Verfasste Forenbeiträge

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  • Flummi
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    Guten Morgen Bülent

    Ich weiß nicht ob es Formulare oder Fragebögen gibt, mit denen man sich auf den Gutachtertermin vorbereiten kann. Du könntest aber einen Tagesablauf von dir aufschreiben, in dem du schilderst was du von Morgens bis Abends machst und mit welchen Problemen du dabei zu kämpfen hast.

    Du schreibst, dass nicht alle Arztberichte für den Antrag auf Erwerbsminderungsrente eingereicht wurden. Dann nehme die deiner Meinung nach fehlenden Berichte einfach mit. Ob sie dann hilfreich sind, wird sich dann zeigen.

    Was mir aber auffällt ist die Anzahl deiner Migränetage von mindestens 7-10 Tagen im Monat. Bist du eigentlich bei einem Neurologen in Behandlung? Vielleicht bist du schon im Bereich einer chronischen Migräne, die definiert ist mit 15 Kopfschmerztagen und davon 8 Migränetage im Monat und das über mindesten 3 Monate lang. Dann könnte man auch über eine Prophylaxe nachdenken um die Migränetage zu verringern.

    Grundvoraussetzung ist es, dass du einen Schmerzkalender führst. Dann kannst du und auch deine Ärzte sehen wie viele Kopfschmerztage du hast und auch womit und wie oft du behandelst. Hier in der Sidebar findest du eine sehr gute, kostenlose Migräne APP die du dir runterladen kannst. Dort trägt man auch seine Akutmedikamente wie die Triptane und andere Schmerzmittel ein.
    In der APP findest du auch noch viele andere Informationen und Hilfen.

    Ich möchte dir auch empfehlen das Buch von Prof. Göbel, Erfolgreich gegen Kopfschmerzen und Migräne, zu lesen. Damit schaffst du dir ein Grundwissen betreffend deiner Migräne.

    Ich wünsche dir alles Gute für deinen Termin.

    Gruß Flummi

    Flummi
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    Hallo Bülent

    Erst einmal herzlich Willkommen im Headbook.

    Ich bin praktisch in der gleichen Situation wie du. Habe Anfang September die Erwerbsminderungsrente beantragt und warte jetzt auf eine Reaktion der Rentenversicherung.

    Ich habe mich ebenfalls beim Arbeitsamt gemeldet und genau wie bei dir ist nach Aktenlage die volle Erwerbsminderung festgestellt worden.

    Bekommst du denn auch den Nahtlosausgleich nach Paragraph
    145 SGB III? Denn dieser steht dir zu, da bei dir die volle Erwerbsminderung festgestellt wurde. Gezahlt wird in Höhe des Arbeitslosengeld 1.

    Eigentlich brauchst du dir über den Termin beim Gutachter keine großen Gedanken machen, da deine Vorberichte (insbesonders der Bericht aus der Reha von 2018) aussagekräftig genug sind. Ich würde eher die neusten Arztberichte (falls noch nicht eingereicht) und die aktuellen Angaben aus einem Schmerzkalender mitnehmen.

    Du hast ja auch Migräne, in wie weit führst du denn einen Schmerzkalender und wie häufig tritt die Migräne auf?

    Meiner Meinung nach wäre es wichtig sich ausreichend gut mit seinen Erkrankungen auszukennen, da es dir beim Gespräch mit dem Gutachter helfen kann mitzureden. Betreffend der Migräne kann hier in der Sidebar, welche du rechts findest, die Informationen aus dem Migränewissen weiterhelfen. Betreffend deiner orthopädischen Probleme findest du hier aber keine Informationen.

    Ich persönlich lasse den Termin, wenn er denn kommen sollte, auf mich zukommen. Ich habe mir hier Grundkenntnisse betreffend meiner Kopfschmerzgeschichte angeeignet, dass alleine reicht mir schon um gelassen an einen solchen Termin heranzugehen.

    Sollte das Gutachten entgegen deiner Meinung ausfallen, kannst du dich jederzeit an den VDK, wie Julia schon geschrieben hat, wenden.

    Gruß Flummi

    Flummi
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    Liebe Meerestänzerin

    Es freut mich zu hören, dass du jetzt in Kiel angemeldet bist. Halte durch, bis du in Kiel aufgenommen wirst. Ich weiß, in deiner jetzigen Situation ist das verdammt schwer aber vielleicht hilft dir der Gedanke, dass es für dich keine wirklich bessere Option gibt.

    Ich bin ja in vergleichbarer Situation wie du, nur mein minimaler Schmerzpegel liegt eher bei 5-6. Die rechte Seite ist bei mir auch die dominante Seite und wenn ich starke Attacken habe, wende ich die Kombination von Sumatriptan Inject plus Naproxen 500mg an. Zusätzlich meistens noch MCP gegen die Übelkeit.

    Ich hatte hier aus dem Forum die Information gelesen, dass Naproxen nicht nur wirkverlängernd sondern auch die Wirkung des Triptans erhöht. Wenn ich das Injekt mit Naproxen verwende geht der Schmerz auf meinen normalen Level von 5-6 zurück. Ohne Naproxen ist die Wirkung nicht ganz so gut.

    Vielleicht ist das für dich einen Versuch wert. Ich habe jetzt nicht alles nachgelesen, solltest du es bereits versucht haben denke ich, das du alles versuchen solltest dich in irgendeiner Form abzulenken, ohne groß ins Denken zu kommen. Ich versuche das gerade mit puzzeln und dabei softe Musik zu hören.

    Gruß Flummi

    Flummi
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    Liebe Annika

    Ich freue mich sehr, dass es dir in Bad Buchau so gut gegangen ist. Das kann man sehr deutlich aus deinem Bericht herauslesen. 🤗

    Ich habe jetzt die Erwerbsminderungsrente beantragt und als Rehaklinik Königstein oder Bad Buchau angegeben. Warte jetzt auf Reaktion der Rentenversicherung und hoffe in einer der beiden Kliniken aufgenommen zu werden.

    3. Das Beste zum Schluss: Bei der Aufnahme von Dr. Gerster begrüßt zu werden mit: „Ich kenne Sie, aus Headbook. Sie sind das „Monster“!“

    Diese Aussage ist ein Beweis dafür welchen Stellenwert dieses Forum auch bei Fachärzten hat.

    Ich hoffe, ich komme jetzt nach und nach immer ein paar kleine Schritte weiter, meine Problematik etwas mehr beherrschbar zu machen. (Man beachte diese vorsichtige Ausdrucksweise. 😉🙃)

    Ich denke das ist eine gute Herangehensweise, denn dadurch nimmst du dir auch Druck.

    Ich wünsche dir für deinen weiteren Weg alles gute.

    Gruß Flummi

    Flummi
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    Liebe Chanti

    Es tut mir sehr leid, dass du dieses erleben musstest. Irgendwie kommt es mir aber bekannt vor, wobei ich nicht sagen ob es bei mir jedes Mal eine Bewustlosigkeit war.

    Ich weiß nicht wie es als Migräniker zu diesem Bewusstseinsausfall kommen kann. Ich selber habe es in meiner 25 jährigen Kopfschmerzerfahrung auch ein paar mal erlebt. Wobei bei mir (außer 1 mal) immer kurz vorher der Kopfschmerz innerhalb weniger Sekunden von einem mittleren Schmerzpegel auf einen maximalen Schmerzpegel hochschoß.

    Ich habe immer gedacht, dass ich mit diesem Schmerzpegel eingeschlafen bin, mittlerweile bezweifel ich das. Alle Attacken dieser Art hatte ich zu Hause und habe mich direkt hinlegen müssen, so das meine Familie dachte ich schlafe. Ich selber dachte das im nachhinein auch und wie bei dir war am nächsten Tag alles beim Alten.

    Meine letzte Attacke in dieser Form hatte ich im März letzten Jahres und ich habe meinen Mann gebeten, dass er mich beim nächsten Mal versuchen soll zu wecken. Denn ich bin mir absolut nicht sicher ob ich dann schlafe oder nicht. Vielleicht ist es auch ein Schutzmechanismus des Körpers, der dann greift.

    Bei einer Migräne mit Hirnstammaura (früher Basilarismigräne), kann es durchaus zu Bewusstseinsstörungen kommen. Ob es da einen Zusammenhang mit deinem Erlebnis geben könnte kann ich dir nicht beantworten.

    Ich selber habe neben der chronischen Migräne, dem NDPH auch mittlerweile die Migräne mit Hirnstammaura in Kiel diagnostiziert bekommen. Seit letztem Jahr beschäftige ich mich auch erst mit dem Thema Migräne, bin also noch ziemlich neu in dem Thema.

    Du bist ja gerade in einer Situation, wo dir noch eine geeignete Prophylaxe fehlt und deine Akutmedikation nicht optimal ist. Vielleicht ist es für dich gut, wenn du dich stationär in der Schmerzklinik in Kiel anmeldest um alle Unklarheiten zu beseitigen und der Start für deine weitere Behandlung beginnen kann. Leider ist die Wartezeit sehr lang. Ich selber habe im letzten Jahr etwa 5 Monate auf die Aufnahme gewartet. Bin aber sehr froh diesen Schritt gemacht zu haben, denn 24 Jahre nach Beginn meiner Kopfschmerzgeschichte hatte ich endlich Diagnosen.

    Auch finde ich es Klasse, dass dein Partner dich so gut unterstützt. Das ist sehr wichtig, denn es gibt dir auch eine Sicherheit.

    Liebe Grüße Flummi

    Flummi
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    Hallo Melissa

    Botox wird nur bei einer diagnostizierten chronischen Migräne von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Chronische Migräne, das heißt mindestens 15 Kopfschmerztage und davon müssen 8 Tage Migräne sein. Das dann auch über mindestens 3 Monate.

    Eine Möglichkeit für dich wären die neuen CGRP Antikörper. Bei der episodischen Migräne würden hier 4 Migränetage im Monat reichen. Wobei bei dir noch, zur Genehmigung, das Flunarizin fehlt. Es sei denn es besteht eine Kontraindikation. Vielleicht besprichst du das nochmal mit deinem Arzt.

    Botox wird nach dem Preemptschema gespritzt und sollte auch nur von Fachärzten durchgeführt werden. Ich bezweifel, dass das durch einen Hausarzt möglich ist. Zumal das im Budget eines Hausarztes auch nicht vorgesehen ist.

    Gruß Flummi

    Flummi
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    Hallo Jasmin

    Ich kann dir nur teilweise deine Fragen beantworten.

    Wie viele sind einige? Sind welche dabei, die zwingend durchzuführen sind?

    Die von mir aufgezählten Prophylaxe sind genau die, die vor der Genehmigung der CGRP Antikörper durch die gesetzlichen KK genommen werden müssen. Die ersten 4 gelten bei episodischer Migräne und bei der chronischen Migräne kommt noch das Botox dazu.

    Ab wann ist eine Therapie mit Antikörper indiziert, heißt wie viele Migränetage im Monat müssen vorhanden sein? Was sind die Vorgaben der GKV? Gibt es gesicherte Angaben?

    Bei einer episodischer Migräne mindestens 4 Migränetage pro Monat und bei einer chronischen Migräne, die gekennzeichnet ist mit 15 Kopfschmerztagen, wobei 8Tage eine Migräne besteht.

    Die Kostenübernahme der KV ist ja wohl mittlerweile geklärt aber wie sieht es mit dem Budget der Ärzte aus? Verschreiben sie es tatsächlich?

    Ich denke, wenn die Vorgaben der Prophylaxen erfüllt sind, sollten die Fachärzte, sprich Neurologen oder Schmerztherapeuten, die CGRP Antikörper verschreiben können (müssen?), da es in ihrem Budget eingeplant ist.

    Ist die Kostenübernahme für Emgality und Ajovy genauso wie für Aimovig geregelt?

    Da gehe ich von aus. Habe hierüber aber noch nichts gelesen. Die vorherigen Aussagen findest du bei einer Information über die Erstattungsfähigeit für Aimovig in der Migräneliga. Wobei das wohl erst einmal bis Ende 2020 gilt.

    Die CGRP Antikörper sind ja noch sehr neu und betreffend der Nebenwirkungen ist man ja erst mal noch am sammeln. Über die Langzeitwirkung gibt es auch noch keine gesicherten Aussagen. Des weiteren soll nach mehreren Monaten ein Auslassversuch unternommen werden, um zu schauen wie sich die Migräne danach verhält. Hat man eine Reduzierung durch die Antikörper erreicht, will man sehen ob die Migräne in der gleichen Intensität wie vor den Antikörpern wiederkommt. Dieses habe ich aus den bisherigen Beiträgen in diesem Forum so verstanden.

    Ob der eine oder der andere Antikörper bessere Wirksamkeit hat, kann glaube ich so nicht beantwortet werden. Es sind neue Prophylaxen und ich denke, der eine profitiert mehr von Aimovig und der andere vielleicht mehr von den anderen Antikörpern. Oder es gibt Patienten die gar nicht von den Antikörpern profitieren. Es ist eine Prophylaxe wie jede andere auch, nur das es die ersten sind, die für Migränepatienten entwickelt wurden. Wie bei allen anderen Prophylaxen, reagiert jeder individuell. Daher muss man abwarten wie es sich mit den Antikörpern entwickelt.

    Letzteres sind meine Gedanken dazu.

    Gruß Flummi

    Flummi
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    Hallo Claudia

    Ich werde nächste Woche meine volle Erwerbsminderung beantragen.

    Nach meiner Aussteuerung im Juli bin ich direkt mit dem Schreiben der Krankenkasse ( dieses muss auch zeitnah erfolgen) zum Arbeitsamt gegangen und habe den so genannten Nahtlosausgleich nach Paragraph 145 SGB III beantragt. Die Agentur für Arbeit hat dann ein medizinisches Gutachten erstellt, bei dem nur nach Aktenlage auch hier eine Erwerbsunfähigkeit beurteilt wurde. Ich musste nicht mal zum Gutachter. Dadurch beziehe ich jetzt den Nahtlosausgleich in Form von ALG 1, obwohl ich noch einen bestehenden Arbeitsvertrag habe.

    Dieser Nahtlosausgleich steht dir zu, wenn du nicht mehr als 3 Stunden pro Tag erwerbsfähig sein kannst und wird in der Höhe des ALG 1 gezahlt. Ich bekomme den bis die Erwerbsminderungsrente durch ist.

    Ich habe den Entlassungsbericht, den letzten Bericht aus der Ambulanz der Schmerzklinik Kiel, das medizinische Gutachten von vor einem Jahr und die Ausdrucke der letzten 2 Monate einschließlich des Jahreausdruckes aus dem Schmerzkalender mitgeschickt. Alle Befunde sind max.1 1/2 Jahre alt und sagen aus wie der derzeitige Stand ist. Diese Unterlagen werde ich auch bei der Rentenversicherung abgeben.

    Nach dem Antrag der Erwerbsminderungsrente werde ich vorraussichtlich erst einmal in die Reha geschickt. Ob ich vorher noch zum Gutachter muss kann ich noch nicht sagen. Habe aber auch keine Bedenken deswegen, da die Fakten für sich sprechen.

    Ich hoffe das dir dieser Werdegang von mir ein wenig hilft die Sache anzugehen.

    Gruß Flummi

    Flummi
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    Dieses Aha-Erlebnis dieser Patientin habe ich am Aufnahmetag selber in der Klinik genau so erlebt. Lebte zu diesem Zeitpunkt schon über 24 Jahre ohne Diagnose, Gott sei Dank nicht so schlimm. Meine Hirnstammauren waren nur vereinzelt ähnlich heftig.

    Aber dieses Gefühl, endlich eine Diagnose zu haben, ist unbeschreiblich und schildert diese Patientin sehr treffend.

    Danke für diesen Beitrag. 🤗

    Gruß Flummi

    Flummi
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