Kolleg*innen im Stich zu lassen.

    Warum muss das Leben oft so schwierig sein? Warum fällt die Selbstfürsorge so oft hinten runter? Eigentlich brauche ich aufgrund meiner Erkrankungen nicht mehr arbeiten, aber mir macht – trotz des momentan extremen Stresses – meine Arbeit zu viel Spaß, um aufzuhören – sie gibt außerdem meinem Tag eine feste Struktur, was aufgrund der rez. Depressionen ein wichtiger Stabilisierungsfaktor für mich ist.

    Leider habe ich das Kontingent der psychotherapeutischen (300 bewilligten) Stunden restlos aufgebraucht. Das war für mich immer auch eine Zeit der Entspannung, da ich den ganzen Ballast abwerfen konnte. Nun muss ich einen anderen Weg finden.

    Die Hausarbeit ist teilweise delegiert, mehr Delegation ist aus verschiedenen Gründen nicht möglich. Auch eine ‚Flucht‘ in die Arbeitsunfähigkeit, die problemlos möglich ist, kommt für mich nicht in Betracht. Eine weitere Stundenreduzierung scheidet ebenso aus.

    Momentan habe ich viele Fragen ohne Antwort und hoffe, dass ihr mir Impulse geben könnt, den „Kreis zu quadrieren“ …

    Wie geht ihr mit Belastungen um? Welche Bewältigu